Abgeschlossene Projekte | IfBM

Lehrgebiet Mediendidaktik
Institut für Bildungswissenschaft und Medienforschung


Abgeschlossene Projekte

 

Social Software   (Laufzeit: 01.07.2012 bis 30.09.2016)

Erforschung und Implementierung eines didaktischen Modells zum Einsatz von Social Software in der Hochschullehre

Ausgehend von der steigenden Bedeutung komplexer Informations- und Kommunikationstechnologien, wie den sozialen Netzwerken und Web 2.0 Anwendungen, lotet das Projekt die Auswirkungen auf Lernen und Lehren an der FernUniversität in Hagen aus. Nach einer Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Nutzung von Social Software Anwendungen werden verschiedene didaktische Szenarien entwickelt und empirisch überprüft. Schließlich soll ein Modell für den praktischen Einsatz von innovativer Social Software in der Fernlehre entwickelt werden, um damit den neuen Herausforderungen in der Fernlehre wirksam zu begegnen.Ein Schwerpunkt wird dabei auf den sog. Massive Open Online Courses (MOOC) liegen, die prototypisch für die neuen Möglichkeiten der digitalen Welt stehen. Die beiden MOOC-Piloten im Frühjahr/Sommer 2013 waren somit Teil des Forschungsprojekts “Social Software”.Das Projekt wird durch das Rektorat der FernUniversität in Hagen gefördert. Auf diesen Seiten erfahren Sie mehr über unser Projekt.

Logo OER HE

Innovative Open Educational Resources in European Higher Education (OER-HE)
(Laufzeit: 01.10.2009 bis 30.09.2011)

Dieses von der Europäischen Kommission geförderte und von dem Europäischen Verband der Fernhochschulen (EADTU) geleitete Projekt verfolgte die Zielsetzung, die bisherigen Erkenntnisse der EADTU aus dem Bereich der offenen digitalen Bildungsressourcen (OER) weiter auszuweiten. Insgesamt waren elf Projektpartner (European Association of Distance Teaching Universities, Universidade Aberta, Open Universiteit Nederland, Universidad Nacional de Educación a Distancia, FernUniversität in Hagen, Anadolu University, Università Telematica Internazionale UNINETTUNO, Open University, Katholieke Universiteit Leuven, Universitat Oberta de Catalunya, Hellenic Open University, Swiss UniDistance) in dem Projekt involviert.

Das Lehrgebiet Mediendidaktik, vertreten durch Markus Deimann und Theo Bastiaens, entwickelte ein Modell für die internationale Teamentwicklung zur Erstellung, Nutzung und Verbreitung von OER. Wichtige Meilensteine waren eine umfassende Literaturstudie zu den Kernthemen OER, Teamentwicklung und akademische Zusammenarbeit. Hinzu kamen zwei Fallstudien aus wichtigen europäischen akademischen Verbänden: Geisteswissenschaftliches Netzwerk (Humanities Network) und das Netzwerk der mediterranen Fernhochschulen. Diese wurden hinsichtlich Arbeitsweise, Einstellung und Verwendung von OER systematisch analysiert. Die Projektarbeit wurde durch mehrere qualitative Experteninterviews zur Erkundung von Hürden und Potentialen der Verwendung von OER in der Hochschullehre und Forschung ergänzt. Insgesamt konnte dadurch ein Bündel an Empfehlungen für zukünftige Arbeitsgruppen generiert werden, das u. a. folgendes umfasst:

  • Herstellung eines gemeinsamen Verständnisses von Teamarbeit und OER;
  • Gemeinsames Aushandeln von Qualitätskriterien für den Einsatz von OER bei der Teamarbeit;
  • Definieren einer logischen und pädagogischen Infrastruktur für den Einsatz von OER;

Zusammenfassend ergab sich durch das Projekt OER-HE ein gründlicher Einblick in die verschiedenen Nutzungsweisen von OER in unterschiedlichen Formen internationaler Zusammenarbeit. Vor dem Hintergrund, dass OER nicht nur von individuellen Lernenden sondern verstärkt auch von (internationalen) Teams verwendet und weitergegeben werden, weisen die Ergebnisse des Projekts auf vielfältig nutzbare Möglichkeiten zur Intensivierung dieser Arbeitsformen hin.

Logo EU-VIP

Enterprise-University Virtual Placements
(Laufzeit: 01.10.2009 bis 30.09.2011)

Das Lehrgebiet Mediendidaktik war von Oktober 2009 bis September 2011 Projektpartner im Projekt “EU-VIP (Enterprise-University Virtual Placements)”. Das von der Europäischen Kommission geförderte Projekt hatte das Ziel die Möglichkeiten zur Durchführung sowie Betreuung von virtuellen Praktika unter Einbezug der technischen Komponente herauszuarbeiten und diese zu evaluieren. Neben der FernUniversität in Hagen waren fünfzehn weitere Projektpartner (Media and Learning Unit, Katholieke Universiteit Leuven (BE), Aalto University (FI), BEST (FR), Coimbra Group (BE), EAL, TietgenSkolen (DK), EADTU (NL), EFMD (BE), EuroPACE ivzw (BE), Laurea University (FI), KHLeuven (BE), University of Padua (IT), University of Bologna (IT), University of Turku (FI), University of Groningen (NL), West Pomerian Business School (PL)) daran beteiligt.

Gemeinsam mit den Projektpartner der Aalto University (FI) war es die Aufgabe des Lehrgebiets Mediendidaktik, vertreten durch Claudia Schrader und Theo Bastiaens, die Leitung des Arbeitspakets WP 2 zu übernehmen. Dieses umfasste als ersten Schritt eine umfassende Literaturanalyse zur Kernthematik. Ausgehend davon wurden didaktische Gestaltungskonzepte für virtuelle oder virtuell-unterstützende Praktika erarbeitet. Ein dabei entwickeltes Szenario für virtuell-unterstützende Praktika wurde im Praktikumsmodul des B.A. Bildungswissenschaft umgesetzt und in einer Pilotstudie erfolgreich getestet.

Logo Revica

Re.ViCa – Reviewing traces of European Virtual Campuses
(Laufzeit: 01.10.2007 bis 30.09.2009)

Das Lehrgebiet Mediendidaktik war von Oktober 2007 bis September 2009 Partner des Projekts “Re.ViCa – Reviewing traces of European Virtual Campuses“, das von der Europäischen Kommission gefördert wurde. Das Ziel dieses Projekts war die Evaluation von institutionsinternen und institutionsübergreifenden “Virtual Campus”-Initiativen des letzten Jahrzehnts auf europäischem, nationalem sowie regionalem Level. Als weitere Partner an diesem Projekt beteiligt waren die Katholieke Universiteit Leuven (Belgien), die ATiT (Audiovisual Technologies, Informatics and Telecommunications bvba, Belgien), die Helsinki University of Technology (Finnland), die Université de Strasbourg (Frankreich), die University of West-Hungary (Ungarn), die Università Telematica Internazionale UNINETTUNO (Italien) und die Matic Media Ltd (Großbritannien).

Im Rahmen dieses Projekts übernahm das Lehrgebiet Mediendidaktik, vertreten durch Prof. Dr. Theo Bastiaens, die Aufgabe, die “Virtual Campuses”-Initiativen des deutschsprachigen Raums zu evaluieren. Außerdem hat es wesentlich an der Erstellung eines Handbuchs für Qualitätskriterien hinsichtlich “Virtual Campuses” mitgewirkt. Dieses Handbuch beinhaltet insgesamt 14 Faktoren (u. a. Zusammenarbeit im E-Learning Bereich auf mehreren Ebenen, Innovationsmanagement, Organisational Learning), die für eine erfolgreiche Umsetzung von “Virtual Campuses” beachtet werden müssen.

Ergebnis des Projekts im Hinblick auf diese Faktoren war schließlich die Zusammenstellung eines Handbuchs mit Leitfäden, Praktiken und Empfehlungen, welches sowohl online als auch in Buchform erhältlich ist. Ferner sollten europäische “Virtual Campus”-Initiativen mit nicht-europäischen verglichen werden, wobei die Ergebnisse dieses Vergleichs für zukünftige Initiativen in Europa genutzt werden sollten.

Logo_OLCOS

Open eLearning Content Observatory Services
(Laufzeit: 01.01.2006 bis 31.12.2007)

Das Lehrgebiet Mediendidaktik war von Januar 2006 bis Dezember 2007 Partner im Projekt “OLCOS – Open eLearning Content Observatory Services”, das von der Europäischen Kommission gefördert wurde. Ziel dieses Projekts war es, das Erstellen und Teilen sowie die Wiederverwendung von Open Educational Resources (OER) in Europa zu fördern. Neben der FernUniversität Hagen waren an dem Projekt das Salzburg Research – Salzburg New Media Lab (Österreich), die Mediamasteri Group (Finnland), die Universitat Oberta de Catalunya (Spanien), das European Distance and E-Learning Network (Vereinigtes Königreich) und das European Center for Media Competence – European Experts’ Network for Education and Technology (Deutschland) beteiligt.

Weitere Informationen finden Sie auch unter: http://wikieducator.org/Open_Educational_Content

Das Lehrgebiet Mediendidaktik, vertreten durch Markus Deimann und Theo Bastiaens sowie Anika Giebel, erarbeitete im Rahmen dieses Projekts die Deutsche Version eines Online-Tutorials, welches über die Implementierung von offenen Lernszenarien- und Lernmaterialienstrategien sowie Aktivitäten an Bildungsinstitutionen informiert. In diesem Tutorial werden unter anderem die Produktion von OER und der Einsatz von Open-Source-Werkzeugen beschrieben sowie verschiedene Ansätze von Open-Content-Lizenzen exemplarisch vorgestellt. Zusätzlich war das Lehrgebiet maßgeblich an der Erstellung der OLCOS-Roadmap, einem Überblick über gegenwärtige und zukünftige Entwicklungen hinsichtlich des Gebrauchs und der Verbreitung von OER, beteiligt.

Zusammenfassend zeigte das Projekt die Notwendigkeit einer Verschiebung des vorherrschenden Modells der Wissensvermittlung hin zu einer Praxis der “Open Education”, bevor Bildungseinrichtungen, Lehrer und Lerner die Vorteile von OER nutzen können. Hierzu bedarf es sowohl der Förderung von Kompetenz, Wissen und Fähigkeit der Lehrer und Lerner als auch der Änderung der Bildungskultur und Denkweise der Gesellschaft an sich.

 

Volitionale Transferunterstützung (VUT)

Wissen, das in separierten Kontexten (z. B. Präsenzseminar, Workshop) angeeignet wird, kann oftmals nicht wie gewünscht in den beruflichen Alltag übertragen werden. Neben der Verschiedenheit der beiden Situationen sind es vor allem Hürden und Herausforderungen, die sich im Alltag stellen und die einen erfolgreichen Transfer verhindern.

Fernstudierende sind einer Vielzahl von zum Teil miteinander konkurrierenden Verpflichtungen ausgesetzt: Studium, Beruf, Familie und verschiedene soziale Aktivitäten. Diese können sich beeinträchtigend auf die aktuelle Motivation und auf den Lernprozess auswirken.

Eine effektive Steuerung des Lernvorgangs kann durch volitionale Unterstützung gefördert werden. Volition, oder auch als Wille bezeichnet, stellt sicher, dass bei abnehmender Motivation oder Konzentration die Handlung auf Kurs gehalten wird. Mit Hilfe volitionaler Strategien lassen sich motivationale Schwankungen oder Unlust überwinden. Die Effektivität solcher Strategien konnte in zahlreichen Studien nachgewiesen werden (z. B. Deimann, 2007).

Im Rahmen der Volitionalen TransferUnterstützung werden dem Lerner daher bewährte Strategien in Form eines Strategiehandbuchs zusammengestellt. Da allerdings die Wirkungsweise solcher Strategien von den individuellen Voraussetzungen des Lerners abhängen, wird in einem vorangehenden Schritt die volitionale Kompetenz analysiert. Dazu wurde der Volitionale Personen Test (VPT) entwickelt, welcher online zugänglich ist.