Archiv 2022

Lecture: „Künstliche Intelligenz und Demokratie - Eine republikanische Perspektive“

18. Mai 2022 | 13:30 Uhr

mit Thorsten Thiel.

  • Die öffentliche und wissenschaftliche Diskussion um Künstliche Intelligenz (KI) und die Folgen ihrer gesellschaftlichen Ausbreitung hat in den vergangenen Jahren zunehmend auch die Wirkungen von KI auf Demokratie in den Blick genommen. Der Vortrag rekonstruiert zentrale Argumente dieser Diskussion und macht einen Vorschlag für eine alternative republikanische Perspektive, welche die veränderten Bedingungen politischen Handelns in den Blickpunkt rückt und Vorschläge macht, Entwicklung und Einsatz von KI anders demokratisch einzubetten.

    Thorsten Thiel ist Leiter der Forschungsgruppe "Demokratie und Digitalisierung" am Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft und Mitarbeiter am Wissenschaftszentrum Berlin (WZB).


Lecture: „Cybernetic Serendipity? Technische Bildakte im Anthropozän“

27. April 2022 | 13:30 Uhr

mit Univ.-Prof. Dr. Timo Skrandies

Leider musste die für den 08.09.21 geplante Lecture mit Timo Skrandies auf den 27. April 2022 verschoben werden.

  • Walter Benjamin hatte in den 1930er Jahren erstmals die Bedeutsamkeit technischer Bilder (Fotografie, Film) für die Kunst gewürdigt. Im Zuge der Computerisierung nutzen Kunst und andere visuelle Kulturen seit den 1960er Jahren die Digitalisierung als Gegenstand, Bildform und Experimentierfeld.

    Der kunsthistorische Vortrag stellt demgemäß einige Beispiele aus den vergangenen Jahrzehnten vor und schlägt vor, sie in einen größeren Kontext einzubetten, in dem jene technischen Bildakte der Kunst als Auseinandersetzung mit dem Anthropozän verstanden werden können.

    Timo Skrandies ist Professor am Institut für Kunstgeschichte der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind Kunst und Kunsttheorie, Historische Bildwissenschaft, Tanz und Performance, Kunst im Anthropozän, Politische Kunst, Bildakt und Rassismus.


Kooperative Lecture: „AI and Gender“

31. März 2022 | 18:00 Uhr

mit Prof. Corinna Bath (TU Braunschweig), Dr. Waltraud Ernst (JKU Linz) und Jun.-Prof. Irina Gradinari (FernUniversität in Hagen).

Vortrag im Rahmen der Reihe "KI in der Medizin" – Kooperative Lectures des FSP digitale_kultur, der Emmy Noether-Forschungsgruppe (DFG) Das Phänomen der Interaktion in der Mensch-Maschine-Interaktion (MMI) und des Institutes für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin der LMU München.

Organisation: Jun.-Prof. Orsolya Friedrich (FernUniversität in Hagen), Sebastian Schleidgen (FernUniversität in Hagen) und Andreas Wolkenstein (LMU München).


Kolloquium: „Gamifizierte To-Do-Listen – Postphänomenologischen Perspektiven auf die digitale Subjektivierung“

9. März 2022 | 13:30 Uhr

für das Kolloquium im März, das auf Grund der Terminüberschneidung mit den Wissenschaftsgesprächen der Fakultät KSW ausnahmsweise bereits am 09. März 2022 stattfindet, lädt Thomas Bedorf zur Diskussion der postphänomenologischen Perspektiven Levinas und Foucaults auf das Thema „digitale Subjektivierung“ ein. Die Diskussionsgrundlage bildet ein Text von Paul Verbeek - dem Keynote Speker unserer letzten Jahrestagung.

  • The theory of technological mediation aims to take technological artifacts seriously, recognizing the constitutive role they play in how we experience the world, act in it, and how we are constituted as (moral) subjects. Its quest for a compatible ethics has led it to Foucault’s “care of the self,” i.e., a transformation of the self by oneself through self-discipline. In this regard, technologies have been interpreted as power structures to which one can relate through Foucaultian “technologies of the self” or ascetic practices. However, this leaves unexplored how concrete technologies can actually support the process of self-care. This paper explores this possibility by examining one such technology: a gamified To-Do list app.

    • Bergen, J.P., Verbeek, PP. To-Do Is to Be: Foucault, Levinas, and Technologically Mediated Subjectivation. Philos. Technol. 34, 325–348 (2021).

Kolloquium: Computerspielen – eine wirkmächtige Praxis

16. Februar 2022 | 13:30 Uhr

Amela Radetinac und Frank Hillebrandt laden für den 16. Februar 2022 ab 13.30h zu einer Diskussion praxistheoretischer Computerspiel-Forschung ein.

Rund die Hälfte der in Deutschland lebenden Menschen spielen regelmäßig Computerspiele; mit diesen wurden 2020 knapp 5,3 Milliarden Euro umgesetzt. Computerspielen ist eine relevante Praxisform der sozialen Wirklichkeit. Und eine praxistheoretische Perspektive ermöglicht, diese in ihrer Wirkmächtigkeit zu erfassen, ohne den Blick durch angenommene Dichotomien, Machtgefüge bzw. bestimmte Strukturen zu verstellen. Ein materialistisches wie relationales Konzept der Symbolbildung öffnet einen weiten Zugang, Digitales wie Computerspiele in ihrem Zusammenwirken mit Körpern zu untersuchen.


Kolloquium: 'Halbzeug fürs Zeughaus' Überlegungen zur Medienontologie

19. Januar 2022 | 13:30 Uhr

Input: Prof. Peter Risthaus (FernUniversität in Hagen)

Peter Risthaus wird am 19.01.22 ab 13.30h an die durch Daniel Schubbe-Ackerlund angestoßene Diskussion zum Thema 'Medienontologie' anschließen und mit uns über das Nachwort aus Hannes Bajohr's "Halbzeug" diskutieren.