{"id":19,"date":"2022-04-12T17:22:29","date_gmt":"2022-04-12T15:22:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fernuni-hagen.de\/digitale-hermeneutik\/?p=19"},"modified":"2022-05-16T01:39:10","modified_gmt":"2022-05-15T23:39:10","slug":"panel2-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fernuni-hagen.de\/digitale-hermeneutik\/panel2-2\/","title":{"rendered":"Panel 2: Verstehende Algorithmen, Algorithmen verstehen"},"content":{"rendered":"<p><p>Veranstalter*innen: Prof. Dr. Claudia de Witt, Dr. Christian Leineweber, Vanessa Meiners<\/p>\n<p>Eine Hermeneutik, die sich als digital begreifen und profilieren m\u00f6chte, verweist ganz wesentlich auf die Methode, sprachlich kommunizierten und maschinell berechneten Sinn zu verstehen. Mensch und Maschine treten so in ein Netzwerk von kommunizierten und kommunizierbaren Verst\u00e4ndnissen. Dies setzt nicht mehr nur ein Verstehen der Welt, sondern dar\u00fcber hinaus auch verstehende Algorithmen und ein Verstehen der Algorithmen voraus. Unser Panel widmet sich diesem \u203aDoppelspiel\u2039 mit dem Ziel, die Beziehung zwischen menschlichem und maschinellem Verstehen in unterschiedlichen Facetten zu (de-) konstruieren.<\/p>\n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Modelle erkl\u00e4ren, Modelle verstehen<\/h2>\n\n\n\n<p style=\"font-size:18px\">Prof. Dr. Andreas Kaminski (RWTH Aachen\/Universit\u00e4t Stuttgart)<\/p>\n\n\n\n<p>Avancierte Formen des maschinellen Lernens f\u00fchren zu Modellen, die weitgehend opak sind. Als Reaktion darauf ist die Forschungsrichtung zur Erkl\u00e4rbarkeit von KI-Modellen entstanden (Explainable AI). Es ist jedoch bei weitem nicht klar, ob erkl\u00e4rbare KI auch zu transparenten Modellen f\u00fchrt. Der Vortrag wird dieser Frage nachgehen, indem er den Begriff der Verstehbarkeit von Modellen ihrer Erkl\u00e4rbarkeit gegen\u00fcberstellt. Die These lautet: Selbst wenn wir einzelne Modellentscheidungen erkl\u00e4ren k\u00f6nnen, hei\u00dft es nicht, dass wir die Modelle auch verstehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><em>Dr. habil. Andreas Kaminski<\/em> ist Gastprofessor f\u00fcr Technik- und Wissenschaftsphilosophie an der RWTH Aachen und Leiter der Abteilung f\u00fcr die Philosophie der computerintensiven Wissenschaften am Bundesh\u00f6chstleistungsrechenzentrum der Universit\u00e4t Stuttgart. In seiner Forschung besch\u00e4ftigt er sich derzeit vor allem mit Fragen der Opazit\u00e4t und Reproduzierbarkeit von Computermodellen sowie mit Vertrauen in Informationen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Digitale Mimesis<\/h2>\n\n\n\n<p style=\"font-size:18px\">Prof. Dr. Jan S\u00f6ffner (Zeppelin Universit\u00e4t Friedrichshafen)<\/p>\n\n\n\n<p>Das mimetische Verm\u00f6gen ist, wie Platon, Giambattista Vico, Walter Benjamin und Michael Taussig je verschieden beschreiben, nicht nur auf Darstellung ausgerichtet, sondern auch auf Anverwandlung: Sie schafft nicht nur mimetische Objekte, sondern er\u00f6ffnet auch einen Moment der Teilhabe. Auf Grundlage dieser Pr\u00e4misse entwickelt der Vortrag ein Schema des mimetischen Feldes, das die Bestimmung unterschiedlicher Formen der Mimesis sowohl von ihrer Konstruktion als auch von ihrer Hermeneutik erm\u00f6glicht. Dieses Schema wird in einem zweiten Schritt auf die Interaktion des Menschen mit digitaler Technologie angewendet, d. h. auf Schnittstellen, hinter denen Algorithmen ihrerseits \u201emimetische\u201c Prozesse vollziehen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><em>Prof. Dr. Jan S\u00f6ffner<\/em> ist Romanist und Kulturtheoretiker. Er bekleidet den Lehrstuhl f\u00fcr Kulturtheorie und Kulturanalyse an der Zeppelin Universit\u00e4t Friedrichshafen. Nach einem Studium der Germanistik und Italianistik in K\u00f6ln waren seine Stationen das dortige Romanische Seminar, das Zentrum f\u00fcr Literatur- und Kulturforschung in Berlin, das Internationale Kolleg Morphomata in K\u00f6ln, das Romanische Seminar der Universit\u00e4t T\u00fcbingen und die Programmleitung beim Wissenschaftsverlag Wilhelm Fink. Zu seinen Forschungsschwerpunkten geh\u00f6ren Literaturtheorie, Metaphern und Mimesis, Mythologie und Enaktivismus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Modelle erkl\u00e4ren, Modelle verstehen Prof. Dr. Andreas Kaminski (RWTH Aachen\/Universit\u00e4t Stuttgart) Avancierte Formen des maschinellen Lernens f\u00fchren zu Modellen, die weitgehend opak sind. Als Reaktion darauf ist die Forschungsrichtung zur Erkl\u00e4rbarkeit von KI-Modellen entstanden (Explainable AI). Es ist jedoch bei weitem nicht klar, ob erkl\u00e4rbare KI auch zu transparenten Modellen f\u00fchrt. 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