1                      Allgemeine Informationen

 

Die FernUniversität in Hagen steht unterschiedlichen Gruppen von Fern­studierenden offen. In ihren vier Fakultäten bietet sie zahlreiche Bachelor- und Masterstudiengänge sowie viele Weiterbildungs- oder Akademiestudiengänge an. Rund 74.000 Studierende sind aktuell eingeschrieben. Sie alle haben sich für ein modernes Fernstudium mit hervorragender didaktischer und individueller Betreuung entschieden. Es ist hochflexibel und neben dem Beruf oder anderen Aufgaben studierbar.

Je nach individueller Voraussetzung und Studienabsicht können sich Interessierte für ein:

    Vollzeitstudium,

    Teilzeitstudium,

    Akademiestudium

einschreiben lassen.

Aus dem gesamten Kursangebot der FernUniversität in Hagen wurde eine Reihe von Kursen für Blinde und Sehbehinderte speziell aufbereitet. Ziel der Auswahl war und ist es, Blinden und Sehbehinderten ein möglichst breit gefächertes Studienangebot zu unterbreiten.

Das spezielle Angebot für Blinde und Sehbehinderte umfasst derzeit Kurse aus folgenden Fächern:

    Soziologie

    Psychologie

    Philosophie

►      Geschichte

    Literaturwissenschaft

    Bildungswissenschaft

    Rechtswissenschaft

    Politikwissenschaft

 

In den spezifisch aufbereiteten Materialien werden allerdings aus techni­schen Gründen weder mögliche Wechsel der Aufgabenstellungen in den Einsendearbeiten noch Wechsel in den curricularen Zuordnungen der Kurse berücksichtigt.

 

2                      Auskunft und Beratung

2.1              Arbeitsbereich Audiotaktile Medien

Für Fragen bezüglich der Kursverfügbarkeit, Umsetzung von Studien­material sowie Hilfe bei den Einschreibmodalitäten für blinde und sehbehin­derte Studierende steht der Arbeitsbereich Audiotaktile Medien zur Verfügung:

FernUniversität in Hagen

ZMI – Zentrum für Medien und IT

AB Audiotaktile Medien

Feithstraße 150b

58097 Hagen

Telefon:         02331 / 987-4218, -4096

Telefax:         02331 / 987-2720

E-Mail:           at-medien@fernuni-hagen.de

Internet:         http://www.fernuni-hagen.de/zmi/at-medien/start.html

 

2.2              Service-Center

Für Informations- und Bewerbungsunterlagen wenden Sie sich bitte an:

FernUniversität in Hagen

Service-Center / Zentrale Studienberatung

Universitätsstraße 11

58097 Hagen

Telefon:         02331 / 987-2444
                      Montag bis Freitag 08:00 – 18:00 Uhr

E-Mail:           info@fernuni-hagen.de

Internet:         http://www.fernuni-hagen.de

2.3              Studierendensekretariat

Das Studierendensekretariat ist die Service-Stelle für in- und ausländische Studierende der FernUniversität in Hagen. Hier finden Sie Rat in den allgemeinen organisatorischen Fragen des Studiums, können sich ein­schreiben und rückmelden und finden Hilfestellung in Gebührenfragen.

Telefon:         02331 / 987-2444
                      Montag bis Freitag 08:00 – 12:00 Uhr

E-Mail:           studierendensekretariat@fernuni-hagen.de
                      gebuehrenverwaltung@fernuni-hagen.de

 

 

2.4              Prüfungsämter

Für den prüfungsrelevanten Einsatz der Studienmaterialien ist es unbedingt erforderlich, sich mit dem Prüfungsamt der jeweiligen Fakultät in Verbin­dung zu setzen, um so prüfungsverbindliche Auskünfte zu bekommen:

Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften

Telefon: 02331 / 987-2980

 

Rechtswissenschaftliche Fakultät

Telefon: 02331 / 987-2955, 2958 und 2959

 

 

2.5              Regional- und Studienzentren

Die Regional- und Studienzentren der FernUniversität in Hagen bilden eine wichtige Komponente im Lehr- und Studiensystem. Sie sind ein wesentliches Element im Blended-Learning-Konzept und fungieren als Kontaktstelle zwischen der Hochschule und den Studierenden. Hier finden die Studierenden ein zentral gesteuertes Betreuungs-, Beratungs- und Informationssystem mit qualitätsgesicherten Standards.

 In den Regional- und Studienzentren werden den Studierenden fachliche Betreuung (z.B. regelmäßige Betreuungsveranstaltungen zu Modulen/Kursen, Kompaktveranstaltungen, Klausurvorbereitungen),Veranstaltungen der Allgemeinen Studienberatung (z.B. Start it up, Lern- und Arbeitstechniken etc.) und Veranstaltungen der Fakultäten/Lehrgebiete (Präsenzveranstaltungen, Videostreamings etc.) angeboten.

Der Lernraum „Virtueller Studienplatz“ und weitere neue Medien wie z.B. „moodle“ runden das Angebot ab.

 Derzeit werden insgesamt 13 Regionalzentren in der Bundesrepublik für Interessierte und Studierende eingerichtet. In Nordrhein-Westfalen sind den Regionalzentren Bonn, Coesfeld, Hagen und Neuss die Studienzentren angeschlossen. Gemeinsam realisieren sie den Service der Betreuung und Beratung der Studierenden vor Ort.

Zudem existieren bundesweit bereits Regionalzentren in Berlin, Hamburg, Hannover mit dem angeschlossenen Studienzentrum Minden, die Zentren in München und Nürnberg werden ab dem Sommersemester 2011 als Regionalzentren fortgeführt. Weitere Regionalzentren sind in der Planungs- und Umsetzungsphase. Die übrigen Studienzentren in Deutschland sowie im Ausland bestehen auf der Grundlage von Verträgen mit Kooperationspartnern.

 Auf den Internetseiten des jeweiligen Regional- und Studienzentrums finden Sie das konkrete Betreuungs- und Beratungsangebot, sowie die Termine weiterer Veranstaltungen. Persönliche und telefonische Anfragen beantworten Ihnen die Mitarbeitenden in den Geschäftsstellen gerne.

Alle Studierenden werden gebeten sich einem Regional- oder Studienzentrum zuzuordnen. In NRW ist nur die Zuordnung zu den Regionalzentren, nicht zu einzelnen Studienzentren möglich. Trotz dieser Zuordnung ist die Nutzung aller Angebote der Regional- und Studienzentren in der BRD möglich. Studierende können im virtuellen Studienplatz die Zuordnung ändern.

 

2.5.1      Innerhalb NRW

 

Region Hagen

Regionalzentrum   Hagen

Studienzentrum       Arnsberg

Studienzentrum       Bottrop

Studienzentrum       Brilon

Studienzentrum       Castrop-Rauxel

Studienzentrum       Gummersbach

Studienzentrum       Lippstadt

Studienzentrum       Lüdenscheid

Studienzentrum       Marl

 

Region Bonn

Regionalzentrum   Bonn

Studienzentrum       Euskirchen

Studienzentrum       Leverkusen

 

Region Coesfeld

Regionalzentrum   Coesfeld

Studienzentrum       Borken

Studienzentrum       Herford

Studienzentrum       Lüdinghausen

Studienzentrum       Rheine

 

Region Neuss

Regionalzentrum   Neuss

Studienzentrum   Eschweiler

Studienzentrum   Krefeld

 Studienzentrum   Wesel

 

Weitere Informationen zu den einzelnen Studienzentren erhalten Sie unter:

http://www.fernuni-hagen.de/universitaet/einrichtungen/studienzentren/stdz_nrw.shtml

 

2.5.2      Außerhalb NRW

 

Baden-Württemberg

Karlsruhe – Schwäbisch Gmünd – Villingen-Schwenningen

Bayern

München – Nürnberg

Berlin

Regionalzentrum Berlin

Hamburg

Regionalzentrum Hamburg

Hessen

Frankfurt/Main – Bad Hersfeld

Niedersachsen

Regionalzentrum Hannover, Studienzentrum Minden

Saarland

Saarbrücken

Sachsen

Leipzig

Thüringen

Erfurt

Weitere Informationen zu den einzelnen Studienzentren erhalten Sie unter:

http://www.fernuni-hagen.de/universitaet/einrichtungen/studienzentren/stdz_nichtnrw.shtml

 

2.5.3      Im Ausland

Sie möchten auch an der FernUniversität in Hagen studieren, wohnen aber nicht in Deutschland? Kein Problem! Die FernUniversität in Hagen bietet Ihnen durch ihre Studienzentren und Kooperationen mit Partneruniversitäten auch im Ausland Unterstützung für ein erfolgreiches Studium.
Die Inanspruchnahme von Dienstleistungen dieser Studienzentren ist kostenpflichtig.

Österreich

Dem Zentrum für Fernstudien der Johannes-Keplar Universität Linz sind folgende Studienzentren und Agenturen zugeordnet:

 Bregenz – Saalfelden – Steyr – Wien – Villach

Schweiz

Universitäre Fernstudien Schweiz

Brig – Pfäffikon

Lettland

Riga

Russische Föderation

Smolensk

Ungarn

Budapest

Weitere Informationen zu den einzelnen Studienzentren erhalten Sie unter:

http://www.fernuni-hagen.de/universitaet/einrichtungen/studienzentren/stdz_ausland.shtml

 

3                      Allgemeine Hinweise zum Kursangebot

3.1              Mediale Formen

In der Regel werden die Kurse für Blinde und Sehbehinderte in fünf Aufbereitungsformen angeboten, zwischen denen die Studierenden wählen können:

    Punktschrift-Druckausgabe

    Nur-Text-Format (txt)

    Audioausgabe (DAISY-CD oder Tonkassette/n)

    Blindenkurzschrift (brl)

    Word-Format (doc und/oder rtf)

 

DAISY-Format

In Zukunft werden die Audioausgaben für alle neuen sowie aktualisierten Kurse nicht mehr als Tonkassette/n, sondern als CD im DAISY-Format (Digital Accessible Information System) angeboten.

Studierende, die nicht über ein DAISY-Abspielgerät verfügen, können sich die von der Firma Dräger und Lienert zur Verfügung gestellte PC-Software Max Daisy Player aus dem Internet unter herunterladen.

Zum Download:

http://www.dlinfo.de/content/maxdaisyplayer.php
(Der Link befindet sich unten auf der Seite.)

 

Den Max Daisy Player finden Sie auch auf der Seite der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB):
http://www.dzb.de

 

3.2              Erläuterungen zur Kursbelegung

Da sich die speziell für Ihre Bedürfnisse aufbereiteten Kurse in ihrer Form, nicht in ihrem Inhalt, von den normalen Studienbriefen unterscheiden, bekommen sie eine spezielle Kursnummer. Jeder Kursnummer ist eine eigene Endziffer angehängt, die die gewünschte Form der Aufbereitung darstellt.

Angeboten werden Ausgaben in Punktschrift (0), Nur-Text (1), Audio auf DAISY-CD oder Tonkassette (2), Blindenkurzschrift (4) und Word-Format (5)

 

Hier ein Beispiel für die Kursnummer 0711:  Soziologie des Raumes

 

Kurs-Nr.

+  Nr. der
medialen Form

Belegung erfolgt als:

0711-

0

Punktschrift-Druckausgabe

0711-

1

Dateiversion im Nur-Text-Format (txt)

0711-

2

Audioausgabe (DAISY-CD / Tonkassette)

0711-

4

Dateiversion in Blindenkurzschrift (brl)

0711-

5

Dateiversion Word-Format (doc oder rtf)

 

Abkürzungen

GSWS  =    gebührenrelevante Semesterwochenstunde/n

SWS     =    Semesterwochenstunde/n

BoL      =    Bachelor of Laws

MoL     =    Master of Laws

MM      =    Mastermodul

MWM   =    Master-Wahlmodul

BWM   =    Bachelor-Wahlmodul

 

4                   Hinweise zum Kursangebot, den Einsendeaufgaben und Netzkursen

Kursangebot

Bei Kursen, die nicht im Kursangebot für Blinde und Sehbedhinderte ent­halten sind, nehmen Sie bitte Kontakt zum Arbeitsbereich Audiotaktile Medien auf.

Wir werden den gewünschten Kurs bei dem entsprechenden Lehrgebiet – soweit vorhanden – anfordern und als DOC- bzw. RTF-Datei (selten auch als PDF-Datei) zur Verfügung stellen.

Alle separat beim Lehrgebiet angeforderten Kurse werden in nicht aufbe­reiteter Form den Blinden und Sehbehinderten zur Verfügung gestellt.

Der AB Audiotaktile Medien hat keinen Einfluss auf das uns von den Lehrgebieten zur Verfügung gestellte Dateiformat so wie auf die Qualität des jeweiligen Kurses.

Kurse aus den Fakultäten Informatik, Mathematik und E-Technik werden in der Regel im TEX-Dateiformat zur Verfügung gestellt.

Einsendeaufgaben

In den für Blinde und Sehbehinderte aufbereiteten Kursen (insbesondere Rechtswissenschaft) findet aus technischen und organisatorischen Grün­den kein Wechsel der Aufgabenstellungen der Einsendeaufgaben statt, so wie es beim Einsatz der Studienkurse in Schwarzschrift üblich ist.

Falls Sie planen, ein prüfungsrelevantes Studium durchzuführen, fordern Sie bitte generell die jeweils gültigen Einsendeaufgaben separat beim zuständigen Lehrgebiet an.

Netzkurse

Bei den Kursen mit dem Zusatz „Netzkurs“ kann kein prüfungsrelevan­tes Studium absolviert werden. Zu diesen Kursen werden auch keine Einsendeaufgaben mehr gestellt.

 

5                      Neue Kurse und Revisionen

Neue Kurse

Für das Sommersemester 2012 wurden folgende Kurse neu in das Kurs­angebot für Blinde und Sehbehinderte aufgenommen:

Geschichte

0780- Grundzüge der europäischen Verfassungsgeschichte im 19. Jahrhundert
          Original-Kurs-Nr.: 34124

Bildungswissenschaft

0865-  Erziehung - Bildung - Sozialisation
           Original-Kurs-Nr.: 33040

 

 Revisionen

Für das Sommersemester wurden folgende Kurse aktualisiert:

 

Bildungswissenschaft

 0801-  Gesellschaftliche Rahmenbedingungen institutionalisierter Bildung und Erziehung im Nationalstaat
            Original-Kurs-Nr.: 03812

 

Rechtswissenschaft

  0768-    BWM Wirtschafts- und Umweltrecht
              Kurs 2: Wirtschaftsverwaltungsrecht

              Original-Kurs-Nr.: 55207 

 
                 
      
          

  

6                      Kursangebot Sommersemester 2012

6.1              Soziologie

 

0711-
Soziologie des Raumes
(Ipsen / Läpple)

Kurs-Nr.:        07110 – 07111 – 07112 – 07114 – 07115

Original-Nr:     03638

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        2 Ringordner
                      1 CD  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Ziel dieses Kurses ist es, den Raumbegriff für die sozialwissenschaftliche Analyse gesellschaftlicher Prozesse rückzugewinnen. Während in der älteren Sozialwissenschaft die Raumgebundenheit sozialer Prozesse ent­weder ausdrücklich thematisiert oder implizit vorausgesetzt wurde, ist der Raumbezug in der – zumindest deutschen – Nachkriegssoziologie weit­gehend verloren gegangen. Dies stellt sich in der französischen und angel­sächsischen Tradition etwas anders dar, so dass vor allem in den theore­tischen Teilen des Kurses auf diese Theorieentwicklung zurückgegriffen wird.

In Soziologie des Raumes geht es weniger um das räumliche Verhalten im engeren Sinne als vielmehr um die Frage, wie gesellschaftliche Räume und Raumbilder im Verlauf der gesellschaftlichen Entwicklung „produziert“ werden, welche sozialen Dynamiken zur Veränderung bei der sozialen Produktion von Räumen führen und in welchen Dimensionen und Formen solche Veränderungen Auswirkungen zeigen.

 

0712-
Metropolen im Vergleich
(London, Paris, Tokyo, New York, Berlin)
(Häußermann)

Kurs-Nr.:        07120 – 07121 – 07122 – 07124 – 07125

Original-Nr:     03639

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        2 Ringordner
                      1 CD  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Metropolen sind sehr große Städte, die zentrale Bedeutung für Kultur, Politik und Ökonomie haben. Metropolen in der „Dritten Welt“ sind Ziel­gebiet umfangreicher Wanderungsbewegungen, Metropolen in der „Ersten Welt“ sind eher mit dezentralisierenden Entwicklungen konfrontiert.

In diesem Kurs werden einerseits die Bedeutungsgeschichte und die Aktua­lität des Begriffs „Metropole“ behandelt, andererseits die Strukturprobleme so großer Städte wie New York, Paris, Berlin und Tokyo.

Diese Städte gehören verschiedenen Kulturkreisen an, ob der Metropolen­begriff für sie angemessen ist und was er dann jeweils bedeutet, ist zu diskutieren.

Zum Abschluss wird danach gefragt, wie sich die Konzepte „Global City“ und „Metropole“ zueinander verhalten.

 

0713-
Norbert Elias
(Treibel-Illian)

Kurs-Nr.:        07130 – 07131 – 07132 – 07134 – 07135

Original-Nr:     03612

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        1 Ringordner
                      1 CD  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Der Kurs führt in die zentralen Begriffe und Thesen des Soziologen Norbert Elias ein, indem er Schwerpunkte auf die – für Elias Arbeit zentralen Begriffe – Zivilisation, Figuration und soziale Prozesse legt und Elias Leitmotive sowie Theorie und Geschichte der Menschenwissenschaften ausführlich behandelt.

Darüber hinaus werden exemplarische Einblicke in die Arbeitsfelder der Elias'schen Theorie wie Zeit, Sterben, Etablierte und Außenseiter gegeben und ein umfassendes Verständnis für soziologisches Denken entwickelt.

 

0715-
Die protestantische Ethik und die Entwicklung des modernen Kapitalismus. Einführung Argumentationsstrategie Max Webers.
(Guttandin)

Kurs-Nr.:        07150 – 07151 – 07152 – 07154 – 07155

Original-Nr:     03611

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        2 Ringordner
                      6 Tonkassetten

Kursbeschreibung:

„Die protestantische Ethik“ Max Webers ist eines der Meisterwerke der So­ziologie. Die in ihr entwickelte These, dass der asketische Protestantismus dem modernen Kapitalismus zum Durchbruch verholfen habe, hat von vorn­herein gleichermaßen Anerkennung wie Kritik hervorgerufen.

Während die Kritiker eine enge Beziehung zwischen der protestantischen Reformation und der Entwicklung des Kapitalismus nicht leugnen, aber po­litische und ökonomische Bedingungen als ausschlaggebend für die religiöse Entwicklung ansahen, hat Weber für seine Untersuchung die umgekehrte Perspektive vorgeschlagen. Seine Überlegung ist, dass die protestantische Ethik ihren Anhängen eine Wirtschaftsgesinnung und eine rationale Lebensführung abverlangt habe, die die schon vorliegenden Ansätze einer Entwicklung des Kapitalismus gegen hemmende Traditionsbestände durchsetzten und ihm allererst eine stabile Grundlage verschafften.

Hinweis: Zur prüfungsrelevanten Bearbeitung von Einsendeaufgaben setzen Sie sich bitte mit dem Fachbereich in Verbindung.

 

0726-
Die Entstehung der Interaktionsregeln –
Zur Zivilisationstheorie von Norbert Elias
(Abels / Link)

Kurs-Nr.:        07260 – 07261 – 07262 – 07264

Original-Nr:     03184

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        1 Ringordner
                      4 Tonkassetten

Kursbeschreibung:

Der Kurs fragt, wie die Formen unseres Verhaltens entstanden sind. Dazu wird die These von Elias referiert, das unsere Umgangsformen eine Ge­schichte haben, die sich als parallele Entwicklung gesellschaftlicher Pro­zesse und Strukturen (Soziogenese) und Modulierung individueller Affekte (Psychogenese) darstellt. Als Beispiel für den Affektwandel werden die Ent­stehung der Höflichkeit, die Festlegung von Tischsitten und das Verhältnis zum Körper behandelt. Sie sollen zeigen, dass unsere Umgangsformen eine bestimmte Funktion erfüllen: für die Gesellschaft, wie sie die Individuen braucht, und für die Individuen, wie sie sich selbst sehen.

Hinweis: Zur prüfungsrelevanten Bearbeitung von Einsendeaufgaben setzen Sie sich bitte mit dem Fachbereich in Verbindung.

 

 0737-
Macht, Kontrolle und Entscheidungen in Organisationen
(Matys)

Kurs-Nr.:        07370 – 07371 – 07372 – 07374 – 07375

Original-Nr:     34863

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        3 Ringordner
                      2 CDs  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Der Kurs stellt zunächst grundlegende organisationstheoretische Ansätze und Theorieströmungen vor, die Macht, Kontrolle und Entscheidungen in und durch Organisationen, das heißt auf der Mikro-, Meso- und Makro­ebene, zum Inhalt haben. Danach werden in aktuellen arbeits- und organi­sationssoziologischen Diskursen überblicksartig die Anknüpfungspunkte und links aufgespürt, die innerhalb der organisationalen Macht-, Kontroll- und Entscheidungskontexte relevant sind.

 

0791-
Grundfragen der Soziologie des Lebenslaufs
(Fuchs-Heinritz / Hoerning)

Kurs-Nr.:        07910 – 07911 – 07912 – 07914 – 07915

Original-Nr:     03635

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:          5 Ringordner
                      14 Tonkassetten

Kursbeschreibung:

Die Klassiker der Soziologie haben zwar elaborierte Konzepte vom Indivi­duum (im Verhältnis zur Gesellschaft) vorgelegt, diese Individualität in sich aber eher statisch gedacht. In den letzten Jahrzehnten erst hat die Per­spektive der Soziologie des Lebenslaufs gezeigt, dass die zeitliche Struk­turiertheit des Lebens der einzelnen Menschen als Lebenslauf einen wichti­gen empirischen Merkmalsbereich ausmacht.

Kurseinheit 1 befasst sich mit makrosozialen Perspektiven (Demographie des Lebenslaufsregimes, Generationsbeziehungen und Altersschichtung, Ansatz und Ertrag der Kohortenforschung).

Kurseinheit 2 behandelt Sozialisation und Sozialisationsmodelle (in Rela­tion zu sozialem Wandel) über die gesamte Lebensspanne.

Kurseinheit 3 thematisiert die sozialkulturellen Regulative für die innere Gegliedertheit des Lebenslaufs, die Vorschriften und Orientierungen dafür, in welchem Alter man dies oder jenes Lebensereignis erreicht haben sollte.

Kurseinheit 4 befasst sich mit der Kultur- und Sozialgeschichte des Lebenslaufs als Vorstellungs- und Orientierungsmuster.

 

0796-
Wertwandel in Deutschland von 1949 bis 2000
(Meulemann)

Kurs-Nr.:        07960 – 07961 – 07962 – 07964 – 07965

Original-Nr:     03621

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        2 Ringordner
                      1 CD  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Nach einer Einleitung über den Wertwandel als Gegenstand soziologischer Forschung gibt der Kurs einen Überblick über empirische Ergebnisse zum Wertwandel in der alten BRD, in der DDR und in der vereinten BRD bis zum Jahr 2000. Dabei forscht der Autor auch nach den Ursachen für stattgefun­dene Veränderungen und vergleicht die Entwicklungen in Ost- und West­deutschland. Ein soziologisches Konzept und empirische Forschung stellt der Kurs auf diese Weise im Zusammenhang vor.

 

0841-
Strukturwandel der industriellen Beziehungen
(Müller-Jentsch)

Kurs-Nr.:        08410 – 08411 – 08412 – 08414 – 08415

Original-Nr:     03133

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        2 Ringordner
                      1 CD  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Neuere sozialwissenschaftliche Analysen stimmen darin überein, dass die hoch industrialisierten Gesellschaften sich in einer Periode des strukturellen Umbruchs befinden. Das für die Bundesrepublik charakteristische duale System der Interessenvertretung, mit den Teilarenen „Tarifautonomie“ und „Betriebsverfassung“, zeichnete sich in der Vergangenheit durch eine stabile und effektive Arbeitsteilung zwischen gewerkschaftlicher und be­trieblicher Interessenpräsentation aus. Unter den gegenwärtigen Bedingun­gen ergeben sich Modifikationen aus Umstrukturierungen dieses Systems der organisierten Interessenvertretung.

 

0844-
Der Prozess der industriellen Zivilisation.
Zur materiellen Kultur der Moderne
(Beckenbach)

Kurs-Nr.:        08440 – 08441 – 08442 – 08444 – 08445

Original-Nr:     04851

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        2 Ringordner
                      7 Tonkassetten

Kursbeschreibung:

Die Problematik der materiellen Kultur hat in jüngster Zeit an gesellschaft­licher Relevanz gewonnen. Erstens gelangt mit der Wende in der soziolo­gischen Debatte von Industrie- zur Industriefolgengesellschaft ein kom­plexer Bereich von infrastrukturellen Bedingungen und von technik-informa­torischen Vernetzungen ins Blickfeld der Soziologie, zweitens deutet sich in der Alternativkultur eine tiefreichende Problematisierung von Technikent­wicklung etc. an und drittens führt die beginnende wirtschaftliche und poli­tische Integration Europas zu einer In-Beziehung-Setzung von unterschied­lichen Wissenschaftskulturen.

 

0846-
Interaktion und Identität im Medium symbolischer Kommunikation G. H. Mead
(Beckenbach)

Kurs-Nr.:        08460 – 08461 – 08464 – 08465

Original-Nr:     03190

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        3 Ringordner

Kursbeschreibung:

Der Studienbrief stellt einen sozialpsychologischen Beitrag zur Erklärung von Persönlichkeit und Handeln vor, in dessen Mittelpunkt die Konstitution und Konsequenz symbolischer Interaktion stehen. Dieses Modell ist eng verknüpft mit dem Werk von Georg H. Mead und hat über die Theorie des „Symbolischen Interaktionismus“ einen starken Einfluss auf die aktuelle Diskussion in der Soziologie.

Die erste Kurseinheit stellt das anthropologische Modell Meads vor, wonach nur der Mensch die Fähigkeit hat, sein Handeln über Symbole zu organisieren. Diese Fähigkeit konstituiert sich über das (zunächst spielerische) Erlernen von Rollen subjektiv relevanter Bezugspersonen.

In den Kurseinheiten zwei und drei wird gezeigt, wie die Annahmen Meads in die Theorie des Symbolischen Interaktionismus eingegangen sind und zu einem Modell von Wirklichkeit führen, das wesentlich auf der Annahme basiert, dass diese „subjektiv-sinnhaft“ konstruiert sei. Vor dem Hintergrund dieser Annahmen wird gezeigt, welche Strategien Subjekte anwenden, um sich in Interaktionen als akzeptable Partner und unverwechselbare Individuen zu präsentieren. Gleichzeitig wird gezeigt, dass diese Strategien auch Auswirkungen auf die Konstruktion der eigenen Biographie – die Hoffnung auf Identität – und der sozialen Wirklichkeit – die Annahme gemeinsamer Symbole – haben.

Zum Schluss leitet der Studienbrief über zu der Frage, welchen Beitrag der Symbolische Interaktionismus zu einer Theorie der modernen Gesellschaft leisten kann.

 

0847-
Soziologiegeschichte.
Die Zeit der Riesen: Simmel, Durkheim, Weber
(Dahme, Albrecht, Schmidt)

Kurs-Nr.:        08470 – 08471 – 08472 – 08474 – 08475

Original-Nr:     03610

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:         5 Ringordner
                      15 Tonkassetten

Kursbeschreibung:

Dieser Kurs führt in die Geschichte der Soziologie ein. Ins Zentrum sind Georg Simmel, Emile Durkheim und Max Weber gerückt, die am Scheitel­punkt der Soziologie stehen. Einerseits setzt mit ihnen die Soziologie als akademisches Fach erst ein und sie gelten als die Klassiker in der Theorie­diskussion, auf die bis heute ständig Bezug genommen wird. Zum anderen stehen Simmel, Durkheim und Weber am Ende der Bemühungen um die Institutionalisierung der Gesellschaftswissenschaften, die in allen ihren Ausformungen als Reflex auf die sozialen Fragen des Kapitalismus im 19. Jahrhundert einzustufen sind.

Der Kurs gliedert sich in drei Einheiten. In ihnen werden nach einem gleichen allgemeinen Muster die Klassiker mit ihren je speziellen theoretischen Ansätzen dargestellt:

Georg Simmel     (1858-1918)    Autor: H.-J. Dahme

Emile Durkheim   (1858-1917)    Autor: Günter Albrecht

Max Weber         (1864-1920)    Autor: Gert Schmidt

 

0848-
Empirische Sozialforschung –
Modelle und Methoden der Datenerhebung
(Kromrey)

Kurs-Nr.:        08480 – 08481 – 08482 – 08484 – 08485

Original-Nr:     03607

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        5 Ringordner
                      2 CDs  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Der Kurs gibt einen Überblick über die Forschungsschritte in der quantita­tiven Sozialforschung und welche methodischen Probleme dabei auftreten können. Nach einigen methodologischen Klärungen geht es zum Beispiel darum, wie man von einer Forschungsfrage zu einem Kategoriensystem für eine Beobachtung / Inhaltsanalyse oder zu einem Fragebogen kommt, um Auswahlverfahren und um Grundzüge des Messens und der deskriptiven Statistik.

 

0859-
Neuere Theorien sozialen Wandels
(Jäger / Weinzierl)

Kurs-Nr.:        08590 – 08591 – 08592 – 08594 – 08595

Original-Nr:     04857

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        2 Ringordner
                      1 CD  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Der Kurs diskutiert zentrale soziologische Konzeptionen zum sozialen Wandel, die etwa in den letzten vierzig Jahren entwickelt worden sind.

Ziel ist es, einen soziologischen Zugang zu Wandelsprozessen vor allem in hoch entwickelten Gesellschaften zu eröffnen und zugleich einen Einblick in das Beschreibungs- und Erklärungspotential differierender theoretischer Ansätze zu gesellschaftlichen Veränderungen und sozialem Wandel, zu analytischem Vermögen von Soziologie des gegenwärtigen Stands über­haupt zu vermitteln.

 

0860-
Gesellschaftliche Differenzierung und politische Steuerung
(Lange / Braun)

Kurs-Nr.:        08600 – 08601 – 08602 – 08604 – 08605

Original-Nr:     03701

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:         3 Ringordner
                      11 Tonkassetten

Kursbeschreibung:

Unter politischer Steuerung kann man ein politisches Eingreifen in Hand­lungsketten und Strukturen unserer Gesellschaft verstehen, mit dem Ziel, unerwünschte Ist-Zustände in erwünschte Soll-Zustände zu transformieren.

Teil 1 des Fernstudienkurses führt in den akteurtheoretischen Steuerungs­begriff und die Entwicklung von Niklas Luhmanns Ansatz systemtheore­tischer Skepsis an politischer Steuerung ein.

Teil 2 wird vor allem die Kritik, die Luhmanns Ansatz auf sich gezogen hat, diskutiert.

 

0862-
Soziologische Gegenwartsdiagnosen I. Eine Bestandsaufnahme
(Schimank / Volkmann)

Kurs-Nr.:        08620 – 08621 – 08622 – 08624 – 08625

Original-Nr:     03705

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:          4 Ringordner
                      13 Tonkassetten

Kursbeschreibung:

Soziologische Gegenwartsdiagnosen analysieren die Gesellschaft des „Heute“ und haben dabei vor allem das Problematische der aktuellen Ent­wicklungen im Blick, so dass sie dadurch gleichermaßen auch Tendenzen des Morgen aufzeigen.

In diesem Studienbrief werden 19 verschiedene solcher Gegenwartsdiag­nosen, die alle im Laufe der achtziger und neunziger Jahre des 20. Jahr­hunderts in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA entstan­den sind, im Hinblick auf ihre zentralen Aussagen jeweils einzeln vorge­stellt. Bezüglich dessen, was als Gefährdungspotential der gegenwärtigen gesellschaftlichen Dynamik jeweils konstatiert wird, werden unterschiedli­che Akzente gesetzt, so dass uns die Gegenwart stets in einem immer wie­der anderen Licht erscheint z. B. als:

–     „Risikogesellschaft“,

–     „Erlebnisgesellschaft“,

       “McDonaldisierte Gesellschaft“,

         oder auch als

       „Asymmetrische Gesellschaft“.

 

0863-
Theorien gesellschaftlicher Differenzierung
(Schimank)

Kurs-Nr.:        08630 – 08631 – 08632 – 08634 – 08635

Original-Nr:     03749

GSWS:          4,0

SWS:             4,0

Versand:        4 Ringordner
                      1 CD  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Die Theorien gesellschaftlicher Differenzierung gehören zum Kernbestand soziologischer Gesellschaftstheorie. Der Kurs stellt diese Theorien in vier Schritten vor:

Von den differenzierungstheoretischen Ideen der soziologischen Klassiker über die Konzepte von Talcott Parsons und Niklas Luhmann bis hin zu neu­eren akteurtheoretischen Herangehensweisen an gesellschaftliche Diffe­renzierung.

 

0869-
Empirische Kultursoziologie
(Gerhards / Barlösius /Hitzler /Neckel)

Kurs-Nr.:        08690 – 08691– 08692 – 08694 – 08695

Original-Nr:     03706

GSWS:          4,0

SWS:             4,0

Versand:        4 Ringordner
                      2 CDs  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Kultur ist eines der diffusesten theoretischen Konzepte der Soziologie, weil hier Alltagsverständnisse und die Begrifflichkeiten verschiedener Kultur­wissenschaften hineinspielen – ganz zu schweigen von den verschie­densten Begriffsbestimmungen, die Soziologen seit den Klassikern vor­genommen haben. Angesichts dieses begrifflichen Durcheinanders be­schreitet der vorliegende Studienbrief einen anderen Weg:

Er bietet vier kultursoziologisch ausgewiesenen deutschen Soziologen eine Plattform, um ihre theoretische Perspektive auf diesen Gegenstand anhand von jeweils zwei empirischen Fallstudien vorzuführen und in einem Vor­spann theoretisch und methodisch zu reflektieren.

Die Fallbeispiele reichen vom Essen und von der Sado-Maso-Szene über die protestantische Ethik bis zur kulturellen Codierung von Gefühlen. So wird einerseits die Vielfalt von Kulturphänomenen demonstriert; anderer­seits wird auch deutlich, dass jede der vier Perspektiven in sich stimmig und wohl begründet ist.

 

 

6.2              Psychologie

0719-
Einführung in die Psychologie und ihre Geschichte

(Renner / Mack)

 Kurs-Nr.:     07190 – 07191 – 07192 – 07194 – 07195

Original-Nr:   03400

GSWS:         3,0

SWS:            3,0

Versand:        4 Ringordner
                      2  CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

In diesem Kurs wird Fachwissen zu den grundlegenden Gegenständen, Zielen, Paradigmen und Teildisziplinen der Psychologie vermittelt. Die historische Bedingtheit psychologischen Wissens und Zusammenhänge zu anderen Disziplinen werden aufgezeigt. Zudem lernen die Studierenden psychologische Berufsfelder, Beschäftigungsperspektiven und psychologische Fachverbände kennen.

0723-
Entwicklungspsychologische Grundlagen

(Josephs)

Kurs-Nr.:        07230 – 07231 – 07232 – 07234 – 07235

Original-Nr:     03403

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        1 Ringordner
                      1  CD Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Die Entwicklungspsychologie ist ein weites Feld. In ihrem Zentrum stehen Fragen nach Entstehung, nachhaltiger Veränderung und auch nach dem Zustandekommen von Stabilität (Stabilität und Veränderung sind zwei Seiten einer Medaille!) psychischer Funktionen über die Lebensspanne hinweg. Die Entwicklungspsychologie ist damit thematisch annähernd so facettenreich wie die gesamte Psychologie: Sprache und Denken, Fühlen und Handeln, Motivation und Lernen, Persönlichkeit, Identität und soziale Beziehungen – all diese Bereiche (und die Aufzählung ist mitnichten vollständig!) sind entwicklungspsychologisch relevant.

Das die Subdisziplin einende Moment ist dabei ihre veränderungsorientierte Perspektive:

Es wird nicht gefragt, wie etwas "ist", sondern wie etwas "wird".

 

0724-
Bindung, Liebe und Partnerschaft
(Heidbrink / Josephs)

Kurs-Nr.:        07240 – 07241 – 07242 – 07244 – 07245

Original-Nr:     03404

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        1 Ringordner
                      1  CD Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Vorgestellt werden exemplarische Bereiche der Psychologie sozialer Beziehungen, insbesondere die Entwicklung von Freundschafts- und Liebesbeziehungen. Bei engen sozialen Beziehungen zwischen Menschen geht es immer auch um „Bindung“ im Sinne einer relativ dauerhaften Orientierung an eine andere Person. Einen spezifischeren Sinn hat Bindung durch die einflussreiche „Bindungstheorie“ (engl. attachment theory), die in den 1950er Jahren vom englischen Psychiater und Psychoanalytiker John Bowlby begründet wurde.

Die Darstellung der Bindungstheorie erfolgt in diesem Kurs nicht in Schriftform, sondern durch eine Videovorlesung von Ingrid Josephs, die Sie sich über das Internet (Moodle) anschauen können.

Genaue Hinweise hierzu finden Sie unter:

http://moodle.fernuni-hagen.de).

Der Kurs 0724- (03404) besteht also aus diesem Text und der Videovorlesung. Außerdem sollten Sie die im Folgenden sowie im Moodle-Forum aufgeführten Literaturempfehlungen berücksichtigen.

 

0729-
Vorstellung, Spiel und Phantasie
(Heidbrink / Josephs)

Kurs-Nr.:        07290 – 07291 – 07292 – 07294 – 07295

Original-Nr:     03405

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        1 Ringordner
                      1  CD Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Der Kurs ist als Lektürekurs von Primärliteratur (im weiteren Sinne) konzipiert. Ihm liegen sechs Zeitschriftenartikel zugrunde (empirische Originalarbeiten mit quantitativem und/ oder qualitativem Methodenzugang, Überblicksartikel, theoretische Arbeiten). Auf alle Artikel haben Sie über Ihren Account Volltextzugriff über die UB. Aus Gründen des Lizenzrechtes ist es leider nicht möglich, Ihnen die Artikel in gedruckter Form zukommen zu lassen. Zu den Artikeln finden Sie im Laufe des Semesters kommentierende thematische Einführungen (als Video oder Podcast) und andere ergänzende Informationen in Moodle. Zudem werden zu jedem Artikel in Moodle Aufgaben gestellt, deren Bearbeitung dort angeleitet und moderiert wird. Es ist sinnvoll, die Artikel in der angegebenen Reihenfolge zu lesen und zu bearbeiten! Fragen der Klausurrelevanz werden für beide Studiengänge gesondert in Moodle geklärt.

Mit den ausgewählten Artikeln habe ich versucht, das breite thematische Spektrum von Vorstellung, Spiel und Phantasie über die Lebensspanne hinweg exemplarisch abzudecken. So geht es um das Symbolspiel im Vorschulalter, die Funktion "imaginärer Gefährten" in Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter, um die produktive oder hemmende Rolle der Phantasie für die Erreichung von Zielen und schließlich um das Vorstellungsspiel Erwachsener im "virtuellen Raum" des Internet. Der Ausflug in komplexe und bislang wenig integrierte Themenfelder kann dabei nicht mehr als eine Stippvisite sein, dennoch wird die Erarbeitung der Themen nicht insular verlaufen, sondern immer vor dem Hintergrund eines allgemeinen theoretischen Rahmens. Die Artikel sind zum großen Teil nicht "brandneu", aber trotzdem aktuell: Die Halbwertszeit entwicklungspsychologischen Wissens ist gerade in diesem Themenfeld nicht gar so kurz. Für die Auswahl war es mir zudem wichtig, dass zwischen den Arbeiten theoretische Bezüge erkennbar werden, die eine Integration erleichtern.

Sie lernen in diesem Kurs, sich mit wissenschaftlicher Originalliteratur auseinanderzusetzen und erwerben dadurch zentrale Kompetenzen des wissenschaftlichen Arbeitens. Sicher, es wäre einfacher und leichtgängiger für Sie, all die Befunde oder Erkenntnisse als "Zusammenfassung" rezipieren zu können. Auf diesem Wege würden Sie aber keinen Einblick in das Prozedere erhalten, wie Wissenschaft tatsächlich Wissen schafft. Genau letzteres müssen Sie jedoch nachvollziehen, um wissenschaftliche Aussagen kritisch bewerten zu können.

 

0734-
Moral, Kooperation und Wettbewerb
(Heidbrink)

Kurs-Nr.:        07340 – 07341 – 07342 – 07344 – 07345

Original-Nr:     03406

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        3 Ringordner
                      1  CD Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Der Kurs ist als Einführung in das Gebiet der Moralpsychologie gedacht.

Die Lehrziele dieses Kurses möchte ich in der Sprache Piagets folgendermaßen zusammenfassen:

•     Sie sollten die Inhalte nicht einfach an Ihr Vorverständnis „assimilieren“, sondern Ihre kognitive Struktur so „akkommodieren“, dass sie sich in Hinblick auf die neuen Inhalte tatsächlich verändert.

Hiermit ist Folgendes gemeint:

Es geht weniger darum, die Inhalte des Kurses reproduzieren zu können, sondern sie zu verstehen und auch anwenden zu können. Man kann es auch deutlicher ausdrücken: Wenn Sie feststellen, dass Sie mit den Theorien dieses Kurses etwas in Ihrem eigenen Alltag anfangen können, dann haben Sie die Lehrziele zum großen Teil erreicht. Solange Sie der Überzeugung sind, es handele sich hier um schwierige, abstrakte Theorien, die lediglich zu „verarbeitenden Lehrstoff“ darstellen, haben Sie die Lehrziele dieses Kurses noch nicht erreicht.

Nach meiner Erfahrung reicht es gerade bei der Theorie Kohlbergs nicht aus, nur die Literatur zu lesen. Beispielsweise werden Sie die Bedeutungen der einzelnen Stufen kaum allein aufgrund der hier wiedergegebenen Beschreibungen verstehen. Ich möchte Sie daher ermutigen, die Stufenbeschreibungen auch anzuwenden. Möglichst (zunächst) nicht auf andere, sondern auf sich selbst. Auf diesem Weg werden Sie mit der Zeit sicherlich zu einem neuen Verständnis der Theorie Kohlbergs gelangen. Außerdem bin ich sicher, dass Sie sich auch selbst besser kennen lernen werden.

 

0745-
Einführung in die Forschungsmethoden der Psychologie
(Renner / Ströhlein)

Kurs-Nr.:        07450 – 07451 – 07452 – 07454 – 07455

Original-Nr:     03401

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        4 Ringordner
                      1 CD Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Der Kurs zeigt die zentrale Bedeutung der Methodenlehre für alle psychologischen Teilfächer auf und führt u.a. in wissenschaftstheoretische Grundlagen, den Ablauf einer empirischen Untersuchung, Messen und Testen, Erhebungsmethoden, Untersuchungsdesigns sowie ethische Fragen psychologischer Forschung ein. Ziel ist es, den Studierenden Wissen zu den zentralen Forschungsmethoden der empirischen Psychologie zu vermitteln und ein Verständnis der Vorzüge und Nachteile spezifischer Methoden zu entwickeln.

 

 

6.3              Philosophie

 

0714-
Persönliches Glück und politische Gerechtigkeit
(Höffe)

Kurs-Nr.:        07140 – 07141 – 07142 – 07144 – 07145

Original-Nr:     03305

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        4 Ringordner
                      4 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Erweiterte Fassung des bisher unter dem Titel Politische Gerechtigkeit – Grundproblem der praktischen Philosophie eingesetzten Kurses.

Behandelt das natürliche Glücksverlangen des Menschen, Glück und Politik, Glück und Sittlichkeit, den Utilitarismus und das Prinzip der Verallgemeinerung. Politische Gerechtigkeit – als Problem der praktischen Philosophie, als Grundprinzip von Recht und Staat, angesichts der Herausforderung durch den Rechtspositivismus, die Grundstruktur einer philosophischen Gerechtigkeitsbegründung, die Idee der Sittlichkeit, die Zuwendungsbedingungen politischer Gerechtigkeit und ihr höchstes Prinzip, ältere und moderne Vertragstheorien, Menschenrechte und Strategien politischer Gerechtigkeit, das Beispiel der wissenschaftlichen Politikberatung.

 

0718-
Einführung in die praktische Philosophie
(Röttgers / Gethmann / Pieper / Weisser-Lohmann)

Kurs-Nr.:        07180 – 07181 – 07182 – 07184 – 07185

Original-Nr:     03563

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        3 Ringordner
                      3 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Der Kurs, der im Rahmen des Bachelors Kulturwissenschaften mit dem Fachschwerpunkt Philosophie einführt, behandelt folgende Problemfelder:

–     Was ist „praktische“ Philosophie?

–     Der Handlungsbegriff als Grundbegriff der Praktischen Philosophie, dargestellt in verschiedenen Perspektivierungen

–     Was ist das Ziel des Handelns?

      Glückseligkeit – Gerechtigkeit – wohlgeordnetes Zusammenleben

–     Ethik als Diskurs über Handlungsorientierungen

–     Die Idee des Rechts und der Gerechtigkeit

–     Normativität und sozialer Sinn

–     Vorstellungen des gelungenen Lebens (Glück)

 

0741-
Probleme der Wissenschaftstheorie.
Eine philosophische Einführung
(Schnädelbach)

Kurs-Nr.:        07180 – 07141 – 07142 – 07144 – 07145

Original-Nr:     03302

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        3 Ringordner
                      1 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Grundlagen der Wissenschaftstheorie. Abgrenzung gegenüber Wissenschaftssoziologie, -psychologie und -geschichte. Differenzen zwischen analytischer, konstruktiver und kritisch-hermeneutischer Wissenschaftstheorie. Wissenschaftstypen. Philosophische Aspekte des Wissenschaftsbegriffes. Das Modell der Erfahrungswissenschaft (Reader).

 

0752-
Kants Recht-, Staats- und Geschichtsphilosophie
(Kersting)

Kurs-Nr.:        07520 – 07521 – 07522 – 07524 – 07525

Original-Nr:     03332

GSWS:          1,0

SWS:             1,0

Versand:        2 Ringordner
                      1 CD Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Neben den grundsätzlichen Zielen der Rekonstruktion der Gedanken­führung der „Metaphysischen Anfangsgründe der Rechtslehre“, der archi­tektonischen Bestimmung des Rechts im Gesamtaufbau der praktischen Philosophie Kants und der problemgeschichtlichen Integration seiner Rechts- und Staatslehre in den Zusammenhang der neuzeitlichen poli­tischen Philosophie verfolgt der Kurs die Absicht, die Aktualität und Reich­weite der kantischen Argumentation aufzuzeigen.

Themen:

►      Rechtsphilosophie und Moralphilosophie

    Das Privatrecht

►      Das Staatsrecht

►      Das höchste politische Gut: „Geschichte als Rechtsfortschritt“

 

0753-
Wesen und Würde des Menschen
(Schürmann)

Kurs-Nr.:        07530 – 07531 – 07532 – 07534 – 07535

Original-Nr:     03333

GSWS:          1,0

SWS:             1,0

Versand:        1 Ringordner
                      1 CD Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Der Studienbrief diskutiert das Verhältnis der Bestimmungen „Mensch-sein“ und „Menschlichkeit“ – oder disziplinär ausgedrückt: das Verhältnis von Anthropologie und Ethik/Politik.

Leitende Fragestellung ist, ob bzw. wie die Geschichtlichkeit des Mensch-seins in Einklang gebracht werden kann damit, dass ein Konzept von Menschenwürde traditionell, und scheinbar der Sache nach, eine fixe Bestimmung des Menschen und seiner Würde verlangt.

Wie bekommt ein Konzept von Menschenwürde seine Verbindlichkeit angesichts der Evidenz, dass all solche Konzepte historisch und kulturell zu relativieren sind? Prototypisch für Konzepte von Menschenwürde sind solche der Renaissance.

Die genannte Problemstellung wird daher zunächst anhand zweier Renaissance-Philosophen dargestellt, und dann exemplarisch an Plessners „Anthropologie der geschichtlichen Weltansicht“ diskutiert.

Dabei soll gezeigt werden, dass und warum für Plessner die Geschicht­lichkeit des Mensch-seins nicht nur nicht unverträglich ist mit einem ver­bindlichen Konzept von Menschenwürde, sondern selbst ein bestimmtes Konzept von Menschenwürde ist. Dabei soll vor allem deutlich werden, dass und warum Plessner ein solches Anliegen (nur) als Variante skep­tischer Philosophie durchführen konnte. Verbindlichkeit bekommt diese Konzeption durch Parteilichkeit.

Im Teil 3 des Studienbriefes wird daher der Versuch unternommen, einen (skeptischen) Begriff von Parteilichkeit von einem (dogmatischen) Begriff von Parteinahme zu unterscheiden. Plessners eigentliche Pointe liegt darin, dass eine Anthropologie nicht nicht-parteiisch sein kann. Daher ist Anthropologie an sich selbst politisch und wird nicht erst zu einer politischen Anthropologie bei Anwendung auf das Themengebiet „des Politischen“. Der Studienbrief will darlegen, dass diese Spezifik einer inneren Verknüpfung von Anthropologie und Politik philosophisch tatsächlich eine Spezifik ist und nicht etwa eine Selbstverständlichkeit.

 

0754-
Das Glück des Menschen und die Verantwortung für seine Natur – Aspekte einer angewandten Ethik
(Spaemann)

Kurs-Nr.:        07540 – 07541 – 07542 – 07544 – 07545

Original-Nr:     03334

GSWS:          1,0

SWS:             1,0

Versand:        1 Ringordner
                      1 CD Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Der Kurs behandelt zunächst das Verhältnis des Menschen zu dem, was nicht von ihm abhängt, dem Nicht-Machbaren, als einer Voraussetzung für menschliches Handeln und als Grundlage der Möglichkeit eines sinnvollen Lebens.

Dann wird der Begriff des Glücks erläutert, u. a. die Auseinandersetzung mit dem Hedonismus.

Schließlich wird die Erfahrung der technologischen und ökologischen Krise der Gegenwart als eine Herausforderung an die praktische Vernunft inter­pretiert. Eine neue Ethik des Umgangs mit der Natur wird auf das Prinzip der Ehrfurcht vor dem Leben gegründet.

 

0755-
Einführung in die Lebensphilosophie
(Schürmann)

Kurs-Nr.:        07550 – 07551 – 07552 – 07554 – 07555

Original-Nr:     33372

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        2 Ringordner
                      2 CD Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Der Studienbrief verfolgt ein systematisches Anliegen. Ziel ist es, Lebens­philosophie als Ringen um ein Konzept intuitiven Wissens darzustellen. Wir benötigen intuitives Wissen (vom Leben) bzw. wir können bestenfalls intuitives Wissen haben, weil das Leben als unergründlich gilt. Dabei kann das, was unergründlich meint, sehr unterschiedlich bestimmt werden.

In Kurseinheit 1 kommen solche Konzepte zur Sprache, die die Uner­gründlichkeit des Lebens als ein (tragisches) Nicht-Erreichen-Können den­ken. Korrespondierend gilt intuitives Wissen dort – bei Nietzsche, Bergson, Simmel, Klages – als unmittelbares Wissen.

Die Kurseinheit 2 will dem gegenüber die Konzeption von Georg Misch (und seines Schülers Josef König) als Alternative darstellen. Das Anliegen geht dahin, die Unergründlichkeit des Lebens nicht in einer unerreichbaren Ferne zu verorten, sondern als wirkliche und wirkmächtige Dimension des tatsächlich und gegenwärtig gelebten Lebens. Korrespondierend gilt intuiti­ves Wissen hier nicht als unmittelbar, sondern als von vermittelter Unmittel­barkeit: die Weise der Vermitteltheit ist im intuitiven Wesen eine grund­sätzlich andere als im nicht-intuitiven („feststellbaren“) Wissen. Die Aktua­lität solcher Konzepte und die Relevanz solcher Unterschiede zeigt sich z.B. in den zeitgenössischen Debatten um das Verhältnis von Wissen und Können.

 

0756-
Andere. Ein Grundbegriff der Sozialphilosophie
(Bedorf)

Kurs-Nr.:        07560 – 07561 – 07562 – 07564 – 07565

Original-Nr:     03377

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        2 Ringordner
                      1 CD Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Ohne Andere gäbe es weder Gesellschaft noch Kultur, zugleich ist uns ihre Anwesenheit eine Selbstverständlichkeit. Die Philosophie hat das Verhältnis von Subjekt oder Selbst und Anderen auf ganz verschiedene Weisen verstanden: Von Aristoteles' Einbettung in den Horizont der „polis“, über Kants Anderen als reines Vernunftwesen bis zum radikalen Anderen bei Levinas.

Durch die Nachzeichnung dieser Geschichte der Intersubjektivität wird zugleich eine Einführung in verschiedene Modelle der Sozialphilosophie und der Ethikbegründung gegeben.

 

0757-
Philosophische Begriffsgeschichte und der Begriff der Sozialphilosophie
(Röttgers)

Kurs-Nr.:        07570 – 07571 – 07572 – 07574 – 07575

Original-Nr:     03391

GSWS:          1,0

SWS:             1,0

Versand:        2 Ringordner
                      2 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Kurseinheit 1:

„Idee und Aufgaben einer philosophischen Begriffsgeschichte“.

„Einführung in Theorie und Methoden begriffsgeschichtlicher Forschung“. Der theoretische Teil dient einer sowohl begriffs- und texttheoretischen als auch geschichtstheoretischen Fundierung. Die Einführung in die Methoden geschieht praxisnah an Beispielen aus der Praxis des „Historischen Wörterbuches der Philosophie“.

Kurseinheit 2:

„Geschichte des Begriffs Sozialphilosophie“.

Wenn man eine beliebige Definition und beliebige Ursprungs-Setzung von Sozialphilosophie vermeiden will, bietet sich die Begriffsgeschichte als Leitfaden an. Sie belehrt über die Ursprünge der Sozialphilosophie im Neukantianismus vor ca. 100 Jahren und darüber, wie die Sozialphilosophie sich sukzessive aus den Fesseln des Neukantianismus befreit hat.

 

0799-
Medizinische Ethik

Kurs-Nr.:        07990 – 07991 – 07992 – 07994 – 07995

Original-Nr:     03380

GSWS:          3,0

SWS:             3,0

Versand:         5 Ringordner
                      13 Tonkassetten

Kursbeschreibung:

Schon immer galt das ethische Prinzip, dass der Mensch nicht alles tun darf, was er kann. Doch noch nie war es so schwierig, exakt die Grenze zwischen beidem zu bestimmen. Das Problem stellt sich heute insbeson­dere im Bereich der Medizin angesichts der dort erfolgenden Entwicklun­gen.

Der Kurs dokumentiert eine Vortrags- und Diskussionsreihe, die im Rahmen des von den drei Lehrgebieten Philosophie getragenen "forum philo­sophicum" in den Jahren 1991 bis 1993 stattgefunden hat.

In Anbetracht seiner im Umbruch befindlichen Thematik versteht sich dieser Kurs nicht im Sinne einer Vermittlung von „Konsenswissen“, sondern als Einblicknahme in eine Diskussion, die von lehrbaren Ergebnissen noch weit entfernt ist.

Die Studierenden, die in der Regel aufgrund ihrer beruflichen und/oder familiären Verpflichtungen an der Teilnahme an diesen Veranstaltungen gehindert sind, sollen auf diesem Wege Einblick in Probleme und Diskus­sionen erhalten, die derzeit von besonderer Dringlichkeit sind:

►      Prof. Siep, Münster
Ethische Probleme der Gentechnologie,

►      Prof. Birnbacher, Dortmund
Embryonenforschung

►      Prof. Honnefelder, Bonn
Humangenetik,

►      Prof. Schwemmer, Berlin
Transplantationsmedizin,

►      Prof. Rager, Fribourg
Beginn des menschlichen Lebens,

►      Prof. Pieper, Basel
Fortpflanzungstechnologien,

►      Prof. Anschütz, Darmstadt
Fragen der geisteswissenschaftlichen Grundlagen der modernen
Medizin,

►      Prof. Kahlke, Hamburg
Ethik in der Medizin als Gegenstand der Lehre, des Studiums und
der Forschung,

►      Prof. Kuhlmann, Aachen
Diskursethik,

►      Prof. Gethmann, Essen
Operative Grundlagen der wissenschaftlichen Medizin,

►      Prof. Beckmann, Hagen
Bedeutung des Person-Begriffs im Hinblick auf aktuelle
medizin-ethische Probleme,

►      Prof. Gethmann-Siefert, Hagen
Die metaphysischen Voraussetzungen und praktischen Konsequenzen des „Prinzips Verantwortung“.

 

0833-
Einführung in die philosophische Ethik
(Pieper)

Kurs-Nr.:        08330 – 08331 – 08334 - 08335

Original-Nr:    03300

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        3 Ringordner

Kursbeschreibung:

Es werden folgende Themen behandelt:

       Aufgabe der Ethik;

       Ethik als praktische Wissenschaft;

       Ethik unter anderen praxisbezogenen Wissenschaften;

       Grundformen moralischer und ethischer Argumentation;

       Grundtypen ethischer Theorie; Grundlagen der Ethik;

              Ziele und Grenzen der Ethik.

 

6.4              Geschichte

 

0705-
Einführung in die Geschichtswissenschaft
(Schmieder / Brandt / Meyer-Zwiffelhoffer / Sokoll / Nagel / Ochs)

Kurs-Nr.:        07050 – 07051 – 07052 – 07054 – 07055

Original-Nr:     03501

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        5 Ringordner
                      3 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Der Kurs führt ein in die spezifischen Arbeitsweisen und Methoden des Faches Geschichte im Rahmen des BA Kulturwissenschaften. Ausgangs­punkt bildet das Spannungsfeld zwischen Kultur und Geschichte, wie es sich im 18. Jahrhundert herausgebildet und von dort aus zu unter­schiedlichen Ansätzen der Kulturgeschichte, Sozialgeschichte und Alltags­geschichte weiter entwickelt hat. Dabei kommen auch Fragen der Erinne­rungskultur sowie der Begegnung und des Austausches mit „fremden“ Kulturen zur Sprache. Am Beispiel des „Ödipus“-Stoffes und seiner Bearbei­tungen durch die Zeiten seit der klassischen griechischen Antike (5. Jh. v. Chr.) werden Probleme wie Traditionsbildung, kollektives und kulturelles Gedächtnis, hermeneutisches Verständnis in form eines weitausholenden Längsschnittes erörtert.

Ebenfalls im 18. Jahrhundert entstanden neue, wissenschaftliche Formen historischen Denkens, die in unterschiedlicher Intensität historisches Ar­beiten bis heute bestimmen (der Spannungsbogen reicht vom Historismus bis zur Postmoderne – unterfüttert wird ihre Darstellung durch Blicke auf Geschichtsdenken in der europäischen Vormoderne sowie in außereuro­päischen Kulturen.

 

0706-
Soziale Ordnung durch Ungleichheit.
Eine Einführung in die Geschichte Alteuropas
(Schmieder / Kleine / Sokoll / Zwiffelhoffer / Syrbe)

Kurs-Nr.:        07060 – 07061 – 07062 – 07064 – 07065

Original-Nr:     03502

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        4 Ringordner
                      3 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Ziel des Kurses ist es, Studienanfängern im B.A. Kulturwissenschaften –Schwerpunkt Geschichte – einen Zugang zur Älteren Geschichte (Antike, Mittelalter, Frühe Neuzeit) zu bieten. Hierzu sollen sie (in epochenüber­greifender Perspektive und in Abgrenzung zu den Beiträgen der beiden an­deren neuzeitlichen Lehrgebiete) in die Besonderheiten der vormodernen Gesellschafts- und Überlieferungsformen eingeführt werden. Dies soll aber nicht in der Art traditioneller Quellenkunden bzw. Epocheneinführungen ge­schehen, bei denen es ja vorrangig um die Vermittlung von Techniken der wissenschaftlichen Aufbereitung, Klassifizierung und Aneignung von histori­schen (Schrift-)Zeugnissen bzw. um einen Schnelldurchlauf durch Epo­chengeschichte und Methodenlehre geht. Unsere Idee ist es, anhand einer exemplarischen Auswahl konkreter Überlieferungstypen aus den drei Epo­chen nicht nur in die Eigentümlichkeiten der vormodernen Überlieferung, sondern auch in deren Kontext, sprich, in die vergangenen Gesellschafts­strukturen und Kulturtechniken einzuführen, chronologisch rückwärts­schreitend in folgenden Teilkapiteln: − Englische Armenbriefe des 17.-19. Jahrhunderts − Judenbürger in Frankfurter Ratsakten des 15. Jahrhundert − Mittelalterliche Wappen/ Kleidung − Herrscherbilder mittelalterlicher Kaiser − Lateinische Inschriften von Freigelassenen − Römische Münzen der Kaiserzeit.

 

0707-
Einführung in die Neuere Geschichte
(Niethammer)

Kurs-Nr.:        07070 – 07071 – 07072 – 07074 – 07075

Original-Nr:     03503

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        3 Ringordner
                      3 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Aus drei verschiedenen Perspektiven wird die neuere deutsche und europäische Geschichte seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert vorgestellt.

In Kurseinheit 1 werden fachliche und methodische Grundlagen, Zugangsweisen und Orientierungen vorgestellt.

Die Kurseinheit 2 behandelt die Periodisierungsprobleme der neueren Geschichte am Beispiel der Übergänge vom 18. zum 19. Jahrhundert, vom 19. zum 20. Jahrhundert und von der Geschichte des 20. Jahrhunderts zur Zeitgeschichte.

Zum Abschluss wird mit verschiedenen thematischen Beispielen die Praxis der Quelleninterpretation vorgeführt.

 

0708-
Transfer und Transformationen
Eine Einführung in die außereuropäische Geschichte
(Wendt / Nagel)

Kurs-Nr.:        07080 – 07081 – 07082 – 07084 – 07085

Original-Nr:     03504

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        5 Ringordner
                     3 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Die Beschäftigung mit der Geschichte außereuropäischer Regionen ist in­tegraler Bestandteil des Bereichs Geschichte im BA-Studiengang Kultur­wissenschaften.

Im Verständnis des zuständigen Lehrgebiets stehen dabei die Wechselbe­ziehungen zwischen Europa und der außereuropäischen Welt während der Neuzeit im Mittelpunkt, welche die unterschiedlichsten Transfer- und Transformationsprozesse in beide Richtungen bedingt haben.

Die Kurseinheit 1 des Kurses stellt diesen Zugang zur Übersee-Geschichte vor, führt in seine historiografischen Traditionen und inter­disziplinären Vernetzungen ein und bietet grundlegende Hinweise für den eigenständigen Umgang mit entsprechenden Themen.

Die Kurseinheit 2 beginnt mit einem Überblick der wichtigsten einschlä­gigen Quellentypen und ihrer besonderen Eigenschaften und Probleme, an den sich fünf Fallbeispiele anschließen, die jeweils eine exemplarische Quelle oder Quellengruppe vorstellen und interpretieren (Reisebericht, ko­loniale Verwaltungsakte, autobiografischer Roman, Missionsbericht, Orient­bilder).

Auf dieser Grundlage werden Einblicke in ausgewählte Themenbereiche der Geschichte europäisch-außereuropäischer Beziehungen ermöglicht (Wissenstransfer, koloniale Herrschaft, Diaspora-Erfahrung, christliche Mission, Orientwahrnehmung). Der Kurs will auf diese Weise ein Ver­ständnis für die Rolle der außereuropäische Geschichte im Rahmen des Studiengangs entwickeln, Hilfestellungen für die praktische Arbeit im Laufe des Studiums anbieten und einen Einblick in die thematischen Möglich­keiten des Teilfachs vermitteln.

 

0780-
Grundzüge der europäischen Verfassungsgeschichte im 19. Jahrhundert
(Daum / Kirsch / Schlegelmilch )

Kurs-Nr.:        07800 – 07801 – 07802 – 07804 – 07805

Original-Nr:     34124

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        6 Ringordner
                      xx CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Der Kurs eröffnet einen Zugang zu den Grundzügen der gesamteuropäischen Verfassungsgeschichte im langen 19. Jahrhundert (1789-1914), wobei auch die englische Revolution von 1689 mit in die Betrachtung einfließt. Die chronologisch aufeinander aufbauenden drei Kurseinheiten vermitteln einen typologischen Zugang zur europäischen Verfassungsgeschichte, indem sie anhand ausgewählter nationalstaatlicher Fälle deren Hauptlinien als Ausprägungen allgemeiner Verfassungstypen verständlich machen. Dabei kommt ein erweiterter Verfassungsbegriff zur Anwendung, der dem Verhältnis von Verfassungsrecht und Verfassungswirklichkeit sowie den gegenseitigen Verflechtungen der einzelstaatlichen Verfassungsentwicklungen besondere Aufmerksamkeit schenkt.

 

6.5              Literaturwissenschaft

 

0709-
Grundlagen, Arbeitsweisen, Hilfsmittel der Literaturwissenschaft
(Schneider u.a.)

Kurs-Nr.:        07090 – 07091 – 07092 – 07094 – 07095

Original-Nr:     03531

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        1 Ringordner
                      1 CD Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Der erste Kurs des Moduls zur Einführung in die Literaturwissenschaft bietet im ersten Abschnitt eine Übersicht über die wichtigsten Arbeits- und Hilfsmittel des Faches (Lexika, Literaturgeschichten, Wörterbücher, Nachschlagewerke benachbarter Wissenschaftsdisziplinen).

Danach zeigt der Studienbrief Strategien literaturwissenschaftlicher Recher­che auf (Bibliographieren) und macht in einen Überblick mit zentralen Begriffen und Methoden der Edition bekannt.

Zwei weitere Kapitel zur Poetik und Rhetorik verschaffen einen ersten Zugang zu grundlegenden Arbeitsfeldern. Der Kurs wird durch ein Glossar abgeschlossen.

 

0710-
Epochen und Gattungen
(Hermann-Trentepohl)

Kurs-Nr.:        07100 – 07101 – 07102 – 07104 – 07105

Original-Nr:     03532

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        1 Ringordner
                      1 CD Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Der Kurs bietet einen literaturhistorischen Überblick über die wichtigsten Strömungen der deutschsprachigen Literatur vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Dabei werden zum einen die Verfahren und Probleme bei der Abgrenzung verschiedener Epochen – Aufklärung, Empfindsamkeit, Sturm und Drang, Klassik, Romantik, Vormärz, Realismus, Naturalismus, Moderne, Literatur der Weimarer Republik, des Exils und nach 1945 – vor­gestellt, zum anderen die Karriere der verschiedenen literarischen Gattun­gen innerhalb der literaturhistorischen Entwicklung verfolgt.

Auf diese Weise vermittelt der Kurs das zentrale Grundlagenwissen für eine historisch und ästhetisch angemessene Einordnung der im weiteren Studienverlauf zu analysierenden literarischer Texte. Gleichzeitig wird die Entstehung des Projekts nationalsprachliche Literatur- und Gattungs­geschichte im 19. Jahrhundert rekonstruiert und kritisch beleuchtet.

 

0716-
Geschichte der deutschen Lyrik I:
Vom jungen Goethe bis zu Heinrich Heine
(Kaiser)

Kurs-Nr.:        07160 – 07162 – 07164

Original-Nr:     04442

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:          6 Ringordner
                      20 Tonkassetten

Kursbeschreibung:

Die Textgrundlage bildet ein den drei Kurseinheiten beigefügtes Textheft.

Ausgehend von Überlegungen zur Leistung von Dichtung, zu mimetischer Reflexion, zu Programmen von Wirklichkeit und der wechselseitigen Ab­hängigkeit dieser Fragestellungen zueinander, wird in aller Vorläufigkeit die Frage gestellt, was Lyrik ist und ob es in ihr gewissermaßen ahistorische Konstanten gibt; auf diesem Boden wird dann im Verlauf des Studienbriefs der spannungsreiche Komplex von Tradition und Innovation der Lyrik in einer konkreten historischen Situation zu erkennen und zu diskutieren sein.

Die Darstellung geht von Interpretationsansätzen zu einzelnen Gedichten aus, nicht mit dem Ziel, ein literaturgeschichtliches Kompendium der Lyrik dieses Zeitraums anzustreben, sondern mit dem Ziel einer exemplarischen Einübung in den Umgang mit Gedichten in ihrer Historizität. Von diesen In­terpretationen her werden jeweils übergreifende historische und gattungs­systematische Zusammenhänge entfaltet.

 

0717-
Rhetorik des Lesens – Rhetorik des Schreibens
(Ueding / Lerch)

Kurs-Nr.:        07170 – 07171 – 07172 – 07174 – 07175

Original-Nr:     04426

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        2 Ringordner
                      2 CDs  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Die beiden Kurse bieten dem Studierenden eine grundlegende Einführung und Anleitung für das Gebiet der Rhetorik, deren Schwerpunkt – wie es auch die neuesten Rahmenrichtlinien für das Fach Deutsch NRW fordern – auf die Textanalyse und Produktion gelegt wird.

Kurseinheit 1 soll nicht nur die Wichtigkeit der Kenntnis rhetorischer Tradition für eine Kunst des Lesens, also für die angemessene Rezeption, Untersuchung und Deutung von Texten aus ganz verschiedenen Bereichen an exemplarischen Fällen einsichtig gemacht und Hinweise zur Aneignung rhetorischer Kategorien und Techniken gegeben, sondern darüber hinaus die Umrisse eines rhetorisch bestimmten Literaturbegriffs und der ihm entsprechenden Interpretationsmöglichkeiten vermittelt werden.

Kurseinheit 2 wird den allgemeinen Regeln rhetorischer Textkonstitution nachgehen sowie rhetorische Techniken zur sprachlichen Verwirklichung des Themas im Schreibprozess untersuchen und darstellen, nicht nur in den einfachen Formen (Protokolle, Referat, Kurzbericht), sondern auch in den Formen gesprochener (Festrede, politische Rede) und schriftlicher Rede (Literaturkritik, Reportage) bis hin zum eigenen Creative writing.

 

0722-
Methoden der Textanalyse
(Huber)

Kurs-Nr.:        07220 – 07221 – 07222 – 07224 – 07225

Original-Nr:     03533

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        1 Ringordner
                      1 CD Daisy-Format

Kursbeschreibung:

An praktischen Beispielen führt der Kurs in die literaturwissenschaftliche Textanalyse ein und vermittelt Grundkenntnisse der Bedeutung und Funktion von Methoden in der Literaturwissenschaft.

 

0730-
Europäer in Italien
(Dieterle)

Kurs-Nr.:        07300 – 07301 – 07302 – 07304 – 07305

Original-Nr:     04545

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        4 Ringordner
                      2 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Der Kurs ist als Einstieg in das breite Feld der Italienliteratur konzipiert. Er konzentriert sich auf Reiseschilderungen der Goethezeit und stellt die Unterschiede in der Auffassung Italiens sowohl aus literarhistorischen wie auch aus nationalen Gesichtspunkten dar. Das Augenmerk gilt ferner den Fragen, wie das reisende Ich seine Erfahrung in Text umwandelt und welche Veränderungen es dabei mit der Gattung „Reiseliteratur“ vornimmt.

Es werden sechs Autoren exemplarisch behandelt:

–     Charles de Brosses (Briefe aus Italien),

–     Goethe (Italienische Reise),

–     Madame de Staël (Corinna oder Italien),

–     Lord Byron (Childe Harold),

–     Stendhal (Rom, Neapel Florenz im Jahre 1818; Wanderungen in Rom)

–     Heinrich Heine (Reise von München nach Genua).

Zur Anschaffung empfohlen:

J.W. Goethe: Italienische Reise. München: DTV 1988. (5. Auflage 1997).

Stendhal: Reise in Italien. München: Diederich 1996.

Heinrich Heine: Reisebilder. Frankfurt am Main: Insel 1980 (= it 444).

Preisgünstige Ausgaben der Texte von Madame de Staël und von Byron gibt es zur Zeit nur in den Originalsprachen.

 

0732-
Ritual und Literatur
(Dücker)

Kurs-Nr.:        07320 – 07321 – 07322 – 07324 – 07325

Original-Nr:     34567

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        2 Ringordner
                      1 CD Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Der Kurs behandelt in chronologischer Abfolge von der Antike bis zur Gegenwart – mit Schwerpunkt auf der Moderne – die Funktion von litera­turfundierten ritualisierten Handlungssequenzen in bezug auf Genese, Kon­tinuität und Dynamik eines kulturellen Kontexts.

Ausgangspunkt ist der Prozeß der Ausdifferenzierung eines – in der Termi­nologie Pierre Bourdieus – literarisch-ästhetischen Funktionsbereichs aus religiös-politisch instrumentalisierten öffentlich vollzogenen Kultformen in der Antike. Quellenbelegte Ritualisierungen, zumeist Inszenierungen des Mythos, werden auf ihre soziokulturelle Integrations- und Desintegrations- sowie Wertvermittlungsfunktion untersucht.

In der Moderne mit ihrer Tendenz zur Fragmentierung sozialer Segmente geht es vor allem um Ritualisierungen neuer Handlungskomplexe: Literatur­kritik, Offene Briefe, Preisverleihungen, Bücherverbrennungen, Gedenkver­anstaltungen, Jahrestage etc. Rituelle Muster lassen sich in den öffentlichen Darbietungsformen von Literatur seit den Anfängen erkennen, das „literarische Leben“ wird auf unterschiedlichste Weise von ihnen geprägt, bildet die rituelle Grundlage von Publikumserfolgen, Statuswissen, literarischen Fehden etc., in denen literarische Kultur ihre öffentlichen Wirkungen entfaltet.

 

0761-
Kulturelle Differenz und Verfolgung
(Harth / Schödlbauer)

Kurs-Nr.:        07610 – 07611 – 07612 – 07614 – 07615

Original-Nr:     34569

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        2 Ringordner
                      2 CDs  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Die Begriffe „kulturelle Differenz“ und „Verfolgung“ kennzeichnen die Kern­themen des Kurses, der Beiträge unterschiedlicher Verfasser umfasst: Ein­führungen in Theorie und Praxis der Hermeneutik der Verfolgung am Leit­faden der Literatur.

Ein wesentlicher Teil vergangener wie gegenwärtiger Literatur erschließt sich über das in ihr wirksame, mehr oder weniger versteckte oder offene, subtil oder massiv vorgetragene Motiv der Distanzierung, Ausgrenzung, Verfolgung etc. (Verfolgertexte versus Verfolgtenliteratur).

In unterschiedlich angelegten Auseinandersetzungen mit der Kulturtheorie des französischen Kulturanthropologen René Girards werden Motive, Denkfiguren, Strategien und ästhetische Implikationen einschlägiger litera­rischer Arbeiten vornehmlich des 20. Jahrhunderts dargestellt.

 

0783-
Literarische Science Fiction
(Esselborn)

Kurs-Nr.:        07830 – 07831 – 07832 – 07834 – 07835

Original-Nr:     04546

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        5 Ringordner
                      2 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Die Science Fiction ist als internationale Literaturgattung aus der Auseinan­dersetzung mit der modernen Zivilisation, besonders den Möglichkeiten und Folgen der Technik entstanden und aus der Gegenwart nicht mehr wegzu­denken. Im Gegensatz zur häufig gemachten unzulässigen Identifikation mit dem amerikanischen Trivialgenre der Nachkriegszeit, das eine radikale Re­duktion der literarischen Qualität auf Massenliteratur bedeuten würde, ist zu betonen, dass es sich um eine vielfältige Gattung mit philosophischer Tra­dition handelt. Ihre modernen Vorstufen sind die fiktiven Reisen und Traumphantasien des 17. und 18. Jahrhunderts (vgl. Cyrano de Bergerac und Jean Paul). Die eigentliche Entstehung der Gattung erfolgt dann als technischer Zukunftsroman J. Vernes in Frankreich, K. Laßwitz' in Deutschland und H.G. Wells in England, als gegen Ende des 19. Jahrhun­derts die Technik infolge der allgemeinen Industrialisierung gesellschaftlich bestimmend geworden war.

Die Science Fiction wird damit zum Erbe der alten Sozialutopie. Doch bleibt sie über das Weiterdenken der technischen Zivilisation hinaus ein utopisch-literarisches Möglichkeitsdenken, das die Begegnung mit dem ganz Ande­ren imaginiert und sich so etwa bei P. Scheerbart mit der fantastischen Lite­ratur berühren kann.

 

0853-
Praxis des Schreibens: Die Kunst der Reportage
(Simon / Schödlbauer)

Kurs-Nr.:        08530 – 08531 – 08532 – 08534 – 08535

Original-Nr:     04482

GSWS:          1,0

SWS:             1,0

Versand:        1 Ringordner
                      2 Tonkassetten

Kursbeschreibung:

Wie entsteht eine Reportage?

Der Kurs behandelt Fragen der Recherche, des Stils, der Affinität des Re­porters zum Stoff, dies alles nicht in einer distanziert-analytischen, sondern zum eigenen Arbeiten anregenden Form.

Der Student lernt nicht nur im technischen Sinn eine gute von einer schlechten Reportage zu unterscheiden, sondern es wird sein Instinkt für das Machbare, für Risiken und Möglichkeiten der Reportage angesprochen.

Der Kurs ist Teil einer im Entstehen begriffenen Kursreihe mit dem Titel „Praxis des Schreibens“, in der Autoren der verschiedenen Sparten und lite­rarischen Gattungen ihre Erfahrungen mit dem Medium beschreiben und aus der Werkstatt berichten.

Die Reihe richtet sich vorrangig an Studenten, die selbst über Schreibpraxis verfügen oder einen handwerklich vermittelten Zugang zur Literatur suchen. Die in dieser Reihe erscheinenden Kurse werden sowohl einzeln innerhalb des Hauptstudiums als auch als Kurspaket innerhalb des strukturierten Weiterbildungsprogramms angeboten.

 

6.6              Bildungswissenschaft

 

0801-
Gesellschaftliche Rahmenbedingungen institutionalisierter Bildung und Erziehung im Nationalstaat
(Popp / Tillmann / Popp / Krüger-Potratz u.a.)

Kurs-Nr.:        08010 – 08011 – 08012 – 08014 – 08015

Original-Nr:     03812

GSWS:          8,0

SWS:             8,0

Versand:        17 Ringordner
                        9 CDs  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Kurseinheit 1:  Sozialisation – Eine Einführung

Sozialisation ist der zentrale Begriff, mit dem die komplexen Vorgänge bei der Vergesellschaftung von Individuen bezeichnet werden. Dabei geht es darum, die Beziehungen zwischen Individuen, zwischen Individuen und Gruppen sowie zur Gesellschaft aufzuhellen. Gängige Sozialisationstheorien unterscheiden diese Bedingungen je nach dem Alter, Geschlecht und der sozialen Stellung der Individuen; ethnische Differenzierung wird allenfalls am Rande thematisiert. In diesem Studienbrief wird erstmals der Versuch gemacht, ethnische Vielfalt als Regelfall gesellschaftlicher Existenz neben den anderen Unterscheidungsmerkmalen in die Sozialisationstheorie aufzunehmen. Der Kurs führt in die Fragestellung der Sozialisationstheorie insgesamt ein.

Kurseinheit 2:  Interkulturelle Bildung

Erziehung ist ein altes Phänomen, Nationalstaaten entstanden erstmals im 19. Jahrhundert. In diesem Kurs wird der Frage nachgegangen, welche Auswirkungen die Nationalstaatsbildung auf organisierte Erziehungsprozesse hatte und noch hat. Abschließend wird gefragt, wie sich die Beziehungen zwischen Nationalstaat und staatlicher Erziehung entwickeln könnten.

Kurseinheit 3:  Nationalstaat und Erziehung

Schwerpunktmäßig erkundet der Autor die Zeit zwischen 1848 und 1933, die er in folgende Etappen gliedert: 1848 bis 1872: Die Idee einer „Schule für alle“ verbreitet sich und stößt auf Widerspruch und Gegner, 1872 bis 1918: Veränderte „Fronten“ in der Schulpolitik im Kaiserreich, 1918 bis 1933: Zur Praxis demokratischer Schulpolitik in der Weimarer Republik. Ein Ausblick auf die weitere Entwicklung bis in die neunziger Jahre erlaubt einen Überblick über zweihundert Jahre Schulpolitik. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Entwicklung der Volksschule, die bis Mitte des 20. Jahrhunderts die Schule von bis zu 95 % der Kinder ist. Die Darstellungsweise des Kurses orientiert sich an einer sozialgeschichtlichen historischen Pädagogik, die davon ausgeht, dass, „wer sich über die Geschichte der Erziehung Klarheit zu verschaffen sucht, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen auch zu untersuchen hat“. Man muss hinzufügen: und damit eine unabdingbare Ergänzung zur Ideengeschichte der Pädagogik liefert. Die schulorganisatorischen und schulpolitischen Entscheidungen der im Kurs dargestellten Zeitspanne sind von exemplarischer Bedeutung für die Schulentwicklung in der Bundesrepublik bis heute.

Kurseinheit 4:  Zum Spannungsverhältnis von Integration und Segregation

Bildungsinstitutionen erfüllen Aufgaben für einzelne, für Gruppen innerhalb der Gesellschaft und für die Gesellschaft. Die Aufgabenerfüllung kann unterschiedlich wahrgenommen werden und auch unterschiedlich erfolgen; sie kann bestimmte Interessen berücksichtigen, andere vernachlässigen; in aller Regel aber wird betont werden, dass sie im gemeinsamen Interesse liege, dem Gemeinwohl diene. Bildungsprozesse als staatliche oder staatlich veranlasste Veranstaltungen - wobei der Staat gewissermaßen den organisatorischen Rahmen für Gesellschaft darstellt – können nicht unabhängig vom Reproduktionsinteresse der Organisation „Staat“ erklärt werden. Einen Erklärungsrahmen bietet die Analyse der gesellschaftlichen Funktionen von Schule (wie z. B. Qualifikation, Sozialisation, Selektion, Allokation und Legitimation).

Kurseinheit 5:  Schule und Politik in Deutschland

Die Bandbreite der Schulen für ethnische Minderheiten in der BRD reicht von autonomen, fremdsprachigen Schulen für bestimmte Gruppen bis zum Unterricht in Regelklassen in deutschsprachigen Schulen. Es handelt sich um Schulen der Natostreitkräfte (z.B. belgische, britische, US-amerikanische) ohne irgendeine Schulaufsicht eines Kultusministers aus der BRD, um Schulen in privater Trägerschaft (z.B. lettisches Gymnasium in Münster), um Schulen parallel zum Schulbesuch deutscher Schulen (z.B. koreanische Nachmittagsschule in Bremen), um Vorbereitungsklassen, muttersprachlichen Ergänzungsunterricht und/oder Regelklassen für Kinder aus ehemaligen Anwerbeländern. Diese Vielfalt lässt sich nicht mit bildungspolitischen oder pädagogischen Überlegungen erklären – wohl aber mit außenpolitischen Opportunitätsüberlegungen.

Kurseinheit 6:  Funktion schulischer Erziehung in der Gesellschaft

Dieser Kurs dient dazu, einen Einstieg in die spezifische Perspektive der interkulturellen Fragestellung zu bieten. In diesem Kurs wird versucht, den Zusammenhang der einzelnen Fragestellungen, wie sie in den verschiedenen Studienbriefen bearbeitet werden, in einer Art Überblick herzustellen und dadurch die Bezüge zwischen den Einzelfragestellungen deutlich zu machen.

 

0802-
Soziale Konstruktion von Differenz
(Hansen / Mittag / Spetsmann-Kunkel u.a.)

Kurs-Nr.:        08020 – 08021 – 08022 – 08024 – 08025

Original-Nr:     03816

GSWS:          8,0

SWS:             8,0

Versand:        18 Ringordner
                        9 CDs  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Kurseinheit 1:  Ethnie, Ethnizität, Ethnisierung

Ethnie ist von einem ursprünglich in der Wissenschaft verwendeten Begriff zu einer gebräuchlichen Bezeichnung geworden. In aller Regel steht der Begriff an Stellen, an denen früher „Volk“ benutzt wurde. Weder die Prob­leme des Begriffs noch die Folgen des Denkens in der ethnischen bzw. „völkischen“ Kategorien sind durch diesen Austausch beseitigt worden. Das Denken in ethnischen bzw. „völkischen“ Kategorien und die damit verbun­denen Ethnisierungen haben unübersehbare Folgen für das Alltagshandeln, die Weltwahrnehmung, in der Politik und im Rechtssystem. Sowohl inner­halb von Einwanderungsgesellschaften als auch im Kontext der Überwin­dung klassischer Nationalstaaten im Europa am Ende des 20. und zu Be­ginn des 21. Jahrhunderts erweist sich Denken in ethnischen Kategorien als wenig produktiv und hinderlich.

Kurseinheit 2:  Ethnozentrismus, Eurozentrismus, Teutozentrismus

An einigen ausgewählten Beispielen werden verschiedene ...-zentrismen (Ethno-, Euro-, Teuto-, Franko-) dargestellt. Außerdem wird die Funktio­nalität von Ethnozentrismen aufgegriffen und umrissen, in welcher Weise Interessen die Beibehaltung ethnozentrischer Positionen trotz besseren Wissens begünstigen.

Kurseinheit 3:  Ethnozentrismus in Unterrichtsmaterialien

Schule beteiligt sich offen und versteckt an der Herstellung und Verfesti­gung von Ethnozentrismen. Dabei spielen auch Unterrichtsmaterialien im Geschichtsunterricht eine bedeutsame Rolle, sie tragen häufig zur Produk­tion von ethnozentristischen Geschichtsbildern bei. Anhand einer Auswahl ehemals und gegenwärtig genutzter Schulgeschichtsatlanten werden Konti­nuitäten und Brüche dieses oft nur schwer erkennbaren Vorgangs be­schrieben und erörtert.

Kurseinheit 4:  Materialien zur Rassismusanalyse

Der Reader versucht in mehreren Schritten einen Einstieg in die Rassis­musanalyse zu vermitteln. In einem ersten Schritt werden die Begriffe „Ras­sismus“ und „Rasse“ definitorisch und begriffsgeschichtlich erläutert. Im An­schluss daran wird die inhaltliche Nähe der Kategorie „Rasse“ zu vergleich­baren Kategorien wie „Geschlecht“ oder „Kultur“ dargelegt, um damit die Logik des Rassismus und verwandter Phänomene zu veranschaulichen. Die Darstellung ausgewählter multidisziplinärer Erklärungsansätze, die das Phänomen „Rassismus“ zu erklären versuchen, schließt sich an. In einem dritten Schritt werden unterschiedliche Formen rassistischer Praktiken auf­gezeigt. Zu diesem Zweck wird der Rassismus in den Wissenschaften, den Medien, den sozialen und politischen Alltagspraktiken sowie der Populär­kultur exemplarisch anschaulich gemacht. Abschließend werden in einem vierten Schritt Formen rassistisch begründeter Politik anhand ausgewählter historischer und zeitgenössischer Beispiele vorgestellt.

Kurseinheit 5:  Materialien zu „Kultur“

„Kultur“ wird im aktuellen Sprachgebrauch in Publizistik, Politik und Alltag als Begriff mit hohem Erklärungswert für Unterschiede oder auch zur Be­schwörung von Gemeinsamkeit benutzt. Gleichzeitig ist dieser Begriff in diesem Sprachgebrauch weitgehend undefiniert: Hier liegt ein Grund für den inflationären Gebrauch. Er erhält den Charakter einer Beschwörungs­formel, die Realität (Empirie) und Sollvorstellung (normativer Anspruch) nicht unterscheidet. In diesem Kurs soll ein Beitrag zur Bestimmung der Tauglichkeit des Begriffes in diesem Sprachgebrauch geleistet werden.

Kurseinheit 6:  Materialien zu „Nation“

Mit dieser Kurseinheit sollen Probleme des Begriffs „Nation“ dargestellt werden. Hierzu gehören, die Nation

–     als besondere „Wir-Gruppe“ zu präsentieren, deren Gemeinsamkeiten empirisch überprüft werden können,

–     als historische Größe einzuordnen, die demzufolge im Geschichtspro­zess Veränderungen unterliegt,

–     in ein Verhältnis zu Regionalismen einerseits und zu Prozessen der Internationalisierung andererseits zu stellen.

Diese Darstellung wird ergänzt durch einige Texte aus über einhundert Jah­ren. Sie soll ein Beitrag zur Relativierung des Begriffes „Nation“ sein, wie er heute verwendet wird zur Erklärung und Deutung von Prozessen, wie sie aktuell in Europa zu verfolgen sind.

Kurseinheit 7:  Interkulturelle Kommunikation

Der Studienbrief befasst sich mit der Frage, was Kommunikation und was interkulturelle Kommunikation ist und wieweit der Verständigungsprozess durch die spezifische Kultur bereits geprägt ist und dadurch interkulturelle Missverständnisse vorprogrammiert sind. Dazu werden verschiedene Ele­mente von Kommunikation untersucht: Sprache und nicht-sprachliche In­formationen wie mimische Ausdruckformen und Gesten des Körpers und ihr Zusammenspiel in Interaktionsritualen wie Begrüßung und Abschied. Es geht auch um kulturelle Kodes, die den Ablauf einer Kommunikation beein­flussen, wie das Verständnis von Raum und Zeit, vorherrschende Symbole und Tabus in der Kommunikation. Welche Möglichkeiten gibt es, diesen komplexen und schwierigen Verständigungsprozess überschaubar und ge­staltbar zu machen, d. h. mit Missverständnissen umgehen zu lernen ohne Konflikte zu erzeugen. Verständigung ist nur über Verständnis für eine an­dere Kultur zu erreichen.

Kurseinheit 8:  Interkulturelle Kommunikation II

In jeder interkulturellen Kommunikation begegnen sich nicht nur reale Per­sonen, sondern auch Bilder, die im Hintergrund als Wissen über Gruppen bestehen. Durch diese Bilder wird die Haltung zum anderen, Fremden, we­sentlich mitbestimmt. Dieser Studienbrief befasst sich mit Fremdbildern.

Sie sind Resultat vorangegangener Kommunikationsprozesse, wenn auch nur zum Teil Bestandteil eigener individueller Erfahrung, sondern histo­rischer Überlieferungen und „second-hand“-Erfahrungen von Freunden und Verwandten. Diese Bilder enthalten reale Erfahrungen, aber auch fiktive Verallgemeinerungen. Die Fremdbilder schwanken zwischen den Extremen Feindbild und Wunschbild.

Der Studienbrief befasst sich u.a. mit folgenden Schwerpunkten: die Kate­gorie Fremdheit; Wissenschaftliche Deutungsmuster der Haltung zum Fremden; Interkulturelle Begegnungen waren immer begleitet von Bildern des anderen (z.B. Geschichte der Entdeckungen, Kolonisierung etc.); be­stehende Fremdbilder enthalten historische Erfahrungen von Begegnungen (Beispiele: Fremdbilder Japan, China, Türkei); Fremdbilder werden als ide­alisierte Konstrukte überliefert (Beispiel Indien); Beispiele für Völkerstereo­typen; Selbstbild - Fremdbild (Beispiel: die Deutschen aus eigener und fremder Sicht) und das vorprogrammierte interkulturelle Missverständnis.

Kurseinheit 9:  Interkulturelle kommunikative Kompetenz

Interkulturelle Kompetenz ist ein zentrales Thema in allen Bereichen, in de­nen Menschen mit unterschiedlichem kulturellen, sprachlichen, ethni­schen und/oder religiösen Hintergrund miteinander agieren. Da Dominanz und Machtdemonstration mit modernen Vorstellungen kaum mehr vereinbar sind und in der auch wirtschaftlich zunehmend verflochtenen Welt wenig hilfreich sind, müssen diejenigen, die einen konstruktiven Umgang mit sol­chen Menschen praktizieren wollen, die einen anderen Hintergrund haben, eine entsprechende Kompetenz erwerben.

In diesem Kurs wird der Schwerpunkt auf kommunikative Kompetenzen gelegt. Neben der Auseinandersetzung mit verschiedenen Ebenen von Kommunikation, die zugleich Ebenen von Missverständnissen sein können, werden Verknüpfungen zwischen Sprache, Kommunikation, Kultur, Werten, Normen, Vorurteilen und Stereotypen aufgezeigt.

Mit Hilfe einer Vielzahl von Übungen werden Schwierigkeiten interkultureller Kommunikation und Wege zu ihrer Verbesserung aufgezeigt.

Die KE 2, KE 6, KE 7; KE 8 und KE 9 sind identisch mit Original-Kurs-Nr.: 03800

 

0803-
Betriebliches Lernen und Organisationsentwicklung
(Georg / Mattern / Sattel u.a.)

Kurs-Nr:         08030 – 08031 – 08032 – 08034 – 08035

Original-Nr:     04325

GSWS:          8,0

SWS:             8,0

Versand:        15 Ringordner
                        7 CDs  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Das Modul zielt auf den Erwerb von Kenntnissen und Kompetenzen, die Voraussetzung sind für ein theoriegeleitetes und reflexives Handeln in Tätigkeitsfeldern des betrieblichen Bildungs- und Personalwesens und der beruflichen Weiterbildung. Betriebliche Arbeitsgestaltung und Technik­anwendung stehen in engem Zusammenhang mit den verfügbaren Qualifi­kationen und den Strategien betrieblicher Qualifizierung.

Die Auseinandersetzung mit Fragen der Organisations- und Personalent­wicklung sowie mit curricularen, didaktisch-methodischen und medialen Fragestellungen liefert Orientierungen für die Ziel- und Inhaltsbestimmung betrieblicher Aus- und Weiterbildung, die Gestaltung beruflicher Lehr- und Lernprozesse, die Ermittlung und Evaluation von Lernvoraussetzungen und -ergebnissen sowie die Entwicklung von Rahmenbedingungen für betrieb­liches Lernen. Wandel der Arbeit und Qualifikationsentwicklung – Berufliche Sozialisation – Betriebliche Organisations- und Personalentwicklung – Informelles Lernen; Lernen im Prozess der Arbeit – Lernen und Lernpro­bleme in der beruflichen Bildung – Betriebliches Bildungsmanagement und Bildungscontrolling.

 

0804-
Bildung, Arbeit und Beruf
(Georg / Mattern / Sattel / Klemm u.a.)

Kurs-Nr.:        08040 – 08041 – 08042 – 08044 – 08045

Original-Nr:     04333

GSWS:          8,0

SWS:             8,0

Versand:        17 Ringordner
                      12 CDs  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Die Institutionalisierung von Bildung, also die Entwicklung dauerhafter, mit Regeln ausgestatteter und gesellschaftlich kontrollierter Formen der Kultur­vermittlung und -aneignung, ist mit einer zunehmenden Verselbststän­digung, Formalisierung, Verrechtlichung und Differenzierung des Bildungs­wesens verbunden.

Die Kurse dieses Moduls vermitteln zunächst einen grundlegenden Über­blick über Aufbau, Struktur und institutionelle Ausprägungen des bundes­deutschen Bildungssystems.

Aktuelle Problemlagen der jeweiligen Bildungsstufen und -bereiche werden auf der Basis ihrer rechtlichen Verankerung und im Kontext ihrer organisa­torischen, sozialen und politischen Bedingungen dargestellt und analysiert. Abschließend werden internationale Aspekte des Bildungswesens thema­tisiert, die sich insbesondere aus der Diskussion um die Voraussetzungen und Folgen der Europäischen Integration und der Globalisierung ergeben. Bildungsabschlüsse eröffnen bzw. verschließen den Zugang zu verschie­denen Segmenten des Arbeitsmarktes und legen damit den Grundstein für unterschiedliche Erwerbsverläufe.

Die Klärung des Verhältnisses von Bildung, Arbeit und Beschäftigung erfor­dert die Synthese einer Vielzahl von Theorien und Forschungsansätzen aus der Bildungs- und Sozialisationsforschung, der Organisations- und Arbeits­psychologie, der Arbeitsmarktforschung und Industriesoziologie. Die Sozi­alisationsprozesse für und durch die Erwerbsarbeit dienen nicht allein der Qualifizierung für die Arbeitstätigkeit, sondern beeinflussen die gesamte Persönlichkeitsentwicklung, also auch die Lebensführung und Wertorien­tierungen der Individuen. Berufliche Sozialisation als lebenslanger Prozess der Auseinandersetzung mit Arbeit und Beruf steht in einem Spannungs­verhältnis zwischen den Entwicklungsbedürfnissen der Individuen und der Veränderung der Arbeits- und Arbeitsmarktbedingungen.

Mit der Ausbreitung neuer Technologien und neuer Formen der Arbeit ver­ändern sich die Arbeitsanforderungen und die Ansprüche des Beschäfti­gungssystems an das Bildungssystem, aber auch die Erwartungen der Bil­dungsabsolventen an die Bedingungen der Arbeit. Auch von den Debatten um Internationalisierung und Globalisierung gehen wichtige Impulse zur Veränderung des Strukturzusammenhangs von Bildung und Beschäftigung aus.

 

0865-
Bildung - Erziehung - Sozialisation
(Dörpinghaus / Uphoff)

Kurs-Nr.:        08650 – 08651 – 08652 – 08654 – 08655

Original-Nr:     33040

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        1 Ringordner
                      1 CD  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Dieser Studienbrief ist eine Einführung in die Bildungswissenschaft. Er gibt zunächst einen Einblick in die Etablierung der Bildungswissenschaft als Disziplin. Dabei verwenden wir Bildungswissenschaft synonym mit Pädagogik und Erziehungswissenschaft, da es sich um dieselben Gegenstandsbereiche handelt. Allerdings hat sich deren Ausrichtung im Laufe der Geschichte verändert: Die eher empirisch ausgerichtete Erziehungswissenschaft hat die Pädagogik als eher personale Pädagogik abgelöst, und im Kontext des lebenslangen Lernens scheint sich nunmehr Bildungswissenschaft zu etablieren. Im historischen Rückgriff auf die klassischen Ansätze ist in diesem Studienbrief allerdings weiterhin von Pädagogik oder Erziehungswissenschaft die Rede. Bevor die Autoren auf die drei wesentlichen Grundbegriffe Erziehung, Bildung und Sozialisation eingehen, erläutern sie, was eine Wissenschaft ausmacht und was eine Theorie überhaupt ist. Sie beschreiben, was generell unter wissenschaftlichem Wissen, bildungswissenschaftlichen Wissensformen und Grundbegriffen zu verstehen ist. Zu jedem der drei Grundbegriffe führen die Autoren zunächst in den Begriff selbst und seine Grundaussagen ein, um dann exemplarisch klassische Theorieansätze zu erläutern. So stellen die Autoren den ersten Grundbegriff Erziehung anhand anthropologischer und metaphorischer Aspekte vor. Ausführlich erläutern sie anschließend Theorien der Erziehung anhand der Klassiker Jean-Jaques Rousseau und Immanuel Kant. Den Grundbegriff der Bildung führen die Autoren entlang seiner Bestimmungen ein und stellen ihn dem Kompetenzbegriff gegenüber. Sie ziehen als bedeutende Vertreter des Bildungsgedankens Platon, Wilhelm von Humboldt und Theodor W. Adorno heran und erläutern deren jeweilige bildungstheoretischen Ansätze. Den dritten Grundbegriff des Studienbriefs bildet die Sozialisation. Nach den Bestimmungen, Phasen und Instanzen sowie rollentheoretischen Ansätzen von Sozialisation folgt die Auseinandersetzung mit den Klassikern der Sozialisationstheorie, Émile Durkheim und Pierre Bourdieu. Mit der Auswahl der klassischen Vertreter machen die Autoren u. a. auch deutlich, dass die Bildungswissenschaft interdisziplinäre Bezüge herstellt, um Erziehungs-, Bildungs- und Sozialisationsprozesse umfassend erklären und gestalten zu können. Jedes Kapitel schließt mit Reflexionsfragen zur eigenen Selbstlernkontrolle ab.

 

0892-
Entwicklung und Kommunikation als Grundbegriffe der
Bildungswissenschaft
(Gartz / Piecha / Schäfer)

Kurs-Nr.:        08920 – 08921 – 08922 – 08924 – 08925

Original-Nr:     33045

GSWS:          4,0

SWS:             4,0

Versand:        6 Ringordner
                      3 CDs  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Dieser Kurs behandelt zwei wesentliche Grundbegriffe der Bildungswissen­schaft: Entwicklung und Kommunikation.

Die Studieneinheit Entwicklung von Detlef Garz stellt mit strukturgene­tischen und lebenslauforientierten Ansätzen zwei grundsätzliche Heran­gehensweisen zur Erforschung menschlicher Entwicklungsprozesse vor. Besonderes Gewicht erhält dabei das Stufenmodell der moralischen Ent­wicklung nach Kohlberg. Darstellungen zur Entwicklungspädagogik runden diesen Teil ab.

Die Studieneinheit Kommunikation von Karl Hermann Schäfer stellt einige klassische Kommunikationstheorien vor: Neben dem informations­theoretischen Sender-Empfängermodell nach Shannon und Weaver wird darauf aufbauend die Kommunikationstheorie Watzlawicks vorgestellt. Ein weiterer Zugang wird über die von Austin begründete und von Searle weiter ausgearbeitete Sprechakttheorie aufgezeigt. Ihr ist die von Habermas entwickelte Theorie des kommunikativen Handelns verpflichtet, der ein weiteres Kapitel gewidmet ist.

Mit Schallers Pädagogik der Kommunikation gibt Schäfer erste Hinweise darauf, welche Bedeutung Erkenntnisse über Kommunikationsprozesse für pädagogische Handlungen haben können.

In einem vertiefenden theoretischen Teil führt Schäfer in die Semiotik als Theorie der Zeichen im Sinne von Peirce ein. Diese Überleitung zum Pragmatismus wird durch die Darstellung der Pädagogik des forschenden Lernens von Dewey wieder auf pädagogische Theorieentwicklung zurückgeführt. Ein Ausblick auf die Problematik einer modernen Computer- und Internetpädagogik runden diesen zweiten Teil ab.

 

0893-
Arbeits- und Berufsfelder für Bildungswissenschaftler und –wissenschaftlerinnen
(Grunert)

Kurs-Nr.:        08930 – 08931 – 08932 – 08934 – 08935

Original-Nr:     33047

GSWS:          1,0

SWS:             1,0

Versand:        2 Ringordner
                      1 CD  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Dieser Kurs blickt auf die Entstehung pädagogischer Tätigkeitsfelder, u. a. in der sozialen Arbeit und der Erwachsenenbildung, zurück und zeigt die Etablierung der Erziehungswissenschaft an den Universitäten auf. Dabei wird die Entwicklung der Diplom- und Magisterstudiengänge bis hin zu den Bachelor- und Masterstudiengängen nachvollzogen. Arbeitsmarktentwicklung und Arbeitsmarktsituationen für akademische pädagogische Berufe (u. a. auch Medienberufe) bilden dabei ebenfalls einen Schwerpunkt. Die Auseinandersetzung mit gegenwärtigen und zukünftigen Tätigkeitsbereichen für Bildungs-wissenschaftler- und wissenschaftlerinnen macht deutlich, dass sich der Arbeitsmarkt für Sozial-, Erziehungs- und Bildungsberufe seit dem letzten Jahrhundert sehr ausdiffernziert hat.

 

0894-
Wissenschaftliches Arbeiten im Netz
(Baumgartner / Payr)

Kurs-Nr.:        08940 – 08941 – 08942 – 08944 – 08945

Original-Nr:     33048

GSWS:          1,0

SWS:             1,0

Versand:        2 Ringordner
                      1 CD  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Das Internet ist im Studier- und Forschungsalltag nicht bloß ein zusätzliches Medium, sondern es verändert auch die wissenschaftliche Arbeitsweise. Im Kurs wird der wissenschaftliche Arbeitsprozess von der Idee einer Haus­arbeit bis zu ihrer Fertigstellung behandelt. Es wird dabei u. a. behandelt:

       Themeneingrenzung

       Recherchieren

       Lesen und Exzerpieren

       Schreiben

              Zitieren

 

6.7              Rechtswissenschaft

 

0733-
MoL IV/1 Rechtsgeschichte
(Eisenhardt / Vormbaum)

Kurs-Nr.:        07330 – 07331 – 07332 – 07334 – 07335

Original-Nr:     55305

GSWS:          7,0

SWS:             6,0

Versand:        9 Ringordner
                      3 CDs  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Dieses Modul beschäftigt sich mit der Entstehung, dem Wandel und dem Vergehen von Rechtsformen und Rechtseinrichtungen, aber auch mit den Ursachen und Kräften, den Gedanken und Strömungen, welche die Entwicklung des Rechts beeinflusst haben und im Gegenwartsrecht fortwirken. Dabei soll ein Schwerpunkt auf der Juristischen Zeitgeschichte liegen. Die Studierenden sollen erkennen, dass wir inmitten einer Entwicklung stehen, die uns in weitere Veränderungen führen wird; sie sollen das historisch Entwickelte als wandelbar verstehen. Mit den so gewonnenen Erkenntnis­sen sollen die Studierenden dem heutigen System aufgeschlossen, aber auch kritisch gegenüber stehen.

 

Teil 1:  Neuzeitliche Verfassungsgeschichte

Teil 1 des Moduls ist der neuzeitlichen Verfassungsgeschichte gewid­met. Hier wird der verfassungsmäßige und gesellschaftliche Rahmen skiz­ziert, in dem sich Privatrecht (Teil 2) und Strafrecht (Teil 3) entwickeln konnten. Begonnen wird mit der Verfassung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, wie sie sich insbesondere im Zeitalter der Auf­klärung mit ihren wesentlichen Veränderungen im Privat- und Strafrecht darstellte. Das Ende des Reiches, der Rheinbund und schließlich die Entstehung des Deutschen Bundes als verfassungsmäßiger Rahmen für die 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts werden besonders betont. Ein besonderes Kapitel ist den gesellschaftlichen Wandlungen am Beginn des 19. Jahrhunderts, insbesondere den Reformbewegungen (Stein / Hardenberg), gewidmet. Ein Kapitel über die Entstehung von Verfassungen in Deutschland bis 1850 bilden einen Schwerpunkt. Dabei werden der Entwicklung von Grundrechten und einer Verfassungsgerichtsbarkeit besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Die Reichsgründung 1871, die Verfassung dieses Reiches und die Verwirklichung der Rechtseinheit in Deutschland werden dargestellt. Es folgen Kapitel über die Weimarer Republik und ihr frühes Ende durch die nationalsozialistische Machtergreifung, sowie über Totalität und Rechts­feindlichkeit des Nationalsozialismus. Sodann werden der Wiederaufbau staatlicher Ordnungen nach 1945, die getrennten Wege, die in beiden Teilen Deutschlands beschritten wurden, und schließlich die Probleme der Wiedervereinigung behandelt.

Teil 2:  Die Entwicklung des Privatrechts

Teil 2 beginnt mit der Rezeption des römischen und kanonischen Rechts und deren Folgewirkungen, ohne die die Entwicklung des Privatrechts ohne Verständnis bleibt. Es werden sodann die wesentlichen Entwicklungslinien bis zur Gegenwart gezogen. Dabei wird dem Kodifikationsstreit und der Entstehung des BGB eine besondere Bedeutung zugemessen. Die Entstehung des BGB bildet einen weiteren Schwerpunkt. Die Anwendung des Privatrechts unter der Herrschaft des Nationalsozialismus und die auseinander strebenden Entwicklungen in den beiden Teilen Deutschlands bilden das Schlusskapitel.

Teil 3:  Deutsche Verfassungsgeschichte

Teil 3 macht mit den neueren Methodenfragen der juristischen Zeitge­schichte, insbesondere der Strafrechtsgeschichte, bekannt. Der darstellende Teil schildert die Entwicklung des modernen Strafrechts seit der Auf­klärungszeit in Gesetzgebung und Rechtstheorie. Besondere Aufmerksamkeit findet das Strafrecht des 20. Jahrhunderts einschließlich der Frage, ob die Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft einen Bruch oder nur eine Radikalisierung einer ohnehin längst angelegten Entwicklungslinie des Strafrechts bildet.

 

0751-
BoL Bürgerliches Recht IV
(Prinz K.-A. von Sachsen Gessaphe)

Kurs-Nr.:        07510 – 07511 – 07512 – 07514 – 07515

Original-Nr:     55113

GSWS:          6,0

SWS:             6,0

Versand:        6 Ringordner
                      3 CD  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Teil 1:  Außergerichtliche Mittel zur Forderungsverwirklichung und Mahnverfahren

Teil 2:  ZPO I Erkenntnisverfahren

Teil 3:  ZPO II Zwangsvollstreckungsverfahren

Bei der Verwirklichung von Forderungen sind die unterschiedlichsten tatsächlichen und rechtlichen Szenarien möglich. Im Idealfall erbringt der Schuldner die geschuldete Leistung rechtzeitig, vollständig und ordnungsgemäß. In diesem Fall erlischt die Forderung des Gläubigers (§ 362 BGB), er ist befriedigt. In der Rechtswirklichkeit treten aber häufig Probleme für den Gläubiger auf, die ihm auf Grund eines – gewillkürten oder gesetzlichen – Schuldverhältnisses zustehende Leistung oder das geschuldete Unterlassen von seinem Schuldner zu erlangen. Es treten also Schwierigkeiten bei der Verwirklichung seiner Forderung auf. Diese können vielfältigste Ursachen haben und zu unterschiedlichsten Reaktionen des Gläubigers Anlass geben:

 

–     In erster Linie wird der Gläubiger bestrebt sein, ohne Einschaltung von Gerichten zu seinem Ziel zu gelangen. Ist er sich mit dem Schuldner uneins über die Berechtigung seiner Forderung, so kann er versuchen, sich mit ihm hierüber zu einigen. Er kann die Eintreibung seiner Forderung aber auch einem Dritten überlassen; besonders häufig geschieht dies durch Verkauf und gleichzeitige Abtretung der Forderung an ein anderes Unternehmen. Bereits im Vorfeld kann aber auch Streit über das Bestehen einer Forderung und das Vorliegen ihrer tatsächlichen Voraussetzungen durch entsprechende Vertragsgestaltung vermieden oder die Verwirklichung der Forderung durch Einräumung von Sicherheiten (Bürgschaft, Hypothek etc.) abgesichert werden. Helfen außergerichtliche Mittel nicht, so bleibt dem Gläubiger die Möglichkeit, die Hilfe staatlicher Gerichte in Anspruch zu nehmen, und zwar auf einer ersten Stufe im Rahmen des Mahnverfahrens. Um diese ersten beiden Ebenen geht es in Teil 1 dieses Moduls.

–     Das Mahnverfahren kann bei Widerspruch des Schuldners in ein streiti­ges Gerichtsverfahren münden oder im Sande verlaufen, der Gläubiger kann auch gleich Leistungsklage zum zuständigen Gericht erheben mit dem Ziel, den Schuldner zur Erbringung der versprochenen Leistung zu verurteilen. Mit einem solchen Urteil ist der Gläubiger jedoch noch nicht am Ziel, wenn der Schuldner hierauf nicht freiwillig leistet. Um dieses gerichtliche Verfahren – das so geannte Erkenntnisverfahren, welches auf die Erlangung eines vollstreckbaren Titels mithilfe der staatlichen Gerichte gerichtet ist, geht es in Teil 2 dieses Moduls.

–    Als letzte Möglichkeit bleibt dem Gläubiger, die Zwangsvollstreckung aus einem Vollstreckungsbescheid oder einem Urteil gegen den Schuldner zu betreiben, um seine Forderung mit staatlichen Zwangs­mitteln durchzusetzen. Diese Thematik wird in Teil 3 dieses Moduls behandelt.

 

0758-
Arbeitsrecht
(S. Peters-Lange / U. Preis / U. Wackerbarth / B. Waas/ E. Gabrys)

Kurs-Nr.:        07580 – 07581 – 07582 – 07584 – 07585

Original-Nr:     05343

GSWS:          1,5

SWS:             1,5

Versand:        4 Ringordner
                      2 CDs  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Kurseinheit 1 gibt eine Einführung in das Arbeitsrecht und hat die Grundzüge des Individualarbeitsrechts zum Gegenstand.

Kurseinheit 2 enthält die Grundzüge des Kollektiven Arbeitsrechts.

Der Kurs ist identisch mit den Kurseinheiten 4 und 5 des Kurses 00027 im Diplomstudium Wirtschaftswissenschaft.

 

0760-
Juristische Methodenlehre
(Raisch)

Kurs-Nr.:        07600 – 07601 – 07602 – 07604 – 07605

Original-Nr:     05310

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:          5 Ringordner
                      14 Tonkassetten

Kursbeschreibung:

Kurseinheit 1:    Einleitung und Geschichte bis zum 16. Jahrhundert

Kurseinheit 2:    Geschichte vom 16. bis zum 19. Jahrhundert

Kurseinheit 3:    Gegenwärtiger Stand

 

0763-
Einführung in das Sachenrecht
(Eisenhardt / Stoffels)

Kurs-Nr.:        07630 – 07631 – 07632 – 07634 – 07635

Original-Nr:     05295

GSWS:          0,7

SWS:             0,7

Versand:        1 Ringordner
                      1 CD  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Dieser Kurs bietet eine komprimierte Einführung in das Sacherecht. Haupt­anliegen ist es, die Strukturen und Grundprinzipien des Sachenrechts hervortreten zu lassen und das Zusammenspiel mit den Vorschriften des All­gemeinen Teils des BGB und des Schuldrechts zu verdeutlichen. Der Schwerpunkt liegt auf dem Mobiliarsachenrecht. Erläutert werden die Grundbegriffe des Sachenrechts, insbesondere die Regelung des Eigentums.

 

0764-
Handelsrecht
(Raisch / Milanovic / Gudera / Neufang)

Kurs-Nr.:        07640 – 07641 – 07642 – 07644 – 07645

Original-Nr:     05316

GSWS:          1,5

SWS:             1,5

Versand:        3 Ringordner
                      2 CDs  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Der Kurs beinhaltet die Grundzüge des allgemeinen Handelsrechts.

Neben den Grundlagen werden schwerpunktmäßig behandelt:

–     der Kaufmannsbegriff,

–     das Unternehmen als Rechtsobjekt,

–     der besondere Vertrauensschutz im Handelsrecht,

–     sowie die Handelsgeschäfte, insbesondere der Handelskauf.

Darüber hinaus vermittelt der Kurs Inhalte zu Fragen des Umfangs der Vertretungsmacht, bezüglich der unterschiedlichen Hilfspersonen und der Umsatzmittler des Kaufmanns.

Der Kurs ist identisch mit Kurs 00800 im Diplomstudiengang Wirtschaftswissenschaft.

 

0767-
Organe und Grundstrukturen des Strafprozesses
(Welp)

Kurs-Nr.:        07670 – 07671 – 07672 – 07674 – 07675

Original-Nr:     05323

GSWS:          0,7

SWS:            0,7

Versand:        2 Ringordner
                     5 Tonkassetten

Kursbeschreibung:

Die Aufgabe des Strafprozeßrechtes besteht zum einen darin, zulässige Wege wirksamer Verfolgung und Aburteilung von Straftaten festzulegen. Zum anderen hat das Strafprozeßrecht die gleichrangige Aufgabe, die Staatsgewalt hierbei zu begrenzen und damit einen wirksamen Grundrechtsschutz des Einzelnen zu gewährleisten. Die Kurseinheit führt in das Strafprozeßrecht ein. Sie behandelt mit den Prozeßmaximen die strukturellen Grundlagen dieses Verfahrenstyps. Ihr Schwerpunkt liegt auf einer Darstellung der wichtigsten Beteiligten des Strafprozesses, namentlich des Staatsanwaltes, des Verteidigers und des Gerichtes. Die Kurseinheit behandelt den Regelverlauf eines Strafprozesses. Im Rahmen der Darstellung der Prozeßsubjekte liegt das Schwergewicht auf der Verteidigung, da sie für Theorie und Praxis des Strafprozesses die größten Probleme aufwirft.

Der Kurs läuft aus, er kann prüfungsrelevant nicht mehr neu belegt werden.

 

0768-
BWM Wirtschaftsverwaltungs- und Umweltrecht
(Repkewitz / Stober)

Kurs-Nr.:        07680 – 07681 – 07682 – 07684 – 07685

Original-Nr:     55207

GSWS:          5,0

SWS:             5,0

Versand:        10 Ringordner
                        7 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Kurs 1:    Öffentliches Umweltrecht

Der erste Teil behandelt die grundlegenden Strukturen des Umweltverwal­tungsrechts, seine Bezüge zum Verfassungs- und Gemeinschaftsrecht so­wie seine prozessrechtlichen Besonderheiten. Erarbeitet werden außerdem die Grundlagen des Rechts der Umweltverträglichkeitsprüfung, des so ge­nannten Öko-Audit sowie des Zugangs zu Umweltinformationen.

Der zweite Teil enthält eine Darstellung der Einzelmaterien des medialen Umweltschutzes. Er behandelt das Immissionsschutzrecht und gibt einen Überblick über das Treibhausgas-Emissionshandelsrecht. Außerdem wer­den das Wasserrecht und das Bodenschutzrecht thematisiert.

Im dritten Teil werden das Naturschutzrecht sowie die Materien des kau­salen Umweltschutzes behandelt. Er befasst sich mit den Strukturen des Kreislaufwirtschafts- und Abfallrechts und verschafft einen Überblick über das Gefahrstoffrecht sowie das Atom- und Strahlenschutzrecht.

Kurs 2:    Wirtschaftsverwaltungsrecht

Der Kurs behandelt das Öffentliche Wirtschaftsrecht, d.h. die Gesamtheit der Normen, die die Teilhabe des Staates am ökonomischen Prozess regeln. Gegenstand der Darstellung sind insbesondere zentrale Fragen der Regelungsbefugnis des Staates und die Beteiligung des Staates am Prozess der Produktion sowie der Verteilung von Gütern und Dienstleistungen.

Information: Für Kurs 2 liegt noch keine Audio-Version (07682) vor. Dieser Kurs ist erhältlich in den Kurs-Versionen 07680 – 07681 – 07684 – 07685.

0774-
Polizei- und Ordnungsrecht
(Gusy)

Kurs-Nr.:        07740 – 07741 – 07742 – 07744 – 07745

Original-Nr:     05366

GSWS:          3,0

SWS:             3,0

Versand:        6 Ringordner
                      3 CDs  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Das Polizei- und Ordnungsrecht beschäftigt sich mit der Gefahrenabwehr durch Polizei- und Ordnungsbehörden. Der staatliche Schutz gegen Risi­ken, vor deren Verwirklichung das Polizei- und Ordnungsrecht schützen soll, schafft den Rahmen dafür, dass die Bürger in einem Klima relativer Sicherheit leben und wirtschaften können. Je weiter der staatliche Schutz gegen Risiken aus der Sphäre Dritter reicht, desto schutzloser ist der Beschützte dabei aber gegenüber dem Staat. Das Polizei- und Ordnungsrecht gibt den Staatsorganen damit nicht nur Handlungsbefugnisse, sondern be­schränkt auch den Bereich der staatlichen Einflussnahme. Behandelt werden sollen im Einzelnen die Organisation sowie die Aufgaben und Befug­nisse der Polizei- und Ordnungsbehörden, die polizeirechtliche Verantwortlichkeit, das Vollstreckungs- und Kostenrecht sowie Entschädigungsansprüche des Einzelnen und Fragen des Rechtsschutzes gegen polizeiliche und ordnungsbehördliche Maßnahmen. Auch die Bezüge zum internatio­nalen Recht, insbesondere zum Recht der Europäischen Union (z.B. Europol, Eurojust), werden aufgezeigt.

Identisch mit Kurs-Nr.: 0778- (55302) MMÖ Kurs 1

 

0777-
Öffentliches Umweltrecht
(Repkewitz)

Kurs-Nr.:        07770 – 07771 – 07772 – 07774 – 07775

Original-Nr:     05562

GSWS:          2,5

SWS:             2,5

Versand:        3 Ringordner
                      3 CDs  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Der erste Teil behandelt die grundlegenden Strukturen des Umweltverwaltungsrechts, seine Bezüge zum Verfassungs- und Gemeinschaftsrecht sowie seine prozessrechtlichen Besonderheiten. Erarbeitet werden außerdem die Grundlagen des Rechts der Umweltverträglichkeitsprüfung, des so genannten Öko-Audit sowie des Zugangs zu Umweltinformationen.

Der zweite Teil enthält eine Darstellung der Einzelmaterien des medialen Umweltschutzes. Er behandelt das Immissionsschutzrecht und gibt einen Überblick über das Treibhausgas-Emissionshandelsrecht. Außerdem werden das Wasserrecht und das Bodenschutzrecht thematisiert.

Im dritten Teil werden das Naturschutzrecht sowie die Materien des kausalen Umweltschutzes behandelt. Er befasst sich mit den Strukturen des Kreislaufwirtschafts- und Abfallrechts und verschafft einen Überblick über das Gefahrstoffrecht sowie das Atom- und Strahlenschutzrecht.

Identisch mit Kurs-Nr.: 0768- (55207) Kurs 1, Teile 1-3

 

0778-
MM Öffentliches Recht
(Gusy / Battis / Haratsch / Holljesiefken)

Kurs-Nr.:        07780 – 07781 – 07782 – 07784 – 07785

Original-Nr:     55302

GSWS:          5,0

SWS:             5,0

Versand:        8 Ringordner
                      4 CDs  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Kurs 1:   Polizei- und Ordnungsrecht

Das Polizei- und Ordnungsrecht beschäftigt sich mit der Gefahrenabwehr durch Polizei- und Ordnungsbehörden. Der staatliche Schutz gegen Risiken, vor deren Verwirklichung das Polizei- und Ordnungsrecht schützen soll, schafft den Rahmen dafür, dass die Bürger in einem Klima relativer Sicherheit leben und wirtschaften können. Je weiter der staatliche Schutz gegen Risiken aus der Sphäre Dritter reicht, desto schutzloser ist der Beschützte dabei aber gegenüber dem Staat. Das Polizei- und Ordnungsrecht gibt den Staatsorganen damit nicht nur Handlungsbefugnisse, sondern beschränkt auch den Bereich der staatlichen Einflussnahme. Behandelt werden sollen im Einzelnen die Organisation sowie die Aufgaben und Befugnisse der Polizei- und Ordnungsbehörden, die polizeirechtliche Verantwortlichkeit, das Vollstreckungs- und Kostenrecht sowie Entschädigungsansprüche des Einzelnen und Fragen des Rechtsschutzes gegen polizeiliche und ordnungsbehördliche Maßnahmen. Auch die Bezüge zum internationalen Recht, insbesondere zum Recht der Europäischen Union (z.B. Europol, Eurojust), werden aufgezeigt.

Kurs 2:    Staatshaftungsrecht

Das Staatshaftungsrecht behandelt die Frage, welche Ansprüche ein Bürger hat, der durch das rechtswidrige Verhalten oder die rechtswidrigen Verhaltensfolgen eines Trägers öffentlicher Gewalt geschädigt worden ist. Auf der Rechtsfolgenseite geht es dabei nicht nur um Schadensersatz oder Entschädigung, sondern auch – und primär – um die Wiederherstellung des Zustandes, der vor der Rechtsverletzung bestand. Im Einzelnen behandelt werden der Folgenbeseitigungsanspruch, die Amtshaftung bei hoheitlichem und fiskalischem Handeln, Ansprüche aus Enteignung, die Haftungsinstitute des enteignungsgleichen Eingriffs, des enteignenden Eingriffs und der ausgleichspflichtigen Inhaltsbestimmung sowie der Aufopferung. Dargelegt wird zudem das Verhältnis der Anspruchsgrundlagen untereinander. Bedeutung hat im Bereich des Staatshaftungsrechts auch das Europäische Gemein­schaftsrecht gewonnen. Unter dem Einfluss der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs hat sich insbesondere das bundesdeutsche Amts­haftungsrecht gewandelt. Daneben werden auch die (Amts-)Haftung der Europäischen Gemeinschaft selbst sowie die Staatshaftung für die Verletzung von Europäischem Gemeinschaftsrecht eingehend dargestellt.

 

0785-
MM Verfahrensrecht
(Völzman-Stickelbrock / Hufen / Zwiehoff)

Kurs-Nr.:        07850 – 07851 – 07852 – 07854 – 07855

Original-Nr:     55304

GSWS:          6,0

SWS:             6,0

Versand:        7 Ringordner
                      5 CDs  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Kurs 1:   Zivilverfahrensrecht

–     Entwicklungstendenzen im Verhältnis materielles Recht/Verfahrensrecht

–     Europäisierung des Verfahrensrechts

Bei dem im Zivilverfahrensrecht vermittelten Wissen sollen zwei Bereiche im Vordergrund stehen. Im ersten Teil geht es zunächst darum, das Ver­ständnis für die Rolle des Verfahrensrechts im Verhältnis zum materiellen Recht zu vertiefen. In einigen Bereichen des internationalen Wirtschaftsrechts und vor allem den „grenzenlosen“ Streitigkeiten im Internet kommt dem Verfahrensrecht über seine hergebrachte Funktion als Mittel zur Durchsetzung privater Rechte heute eine weitergehende Bedeutung als Regelungsinstrument zu. Demgemäß sind auch im Verfahrensrecht weitreichende Bemühungen zur Rechtsangleichung zu verzeichnen. Außerdem werden die im Bachelor of Laws noch nicht behandelten besonderen Ver­fahrensarten wie der Urkundenprozess, das familiengerichtliche Verfahren und die Schiedsgerichtsbarkeit behandelt.

Kurs 2:   Verwaltungsprozessrecht

–     Das Widerspruchsverfahren,

–     Allgemeine Sachentscheidungsvoraussetzungen,

–     Besondere Sachentscheidungsvoraussetzungen,

–     Begründetheit der Klage,

–     Vorläufiger Rechtsschutz,

–     Verfahren im ersten Rechtszug,

–     Rechtsmittel.

Das Verwaltungsprozessrecht ist ein Schlüssel zum theoretischen und praktischen Verständnis des Öffentlichen Rechts. Dies wird deutlich, wenn man anhand der Gliederung der drei Kurseinheiten einen konkreten Entscheidungsablauf vom Widerspruchsverfahren über den Verwaltungsprozess bis hin zum Rechtsmittelverfahren verfolgt. Die Darstellung entspricht den Grundlinien der verwaltungsprozessualen Falllösung.

Kurs 3  Strafverfahrensrecht (Vertiefung)

Das im Bachelor-Modul 55302 (0778-) vermittelte Wissen wird vorausgesetzt und nunmehr vertieft. Das Modul vertieft die Problematik der straf­prozessualen Grundrechtseingriffe, insbesondere Untersuchungshaft (einschließlich des europäischen Haftbefehls), Durchsuchung und Beschlagnahme. Erörtert wird insbesondere die Problematik der strafprozessualen Beweiserhebungsverbote. Aus dem Hauptverhandlungsrecht werden Beweismittel und Beweisaufnahme vertieft. Aus dem Bereich der vereinfachten Verfahrenserledigung wird insbesondere das Strafbefehlsverfahren behandelt. Im Vordergrund steht die Perspektive der Strafverteidigung.

 

0786-
Konzernrecht
(Raisch / Milanovic)

Kurs-Nr.:        07860 – 07861 – 07862 – 07864 – 07865

Original-Nr:     05346

GSWS:          1,0

SWS:             1,0

Versand:        3 Ringordner
                      2 CDs  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Der Kurs Konzernrecht schließt an den Kurs „Gesellschaftsrecht“ an.

Kurseinheit  1:    Grundlagen, Vertragskonzerne

Kurseinheit 2:    Faktische Konzerne, Konzerne außerhalb des Aktien­rechts

Nach einer Erklärung der Grundbegriffe des Rechts der verbundenen Un­ternehmen wird schwerpunktmäßig das Recht der Aktienkonzerne behandelt. Vor allem der Vertragskonzern und der faktische Konzern werden gewürdigt. Ferner werden ausgewählte Probleme des Konzerns der GmbH und der Personengesellschaft behandelt.

Der Kurs ist identisch mit Kurs 00803 im Diplomstudiengang Wirtschaftswissenschaft.

0788-
Wettbewerbsrecht
(Maasch)

Kurs-Nr.:        07880 – 07881 – 07882 – 07884 – 07885

Original-Nr:     05704

GSWS:          1,5

SWS:             1,5

Versand:        4 Ringordner
                      2 CDs  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Der Kurs besteht aus zwei Kurseinheiten:

Kurseinheit 1:    Grundzüge des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen

Kurseinheit 2:    Grundzüge des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb

Es werden Schwerpunkte des UWG und des GWB vertiefend dargestellt. Entwicklungslinien einzelner Normen werden anhand der höchstrichter­lichen Rechtsprechung nachgezeichnet. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Bußgeldvorschriften.

Bestandteil des Kurses sind auch zwei Anlagenbände, die vorwiegend ge­richtliche Entscheidungen und interessante Aufsätze beinhalten.

Erforderliche Vorkenntnisse:

Kurs 0009 "Recht für Wirtschaftswissenschaftler I" und Kurs 0027, KE 3 "Einführung in das Wettbewerbsrecht". 

 

0798-
MWM Bauen und Planen in der Kommune
(Stober / Repkewitz)

Kurs-Nr.:        07980 – 07981 – 07982 – 07984 – 07985

Original-Nr:     55307

GSWS:          5,0

SWS:             5,0

Versand:        11 Ringordner
                        7 CDs  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Kurs 1:   Kommunalrecht

Die Wirtschaftsverwaltung ist Ausdruck der staatlichen Verantwortung für die Wirtschaft. Selbst der liberale Staat stellt rechtliche Rahmenbedingun­gen zur Verfügung, mit denen er wirtschaftliches Gebaren ermöglicht und bewertet. Das Wirtschaftsverwaltungsrecht ist sehr komplex und berücksichtigt normative und reale Wirtschaftsvorgänge sowie Lebenssachverhalte und deren Wirkungen. Zum Allgemeinen Wirtschaftsverwaltungsrecht zählen die Normen und Grundsätze, die für alle Wirtschaftszweige und für jede staatliche Beeinflussung der Wirtschaft gelten. Das Besondere Wirtschaftsverwaltungsrecht befasst sich mit der Ordnung einzelner Wirtschaftszweige. Die Rechtsquellen und Bindungswirkungen des zunehmend an Einfluss gewinnenden europäischen und internationalen Wirtschaftsverfassungs- und Wirtschaftsverwaltungsrechts werden anschaulich dargelegt.

In Teil 1 wird der Begriff Wirtschaftsverfassung geklärt, bevor den Studierenden das Wirtschaftsverfassungs- und Wirtschaftsverwaltungsrecht als Rechtsgebiet zwischen Recht und Wirtschaft und als Bestandteil des Gesamtrechtssystems näher gebracht wird. Auch wird das Spannungsverhältnis zwischen Wirtschaftssystemen und Wirtschaftsverwaltungswissenschaft verdeutlicht. Schließlich werden deutsches, europäisches und internationales Wirtschaftsverfassungs- und Wirtschaftsverwaltungsrecht im Zusammenhang vermittelt.

In Teil 2 werden die einzelnen Wirtschaftsgrundrechte und die europäischen Wirtschaftsfreiheiten in den Grundzügen erlernt.

Teil 3 stellt die öffentliche Hand als Unternehmer und Auftraggeber vor und verdeutlicht die wirtschaftsverfassungsrelevanten Staats- und Rechtsprinzipien und die wirtschaftsverfassungsrechtlichen Zuständigkeiten. Schließlich sollen das Wirtschaftsverwaltungsgebiet in territorialer Hinsicht und das Außenwirtschaftsverwaltungsrecht vorgestellt werden.

Teil 4 soll die Wirtschaftsverfassungs- und Wirtschaftsverwaltungsaufgaben benennen und erklären und die Wirtschaftsverwaltungsorganisation erläutern. Zudem werden die Grundsätze des Wirtschaftsverwaltungshandelns und der Wirtschaftsverwaltungskontrolle vermittelt.

Kurs 2:    Öffentliches Baurecht

Das öffentliche Baurecht umfasst die Gesamtheit der Rechtsvorschriften, die die Zulässigkeit und Grenzen sowie die Ordnung und Förderung der baulichen Nutzung des Bodens betreffen. Diese stellt einen wesentlichen Aspekt der wirtschaftlichen Tätigkeit dar. Das Baurecht lässt sich in drei Komplexe aufteilen: das Bauplanungsrecht, das Bodenordnungsrecht und das Bauordnungsrecht. Die bauliche Nutzung des Bodens findet insbesondere durch Errichtung, bestimmungsgemäße Nutzung, wesentliche Verän­derung und Beseitigung baulicher Anlagen statt. Zum Raumordnungsrecht gehören die Normen, die die überörtliche und überfachliche Raumplanung und Planverwirklichung betreffen.

Teil 1 enthält zunächst eine begriffliche Bestimmung und Abgrenzung die­ses Rechtsgebietes sowie eine Einführung in die Grundstrukturen des Raumplanungsrechts. Dem folgt eine Darstellung der Grundzüge des Rechts der Raumordnung und Landesplanung, die die Grundlage für das Bauplanungsrecht bildet.

Teil 2 behandelt zunächst die Bauleitplanung und stellt die Bauleitpläne, das Verfahren zu ihrer Aufstellung und die Anforderungen an eine rechtmäßige Planung dar. Die Instrumente zur Sicherung und Verwirklichung der Planung werden in den Grundzügen dargestellt. Zweiter Schwerpunkt dieses Teils sind die Bestimmungen über die städtebauliche Zulässigkeit von Vorhaben.

Teil 3 erhalten Sie zunächst einen Überblick über die Instrumente des be­sonderen Städtebaurechts. Sie lernen die Grundzüge des Bauordnungs­rechts kennen und erhalten eine Darstellung des gerichtlichen Rechtsschutzes im Bau- und Raumordnungsrecht. Auf die Bestimmungen über staatliche Ersatzleistungen, soweit sie für das Bauplanungs- und Bauordnungsrecht von Bedeutung sind, werden Sie kurz hingewiesen.

 

0800-
Fallbearbeitung im Verfassungsrecht
(Tsatsos / Wietschel / Holljesiefken)

Kurs-Nr.:        08000 – 08001 – 08002 – 08004 – 08005

Original-Nr:     05314

GSWS:          0,7

SWS:             0,7

Versand:        1 Ringordner
                      1 CD  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Im vorliegenden Kurs soll den Studierenden des Kurses Nr. 05315 „Einführung in das Verfassungsrecht der Bundesrepublik Deutschland“ vermittelt werden, wie verfassungsrechtliche Fragestellungen im Rahmen des Kurses 05315 bearbeitet werden müssen. Bekannt gemacht wird ansatzweise auch mit grundsätzlichen Fragen der Falllösung.

 

0806-
Recht der Kreditsicherung
(Eisenhardt)

Kurs-Nr.:        08060 – 08061 – 08062 – 08064 – 08065

Original-Nr:     05347

GSWS:          1,5

SWS:             1,5

Versand:        2 Ringordner
                      6 Tonkassetten

Kursbeschreibung:

Dieser Kurs soll Grundkenntnisse über die so genannten Sicherungs­geschäfte vermitteln, d.h. diejenigen Rechtsgeschäfte, die dazu dienen, den Gläubiger einer Darlehensrückzahlungsforderung weitgehend vor Verlusten zu schützen, wenn der Schuldner nicht leistet.

Im Einzelnen werden daher behandelt:

       Bürgschaft,

       Sicherungsübereignung,

       Hypothek und Grundschuld etc.

Der Kurs enthält ferner eine kurze Einführung in das Einzelzwangsvollstreckungs- und Insolvenzrecht, da ohne Grundkenntnisse auf diesen Gebieten der Sinn und Zweck der Kreditsicherung nicht deutlich wird.

 

0809-
Insolvenzrecht
(v. Olshausen)

Kurs-Nr.:        08090 – 08091 – 08092 – 08094 – 08095

Original-Nr:     05584

GSWS:          1,5

SWS:             1,5

Versand:        3 Ringordner
                      2 CDs  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Wenn eine Person insolvent ist, das heißt, sie ist nicht mehr in der Lage, alle ihre Verbindlichkeiten zu begleichen, erscheint das System der Einzel­vollstreckung, bei dem befriedigt wird, wer zuerst vollstreckt, als nicht mehr sachgerecht. Sinnvoll erscheint dann vielmehr ein Verfahren, in dem das gesamte Vermögen des Schuldners verwertet und der Erlös zur gleich­mäßigen anteiligen Befriedigung aller Gläubiger verwendet wird: das Insolvenzverfahren.

Der Kurs stellt die Grundzüge dieses Verfahrens (Voraussetzungen, Durchführung, Beteiligte) dar und erläutert, warum auch in der Insolvenz einige Gläubiger „gleicher als gleich“ sind.

Zum Abschluss wird ein Überblick über das Vergleichsverfahren zur Abwendung der Insolvenz als zweite Form eines Insolvenzverfahren gegeben.

 

0811-
Grundlagen des Bürgerlichen Rechts
(Eisenhardt)

Kurs-Nr.:        08110 – 08111 – 08112 – 08114 – 08115

Original-Nr:     05009

GSWS:          4,0

SWS:             4,0

Versand:        6 Ringordner
                      6 CDs  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Kurseinheit 1: Grundprinzipien des deutschen Privatrechts, Rechtsge­schäft, Willenserklärung, AGB-Gesetz

Kurseinheit 2: Auslegung, Abstraktionsprinzip, Geschäftsfähigkeit, Form, Nichtigkeit, Anfechtbarkeit

Kurseinheit 3: Stellvertretung, Bedingung, Verjährung, Recht der uner­laubten Handlung

Kurseinheit 4:Inhalt vertraglicher Schuldverhältnisse, Erlöschen von Schuldverhältnissen, Leistungsstörungen, Beteiligung Dritter an Schuldverhältnissen

Kurseinheit   5:   Kaufrecht, Mietvertrag, Leasingvertrag, Dienstvertrag

Kurseinheit 6: Werkvertrag/Werklieferungsvertrag, Auftrag, Geschäfts­führung ohne Auftrag, Maklerrecht, Darlehen, Vergleich /Schuldversprechen/ Schuldanerkenntnis, ungerechtfer­tigte Bereicherung, Eigentumsübertragung

 

0813-
Arbeitsverfahrensrecht
(Vogg)

Kurs-Nr.:        08130 – 08131 – 08132 – 08134 – 08135

Original-Nr:     05341

GSWS:          1,5

SWS:             1,5

Versand:        2 Ringordner
                      2 CDs  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Kurseinheit 1:  Das Arbeitsgericht

Kurseinheit 2:  Das Verfahren vor dem Arbeitsgericht

 

0815-
Arbeitsrecht I – Individualarbeitsrecht
(Preis / Waas / u. a.)

Kurs-Nr.:        08150 – 08151 – 08152 – 08154 – 08155

Original-Nr:     05390

GSWS:          4,0

SWS:             4,0

Versand:        9 Ringordner
                      4 CDs  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Der Kurs behandelt in vier Kurseinheiten das Arbeitsvertragsrecht. Dabei werden auch schon Grundlagen des kollektiven Arbeitsrechts vermittelt, die im Kurs 05391 (Arbeitsrecht II - Kollektives Arbeitsrecht) vertieft werden. Außerdem werden die Einflüsse des EG-Rechts auf das nationale Arbeitsrecht erläutert.
Kurseinheit 1 stellt die Grundlagen des Arbeitsrechts dar (Beispiel: Welche Rechtsquellen gibt es im Arbeitsrecht und in welchem Verhältnis stehen diese zueinander?) und befasst sich mit der Begründung des Arbeitsverhältnisses (Abschluss des Arbeitsvertrages, Nichtigkeitsgründe usw.).
Kurseinheit 2 beschreibt den Inhalt des Arbeitsverhältnisses (Haupt- und Nebenpflichten, EFZG, BUrlG, Haftung etc.).
Die Kurseinheiten 3 und 4 schildern die Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Kündigung und andere Tatbestände). Kurseinheit 4 erklärt außerdem den Wechsel des Betriebsinhabers (Betriebsübergang) und liefert einen Einblick in das arbeitsgerichtliche Verfahren.

 

0816-
Arbeitsrecht II – Kollektives Arbeitsrecht
(Waas)

Kurs-Nr.:        08160 – 08161 – 08162 – 08164 – 08165

Original-Nr:     05391

GSWS:          4,0

SWS:             4,0

Versand:        4 Ringordner
                      2 CDs  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Kurseinheit 1:

In Kurseinheit 1 stehen Fragen der betrieblichen und unternehmerischen Mitbestimmung im Vordergrund.

Kurseinheit 2:

Kurseinheit 2 beschäftigt sich mit Fragen des Tarifvertragsrechts und des Arbeitskampfrechts.

 

0817-
Strafvollzugsrecht
(Laubenthal)

Kurs-Nr.:        08170 – 08171 – 08172 – 08174 – 08175

Original-Nr:     05237

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:          4 Ringordner
                      11 Tonkassetten

Kursbeschreibung:

Kurseinheit 1:

Das Strafvollzugsrecht umfasst alles Rechtsformen, die den Vollzug Frei­heitsentziehender Kriminalsanktionen betreffen. Die dreiteilige Kurseinheit behandelt die stationären Unrechtsreaktionen Freiheitsstrafe, Maßregeln, der Besserung und Sicherung, Jugendstrafe und militärischer Strafarrest.

Der erste Teil der Kurseinheit informiert über das Ziel, Aufgaben und grundlegende Prinzipien des Strafvollzuges. Weiterhin gibt er einen Über­blick über die rdchtliche Stellung des einzelnen Strafgefangenen. Der erste Teil enthält darüber hinaus eine Übersicht über die nach Strafantritt des Verurteilten einzuleitenden Maßnahmen und zu treffende Entscheidungen. Schließlich werden einige Gestaltungsbereiche des Behandlungsprozesse innerhalb der Justizvollzugsanstalt (Unterbringung des Strafgefangenen, Arbeit, Aus- und Weiterbildung, religiöse Betätigung und Freizeitgestaltung) erläutert.

Kurseinheit 2:

Der moderne Behandlungsvollzug ist nach dem Willen des Gesetzgebers in erster Linie am Vollzugsziel einer künftigen sozial verantwortlichen Le­bensführung des Verurteilten ohne weitere Straftaten orientiert. Der Straf­gefangenen befindet sich jedoch gegen seinen Willen in ein abgeschlos­senes System eingegliedert.

Der zweite Teil der dreiteiligen Kurseinheit zum Strafvollzugsrecht infor­miert über Arten, Voraussetzungen und Einschränkungen der Kommunika­tionsmöglichkeiten des Strafgefangenen ebenso wie über den Bereich Sicherheit und Ordnung innerhalb der Justizvollzugsanstalt. Weiterhin er­läutert der zweite Teil die gesetzlichen Grundlagen für die Erhebung, Verar­beitung und Nutzung von Freiheitsstrafe vorhandenen Strafvollzug. Schließ­lich wird ein Überblick über die neben dem Vollzug von Freiheitsstrafe vor­handenen weiteren Vollzugsformen gegeben.

Kurseinheit 3: Vollzugsverfahrensrecht

Der Strafgefangene sieht sich im Strafvollzug nicht nur seiner Freiheit ent­ledigt; der Anstaltsaufenthalt bringt damit einhergehend vielfältige Rechts­beschränkungen mit sich. Die dreiteilige Darstellung des Strafvollzugsrechts schließt mit einer Übersicht über die Rechtsbehelfe im Strafvollzug.

Die Kurseinheit informiert im dritten Teil zunächst über die Zulässigkeits­voraussetzungen, Verfahrensgrundsätze und Entscheidungsmöglichkeiten des vollzugsspezifischen Rechtsweges. Weiterhin erläutert er die weiteren vollzugsexternen Kontrollmöglichkeiten. Die Kurseinheit schließt mit einem Überblick über vollzugsinterne Beschwerdebefugnisse des Strafgefange­nen.

 

0825-
Betäubungsmittelstrafrecht
(Vormbaum)

Kurs-Nr.:        08250 – 08251 – 08252 – 08254 – 08255

Original-Nr:     05404

GSWS:          2,0

SWS:             2,0

Versand:        2 Ringordner
                      1 CD  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Die drei Kurseinheiten behandeln einen Teil des Strafrechts, der in der Praxis von Staatsanwaltschaften und Strafgerichten einen ungleich größeren Raum einnimmt als in der juristischen Ausbildung. Grundvoraussetzung für die richtige rechtliche Einordnung von Betäubungsmitteldelikten ist das Verständnis der Systematik des Betäubungsmittelgesetzes und der darin eingegliederten Straftatbestände. Betäubungsmittelrechtliche Straftatbestände zeichnen sich durch eine Vielzahl von Tathandlungen aus, die durch das Gesetz nicht definiert sind und deren Konkretisierung den Strafgerichten im Wege der Auslegung vorbehalten geblieben ist. Die Kurseinheit stellt die von Rechtsprechung und Lehre zu den jeweiligen Straftatbeständen entwickelten grundsätzlichen Kriterien und Definitionen dar.

 

0855-
Strafrecht – Besonderer Teil
Tötung und Körperverletzung
(Vormbaum)

Kurs-Nr.:        08550 – 08551 – 08552 – 08554 – 08555

Original-Nr:     05046

GSWS:          0,7

SWS:             0,7

Versand:        2 Ringordner
                      5 Tonkassetten

Kursbeschreibung:

Mit den Straftaten gegen das Leben und gegen das körperliche Wohl be­handelt die Kurseinheit die sich im 16. und 17. Abschnitt des Strafgesetzbuches findenden Individualrechtsgüter. Die Kurseinheit gibt einen Über­blick über die gesetzliche Regelung der „klassischen“ Tötungs- und Körper­verletzungsdelikte und über die wichtigsten strafrechtsdogmatischen Fra­gen insoweit. Auf diese Weise will die Kurseinheit dazu befähigen, mittel­schwere Fälle aus dem Problembereich von Tötung und Körperverletzung lösen zu können.

 

0856-
Strafrecht – Vermögensdelikte
(Zwiehoff)

Kurs-Nr.:        08560 – 08561 – 08562 – 08564 – 08565

Original-Nr:     05221

GSWS:          0,7

SWS:             0,7

Versand:        1 Ringordner
                      4 Tonkassetten

Kursbeschreibung:

Die Kurseinheit behandelt die Eigentums- und Vermögensdelikte. Während die Diebstahlstatbestände das Eigentum solches schützen, zielt die Schutz­richtung der Betrugstatbestände auf das Vermögen als Ganzes. Da das Strafgesetzbuch die Eigentums- und Vermögensdelikte nach äußeren Ge­sichtspunkten im 19. bis 25. Abschnitt in unsystematischer Weise gliedert, soll die Kurseinheit insoweit einen Überblick verschaffen. Behandelt werden im Rahmen der Eigentumsdelikte der Diebstahl, der Raub und die Sachbe­schädigung, im Rahmen der Vermögensdelikte der Betrug, die Erpressung, die Untreue und die Hehlerei.

 

0867-
BoL Propädeutikum
(Haaratsch / Huster / Kubis / Preis / Prinz von Sachsen-Gessaphe / Gräfin von Schlieffen / Vormbaum / Waas / Wackerbarth / Zwiehoff)

Kurs-Nr.:        08670 – 08671 – 08672 – 08674 – 08675

Original-Nr:     55100

GSWS:          5,0

SWS:             5,0

Versand:        7 Ringordner
                      6 CDs  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Im Modul 1 gewinnen die Studierenden einen ersten Überblick über die verschiedenen Rechtsgebiete. Die Anfängerinnen und Anfänger erhalten einen motivierenden Einstieg und beherrschen erste Leitbegriffe und Syste­matisierungen des Rechts im Gesamtzusammenhang. Darüber hinaus haben sie die Grundzüge der juristischen Methode und ihre praktische An­wendung erlernt und können mit den gängigen Informationsquellen um­gehen.

Teil 1:  lllustrative Einführung in das Recht

–     Annäherung an den Lehrstoff durch Beispiele aus dem wirtschaftlichen Alltag

–     Hinweise auf die wichtigsten Gebiete des deutschen Rechts

–     Zentrale Funktionen, Gliederungen und Definitionen der einzelnen Rechtsgebiete

–     Eröffnung von Sachebenen zunehmender Abstraktheit durch Verweise auf die folgenden Kurse und auf die anschließenden Module

–     Illustration der Praxisrelevanz des Bachelor-Programms

Ausgangspunkt der Orientierung über den gesamten Lehrstoff des Bache­lor-Studiengangs ist ein Einblick in den Arbeitsalltag eines Start-up Unter­nehmens. Hier stehen eine Geschäftsführerin mit juristischer Vorbildung und ein wirtschaftswissenschaftlich ausgebildeter Geschäftsführer vor ver­schiedenen Problemen, die sie mit den unterschiedlichen Rechtsgebieten und betriebswirtschaftlichen Fragestellungen in Berührung bringen.

Die Studierenden werden dazu angeleitet, sich von den konkreten Fällen (Unternehmensalltag) in tiefere Ebenen vorzuarbeiten, wo sie weiterge­hende Informationen über die diskutierten Rechts- und Wirtschaftsfragen erwarten.

Der Kurs erfüllt mehrere Zwecke: Die Referenzstruktur (vom anschaulichen Beispiel zu den Lernebenen unterschiedlicher Abstraktion) weckt die Neu­gier auf eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Lehrstoff. Der Kurs hilft durch die praxisnahe Verankerung der Studieninhalte die Motivation über mehrere Jahre aufrechtzuerhalten. Er verdeutlicht die Interdependenzen der folgenden Module und betont die untrennbare Verflechtung von natio­nal- und europarechtlichen Regelungen sowie die Verbindung von rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen Problemen.

Teil 2:  Basiskurs Rechtswissenschaft

Der Basiskurs Rechtswissenschaft gliedert sich in drei Teile.

Im zivilrechtlichen Teil werden die Stellung des Privatrechts im Gesamt­system der Rechtsordung und die Bedeutung des Bürgerlichen Rechts als Kern des deutschen Privatrechts erörtert. Neben den Quellen des Privat­rechts wird auch das Verhältnis von politischer Ordnung und Privatrecht behandelt. Die Hauptprinzipien des Privatrechts, insbesondere die Privat­autonomie, werden dargestellt. Am Beispiel der Rechtsgeschäftslehre, vor allem anhand des Zustandekommens eines Vertrages, wird den Studieren­den ein erster praktischer Eindruck von der Funktion des Privatrechts ver­mittelt.

Die Einführung ins Öffentliche Recht soll die Antwort auf Grundfrage aller Anfangssemester bereithalten – was heißt und zu welchem Ende studiert man Öffentliches Recht? Ansatzpunkt ist eine funktionale Annäherung an das Bezugsgebiet des Öffentlichen Rechts, der öffentlichen Gewalt und ihrer Aufgaben. Auf dieser Grundlage werden die vier Dimensionen des Verfassungs- und Verwaltungsrechts entwickelt – Eingriff, Leistung, Infra­struktur und Vorsorge sowie Organisation – und mit Fallbeispielen veran­schaulicht. Die Gliederungsstrukturen des Öffentlichen Rechts werden im Zusammenhang mit der Vielschichtigkeit der erfassten Lebensgebiete auf­gezeigt. Im Weiteren werden spezifische Grundstrukturen des Verfassungs- und Verwaltungsrechts in nationaler und europäischer Dimension darge­stellt.

Der dritte Teil des Basiskurses befasst sich mit den theoretischen Grund­lagen des Strafrechts. Dazu gehört in erster Linie die grundlegende Frage, was die Strafe ist. Das seit Jahrhunderten umstrittene Problem, welchen Sinn Strafrecht überhaupt hat, wird daraufhin in philosophischer und ge­schichtlicher Perspektive erläutert. Im Weiteren wird den Studierenden das Gesetzlichkeitsprinzip „nullum crimen, nulla poena sine lege“ mit seinen Konsequenzen als ein Grundbegriff des modernen Strafrechts und das System der strafrechtlichen Sanktionen nähergebracht. Die abschließende Einführung in das System der Straftat gibt einen Ausblick auf die vertie­fende Auseinandersetzung im folgenden Strafrechtsmodul.

Teil 3:  Juristisches Arbeiten

Der Kurs Juristisches Arbeiten stellt die besonderen Arbeitsmittel und Methoden des juristischen Denkens im Öffentlichen Recht, Zivilrecht und Strafrecht dar. Die Studierenden erhalten einen Überblick, welche Informa­tionsquellen ihnen in den einzelnen Rechtsbereichen zur Verfügung stehen und wie sie diese Quellen für eigene Arbeiten kritisch und reflektiert nutzen. Sie erwerben damit ein Orientierungswissen, das sie befähigt, sich in der Flut juristischer Informationen zurechtzufinden. Daneben werden die grundlegenden Regeln der juristischen Textproduktion und Darstellungs­methode, die sowohl für das Studium als auch die spätere berufliche Tätig­keit von Bedeutung sind, vorgestellt und erläutert.

Teil 4:  Juristisches Arbeiten - Praktische Hinweise

Die letzte Kurseinheit des Moduls besteht aus acht Beiträgen verschiedener Autoren, die den Studierenden praktische Hilfestellung bei der Falllösung und der Erstellung eigener juristischer Texte bieten sollen.

Nach einer allgemeinen Einführung in die juristische Methode für Anfänger werden die Einzelprobleme der Fallbearbeitung wie juristisches Argumen­tieren, Umgang mit Sachverhalt und Subsumtion sowie Auslegung von Gesetzen angesprochen.

Die folgenden drei Beiträge erläutern den Umgang mit fachspezifischen Schwierigkeiten, mit denen Studierende in den drei Rechtsgebieten Zivilrecht, Öffentliches Recht und Strafrecht konfrontiert werden.

Zum Abschluss werden die formalen Anforderungen an eine Seminar- oder Bachelorarbeit erläutert.

 

0868-
BoL Bürgerliches Recht I
Das Rechtsgeschäft und die Instrumente des Privatrechts
(Eisenhardt u. a.)

Kurs-Nr.:        08680 – 08681 – 08682 – 08684 – 08685

Original-Nr:     55101

GSWS:          6,0

SWS:             6,0

Versand:        8 Ringordner
                      8 CDs  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Das Modul 2 bereitet die Studenten auf ihre spätere Tätigkeit als Wirt­schaftsrechtler vor, indem es ihnen nach einer Einführung in das Privatrecht die im wesentlichen im Allgemeinen Teil des BGB geregelten Institute des Privatrechts erläutert, die sie später in der Praxis beherrschen müssen.

Der Kurs gliedert sich in drei Teile:

 

Einführung in das Privatrecht

–     Privatrecht im System des deutschen Rechts

–     Grundprinzipien

–     Privatrecht und Verfassung

–     Quellen des bürgerlichen Rechts

Im ersten Teil, der Einführung, wird den Studenten erläutert, welche Rechtsgebiete das Privatrecht umfasst, unter welchen Gesichtspunkten man es unterteilen kann und welche Stellung das Bürgerliche Recht innerhalb des Privatrechts einnimmt, nämlich eine zentrale. Das Prinzip der Privatautonomie wird erklärt, die Bedeutung von Grundrechten und schließlich auch die Bedeutung von Gesetz und Richterrecht als wesentliche Rechtsquellen des Privatrechts.

Die Grundzüge der Rechtsgeschäftslehre

–     Rechtsgeschäft und Willenserklärung

–     Zugang

–     Formerfordernisse

–     Anfechtbarkeit und Anfechtung

–     Das Zustandekommen eines Vertrages

–     Allgemeine Geschäftsbedingungen

–     Die Auslegung der Rechtsgeschäfte

Der zweite Teil bringt den Studenten das wesentliche Handwerkszeug des Vetragsrechtlers nahe. Die zentrale Bedeutung der Rechtsgeschäftslehre verdeutlicht die Gliederung, die sich zunächst mit dem Zustandekommen und der Wirksamkeit von Willenserklärungen einschließlich der Auslegung beschäftigt und sodann das Zustandekommen von Verträgen unter Einbe­ziehung der in der Praxis wichtigen Allgemeinen Geschäftsbedingungen beschäftigt.

Weitere Institute des Privatrechts

–     Stellvertretung

–     Fristen und Termine

–     Verjährung

–     Bedingungen

–     Sittenwidrigkeit und andere Nichtigkeitsgründe

–     Teilnichtigkeit und Umdeutung

Der dritte Teil behandelt weitere Institute und Rechtsfiguren des BGB, die ebenfalls im Zusammenhang mit der Rechtsgeschäftslehre stehen und dem Wirtschaftsrechtler vertraut sein müssen und ihm später bei der Aufgabe, Verträge zu gestalten, hilfreich sein werden.

Die Wissensvermittlung erfolgt multimedial online sowie in Form einer interaktiven Lern-CD-ROM. Dabei tragen zahlreiche Übersichten, Grafiken und Animationen – auch Ton unterlegt –, zur Verständnisförderung bei. Gesetzestexte und wichtige Urteile des BGH sind ebenso vorhanden wie ein umfangreiches Glossar. Die Kontrolle des Erlernten erfolgt zum einen durch Fälle mit abrufbarer Lösung und zum anderen durch Multiple-Choice-Aufgaben, bei denen selbständig u.a. Eingaben in Form von Paragraphen und Begriffen vorgenommen werden müssen.

 

0870-
BoL Bürgerliches Recht II – Das Schuldverhältnis
(Wackerbarth / Waas)

Kurs-Nr.:        08700 – 08701 – 08702 – 08704 – 08705

Original-Nr:     55103

GSWS:          6,0

SWS:             6,0

Versand:        8 Ringordner
                      8 CDs  Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Im zweiten Modul des Bürgerlichen Rechts steht das Schuldrecht des BGB im Vordergrund. Die Regeln des Schuldrechts sind weitgehend dispositiver Natur, gesetzlich geregelt sind – von einigen Ausnahmen abgesehen – im wesentlichen punktuelle Austauschverhältnisse. Die Gestaltung von Verträ­gen, insbesondere von auf längere Dauer angelegten Verträgen, steht auf­grund der Vertragsfreiheit weitgehend im Ermessen der Vertragsparteien. Eine der Hauptaufgaben des ausgebildeten Wirtschaftsrechtlers wird es sein, Verträge zu entwerfen. Dabei sollte er die in der Praxis regelmäßig auftauchenden Probleme der Entstehung und der Durchführung von Schuldverhältnissen kennen und mit den denkbaren Leistungsstörungen und Problemen der Vertragserfüllung und ihres Nachweises vertraut sein.

Der Kurs gliedert sich in mehrere Teile:

–     Gliederung,

–     Prinzipien,

–     Rechtsquellen des Schuldrechts,

–     Das Schuldverhältnis – von der Entstehung bis zum Erlöschen,

–     Leistungsstörungen,

–     Einzelne Schuldverhältnisse:

Gliederung, Prinzipien, Rechtsquellen des Schuldrechts

–     Übersicht über die Regeln des Schuldrechts

–     Lernziel: Die 7 Prinzipien des Schuldrechts

–     Die Schuldrechtsreform

Den Studenten soll zunächst die Gliederung des Gesetzes nach der Schuldrechtsreform nahe gebracht werden, sie sollen sich im zweiten Buch des BGB zurechtfinden. Anschließend werden wichtige Grundsätze des Schuldrechts (z.B. das Relativitätsprinzip, das Verschuldensprinzip oder der Grundsatz pacta sunt servanda) erläutert, die nach Durcharbeitung des Moduls den Lernenden in Fleisch und Blut übergegangen sein sollen. Schließlich werden sie auf einige Schwierigkeiten hingewiesen, die die Än­derungen durch die Schuldrechtsreform für den Rechtsanwender mit sich bringen.

Teil 1: Das Schuldverhältnis – vom Zustandekommen bis zur Erfüllung

–     Begriff und Entstehung

–     Inhalt

–     Erlöschen des Anspruchs

–     Beendigung des Schuldverhältnisses

Nach einer erläuternden Übersicht werden Einteilungen der Schuldverhält­nisse und Leistungsmodalitäten besprochen. Um die später folgenden Re­geln des Leistungsstörungsrechts, aber auch die der Erfüllung oder der Auf­rechnung besser verstehen zu können, erfolgt in diesem Rahmen auch eine beschreibende Einführung in das Recht der Durchsetzung von Forderungen (Klage, Mahnbescheid, Zwangsvollstreckung). Weiter wird erläutert, welche Hilfsmittel dem Rechtsanwender, aber auch dem Vertragsgestalter zur kon­kretisierenden Bestimmung des Inhalts eines Schuldverhältnisses zur Ver­fügung stehen. Es werden so wichtige Institute wie Erfüllung, Aufrechnung, Hinterlegung und Erlass besprochen, sowie andere Gründe für die Beendi­gung des Schuldverhältnisses angesprochen (Aufhebungsvertrag, Nova­tion, Rücktritt, Verbraucherwiderruf, Kündigung usw.).

Teil 2: Leistungsstörungen

–     Pflichtverletzung als Grundbegriff des Leistungsstörungsrechts

–     Unmöglichkeit: Verzug und Verzögerung, Schlechtleistung

–     Vertretenmüssen

–     Wegfall der Geschäftsgrundlage

–     Fristsetzung und Abmahnung

–     Minderung und sonstige Vertragsanpassung, Vertragsstrafe

–     Schadenersatz, Rücktritt und Kündigung

–     Der Verbraucherwiderruf

Ein wichtiges Kapitel stellt sicherlich das Recht der Leistungsstörungen dar. Nachdem klar ist, zu welchen Störungen es innerhalb des Schuldverhält­nisses überhaupt kommen kann (Spät-, Nicht-, Schlechterfüllung), sollen die Studenten die grundsätzliche Interessenlage bei Leistungsstörungen kennenlernen und als Wirtschaftsrechtler genau wissen, welche Reak­tionsmöglichkeiten und Rechtsmittel der jeweils betroffenen Partei zur Ver­fügung stehen. Dabei wird insbesondere Wert auf die Behandlung von Störungen bei Dauerschuldverhältnissen gelegt und die Möglichkeit vertrag­licher Vorsorge, z.B. durch eine Vertragsstrafe oder Bedingung sowie Haftungsbeschränkungen, Gefahrtragungsregelungen, Klauseln über das Vertretenmüssen oder die Folgen unvorhersehbarer Veränderung äußerer Umstände. Der Begriff des Schadensersatzes statt der Leistung neben dem allgemeinen Begriff des Schadensersatzes wird hier ebenso erläutert wie die Kombination der verschiedenen zur Verfügung stehenden Mittel. Das Gewährleistungsrecht des Kaufvertrages als praktisch bedeutsamste Son­derregelung und zugleich Anwendungsfall des Leistungsstörungsrechts wird an dieser Stelle z.T. mit besprochen, ebenso das stets komplizierter werdende Recht des Verbraucherwiderrufs.

Einzelne Schuldverhältnisse und besondere Regeln für bestimmte Personen

Teil 3: Vertragliche Schuldverhältnisse

      Kauf-, Miet-, Dienst-, Werk- und Werklieferungs-, Darlehens-, Leasing­vertrag, Factoring, Franchising

Teil 4: Gesetzliche Schuldverhältnisse

      Deliktsrecht/Produkthaftungsrecht, Geschäftsführung ohne Auftrag, Bereicherungsrecht

Ein Schwerpunkt wird hier – im Gegensatz zum herkömmlichen Studium – neben dem Kauf- und Werkvertragsrecht auf dem in der Praxis wichtigen Darlehensrecht liegen sowie bei den nicht geregelten Vertragstypen und beim Produkthaftungs- und allgemeinem Deliktsrecht. Vor allem der Schwerpunkt auf nicht geregelten Vertragstypen ist für den Wirtschafts­juristen von Belang. Denn die Tatsache, dass sich im Laufe der Zeit Ver­tragstypen aufgrund der Bedürfnisse der Wirtschaft herausgebildet haben, die im BGB nicht vorgesehen sind, zeigt, dass ein darauf abgestimmtes Modul zwingend erforderlich ist.

 

6.8              Politikwissenschaft

 

0747-
Demokratietheorien
(Schmidt)

Kurs-Nr.:        07470 – 07471 – 07474 – 07475

Original-Nr:     03217

GSWS:          4,0

SWS:             4,0

Versand:        8 Ringordner
                      2 CDs

Kursbeschreibung:

Der Kurs gliedert sich in vier Teile:

Im ersten Teil werden Vorläufer moderner Demokratietheorie vorgestellt. Der Text umfasst die Ideengeschichte von der aristotelischen Lehre von der guten Staatsverfassung über die frühliberale Demokratietheorie John Lockes, die Theorie der gemäßigten Demokratie bei Montesquieu und in den "federalist papers", die radikale Volkssouveränitätslehre bei Rousseau, die Gedanken von Alexis de Tocqueville über die Demokratie in Amerika, die Repräsentativtheorie bei John Stewart Mill und schließlich die revolutionäre Direktdemokratie bei Karl Marx.

Im zweiten Teil werden die modernen Theorien der Massendemokratien im 20. Jahrhundert erörtert, d.h. elitistische, ökonomische, pluralistische, partizipatorische, soziale und kritische Theorien der Demokratie.

 Im dritten Teil des Kurses werden Theorie und Praxis der Demokratie aus der Perspektive der vergleichenden Forschung betrachtet. Insofern geht der Kurs hier über die Theoriendarstellung hinaus und stellt auch die praktische Ausformung in der politischen Wirklichkeit dar.

Im vierten Teil werden die Fäden aus den drei ersten Teilen des Kurses unter der Fragestellung, welches die Vorzüge und Mängel der Demokratie sind, zusammengeführt.

 

 

7                      Hörbücher

Die den Kursen zu Grunde liegende Literatur kann zum Teil bei der Univer­sitätsbibliothek der FernUniversität in Form von CDs und Tonkassetten ausgeliehen werden.

Im Unterschied zum Kursmaterial gehen diese Bücher nicht in das Eigen­tum der Fernstudierenden über, sondern müssen nach Benutzung an die Universitätsbibliothek zurückgeschickt werden.

Die Verlage, die Bibliotheken das Auflesen von Büchern gestatten, geben ihre Zustimmung in der Regel nur unter der Bedingung, dass die Ausleihe nur an Personen erfolgt, die keine Schwarzschrift mehr lesen können.

Die Voraussetzung für die Inanspruchnahme des Tonkassettenservices der Universitätsbibliothek durch blinde oder sehbehinderte Studierende gilt dann als erfüllt, wenn sie sich als blind bzw. hochgradig sehbehindert (mindestens 70 Prozent) ausweisen.

Der Nachweis der Blindheit bzw. der hochgradigen Sehbehinderung gilt bei Vorlage einer Kopie des Schwerbehindertenausweises als erbracht.

Die Hörkassetten wurden von speziellen Aufsprachediensten produziert und mit Signaltönen versehen, die Seitenübergänge, Kapitelanfänge und ähnli­ches markieren.

Die Buchtitel können bei der Universitätsbibliothek der Fernuniversität in Form von Hörbüchern für ein Semester ausgeliehen werden.

Ende der Leihfrist jeweils:   31.3. bzw. 30.9.

Verlängerung:                      ist vor Ablauf der Leihfrist möglich,
                                            – sofern keine Vormerkungen anderer Nutzer vorliegen –.

Die bei der Universitätsbibliothek zur Verfügung stehenden Hörbücher wer­den laufend aktualisiert, daher wird zukünftig auf die bisherige Auflistung der Hörbücher in dieser Informationsbroschüre verzichtet.

Es besteht die Möglichkeit einer Katalogrecherche auf der Internetseite der Universitätsbibliothek unter:

http://www.ub.fernuni-hagen.de/katalog/index.html
(Im Link auf der online-Katalogseite: "recherchieren" anklicken)

Für Fragen bezüglich des Angebots der Hörbücher wenden Sie sich bitte direkt an die Universitätsbibliothek:

FernUniversität Hagen

Universitätsbibliothek

INBUKO

Postfach 940

D- 58084 Hagen

Zentrale Informationen:

Telefon:   02331 / 987- 2836 oder 2924

                Montag bis Donnerstag:   10:00 – 19:00 Uhr

                Freitag:                             10:00 – 16:00 Uhr

                Samstag:                          09:00 – 13:00 Uhr

Telefax:   02331 / 987-305

E-mail:     INBUKO.UB@fernuni-hagen.de

 

8                      Bewerbungs- und Rückmeldefrist – Versandtermine

 

Bewerbungsfrist für das kommende Sommersemenster 2012:

01.12.2011  bis  15.01.2012

Die FernUniversität akzeptiert noch eine verspätete Bewerbung bis zum 15.02.2012 (Posteingang bei der FernUniversität oder in einem Studienzen­trum), wenn der Antrag ordnungsgemäß ausgefüllt und die erforderlichen Unterlagen beigefügt sind.

Für Anträge, die nach dem Ablauf des 15.01.2011 eingehen, wird eine Verspätungsgebühr in Höhe von 25,– Euro erhoben.

 

Die Rückmeldefrist für das kommende Sommersemenster 2012:

01.12.2011  bis  31.01.2012

Nach dieser Frist ist auch noch eine verspätet beantragte Rückmeldung bis 29.02.2012 möglich – wenn keine Änderungen beantragt werden. Danach erfolgt eine Exmatrikulation wegen nicht erfolgter Rückmeldung zum Ende des laufenden (vorangegangenen) Semesters.

Für die verspätete Online-Rückmeldung wird eine Gebühr in Höhe von 5,– Euro, für verspätete schriftliche Rückmeldungen (per E-Mail oder formlos) 15,– Euro erhoben.

Der Versandbeginn für das Sommersemester  2012 erfolgt ab:

März 2012

Der letzte Versand für das Sommersemester 2012 findet statt im:

Juni 2012

9                      Einschreibe- und Bezugsmodalitäten

Die Kurse können blinde oder sehbehinderte Interessierte beziehen, die sich als Akademiestudierende, Voll- oder Teilzeitstudierende bei der Fern­Universität in Hagen einschreiben.

Vollzeitstudierende verfügen über die gesetzlich vorgeschriebene Zu­gangsberechtigung zum Hochschulstudium und studieren an der FernUni­versität in Hagen hauptberuflich mit dem Ziel, einen Hochschulabschluss (Bachelor, Master) zu erwerben.

Teilzeitstudierende unterliegen den gleichen rechtlichen Voraussetzungen wie Vollzeitstudierende. Der Unterschied zwischen diesen beiden Hörer­status besteht lediglich darin, dass Teilzeitstudierende weniger Kurse pro Semester belegen und sich deshalb die Studiendauer i.d.R. entsprechend verlängert. Die FernUniversität in Hagen möchte hiermit der besonderen Studiensituation berufstätiger Studierender Rechnung tragen.

Studiengangszweithörende sind Studierende, die neben ihrem Studium an der Ersthochschule einen weiteren (anderen) Studiengang an der Fern­Universität in Hagen studieren möchten. Wegen der Doppelbelastung wird dieses Studium in der Regel wie ein Teilzeitstudium durchgeführt. Die BewerberInnen müssen über eine Hochschulzugangsberechtigung ver­fügen, die im Land Nordrhein-Westfalen zum entsprechenden Studium berechtigt.

Akademiestudierende sind diejenigen Fernstudierenden, die keinen Hoch­schulabschluss erwerben wollen. Sie können jedoch durchaus für erfolg­reich bearbeitete Kurse Zertifikate erwerben. Für den Status des Akade­miestudierenden ist keine Hochschulzugangsberechtigung (Abitur oder ähnliches) erforderlich.

9.1              Erstzulassung für Voll- und Teilzeitstudierende und Akademiestudierende an der FernUniversität

Die Zulassung kann zukünftig nur noch auf Grund eines Online-Antrages, welcher der FernUniversität in Hagen als Ausdruck vorgelegt werden muss, vorgenommen werden.

Bei blinden oder sehbehinderten StudienbewerberInnen, die erstmalig Voll-/ Teilzeit oder als Akademiestudierende an der FernUniversität in Hagen die Zulassung beantragen möchten und an dem Online-Bewerbungsverfahren nicht teilnehmen können, werden die erforderlichen Modalitäten auf Wunsch von dem Arbeitsbereich Audiotaktile Medien (siehe Kapitel 2.1) erledigt.

 

9.2              Modalitäten für bereits immatrikulierte Voll-/ und Teilzeit­studierende und Akademiestudierende der FernUniversität

Studierende, die das Studium im kommenden Semester fortsetzen möchten, müssen sich innerhalb der Rückmeldefrist zurückmelden.

Die Rückmeldung im bisherigen Studiengang bzw. im Akademiestudium kann über das eigene Benutzer-Account, online, vorgenommen werden.

Studierende, die mit der Rückmeldung eine Änderung des Hörerstatus, oder des Studiengangs vornehmen möchten, oder die eine Beurlaubung beantragen möchten, müssen sich mit dem Rückmeldeformular für Änderungen, schriftlich zurückmelden.

Rückmeldeformulare und Informationen sind zugänglich über die Internetadresse:

www.fernuni-hagen.de/rm

Blinde und Sehbehinderte Studierende, die an dem Online-Rückmelde­verfahren nicht teilnehmen können, bzw. das im Netz veröffentlichte Rückmeldeformular nicht ausfüllen können, wenden sich bitte an die Ansprechpartner des Arbeitsbereiches Audiotaktile Medien (siehe Kapitel 2.1).

 

9.3              Antragsformular auf Zulassung/Immatrikulation
als Voll-/Teilzeitstudierende und Akademiestudierende

 

 Semester

Sommersemester q          Wintersemester q

Beantragte Zulassung (Hörerstatus)

Akademie q                      Vollzeit q                                          Teilzeit q

Angaben zur Person

Titel                                  Geburtsdatum                     Staatsangehörigkeit

Nachname                         Geburtsname                      Geschlecht

Vorname                           Geburtsort

Kontaktdaten

Postleitzahl                        Festnetznummer

Straße / Haus-Nr.              Mobiltelefon

Ort                                   E-Mail

Bankverbindung
Einverständniserklärung für die Einzugsermächtigung der Studiengebühren

Bankinstitut                       Konto-Nr.:                           BLZ

Prüfung

Beabsichtigen Sie eine Zugangsprüfung abzulegen?       Ja q           Nein q

Kontaktlisten

Geben Sie Ihre Anschrift für Kontaktlisten frei?              Ja q           Nein q

Kursbelegung

Kurs-Nr.:

 

 

10            Gebühren/Beitrag für das Studium an der     FernUniversität

10.1      Gebühren für die Aufbereitung und technische Umsetzung, den Vertrieb und den Bezug der Inhalte von Fernstudien

Die vom Studierenden belegten Kurse werden anhand der Anzahl der Semesterwochenstunden (SWS) berechnet und mit dem ggf. anfallenden Studierendenschaftsbeitrag durch Gebührenbescheid den Studierenden in Rechnung gestellt.

Wie bei Sehenden, so geht auch bei blinden oder sehbehinderten Studie­renden das Kursmaterial in den Besitz der Fernstudierenden über.

Für Blinde und Sehbehinderte adaptierte Kurse werden die gleichen Gebühren wie für Schwarzschrift- und Netzkurse erhoben.

Die rechtlichen Grundlagen für die Erhebung dieser Gebühren sind in der Gebührensatzung für die FernUniversität in Hagen vom 06. Juli 2005 in der z.Zt. gültigen Fassung und für den Studierendenschaftsbeitrag in der Beitragsordnung der Studierendenschaft vom 01. Dezember 2001 geregelt.

 

10.1.1    Voll- und Teilzeitstudierende sowie Studiengangszweithörende

Diese Studierenden müssen eine Bezugsgebühr für den belegten Kurs entrichten. Diese Bezugsgebühr wird anhand der belegten Semester­wochenstunden (SWS) berechnet, die für jeden einzelnen Kurs festgesetzt sind.

Entsprechende Angaben zu den einzelnen Studiengängen finden Sie in der Kurszusammenstellung des Heftes „Studiengangs- und Kursangebot“, das auch zu den Bewerbungs- und Rückmeldeunterlagen gehört.

Die Bezugsgebühr für jede belegte SWS wird mit 20,– Euro berechnet.

Dazu ist ausschließlich von Voll- und Teilzeitstudierenden ein Studie­rendenschaftsbeitrag von 11,– Euro im Semester zu entrichten.

10.1.2    Akademiestudierende

Akademiestudierende bekommen dieselben Bezugsgebühren berechnet wie Voll- und Teilzeitstudierende.

Zusätzlich müssen sie aber noch eine Betreuungsgebühr in Höhe von 10,– Euro je belegter SWS entrichten, die bei der FernUniversität anstelle der an anderen Hochschulen in NRW üblichen Gasthörergebühr, von pauschal 100,– Euro im Semester erhoben wird.

 

10.2        Erlass/Ermäßigung von Gebühren wegen Bedürftigkeit

 

Unter bestimmten Voraussetzungen können die vorgenannten Gebühren und der Beitrag bei nachgewiesener Bedürftigkeit ermäßigt oder erlassen werden. Die entsprechenden Regelungen finden Sie in den §§ 10 bis 12 der Gebührensatzung für die FernUniversität, die nachfolgend auszugsweise wiedergegeben ist.

Der Ermäßigungsantrag ist zusammen mit dem Antrag auf Zulassung/Rück­meldung zu stellen. Weitere Informationen zu den Gebührenregelungen entnehmen Sie bitte den Bewerbungs- und Rückmeldeunterlagen.

 

Auszug:

§ 10

Gebührenermäßigung/-erlass bei Bedürftigkeit

(1)  Die FernUniversität in Hagen verzichtet auf Gebühren, in dem sie den bei ihr eingeschriebenen Vollzeit-, Teilzeit- und Kooperationsstudieren­den die nach § 2 zu entrichtende Bezugsgebühr und den bei ihr zu­gelassenen Akademiestudierenden die nach den §§ 2 und 3 zu entrichtenden Bezugs- und Betreuungsgebühren in den §§ 11 und 12 näher bestimmten Umfang erlässt oder ermäßigt, wenn Bedürftigkeit nachgewiesen wird.

(2)  Bedürftig sind die in Absatz 1 genannten Studierenden mit Hauptwohn­sitz in der Bundesrepublik Deutschland, die zum Zeitpunkt der Antrag­stellung

1.    Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts (Arbeitslosengeld II) erhalten oder

2.    Leistungen bei Arbeitslosigkeit und Zahlungsunfähigkeit des Arbeitge­bers nach dem Arbeitslosengeld I erhalten und diese Leistungen die Höhe der Regelsätze nach Arbeitslosengeld II nicht übersteigen oder

3.    Strafgefangene sind und für die Begleichung der Gebührenschuld über keine ausreichenden geldlichen Mittel oder unzureichendes Eigengeld nach § 52 Strafvollzugsgesetz verfügen oder

4.    Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) für das Semester erhalten, für das Gebührenermäßigung beantragt wird.

(3)  Gebührenerlass oder -ermäßigung wird den eingeschriebenen Voll- und Teilzeitstudierenden und Kooperationsstudierenden nach Absatz 2 nur bis zum Erwerb eines ersten berufsqualifizierenden Hochschulab­schlusses gewährt; dieses schließt auch den Erwerb eines konsekuti­ven Masterabschlusses ein. Den zugelassenen Akademiestudierenden nach Absatz 2 wird Gebührenerlass oder -ermäßigung nur gewährt, wenn noch kein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss er­worben worden ist. Gebührenerlass oder Gebührenermäßigung ist auf einen Zeitraum von bis zu zehn Semestern eines Studiums an der FernUniversität in Hagen begrenzt.

(4)  In Ausnahmefällen kann die FernUniversität in Hagen bestimmen, dass Studierende mit Hauptwohnsitz im Ausland den Bedürftigen nach Absatz 1 gleichgestellt werden.

§ 11

Verfahren für die Ermäßigung bzw. den Erlass der Gebühren bei vor­liegender Bedürftigkeit

(1)  Ermäßigung bzw. Erlass der Bezugs- und Betreuungsgebühren wegen Bedürftigkeit wird den in § 10 Abs. 1 bezeichneten Studierenden der FernUniversität in Hagen, ohne Nachweis von erbrachten Leistungen nur für die ersten drei Semester des Studiums an der FernUniversität in Hagen gewährt. Die Gewährung für das vierte und weitere Semester wird zusätzlich je Semester von einem unterschiedlichen Nachweis über eine an der FernUniversität in Hagen in den drei vorhergehenden Semestern erfolgreich absolvierte Studien- oder Prüfungsleistung ab­hängig gemacht. Diese Regelung wird auch nicht durch eine zwischen­zeitliche Exmatrikulation unterbrochen; Beurlaubungssemester an der FernUniversität in Hagen bleiben unberücksichtigt.

(2)  Der Antrag auf Erlass/Ermäßigung der Gebühren wegen Bedürftigkeit ist schriftlich und gleichzeitig mit dem Antrag auf Zulass­ung/Einschreibung oder Rückmeldung für das Semester zu stellen, für das Gebührenermäßigung bzw. -erlass beantragt wird. Dem Antrag sind die Bescheide über Arbeitslosengeld I oder II oder über gewährtes BAföG oder die Bescheinigungen der JVA und weitere Unterlagen für die Bedürftigkeitsprüfung beizufügen. Zusätzlich ist dem Antrag für das vierte und für jedes weitere beantragte Semester je Semester, gemäß Absatz 1, ein unterschiedlicher Nachweis über eine, an der FernUniver­sität in Hagen erbrachte Leistung, beizufügen.

(3)  Welche Unterlagen für die Bedürftigkeitsprüfung vorgelegt werden müssen bzw. welche Nachweise von Leistungen im Einzelnen vorge­legt werden können, ist den jeweiligen Bewerbungs- oder Rückmelde­unterlagen der FernUniversität in Hagen zu entnehmen.

(4)  Der Antrag auf Ermäßigung bzw. Erlass der Gebühren wegen Bedürftigkeit ist abzulehnen, wenn die Voraussetzungen nach § 10 nicht vorliegen oder das vorgeschriebene Verfahren nicht eingehalten wird oder bereits schon für zehn Semester Erlass/Ermäßigung der Ge­bühren gewährt worden ist.

§ 12

Umfang der Gebührenermäßigung bzw. des Gebührenerlasses bei an­erkannter Bedürftigkeit

(1)  Es werden die Bezugs- und Betreuungsgebühren gem. §§ 2 und 3 für ein Semester in folgendem Umfang ermäßigt oder erlassen:

1.    bei Vollzeitstudierenden Gebühren für eine Kursbelegung bis zu 14 SWS (derzeit 280,– Euro),

2.    bei Teilzeitstudierenden und Kooperationsstudierenden Gebühren für eine Kursbelegung bis zu 7 SWS (derzeit 140,– Euro),

3.    bei Akademiestudierenden Gebühren für eine Kursbelegung bis zu 4 SWS (derzeit 120,– Euro).

(2)  Der Umfang der Gebührenermäßigung oder des Gebührenerlasses nach Absatz 1 verändert sich nicht, wenn die oder der Studierende in mehreren Studiengängen eingeschrieben ist.

 

10.3        Ausfertigungs- und Verspätungsgebühren

Für bestimmte zusätzliche Leistungen werden von der FernUniversität Ge­bühren berechnet, die Sie dem nachfolgenden Auszug aus der Gebüh­rensatzung entnehmen können:

§ 6

Ausfertigungs- und Verspätungsgebühren
gemäß § 11 StKFG

Anlässlich:

1.    der Ausfertigung einer Zweitschrift eines Prüfungszeugnisses oder einer Urkunde über die Verleihung eines akademischen Grades wird eine Gebühr von jeweils 25,– €,

2.    der verspätet beantragten Zulassung oder Einschreibung wird eine Gebühr von 25,– €,

3.    der verspätet und schriftlich beantragten Rückmeldung, Beurlaubung, Belegung von Kursen oder Stornierung der Belegung von Kursen wird eine Gebühr von jeweils 15,– €,

4.    der verspätet über die Internetfunktion beantragten Rückmeldung, Bele­gung von Kursen oder Stornierung der Belegung von Kursen wird eine Gebühr von jeweils 5,– €

5.    der verspäteten Zahlung von Gebühren, Studierendenschaftsbeitrag und Entgelten wird eine Gebühr von 25,– €

erhoben.