Seminar "Optionspreistheorie"

Seminarleiter: Prof. Dr. Rainer Baule

Semester: WS 2015/16

Ort: Regionalzentrum Coesfeld

In einem Hotel in Coesfeld ist ein Zimmerkontingent für uns reserviert. Näheres erfahren Sie nach der Zulassung.

Inhalt:

Optionen spielen eine bedeutende Rolle in zahlreichen finanzwirtschaftlichen Anwendungen: Sie werden explizit als Absicherungs- und Spekulationsinstrumente gehandelt; sie sind Bestandteil von strukturierten Finanzprodukten für private und institutionelle Investoren; sie sind implizit eingebettet in klassische Finanzierungen etwa in Form von Kündigungsrechten bei Krediten; und sie ermöglichen die Analyse von Passivpositionen der Bilanz als bedingte Ansprüche auf das Unternehmensvermögen.

Die Hauptaufgabe der Optionspreistheorie besteht darin, für die verschiedensten Formen von Optionen einen fairen Wert zu ermitteln, also einen Grenzpreis, den ein rationaler Marktteilnehmer für ein zu einem späteren Zeitpunkt auszuübendes Optionsrecht bezahlen sollte. Dies erfolgt auf Basis von modelltheoretischen Ansätzen. Die moderne Bewertungstheorie geht zurück auf die bahnbrechenden Arbeiten von Black/Scholes und Merton in den 1970er Jahren. In dem Seminar sollen verschiedene Aspekte dieser Theorie beleuchtet werden. Der Fokus liegt dabei auf Aktienoptionen sowie einfachen Zinsoptionen. Dabei werden im Rahmen der Seminararbeiten kleinere Excel-Dateien erstellt, die die jeweilige Theorie praktisch umsetzen. Einzelne Themenfelder sind beispielsweise:

  • Das Binomialmodell für Aktienoptionen
  • Das Trinomialmodell für Aktienoptionen
  • Absicherung von Optionspositionen mittels Delta-Hedging
  • Sensitivitäten und die „Greeks“
  • Monte-Carlo-Simulation zur Optionsbewertung
  • Schätzung von Volatilitäten und Korrelationen
  • Implizite Volatilitäten und der „Volatility Smile“
  • Caps und Floors als einfache Zinsoptionen

Literatur:

Als Standardwerk zur Optionspreistheorie kann empfohlen werden:

Hull, John C.: Optionen, Futures und andere Derivate. 8. Auflage, Oldenbourg 2012.

Geforderte Leistungen:

  • Teilnahme an der Vorbesprechung,
  • Vorlage und Besprechung eines Gliederungskonzepts,
  • Anfertigung einer Seminararbeit,
  • Präsentation der Seminararbeit,
  • Halten eines Koreferats,
  • Teilnahme an der Diskussion zu allen Seminarthemen.

Voraussetzungen:

Das Seminar ist geeignet für Bachelor-, Master- und Diplomstudenten der Studiengänge Wirtschaftswissenschaft, Wirtschaftsinformatik und Volkswirtschaft sowie für Studenten im Zusatzstudiengang und im Nebenfach.
Neben Lehrinhalten des Lehrstuhls werden insbesondere Mathematik- und Statistikkenntnisse im Umfang des A-Moduls 31101 vorausgesetzt. Ferner sollte der Umgang mit einem Tabellenkalkulationsprogramm beherrscht werden.

Zeitplan:

02.10.2015

Seminarvorbesprechung in Hagen mit Themenvergabe

21.12.2015

Abgabe Seminararbeit

10.–12.02.2016

Präsenzphase in Coesfeld

| 21.01.2019