Logo - Fakultät für Mathematik und Informatik Lehrgebiet für Datenverarbeitungstechnik

Aktuelles

25 Jahre Datenverarbeitungstechnik

[26.09.2017]

Team DVT im April 1992: Von links nach rechts: Ingulf Scheler, Norbert Völker, Klaus Gotthardt, Gregor Henze, Gerda Wessel, Yi Wang, Doris Terstegge, Thomas Koch und Prof. Bernd J. Krämer.
Team DVT im April 1992: Von links nach rechts: Ingulf Scheler, Norbert Völker, Klaus Gotthardt, Gregor Henze, Gerda Wessel, Yi Wang, Doris Terstegge, Thomas Koch und Prof. Bernd J. Krämer.

Vom Kostenfaktor zum Innovationstreiber​

Programm

25.09.2017

14:00 Uhr

Grußworte
Prof. Dr. Ada Pellert, Rektorin der FernUniversität
Prof. Dr. Jörg Desel, Dekan der Fakultät MI



14:20 Uhr

Ausgehend von Zuses Erfindung des weltweit ersten programmierbaren Rechners wird die Entwicklung der Datenverarbeitungstechnik entlang verschiedener Wegpunkte, wie der Standardisierung offener verteilter DV-Systeme oder speicherprogrammierbarer Steuerungen, der Erfindung des WWW, dem Aufkommen von „Service-oriented Computing“ über „Cloud Computing“, dem Internet der Dinge bis hin zum „Edge Computing“, dargestellt. Es wird erläutert, welche Forschungsfragen in diesem sich wandelnden Kontext im Lehrgebiet DVT jeweils aufgriffen wurden und welche Forschungsprojekte und Ergebnisse am Lehrgebiet über die Jahre zustande kamen.

14:50 Uhr

Industrie 4.0 und Smart Cities setzen voraus, dass Cyber-Physikalische-Systeme einen sog. digitalen Schatten besitzen. Dieser digitale Schatten repräsentiert das System in der digitalen Welt in Form eines Datensatzes und hält neben den Stammdaten der Komponente auch aktuelle Statusinformationen vor. Ein digitaler Schatten einer CNC-Fräse oder eines Lagers entsteht nun nicht von allein. Eine Vielzahl von Sensoren müssen Messwerte erfassen und diese sicher und in Echtzeit an geeignete Empfänger übertragen. Entsprechend wird eine Übertragungsinfrastruktur mitsamt standardisierter Übertragungsprotokolle benötigt, welche die (spontane) Vernetzung von Sensoren und Aktoren erlaubt. Eine bislang kaum beachtete, aber erwähnenswerte Alternative für die Nutzung im Kontext von Industrie 4.0 stellt Long Range Wide Area Network (LoraWan) dar. LoraWan wirbt mit sicherer und bidirektionaler Datenübertragung in freien Frequenzbereichen (z.B. 868 Mhz in Europa) bei einer hohen Reichweite von bis zu 10 km und gleichzeitig geringem Energieverbrauch, so dass insbesondere auch batteriebetriebene und damit autonome Sensoren realisiert werden können.

15:20 Uhr

Dieser Vortrag beschreibt die Veränderungen in den Produktionsverfahren der chemischen und pharmazeutischen Industrie und berichtet über neue Entwicklungen, diese Verfahren durch den durchgängigen Einsatz von Software und IoT-Ausrüstung smarter zu gestalten. Im Fokus stehen die MES (Manufacturing Execution Systems) für die regulierte Industrie. Beispielhaft wird die technische Unterstützung eines für Bayer Healthcare angepassten Systems der Fa. Werum (PAS-X) über den gesamten LifeCycle des validierten Systems von der Planung bis zur Stilllegung und behördengerechten elektronischen Langzeitarchivierung der Daten dargestellt.

15:50 Uhr

Kaffeepause

 

16:10 Uhr

Die Bedrohung von Unternehmen, insbesondere von Finanzinstituten, resultiert in der heutigen Zeit in zunehmenden Maße aus dem CyberSpace. Der Vortrag skizziert Details sowie die Entwicklung der Bedrohungsszenarien über die Zeit (https://www.enisa.europa.eu/publications/enisa-threat-landscape-report-2016). Es wird klar, dass eine hochprofessionelle, regelrechte Industrie von Cyberkriminalität entstanden ist, die streng nach betriebswirtschaftlichen Betrachtungen agiert und versucht, mit minimalem Aufwand maximalen finanziellen Ertrag zu generieren. In dem Maße, in dem die Unternehmen ihre technischen Abwehrmaßnahmen per Cyber-Security optimieren, wird das schwächste und damit bevorzugt von Cyberkriminellen angegriffene Glied der an den Prozessen beteiligte Mensch.

16:40 Uhr

Die Schweizerische Post sieht im Internet der Dinge großes Potential zur Verbesserung bestehender oder zum Aufbau neuer Dienstleistungen. Der Vortrag erklärt die Motivation zur Nutzung des IoT für die Post und zeigt verschiedene praktische Anwendungsfälle aus verschiedenen Konzernbereichen. Die neuen technischen Möglichkeiten zur Funk-Kommunikation über mehrere Kilometer mit minimalem Energieeinsatz ermöglichen Anwendungen wie kommunizierende Leihfahrräder oder Briefkästen mit elektronischer Anzeige zur Information der Bevölkerung in Notfall-Situationen. Im letzten Teil wird ein Überblick über die verwendeten Technologien und die Architektur der Anwendungen gegeben.

17:10 Uhr

Das Internet der Dinge erschließt immer neue Anwendungsfelder und bindet Dinge des täglichen Lebens in die elektronischen Abläufe ein. Die Technik dahinter ist oft vergleichsweise einfach und existiert mitunter schon seit vielen Jahren. Doch erst die Miniaturisierung und Verfügbarkeit einer kabellosen Internetanbindung schaffen die Grundlagen für eine einfache und kostengünstige Umsetzung. Mit Plattformen und Entwicklungsumgebungen wie beispielsweise Arduino, Raspberry PI oder ESP8266 lassen sich in kurzer Zeit etwa eine Messdatenerfassung oder die Steuerung von Maschinen realisieren. Bei der Programmierung hat man die Wahl zwischen C, C++, LUA oder Python.

     

26.09.2017

09:00 Uhr

This talk is about module CE152 "Object-Oriented Programming" as taught to Year 1 students at the University of Essex in 2016-17. Topics include module structure, syllabus, lectures, lab sessions, assessment and the use of ICT. The talk ends with some reflections about what is working well and some challenges.

09:30 Uhr

How to deal with VUCA?
Shahriar Fakher

Die durch Digitalisierung ausgelösten Disruptionen bieten auch die Chance, eine Organisation resilienter als bisher aufzustellen. Im Vortrag werden dafür geeignete Strategien aufgezeigt.

10:00 Uhr

„Maßgeschneiderte" Industrieprodukte
Bernd Krämer

Es werden Ideen und Prototyplösungen, die im Kontext des Horizon 2020-Projekts ICP4Life im Themenbereich „Intelligent Manufacturing“ entstehen, erläutert und es wird gezeigt, wie Standardindustrieprodukte an neue Anforderungen durch die Einbettung bestimmter Sensoren und neuer Softwaredienste angepasst werden können.

10:30 Uhr

Kaffeepause

 

11:00 Uhr

25 Jahre IT-Security: Ein Status-Quo-Bericht
Udo Kalinna

Nach einem kurzen Rückblick auf die Betriebssysteme vor 25 Jahren, geht Herr Kalinna in dieser Präsentation auf die Entwicklung der Angriffsarten im Cyberspace bis heute ein und stellt die steigende Komplexität der Angriffe dem immer niedrig werdenden Verständnis über die IT-Systeme gegenüber. "You can´t manage what you can´t measure!", nach diesem Credo wird ein Lösungsansatz vorgestellt, der darauf beruht, sämtliche Systeme und deren Dienste in einer IT-Infrastruktur zu kennen, um protokollbasierend und ohne zusätzliche verteilte Agenten ein hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten. Die Visibilität komplexer Netzwerke wird in den Vordergrund gestellt. Abschließend wird mit der Darstellung vier ausgewählter Use-Cases in den Bereichen Incident Response, Security-Team, It-Operation und Service-Provider ein Einblick in mögliche Szenarien gegeben.

11:30 Uhr

Offene Diskussionsrunde

 
DVT-Webmaster | 02.11.2017
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Fakultät für Mathematik und Informatik, Lehrgebiet Datenverarbeitungstechnik, 58084 Hagen, Tel.: +49 2331 987-371, E-Mail: dvt-webmaster@fernuni-hagen.de