Institutionen und Umwelt

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Projektleitung:

Prof. Dr. Annette Elisabeth Töller

Projektmitarbeiter/innen:

Dr. Daniel Rasch
Prof. Dr. Kathrin Loer

Projektbeschreibung:

Umweltpolitisches Handeln ebenso wie die daraus ggf. resultierende Umweltqualität hängen in hohem Maße von institutionellen Rahmenbedingungen (im Sinne von Entscheidungs-kompetenzen und -verfahren) ab. Solche Institutionen werden meist mit bestimmten Erwar-tun¬gen geschaffen oder verändert, etwa mit der Erwartung, dass sie die Umweltqualität ver-bessern oder die Legitimität und Akzeptanz von Entscheidungen steigern. Tatsächliche Ef-fekte können von den Erwartungen deutlich abweichen. Die Frage, wie sich Institutionen tatsächlich auf (Umwelt-) Politik und letztlich auf Umweltqualität auswirken, ist eine zentrale Frage der politikwissenschaftlichen Umweltpolitikforschung. Das Forschungsprogramm zielt darauf ab, über die einzelnen Projekte hinweg ein besseres Verständnis davon zu gewinnen, wie – über welche Kausalmechanismen und mit welchem Ergebnis – sich Institutionen auf Umweltpolitik und Umweltqualität auswirken. Das Programm besteht aus einer Reihe von in diesen thematischen Rahmen passenden, lose miteinander verknüpften, drittmittelfinanzierten Forschungsprojekten. Inhaltlich befasst es sich mit zentralen und zugleich aktuellen Fragen der Energie- und Umweltpolitik, z.B. den Ursachen des stockenden Ausbaus der Windenergie im Rahmen der Energiewende oder den Bedingungen von Abfallvermeidung in Kommunen.
Politikwissenschaftliche Forschung ist nach einer systematisierenden Erfassung eines Phänomens an einer kausalen Erklärung interessiert. Ausgehend von einem politikwissenschaftlichen Fokus sind zu den einzelnen Themen internationale Vernetzungen mit FachkollegInnen sowie interdisziplinäre Kooperationen mit KollegInnen z.B. aus der Psychologie, der Rechtswissenschaft und der Wirtschaftswissenschaft vorgesehen. In einigen Projekten ist auch eine Vernetzung mit AkteurInnenen aus der Praxis geplant.

    Forschungsschwerpunkt E/U/N | 28.09.2020