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Modellierung und Umsetzung eines REST-konformen Webservice im SAP Cloud-Computing-Umfeld für die Verwaltung virtueller Test-Systeme

Christoph Szymanski

Aufgabenstellung

Anhand der Umsetzung einer konkreten Anforderung werden die Besonderheiten eines REST-konformen Webservice herausgearbeitet. Besonderer Schwerpunkt der Arbeit liegt dabei in der Modellierung der Ressourcen und Geschäftsprozesse.

Konkret soll ein REST-konformer Webservice für die SAP-interne Anwendung "SAP Virtual Infrastructure Management Portal" entwickelt werden, die für die Automatisierung der Administration und Provisionierung virtueller Test-Systeme für die Softwareentwicklung genutzt wird. Dazu gehören unter anderem Abfragen nach verfügbaren Virtuellen Maschinen (VM), deren Steuerung und das Kopieren der VMs im Rahmen verschiedener Prozesse. Der Webservice soll dabei die für die Testautomatisierung relevanten Funktionen verfügbar machen.

Dabei sollen folgende Teilergebnisse erzielt werden:

  • Begründung des Einsatzes und Nutzens eines REST-konformen Architekturstils für die konkrete Problemstellung
  • Modellierung der Ressourcen und der Geschäftsprozesse; hierbei soll insbesondere untersucht werden, mit welchen Arten von Modellen (z. B. Zustandsautomaten) sich die Prozesse und das Verhalten der Ressourcen am besten darstellen lassen. Ebenfalls soll untersucht werden, wie die Anbindung des bestehenden Systems modelliert werden kann.
  • Untersuchung des entstandenen Modells auf Hinweise und Anforderungen für ein REST-Metamodell
  • Implementierung des Modells gemäß den Anforderungen der Problemdomäne nach gängigen Softwareentwicklungsmethoden
  • Entwurf einer geeigneten Teststrategie und ihre Durchführung

Zusammenfassung der Arbeit

Die Prinzipien des Architekturstils Representational State Transfer (REST) sind seit der Dissertation Roy Fieldings im Jahre 2000 [1] definiert und waren in Form des Hypertext Transfer Protocols (HTTP) 1.1 bereits vorher für die Praxis verfügbar. Dennoch ist das Angebot an Unterstützung für Entwickler in Bezug auf Arbeitsmethoden, Modellierungswerkzeuge und Frameworks noch begrenzt, und es liegen nur wenige dokumentierte Erfahrungen mit der Erstellung eines Ressourcenmodells für existierende Anwendungen vor. Gerade für die große Zahl bereits bestehender Unternehmensanwendungen bietet eine Wiederverwendung der implementierten Geschäftsprozesse in einem standardisierten Web-Service viele Vorteile.

In dieser Arbeit werden daher Best Practices und Vorgehensweisen für die Modellierung und Implementierung einer REST-konformen Schnittstelle für eine solche bestehende Anwendung untersucht und angewandt. Dafür wird aus dem existierenden Anwendungsmodell zunächst ein Ressourcenmodell erstellt, welches danach schrittweise zu einem REST-konformen Modell verbessert wird. Bei der Modellierung wird ein an der FernUniversität in Hagen entwickeltes Metamodell [2] verwendet. Für lang dauernde Prozesse werden Aktivitätsressourcen modelliert, die sich als gut geeignet erweisen, asynchrone Prozesse REST-konform anzubieten. Zur Überprüfung und Validierung des Modells werden die modellierten Ressourcen anschließend implementiert.

Mit der in dieser Arbeit beschrieben Vorgehensweise ist es möglich, aus einem bestehenden Anwendungsmodell schrittweise ein REST-konformes Modell zu erstellen. Dabei wird aufgezeigt, wie die Verwendung eines Metamodells nicht nur die Modellierung, sondern auch die Implementierung einer REST-konformen Schnittstelle unterstützen kann.

Art der Arbeit

Diplomarbeit

Ansprechpartner

Silvia Schreier

Literatur:

[1] R. T. Fielding. Architectural Styles and the Design of Network-based Software Architectures. Dissertation, University of California, Irvine, 2000.
[2] S. Schreier. Modeling RESTful applications. In: Proceedings of the Second International Workshop on RESTful Design (WS-REST 2011). ACM, 2011.

Silvia Schreier | 13.10.2011
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Fakultät für Mathematik und Informatik, Lehrgebiet Datenverarbeitungstechnik, 58084 Hagen, Tel.: +49 2331 987-371, E-Mail: dvt-webmaster@fernuni-hagen.de