Promotion als „Lab“
Foto: Thorben Mämecke
Das Ziel des Diss+Labs ist die erfolgreiche Förderung von Promotionen durch organisatorische Unterstützung sowie die fachliche Anbindung an den Forschungsschwerpunkt und sein weitreichendes wissenschaftliches und außerwissenschaftliches Umfeld.
Der Forschungsschwerpunkt versammelt ein über sechs Jahre gewachsenes Erfahrungswissen im interdisziplinären Austausch und bietet Promovierenden ein inspirierendes Forschungsumfeld, ein umfangreiches wissenschaftliches und kulturelles Programm, diverse Anknüpfungspunkte an etablierte Profilthemen, sowie Sichtbarkeit und Vernetzungsmöglichkeiten für ihre Forschungsvorhaben.
Die Bezeichnung Diss+Lab greift dabei den Entwicklungscharakter der im Aufbau befindlichen Struktur auf und unterstreicht die allgemeine Zugewandtheit des FSP hinsichtlich der teils speziellen Erfordernisse und Bedarfe der Hagener Promovierenden sowie die relative Offenheit des Strukturbildungsprozesses für die Vorschläge und Ideen der Promovierenden selbst.
Auf diese Weise soll besonders darauf geachtet werden, dass das Programm parallel zur Dissertation, bzw. der damit verbundenen Forschungen absolviert und flexibel an individuelle Interessen und Zeitressourcen der Promovierenden angepasst werden kann. Die Berücksichtigung der individuellen Lebensumstände, insbesondere externer berufsbegleitender Promovierenden, ist dabei ein wichtiger Aspekt und wird gemeinsam mit den Promovierenden fortlaufend evaluiert und reflektiert.
Das „Plus“ in „Diss+Lab“ bringt zum Ausdruck, dass das Promotionsprogramm durch die PostDoc-Wissenschaftler*innen des FSP mitgetragen wird. Das Lab ermöglicht so eine karrierephasenübergreifende Vermittlung von Praxiserfahrung. Das „Plus“ steht aber auch für das wertvolle Wissen, dass berufbegleitende Promovierende mitbringen. Das Lab bietet damit nicht nur externen Promovierenden Zugang zu dem schwer zu erlangenden Wissen über universitäre Karrierewege, sondern internen Promovierenden gleichermaßen eine Orientierung in hochschulexternen Berufskulturen.
Die strukturierte Promotionsförderung im Rahmen des Diss+Labs, umfasst folgende Elemente:
- Aktive Einbindung der Promovierenden in den fachlichen und thematischen Austausch der am FSP beteiligten Fakultäten im Rahmen von Workshops, eLectures, Konferenzen und Publikationen.
- Aktive Einbindung der Promovierenden in die akademische Selbstverwaltung durch eine optionale Mitgliedschaft im FSP und die Mitwirkung im FSP-Lenkungskreis über ein Deligationsprinzip.
- Dezidierte Förderung von fachlichen und interdisziplinären Vernetzungsmöglichkeiten auch über die FernUniversität hinaus.
- Unterstützung bei der Bildung von Studiengruppen.
- Präsentationsmöglichkeiten über die Website und die Kommunikationskanäle des FSP.
- Allgemeine Ansprechbarkeit der Geschäftsführung im Zusammenhang mit Sachfragen oder den Strukturelementen des Diss+Labs.
Die Formate des Diss⁺Labs
Alle Elemente des Diss+Labs stellen strukturierte, wiederkehrende Veranstaltungen oder anderweitige Beteiligungsmöglichkeiten dar, die in Form von Modulen angeboten werden.
Um Teilnahmehürden zu senken, bauen die Module nicht konsekutiv aufeinander auf (Grundlagen, Vertiefung, Abschluss), sondern berücksichtigen punktuell die individuellen Promotionsfortschritte und fördern aktiv den statusgruppeninhärenten Erfahrungsaustausch der Promovierenden untereinander.
Foto: Thorben Mämecke
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- Erstes Quartal
- Funktion: Mitwirkung / Organisation und Planung
Das Kick-Off-Meeting dient der Festsetzung des Jahresprogramms des Diss+Labs, d.h. der Planung und thematischen Ausrichtung des Fokus-Workshops, des Sommerkolloquiums und optional auch weiterer Veranstaltungen im Rahmen des FSP-Programms (Konferenzen, Workshops oder eLectures). Die Promovierenden sind an der Durchführung des Meetings beteiligt und können (unterstützt durch die Geschäftsführung) ihre Organisationserfahrung stärken und einen aktiven Einfluss auf das strukturierte Promotionsprogramm des FSP nehmen. Im Rahmen dieses Meetings findet zudem eine umfangreiche Reflexion des strukturierten Promotionsprogramms, bzw. des Diss+Labs insgesamt statt, um die Struktur unter Mitwirkung der Promovierenden weiterzuentwickeln.
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- Zweites Quartal
- Funktion: Promotionsbegleitende Qualifikation / Schlüsselkompetenzen
Dieses Workshop-Format geht dezidiert auf aktuelle Bedarfe der Promovierenden ein, die im Rahmen der Kick-Off-Meetings evaluiert und festgelegt wurden.
Dies in vier möglichen Hinsichten:- Als thematisch fokussierte Konzept- oder Methodenwerkstatt (unterstützt durch Wissenschaftler*innen aus dem FSP oder externen Expert*innen) kann an konkreten theoretischen oder forschungsmethodischen Problemen gearbeitet werden.
- Als technisch ausgerichtete Schreib- und Recherchewerkstatt können (unterstützt durch den Graduiertenservice der FernUniversität oder externe Expert*innen) promotionsbegleitende Schlüsselkompetenzen vermittelt werden.
- Durch die Einladung von Repräsentant*innen außeruniversitärer Berufsfelder lassen sich Einblicke in hochschulexterne Berufsfelder vermitteln und Karrierewege im Anschluss an die Promotion aufzeigen.
- Der Workshop kann (unter Hinzuziehung externer Expert*innen) zusätzlich zur Erhöhung der Resilienz im Zusammenhang mit Angriffen auf die Wissenschaftsfreiheit genutzt werden.
Für die Durchführung des Workshops stellt der FSP organisatorische Hilfe durch die Geschäftsführung und finanzielle Mittel bereit.
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- Drittes Quartal.
- Funktion: Wissenschaftlicher Austausch und Vernetzung
Ein zentraler Bestandteil des Diss+Labs ist das einmal jährlich stattfindende, mehrtägige Sommerkolloquium. Es findet jeweils Mitte Juli in kollegialer Atmosphäre an wechselnden Campusstandorten der FernUniversität statt – zuletzt in Leipzig, Wien und München.
Das Sommerkolloquium ist statusgruppenhomogen angelegt und fördert (organisiert durch die Geschäftsführung) die Vernetzung der Promovierenden auf Basis ihrer wissenschaftlichen Interessen und Fachkenntnisse. Es ermöglicht eine intensive Auseinandersetzung mit problemorientierten wissenschaftlichen Fragestellungen, theoretischen Ansätzen oder methodischen bzw. methodologischen Fragen.
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- Viertes Quartal
- Funktion: Vorstellung des Diss+Labs / hochschuloffenes Treffen
Der Orientierungsworkshop ist universitätsweit geöffnet. Es handelt sich um ein offenes Treffen, dass es (aktuellen und zukünftigen) Promovierenden an der FernUniversität ermöglichen soll das Diss+Lab des FSP kennenzulernen.
Im Rahmen dieser Orientierungsveranstaltung werden sowohl die strukturierten Programmelemente des Diss+Labs, als auch weitere Formate und die Profilthemen des FSP vorgestellt.
Weitere Beteiligungsmöglichkeiten
Im Rahmen des Diss+Labs wird zudem die Gründung von Studiengruppen durch die Promovierenden gefördert. Es handelt sich um Schreib- und Lesekreise mit einem primär informellen Charakter. Sie dienen dem kontinuierlichen Austausch, der Vernetzung, sowie der gegenseitigen Motivation. Der FSP bietet darüber hinaus umfassende Möglichkeiten sich organisatorisch oder inhaltlich in die Entwicklung des wissenschaftlichen Programms einzubringen. Wiederkehrende Formate sind z.B. die zweijährig stattfindende, mehrtägige Konferenz, diverse interne und externe Workshops, eine thematisch alternierende eLecture-Series oder die szenische Interviewfilmreihe Theorie|Apparate.
Haben Sie Fragen zum Diss+Lab?
Bei Fragen rund um das Diss+Lab wenden Sie sich gerne jederzeit per eMail an die wissenschaftliche Geschäftsführung des FSP: thorben.maemecke