BMBF-Verbundprojekt InDigiTrain | IfBM

Lehrgebiet Bildungstheorie und Medienpädagogik
Institut für Bildungswissenschaft und Medienforschung


BMBF-Verbundprojekt InDigiTrain

„InDigiTrain“ – Forschungsprojekt zu digitalen Medien in der beruflichen Bildung

In dem vom BMBF und ESF geförderten Forschungsprojekt geht es um die nachhaltige Flexibilisierung und Modernisierung der beruflichen Bildung durch die Integration digitaler Medien. Dazu werden traditionelle Strukturen in der Aus- und Weiterbildung über eine stärkere Digitalisierung des Lehrens und Lernens aufgebrochen, erweitert und verändert.

Ziel des Projektes

In einem Zeitraum von drei Jahren werden digitale Szenarien für zwei Berufsgruppen aus der Gesundheitsbranche entwickelt und fest implementiert. Die Lernenden sollen etwa in die Lage versetzt werden, Lernprozesse mitzugestalten und sich neue Lernstrategien anzueignen. Im wissenschaftlichen Fokus steht die berufliche Bildung für Logopädinnen und Logopäden sowie von Pflegepersonal zu Hygienefachkräften.

Projektpartner und Zusammenarbeit

An dem Projekt sind neben der FernUniversität in Hagen, die die (medien-)didaktischen Konzepte liefert, weitere Institutionen beteiligt. Sowohl die Arbeiterwohlfahrt Ennepe/Ruhr (AWO EN) mit ihrer Logopädieschule als auch das Bildungsinstitut im Gesundheitswesen (BiG) aus Essen mit der Weiterbildung zur Hygienefachkraft bringen das fachliche Wissen und die institutionellen Zugänge ein. Das Unternehmen M.I.T e-Solutions ist für die technischen Umsetzungen zuständig. Gefördert wird InDigiTrain durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und den Europäischen Sozialfonds.

Erprobung in der Praxis

Die Verknüpfung von Lernen und Arbeiten ist das Ziel, das auf der Basis des sogenannten Inverted Classrooms sowie des problembasierten Lernens umgesetzt wird. Im Inverted Classroom werden Lernräume „umgekehrt“: Die Lernenden eignen sich die digital zur Verfügung gestellten Inhalte eigenständig an, in der Regel Zuhause. Die Präsenzzeit in der Schule wird dann dazu genutzt, das Erarbeitete gemeinsam zu vertiefen. Häufig besteht eine Diskrepanz zwischen theoretischem Wissen und praktischer Anwendung beziehungsweise praktischer Tätigkeit und theoretischer Reflexion. Beim problemorientierten Lernen läuft der Wissenserwerb über einen authentischen Fall, den die Lernenden aus verschiedenen Perspektiven heraus lösen sollen.

Mit der Neugestaltung der Aus- und Weiterbildungsanteile werden strukturelle Veränderungen durch das Aufbrechen der Trennung von Arbeits- und Lernort herbeigeführt. Das Potenzial digitaler Medien kann durch das Zusammenspiel neuer technologischer Lösungen und adäquater (medien-)didaktischer Konzepte zunehmend besser ausgeschöpft werden. Die Materialen müssen dementsprechend so aufbereitet sein, dass die Lernenden sie allein erlernen und an bereits Gelerntes anschließen können. Deshalb werden die Materialien und Medien innerhalb des Projektes gemeinsam mit den Lehrenden und Lernenden konzipiert. Sie sollen fester Bestandteil der Qualifizierungsmaßnahmen werden.

Ausblicke

Für die AWO EN bietet die engere und nachvollziehbare Verzahnung von theoretischen und praktischen Lerninhalten eine Bereicherung für die Lernenden. Darüber hinaus bietet die zeitlich flexiblere Gestaltung der Unterrichts- und Lernzeiten einen Freiraum für die Lernenden, der für die Nebentätigkeiten zur Eigenfinanzierung der Ausbildung  genutzt werden kann.
Für BiG steht die Entwicklung einer mobilen Lernplattform im Vordergrund, die dauerhaft in die Fachweiterbildung integriert wird und auch nach dem Abschluss der Weiterbildung allen zur Verfügung stehen kann. Im Projektzeitraum werden mindestens 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zweier Weiterbildungslehrgänge erreicht.

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