Dimitris-Tsatsos-Institut für europäische Verfassungswissenschaften

Tagungsbericht

Prof. Dr. Christine Landfried von der Universität Hamburg stellte in ihrem Vortrag Überlegungen zu einem möglichen Beitritt der Türkei zur EU an

Symposion zum 75. Geburtstag von Prof. Dr. Dr. h.c. Dimitris Tsatsos


Viele seiner Freunde, Schülerinnen und Schüler sowie zahlreiche namhafte Referentinnen und Referenten aus Wissenschaft und Politik waren zu Ehren von Prof. Dr. Dr. h.c. Dimitros Tsatsos am 4. Mai nach Hagen ins Arcadeon gekommen. Der Grund: Sein 75. Geburtstag und das zu diesem Anlass vom Institut für Europäische Verfassungswissenschaften der FernUniversität in Hagen organisierte Symposion „Perspektiven der Unionsgrundordnung“.
„Auch als Emeritus arbeiten sie tatkräftig an der Aufarbeitung grundsätzlicher Fragen der Europäischen Union und ihrer Verfassung am Institut für Europäische Verfassungswissenschaften unserer Universität mit“, bedankte sich Rektor Prof. Dr. Helmut Hoyer in seiner Begrüßungsrede bei seinem Kollegen für dessen langjähriges Engagement an der FernUniversität. Prof. Tsatsos wurde 1980 auf das Lehrgebiet für Deutsches und Ausländisches Staatsrecht und Staatslehre berufen.

Dimitris Tsatsos sei ein deutscher Grieche oder ein griechischer Deutscher und sein Name gehöre untrennbar zur Europäischen Union, erklärte Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Häberle von der Universität Bayreuth in seiner Laudatio. „Viele Autoren reisen ihren Büchern voraus, Dimitris Tsatsos gehört zu den wenigen, die ihren Büchern hinterher reisen“, würdigte er den umfassenden Sachverstand des ehemaligen Mitgliedes des Europäischen Parlaments.

Im Anschluss eröffnete Prof. Dr. Vassilios Skouris, Präsident des Europäischen Gerichtshofes, das erste von drei Podien. Die insgesamt sechs Vorträge der Referentinnen und Referenten stellten die Entwicklung der Europäischen Union, ihre Zukunft und die Erwartungen der Mitgliedsstaaten in den Mittelpunkt.

Prof. Dr. Andreas Haratsch und Prof. Dr. Peter Schiffauer von der FernUniversität in Hagen analysierten in ihren Vorträgen beispielsweise das demokratische Prinzip der Europäischen Union. Harratsch: „Europa gestalten heißt dicke Bretter durchbohren. Das benötigt Zeit. Wir sind aber auf dem Weg zu mehr Demokratie in der EU.“

Kontrovers diskutiert wurde von den Referierenden – Prof. Dr. Klaus Hänsch, Mitglied des Europäischen Parlaments, sowie Prof. Dr. Christine Landfried von der Universität Hamburg – und dem Plenum insbesondere ein möglicher Beitritt der Türkei zur EU.

Manuela Feldkamp | 07.05.2008

DTIEV | 14.09.2017
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