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Allgemeine Volkswirtschaftslehre, Volkswirtschaftstheorie insb. Umweltökonomie

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Thema:

Umweltökonomie

Veranstaltungstyp: Seminar
Ort: Wien
Adresse: Zentrum für Fernstudien Wien
Strozzigasse 2
A-1080 Wien

Raum "Hagen"
Termin: 13.01.2011 bis
15.01.2011
Auskunft erteilt: E-Mail: Frederik Schaff
Telefon: +49 2331 987-4454
Abgabetermin Themenwahl
01.08.2010
Abgabetermin der Seminararbeit
14.11.2010

Erläuterungen:

Die Umweltpolitik ist eines jener Politikfelder, in welchem auch neue Erkenntnisse der Ökonomie rasch und weitreichend real angewendet werden. Ziel des Seminars ist es, den Teilnehmern ein Verständnis für diese realpolitische Relevanz der Umweltökonomie zu geben. Dazu werden eine Reihe moderner Instrumente der Umweltpolitik vorgestellt und untersucht. Im gesamten Kontext wird deutlich, dass ein Instrument alleine meist nicht einmal zur Lösung eines einzelnen Umweltproblems genügt. Neben Umweltexternalitäten führen bspw. externe Effekte im Innovationsprozess und asymmetrisch verteilte Informationen zu sozial suboptimalen Marktergebnissen. Am Ende des Seminars soll die Erkenntnis stehen, dass nicht ein Instrument, sondern vielmehr ein Mix verschiedener Instrumente, bei der Erreichung von umweltpolitischen Zielen angebracht ist.

Um eine Umweltpolitik beurteilen zu können ist es dennoch notwendig, die einzelnen Instrumente in ihrer isolierten Funktionsweise zu verstehen. Da dieses Seminar an ein breites Publikum angehender Wirtschaftswissenschaftler und nicht nur an Diplom- und Masterstudenten mit einem Schwerpunkt in Umweltökonomie gerichtet ist, wird auf die Untersuchung der Interdependenzen der unterschiedlichen Instrumente nur knapp eingegangen und der Fokus auf das Verständnis der einzelnen Instrumente gelegt. Die behandelten Themen liegen vorwiegend im viel diskutierten Bereich der Klimapolitik. Zur Stabilisierung der Treibhausgaskonzentrationen ist es insbesondere notwendig, die Verbrennung von fossilen Energieträgern einzudämmen. Dies macht den vermehrten Einsatz regenerativer Energien bei gleichzeitiger Reduktion des Energieverbrauchs notwendig. Wie kann dieses Ziel auf kosten-effektive (oder gar effiziente) Weise erreicht werden?

Der erste Themenblock widmet sich mit den Umweltexternalitäten, der eigentlich durch Umweltpolitik zu korrigierenden Problematik. Neben Grundlagen zur Umweltökonomie und zur Bewertung von Umweltschäden wird am Beispiel des EU-Emissionshandels diskutiert, wie eine effiziente Klimapolitik aussehen sollte. Es wird deutlich, dass gerade in dynamischer Sicht eine rein auf die Umweltexternalitäten ausgerichtete Politik unzureichend ist. Auch in anderen Bereichen, insbesondere der Technologiepolitik, müssen Marktversagen behoben werden, um eine effiziente Zielerreichung zu gewährleisten. Der zweite Themenblock behandelt daher flankierende Politiken, welche die Lenkung und Förderung des technischen Fortschritts zum Ziel haben. Der Fokus liegt auf energiepolitischen Instrumenten. Der letzte Themenblock beschäftigt sich mit Marktversagen aufgrund von asymmetrischer Informationsverteilung. Informationspolitik im Allgemeinen und Eco-Label im Speziellen tragen zur Verringerung der Informationsasymmetrie zwischen Produzenten und Konsumenten bei. Konsumenten können so durch ihre gezielte Nachfrage nach umweltschonenden Produkten zum Umweltschutz beitragen.

wichtige Hinweise

Termine:

Themenvergabe: Bis einschließlich Sonntag den 01. August 2010 können Themenpräferenzen per E-Mail eingereicht werden. Im laufe der folgenden Woche werden die Themen dann entsprechend der Präferenzen und im Zweifel durch Los-Entscheid vergeben.

Bis einschließlich Sonntag den 03. Oktober 2010 kann ein kurzes Exposé (gemäß Einführung und Themenliste) eingereicht werden.

Bis einschließlich Sonntag den 14. November 2010 muss die Seminararbeit abgeben werden (per E-Mail, Poststempel von Montag 15. November auf gedruckter Version genügt dann).

Sonstiges:

Ein sanktionsfreier Rücktritt vom Seminar ist bis sechs Wochen nach Zuteilung des Themas möglich.

Teilnahmevoraussetzungen:

Abgeschlossenes Grundstudium bzw. bestandene A-Modulklausur im Bachelorstudiengang. Im Masterstudiengang keine Teilnahmevoraussetzungen.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, Auswahl erfolgt bei Bedarf nach Studienfortschritt und -leistungen.

Geforderte Leistungen:

Seminararbeit sowie Vortrag und mündliche Beteiligung in der Präsenzphase. Die Seminararbeit geht mit 50 %, Vortrag und mündliche Beteiligung je mit jeweils 25 % in die Endnote ein. Es wird Interesse an der Thematik (auch über das eigene Seminararbeitsthema hinaus) erwartet.

Die Seminararbeit muss mindestens mit der Note 4,0 bestanden werden, um am Seminar teilnehmen zu dürfen. Eventuelle nicht ausreichende Leistungen in einem der mit 25 % in die Endnote eingehenden Teile können hingegen durch bessere Leistungen in anderen Teilen ausgeglichen werden, wenn eine Gesamtnote von mindestens 4,0 erreicht wird.

Bemerkungen:

Gute Grundlagen der Mikroökonomik sowie Interesse an theoretischen Fragestellungen werden vorausgesetzt.

Das Seminar wird im Zentrum für Fernstudien in Wien (Österreich) stattfinden. Die Teilnehmer müssen sich selbstständig um Unterkunft und Verpflegung kümmern. Informationen zu möglichen Unterkünften sind auf der Seite des Studienzentrum Wien verfügbar.

Frederik Schaff | 12.03.2012
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, LST VWL, insb. Wirtschaftstheorie, 58084 Hagen, Tel.: +49 2331 987-4451