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Was ist ein PSP-Element und wofür wird es gebraucht?

Ein PSP-Element (Projekt-Struktur-Plan) bildet die hierarchische Aufbauorganisation im SAP-System ab. Die PSP-Elemente beschreiben darin entweder eine konkrete Aufgabe oder eine Teilaufgabe.

An der FernUniversität werden alle Buchungen über diese PSP-Elemente abgewickelt. Daher ist ein PSP-Element zwingend bei jeder Kontierung (= Bestimmung eines Buchungssatzes) anzugeben. Das PSP-Element ersetzt zukünftig unter anderem die Kostenstelle.

Ein PSP-Element besteht in der Regel aus 10 Stellen. Aus diesen Stellen werden Mittelherkunft, Fonds und Kostenstelle automatisiert abgeleitet.

  • 1. Stelle = Buchstabe zur Mittelherkunft
  • 2. – 4. Stelle
    Haushalt = Fonds
    Drittmittel = lfd. Nummer eines Projektes pro Kostenstelle
  • 5. – 10. Stelle = Kostenstelle

Zunächst ist bei der Bestimmung eines PSP-Elementes zu entscheiden, aus welchem Budget zu finanzieren ist:

Haushaltsmittel (Zuschuss Land NRW)

Für diese Haushaltsmittel wurden an der ersten Stelle folgende Kennbuchstaben vergeben:

G (Grundfinanziert)

  • Lehre und Forschung (LUF)
  • Betreuungsmodell (BET)
  • allgemeine Mittel (FEU)
  • langfristige/dauerhafte Projekte (lfd. Nummer)

I (zeitlich befristete interne Projekte aus dem Zuschuss)

K (Projekte der Stabsstellen HüF und IuK)

Die 2. – 4. Stelle wird im Haushalt in Kombination mit dem Buchstaben der Mittelherkunft zur Abbildung des Fonds genutzt. Diese Stellen können aus Ziffern (bei Projekten) oder Buchstaben bestehen.

Beispiele:

a) für Buchstabenvergabe

  • G-LUF = Lehre und Forschung (Budget der Fakultäten und Zentralen Einrichtungen)
  • G-BET = Betreuungsleistungen
  • G-FEU = grundfinanzierter Haushalt der FernUniversität

b) für Nummernvergabe

  • I-112 = Sanierung PRG
  • G-054 = Ausgaben der Azubis

Im Haushalt werden den ersten vier Stellen nun an der 5. – 10. Stelle die sechsstelligen Kostenstellen/Finanzstellen angehängt.

Beispiele:

  • G-LUF-522104 (Ausgaben für Lehre und Forschung des Lehrgebietes 522104)
    = Alle Fakultätskostenstellen/-finanzstellen sowie UB und ZMI mit Budgetüberwachung auf Lehrgebietsebene
  • G-BET-522104 (Ausgaben im Rahmen der Betreuungsleistungen für das Lehrgebiet 522104) = Alle Fakultätskostenstellen/-finanzstellen mit Budgetüberwachung auf Fakultätsebene oder Lehrgebietsebene
  • G-FEU-841000 (Ausgaben grundfinanziert aus dem lfd. Zuschuss des Landes NRW für das Dez.4.1) = Alle Kostenstellen/Finanzstellen möglich
  • I-112-420013 Sanierung des PRG - Untergeschoss

Wichtige Hinweise zu den Haushaltsmitteln:

  • Büromaterial, das in SRM über den Katalog des Lieferanten bestellt wird, ist grundsätzlich aus G-FEU zuzüglich der eigenen Kostenstelle/Finanzstelle zu kontieren.
  • Finanzierungen aus dem Budget der Fakultäten und Zentralen Einrichtungen sind grundsätzlich aus G-LUF und der eigenen Kostenstelle/Finanzstelle zu kontieren. Auch die Berufungsmittel, SHK/WHK-Äquivalente und sonstige Zusagen der Hochschulleitung sind direkt dem Budget bei G-LUF zugewiesen und sind eigenverantwortlich zu bewirtschaften!
  • Finanzierungen aus den Verwaltungsmitteln, soweit kein gesondertes PSP-Element eingerichtet ist, sind immer aus G-FEU in Verbindung mit der dazugehörigen Kostenstelle/Finanzstelle zu kontieren.
  • In vielen Fällen ist die Kontierungshilfe zur Bestimmung des richtigen PSP-Elements hilfreich (Kontierungshilfe für Fakultäten) (PDF).

Haushaltsmittel (Einnahmen der Hochschule)

Hierunter befinden sich die Einnahmen sowie die Zinseinnahmen der Hochschule.

Für die Einnahmen der Hochschule wurde an der ersten Stelle der Buchstabe „H“ vergeben.

Die 2. – 4. Stelle wird bei den Hochschuleinnahmen in Kombination mit dem Buchstaben (= 1. Stelle) der Mittelherkunft zur Abbildung des Fonds genutzt. Diese Stellen bestehen hier immer aus Ziffern.

Beispiele:

  • H-001 = allg. Hochschuleinnahmen
  • H-003 = Veräußerung von Vermögensgegenständen
  • H-005 = Zinseinnahmen

Bei den Hochschuleinnahmen werden den ersten vier Stellen nun an der 5. – 10. Stelle die sechsstelligen Kostenstellen/Finanzstellen angehängt.

Beispiele:

  • H-001-610000 allg. Hochschuleinnahmen der Bibliothek
  • H-003-620000 Veräußerung von Vermögensgegenständen des ZMI
  • H-005-999999 Zinseinnahmen Hochschule gesamt

Wichtiger Hinweis:

Ausgaben, die aus den Hochschuleinnahmen finanziert werden, sind ebenfalls unter dem Mittelherkunftsbuchstaben „H“ zu kontieren und an der 5. – 10. Stelle mit der entsprechenden Kostenstelle/Finanzstelle zu versehen.

Beispiele:

  • H-001-610000 – Literaturausgaben der Bibliothek aus Einnahmen

Zentralmittel (sonstige Zuschüsse des Landes NRW)

Für die sonstigen Zuschüsse der Hochschule wurde an der ersten Stelle der Buchstabe „Z“ vergeben.

Die 2. – 4. Stelle wird bei den sonstigen Zuschüssen in Kombination mit dem Buchstaben der Mittelherkunft zur Abbildung des Fonds genutzt. Diese Stellen bestehen hier ebenfalls grundsätzlich aus Ziffern.

Beispiele:

  • Z-003 = Geschlechtergerechte Hochschule
  • Z-030 = Beihilfen
  • Z-301 = Hochschulpakt III: Poolstellen

Den ersten vier Stellen der sonstigen Zuschüsse werden nun an der 5. – 10. Stelle die sechsstelligen Kostenstellen/Finanzstellen angehängt.

Beispiele:

  • Z-003-532704 Nachwuchsförderung JP
  • Z-301-510000 HSP III Fakultät für WiWi

Studienmaterialbezugsgebühren

Hierunter werden die Einnahmen der Studienmaterialbezugsgebühren, sowie die Ausgaben, die aus diesen Einnahmen finanziert werden, abgewickelt.

Für die Studienmaterialbezugsgebühren wurde an der ersten Stelle der Buchstabe „M“ vergeben.

Die 2. – 4. Stelle wird bei den Studienmaterialbezugsgebühren in Kombination mit dem Buchstaben der Mittelherkunft zur Abbildung des Fonds genutzt. Diese Stellen bestehen auch hier immer aus Ziffern.

Beispiele:

  • M-001 = Studienmaterialproduktion
  • M-002 = Bezug von Studienmaterialien
  • M-007 = Mentoren
  • M-010 = Einnahmen aus Studienmaterialbezugsgebühren

Den ersten vier Stellen der Studienmaterialbezugsgebühren werden nun an der 5. – 10. Stelle die sechsstelligen Kostenstellen/Finanzstellen angehängt.

Beispiele:

  • M-001-542209 Ausgaben für die Erstellung von Studienmaterial - LG Inf. Technik
  • M-002-853000 Dezernat 5.3 Abt. Medienvertrieb
  • M-007-542100 Ausgaben für Mentoren der Lehreinheit Mathematik
  • M-010-999999 Einnahmen aus Studienmaterialbezugsgebühren

Drittmittel

Für die Drittmittel wurden an der ersten Stelle folgende Kennbuchstaben vergeben:

  • A = körperschaftssteuerpflichtige Weiterbildungsprojekte
  • B = steuerpflichtige Drittmittelprojekte
  • D = Drittmittelprojekte (nicht steuerpflichtig)
  • N = Zuwendungen des Landes Nordrhein-Westfalen
  • P = Programmpauschalen
  • S = Auftragsforschung
  • W = Weiterbildungsprojekte

Die 2. – 4. Stelle wird bei den Drittmitteln zur Vergabe einer laufenden dreistelligen Projektnummer genutzt.

Den ersten vier Stellen bei den Drittmitteln werden nun an der 5. – 10. Stelle die sechsstelligen Kostenstellen/Finanzstellen angehängt.

Beispiele:

- B-002-410000 Vermietung Seminarräume

- D-001-5XXXXX Sammelkonto LG XY

- W-001-812000 Bewirtung int. FoFö-Programm

Eine Ausnahme bei der Projektlänge von 10 Stellen ergibt sich bei den EU-Projekten. Die Abbildung der Activity wird an der 11. und 12. Stelle in Ziffern dargestellt.

Empfehlungen zur Findung eines PSP-Elementes im SAP System

Um ein bestimmtes PSP-Element zu finden, kann man im dezentralen Budgetbericht wie folgt vorgehen:

  • Die Kostenstelle/Finanzstelle ist bekannt, aber nicht der dazugehörige Fonds (1.-4. Stelle des PSP-Elementes):
    In das Eingabefeld neben „Finanzstelle“

    *Finanzstelle* (z.B. 511208)

    eingeben und „OK“ drücken.
  • Die Mittelherkunft bzw. der Fonds ist bekannt, aber nicht eindeutig klar, welche Kostenstellen/Finanzstellen über diesen Fonds verfügen können:
    In das Eingabefeld neben „Fonds“

    *Fonds* (z.B. GLUF)

    eingeben und „OK“ drücken.
Dezernat 4.1 08.09.2021
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