Aktuelles, Veranstaltungen und Material

Geplante Veranstaltungen

„Psychologische Faktoren von Protestverhalten im Umweltschutz“

Foto: OSORIOartist/Adobe Stock

In den letzten Jahren engagierten sich ver­gleichs­weise viele Menschen in Protest­bewe­gungen für mehr Umwelt­schutz. Sie nahmen an Fridays for Future Demonstra­tionen teil oder besetzten den Hambacher Wald und beein­flussten dadurch maßgeblich poli­tische Entschei­dungen. Die Psychologie beschäftigt sich mit Faktoren, die Menschen dazu bewegen, sich an solchen Protest­bewe­gungen zu betei­ligen. Die Wahr­nehmung von Unge­rechtig­keiten und die Über­zeugung, gemeinsam etwas ändern zu können, sowie identi­täts­bildende und emotionale Prozesse sind dabei besonders relevant. Zudem hängt die Moti­vation aktiv zu werden auch von der Art des Protests ab: Handelt es sich um eine auf­wän­dige Aktion? Ist das Protest­verhalten legal? Ein Überblick über psycho­logische Faktoren von Protest­verhalten soll dazu beitragen zu verstehen, weshalb sich Menschen gemein­schaftlich für (oder gegen) Umwelt­schutz einsetzen.


Die öffentliche Veranstaltung, zu der alle Interessierten willkommen sind, findet online über Zoom statt. Bitte melden Sie sich für eine virtuelle Teilnahme über den folgenden Link an: Zur Anmeldung


Aktuelle Videoaufzeichnungen

Ringvorlesung Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit am 11.05.2021

„Deutschlands Klimaneutralität 2050: Welche politischen Entscheidungen müssen heute getroffen werden, um das Ziel zu erreichen?“

Vortrag von Dr. Patrick Graichen, Direktor Agora Energiewende

Das Paradigma der Klima­neu­tra­li­tät, das im Rahmen des Pariser Klima­schutz­ab­kommens und auch im deut­schen Klima­schutz­gesetz verankert ist, erfordert neue Zwischen­ziele für 2030. Die EU hat ihr 2030-Klima­schutz­ziel von 40 auf mindestens 55 Prozent weniger Emissionen erhöht, Dänemark will sogar minus 70 Prozent erreichen.
Wie kann das funktionieren, ein Deutschland ohne Kohle, Erdöl und Erdgas zu schaffen? Und was ist dafür in den kommenden zehn Jahren nötig?
Agora Energie­wende, Agora Ver­kehrs­wende und die Stiftung Klima­neu­tra­li­tät haben die Prognos AG, Basel, das Öko-Institut, Freiburg, und das Wuppertal Institut damit beauftragt, ein machbares Szenario für ein klima­neutrales Deutschland zu entwickeln. Dabei bilden Wirt­schaft­lichkeit, Wahrung der Investi­tions­zyklen und Akzeptanz die Kern­kriterien.

Ringvorlesung Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit am 13.04.2021

„Wer kauft Elektroautos und weshalb - und was hat die Politik damit zu tun?“

Vortrag von Prof. Dr. Thomas Bernauer, ETH Zürich

Das Ziel von Netto-Null Treib­haus­gas­emissionen kann bis 2050 nur dann erreicht werden, wenn die Mobili­tät CO2-frei wird. Ein voll­ständiger Ersatz der fossilen Fahr­zeug­flotte durch elekt­rische Fahr­zeuge, die mit erneuer­baren Energien betrieben werden, ist dafür unab­dingbar. Die Dekar­boni­sierung der Mobili­tät wiederum erfor­dert in demo­kra­tischen Gesell­schaften die Unter­stüt­zung durch Bürge­rinnen und Bürger, Konsu­mentinnen und Konsu­menten. Prof. Bernauer beleuchtet in seinem Vortrag das Zusa­mmen­spiel von staat­lichen Maß­nahmen und markt­wirt­schaft­lichen Mechanismen in diesem Bereich. Basierend auf diversen empi­rischen Studien in unter­schied­lichen Ländern erklärt er, weshalb Elektr­oautos gegen­wärtig nur wenige Prozente der gesamten Fahr­zeug­flotte aus­machen, welche Anreiz­systeme erfor­derlich wären, um diesen Anteil in Richtung 100 Prozent zu bringen, und welche staat­lichen Maß­nahmen dazu poli­tisch mehr­heits­fähig sein könnten.

Ringvorlesung Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit am 23.02.2021

„Braucht es nur einen kleinen Stupser zur Klimarettung? Zur Rolle des Verbrauchers für die Politik“

Vortrag von Prof. Dr. Kathrin Loer, Hochschule Osnabrück

Jeden Tag treffen Verbraucher viele Entschei­dungen, die letztlich einen Einfluss auf Klima und Umwelt haben. Es stellt sich die Frage, wie sich indivi­duelles Ver­braucher­handeln auf den Markt auswirkt und in welchen Formen es sich zu poli­tischem Handeln entwickeln kann. Daran schließt sich die Über­legung an, wie politische Instrumente in geeigneter Weise gestaltet sein sollen, damit sowohl Anbieter von Produkten und Dienst­leistungen als auch Verbraucher zu poli­tischen Zielen beitragen können. Der Vortrag präsentiert Erkennt­nisse aus einem Forschungs­projekt, das Antworten im Hinblick auf energie- und klima­politische Ziele geben soll und dazu Fall­beispiele in den USA, Groß­britannien und Dänemark analysiert.


Vergangene Termine und Veranstaltungen

  • Workshop: „Energie, Umwelt & Nachhaltigkeit“ (27. Juni 2018)

 

Aktuelles/Presse

 

Material (Downloads)

Forschungsschwerpunkt E/U/N | 28.05.2021