{"id":190,"date":"2022-05-11T20:00:04","date_gmt":"2022-05-11T18:00:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fernuni-hagen.de\/digitale-hermeneutik\/?p=190"},"modified":"2022-05-16T01:39:32","modified_gmt":"2022-05-15T23:39:32","slug":"panel2-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fernuni-hagen.de\/digitale-hermeneutik\/panel2-3\/","title":{"rendered":"Panel 2: Verstehende Algorithmen \u2013 Algorithmen verstehen"},"content":{"rendered":"<p><p>Veranstalter*innen: Prof. Dr. Claudia de Witt, Dr. Christian Leineweber, Vanessa Meiners<\/p>\n<p>Eine Hermeneutik, die sich als digital begreifen und profilieren m\u00f6chte, verweist ganz wesentlich auf die Methode, sprachlich kommunizierten und maschinell berechneten Sinn zu verstehen. Mensch und Maschine treten so in ein Netzwerk von kommunizierten und kommunizierbaren Verst\u00e4ndnissen. Dies setzt nicht mehr nur ein Verstehen der Welt, sondern dar\u00fcber hinaus auch verstehende Algorithmen und ein Verstehen der Algorithmen voraus. Unser Panel widmet sich diesem \u203aDoppelspiel\u2039 mit dem Ziel, die Beziehung zwischen menschlichem und maschinellem Verstehen in unterschiedlichen Facetten zu (de-) konstruieren.<\/p>\n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Workshop: Die Bibliothek von Babel \u2013 Algorithmen der Textgenerierung<\/h2>\n\n\n\n<p style=\"font-size:18px\">Prof. Dr. Georg Trogemann (Kunsthochschule f\u00fcr Medien K\u00f6ln)<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Bibliothek von Babel\u201c ist eine Erz\u00e4hlung des argentinischen Schriftstellers Jorge Luis Borges aus dem Jahr 1941. Die endlose Bibliothek, ein Universum von sechseckigen Galerien, enth\u00e4lt alle kombinatorisch m\u00f6glichen B\u00fccher mit 410 Seiten. Borges beschreibt, wie die Bibliothekare diese B\u00fccherwelt erforschen und versuchen, Sinn in den B\u00fcchern zu finden. Auch nur einzelne, zusammenh\u00e4ngende S\u00e4tze in den Texten zu entdecken, bedeutet bereits ein gro\u00dfes Gl\u00fcck. Diesem Universum gedruckter B\u00fccher wird im Workshop die Welt der algorithmisch erzeugten und analysierten Texte gegen\u00fcbergestellt. Was ver\u00e4ndert sich, wenn Bibliotheken nicht nur von Menschen, sondern auch von Algorithmen \u2013 die selbst wieder nur Text und damit immer schon Teil der Bibliothek von Babel sind \u2013 gelesen, durchsucht, interpretiert und auch geschrieben werden? Anhand konkreter Programmbeispiele wird kursorisch das neue chiastische Wechselspiel von Texten und Quelltexten (Operanden und Operatoren) gezeigt. Fragen zu Autorschaft, Bias, Textverstehen u.v.a. stellen sich durch die KI-Algorithmen neu. Ihrer Beantwortung kommt man nur n\u00e4her, wenn man die Algorithmen hinterfragt<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><em>Georg Trogemann<\/em> ist seit 1994 Professor f\u00fcr Experimentelle Informatik an der Kunsthochschule f\u00fcr Medien K\u00f6ln. Neben einer Gesellenpr\u00fcfung als Schreiner hat er ein Studium der Informatik und Mathematik an der Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg absolviert. 1990 hat er zu massiv parallelen Algorithmen promoviert. Von 1997\u20131999 und 2004\u20132006 war er Prorektor f\u00fcr Forschung und Infrastruktur der Kunsthochschule f\u00fcr Medien K\u00f6ln. Seine derzeitigen Interessen umfassen experimentelle Algorithmik, K\u00fcnstliche Intelligenz und Poetik der Technik.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Workshop: Die Bibliothek von Babel \u2013 Algorithmen der Textgenerierung Prof. Dr. Georg Trogemann (Kunsthochschule f\u00fcr Medien K\u00f6ln) \u201eDie Bibliothek von Babel\u201c ist eine Erz\u00e4hlung des argentinischen Schriftstellers Jorge Luis Borges aus dem Jahr 1941. Die endlose Bibliothek, ein Universum von sechseckigen Galerien, enth\u00e4lt alle kombinatorisch m\u00f6glichen B\u00fccher mit 410 Seiten. 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