3. Methodenkonferenz: „Privilegientest“

3. - 17. Dezember 2018

Nachdem es in der ersten Methodenkonferenz um eine praxisnahe Vermittlung des Zusammenwirkens unterschiedlicher Diskriminierungen ging, wurde in der zweiten Methodenkonferenz der Fokus aus eine intersektionale Beratungspraxis gelegt. Die diesjährige, dritte Methodenkonferenz ist thematisch im Bereich der intersektionalen, politischen Bildungsarbeit angesiedelt und widmet sich der vertieften Beschäftigung mit der Methode des Privilegientests sowie daran anschließend entwickelten Adaptionen. Ziel dieser Methode ist die Reflexion der eigenen Privilegien durch die räumliche Sichtbarmachung von strukturellen Diskriminierungen sowie ihren Überschneidungen.

Ursprünglich wurde der Privilegientext von Barbara Lesch McCaffry (PDF 125 KB) entwickelt. Daran anschließend erarbeiteten Daniela Hrzán und Susanne Baer die deutschsprachige Version des Privilegientests (PDF 70 KB). Es folgten viele Adaptionen – etwa die Übung „wie im richtigen Leben“ und die Übung „ein Schritt nach vorne“ sowie die Einzelübung Privilegientest (PDF 113 KB) von Katharina Debus.

Die Übungen finden in der politischen Bildungsarbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen vielfältige Anwendung bei gleichzeitig wiederkehrender Kritik. Dies nehmen wir zum Anlass, um gemeinsam über das Für und Wider der Übung „Privilegientest“ ins Gespräch zu kommen.

Vom 3.-17.12.18 sind ausgewählte Referent_innen aufgefordert, die Methode und ihre Adaptionen zu reflektieren und gemeinsam zu diskutieren. Hier legen wir Wert auf eine Verbindung theoretischer und praktischer Impulse. Die dokumentierte Diskussion ist über den Zeitraum der Konferenz virtuell zugänglich und soll zur Auseinandersetzung, solidarischer Kritik und Aufzeigen von Potentialen der Weiterentwicklung der Methode beitragen.


Fragestellung für die Methodenkonferenz

Wir würden gerne diskutieren,

  • welche Potenziale der Privilegientest für die intersektionale Bildungsarbeit offeriert,
  • welche Kategorien im Privilegientest wie gewichtet werden,
  • welche Leerstellen und Ausschlüsse dadurch entstehen können bzw. allgemein zu erkennen sind,
  • welche positiven wie negativen Effekte in unterschiedlichen Fortbildungskontexten beim Einsatz der Methode von uns festgestellt wurden und welche methodisch-didaktischen Schlüsse daraus abgeleitet werden können sowie
  • welche konstruktiven Weiterentwicklungen uns bekannt sind bzw. zu welchen Weiterentwicklungen wir anregen möchten

Auch weitere Diskussionsaspekte und Hinweise sind willkommen. Wir würden uns über theoretische Überlegungen, praxisnahe Handhabungen und Rückmeldungen zur Weiterentwicklung der Methode freuen.

Mit herzlichen Grüßen

Friederike Reher und Prof. Dr. Katharina Walgenbach


Konferenzorganisation und Moderation

Publikation Forschungsprojekt:

  • Walgenbach, K./Reher, F. (2016): Reflecting on privileges: Defensive strategies of privileged individuals in anti-oppressive education. In: The Review of Education, Pedagogy and Cultural Studies, Vol. 38, Issue 2, pp. 189-210

Methodendiskussion der Referent_innen

Kommentare der Diskutant_innen:

Zwischenresümee

Prof. Katharina Walgenbach und Friederike Reher: Zwischenresümee (PDF 320 KB)

Vertiefende Kommentare der Diskutant_innen:

07.10.2021