{"id":207,"date":"2022-05-11T20:40:30","date_gmt":"2022-05-11T18:40:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fernuni-hagen.de\/digitale-hermeneutik\/?p=207"},"modified":"2022-05-16T01:37:05","modified_gmt":"2022-05-15T23:37:05","slug":"panel4-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fernuni-hagen.de\/digitale-hermeneutik\/panel4-4\/","title":{"rendered":"Panel 4: Poetische Maschinenr\u00e4ume"},"content":{"rendered":"<p><p>Veranstalter: Prof. Dr. Peter Risthaus, Helmut Hofbauer<\/p>\n<p>Die \u201aComputerdichtung\u2018 hat erheblich aufger\u00fcstet und zwar nicht allein technisch: Lyrik-Bots und vergleichbare Textgeneratoren laufen jetzt auf Twitter und in anderen sozialen Medien, von diversen Websites ganz zu schweigen. Was wird Dichtung unter digitalen Bedingungen gewesen sein?<\/p>\n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Digitale Hermeneutik und digitale Produktion: Der poetische Maschinenraum von Theo Lutz<\/h2>\n\n\n\n<p style=\"font-size:18px\">PD Dr. Toni Bernhart (Universit\u00e4t Stuttgart)<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist kennzeichnend f\u00fcr die fr\u00fche digitale Hermeneutik der 1950er Jahre, dass sehr rasch ein Umkehrschub unternommen wird: Algorithmen sollen Texte nicht nur segmentieren und analysieren, sondern auch produzieren. Sinn wird dadurch nicht mehr nur dekontextualisiert, sondern konstituiert. Exemplarisch daf\u00fcr ist der Stuttgarter Mathematiker Theo Lutz, der 1959 zusammen mit Max Bense und Rul Gunzenh\u00e4user mithilfe eines Programms im Freiburger Code auf einer Zuse Z22 seine \u201eStochastischen Texte\u201c herstellt. Zur Debatte stehen u.a. die Doppelrolle des Programmierers, wenn dieser als Editor \u2013 wie Lutz \u2013 Eingriffe und Umschriften am maschinengenerierten Text vornimmt.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><em>PD Dr. Toni Bernhart<\/em> leitete von Oktober 2015 bis M\u00e4rz 2020 das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gef\u00f6rderte Forschungsprojekt \u201eQuantitative Literaturwissenschaft\u201c am Institut f\u00fcr Literaturwissenschaft und am Stuttgart Research Centre for Text Studies der Universit\u00e4t Stuttgart. Seine Forschungsschwerpunkte sind unter anderem Quantitative Literaturwissenschaft, die Wissenschaftsgeschichte der Digital Humanities und Literatur und Akustik. Zudem ist er als Regisseur und Autor von Theaterst\u00fccken t\u00e4tig.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sind Programmiersprachen poetisch?<\/h2>\n\n\n\n<p style=\"font-size:18px\">Dr. Till Heilmann (Ruhr-Universit\u00e4t Bochum)<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits fr\u00fche Elektronenrechner wurden programmiert, um \u201aPoesie\u2018 zu erzeugen. Experimente wie Christopher Stracheys Love Letters am Ferranti Mark I (1952) und Theo Lutz\u2019 Stochastische Texte an der Zuse 22 (1959) stellten mit neuartigen Techniken zur Diskussion, was als Dichten oder als Dichtung gelten darf. Ausgehend von Friedrich Kittlers Bemerkung, Computer w\u00fcrden erstmals den \u201eWortsinn von Poesie\u201c einl\u00f6sen, aber jenseits einzelner Computergedichte und -modelle, will der Vortrag der Frage nachgehen, wie die Poesie von Programmiersprachen selbst in der Geschichte der Computer verhandelt wurde.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><em>Dr. Till Heilmann<\/em> forscht als Akademischer Rat am Institut f\u00fcr Medienwissenschaft der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum. 2008 wurde er mit einer Arbeit zum Computer als Schreibmaschine promoviert. Seine Forschungsschwerpunkte sind Digitale Bildbearbeitung, Algorithmen und Computerprogrammierung, nordamerikanische und deutschsprachige Medienwissenschaft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Digitale Hermeneutik und digitale Produktion: Der poetische Maschinenraum von Theo Lutz PD Dr. Toni Bernhart (Universit\u00e4t Stuttgart) Es ist kennzeichnend f\u00fcr die fr\u00fche digitale Hermeneutik der 1950er Jahre, dass sehr rasch ein Umkehrschub unternommen wird: Algorithmen sollen Texte nicht nur segmentieren und analysieren, sondern auch produzieren. Sinn wird dadurch nicht mehr nur dekontextualisiert, sondern konstituiert. 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