Hagener Mentoringprogramm für Promovierende, Postdocs und Juniorprofessor*innen

Vier bunte Strichfiguren erklimmen eine Leiter Bild: FernUniversität Hagen

Was ist Mentoring?

Mentoring bezeichnet in der Regel ein informelles Betreuungsprogramm in dem Nachwuchswissenschaftler*innen von erfahreneren Wissenschaftler*innen als Mentor*innen begleitet werden. Im Gegensatz zur fachlichen Betreuung durch den Doktorvater oder die Doktormutter stehen im Mentoring-Verhältnis Kompetenzen im Mittelpunkt, die jenseits des konkreten Themas der Qualifikationsarbeit liegen, aber für die Karriere von großer Bedeutung sind.


Mentoring-Programme stärken die gegenseitige Vernetzung zwischen Mentees und Mentorinnen bzw. Mentoren sowie deren Einbindung in die Scientific oder Business Community. Darüber hinaus profitieren beide Seiten durch eine Stärkung ihrer beruflichen und persönlichen Kompetenzen.

(www.forum-mentoring.de, 2017)

Unser Konzept

Das Mentoring-Programm der FernUniversität folgt einem Drei-Säulen-Konzept:

  1. One-to-One-Mentoring
  2. Peer Mentoring
  3. Themen-Coaching

Diese Säulen sind eingebettet in das umfangreiche Qualifizierungsprogramm für Nachwuchswissenschaftler*innen, das an der FernUniversität bereits zur Verfügung steht.

 

Für wen?

Das Programm beinhaltet eine Programmlinie für Postdoktorandinnen, das über 18 Monate läuft und eine Linie für Doktorandinnen, die 12 Monate läuft. Auch Juniorprofessor*innen können teilnehmen.

mehr Infos zur Zielgruppe

Promovierende müssen für die Laufzeit von 12 Monaten an der FernUniversität sein, d.h. ihr geplanter Abschluss der Promotion sollte nicht innerhalb dieser Laufzeit sein.

Postdocs müssen noch für die gesamte Programmlaufzeit von 18 Monaten an der FernUniversität sein, d.h. ihr geplanter Abschluss der Habilitation sollte nicht innerhalb dieser Laufzeit liegen sein.

Juniorprofessor*innen können jederzeit nach Bedarf in das Programm aufgenommen werden. Auch für Sie beträgt die Programmlaufzeit 18 Monate, jedoch besteht das Programm für diese Zielgruppe nur aus der ersten Säule, dem One-to-One Mentoring.

 

Ablauf und Programm

Die insgesamt 20 Plätze in beiden Linien (Postdocs und Promovierende) werden jeweils wettbewerblich ausgeschrieben. Die Auswahl erfolgt zunächst basierend auf den eingereichten Unterlagen (Profilbogen, Lebenslauf, Exposé) sowie einem ggf. anschließenden persönlichen Gespräch mit den in Frage kommenden Bewerber*innen. Bei mehr Bewerber*innen als Plätzen werden diese geschlechterparitätisch und nach weiteren Kriterien der strukturellen Benachteiligung (soziale Klasse (nicht-akademischer Familienhintergrund), Flucht- oder Migrationshintergrund, körperliche Beeinträchtigung, Pflegeverpflichtung, etc.) vergeben.

mehr Infos zum Programm

One-to-One-Mentoring: Die Zuweisung der Mentor*innen erfolgt auf Vorschlag der Bewerber*innen selbst. Gerne beraten wir Sie zur Recherche geeigneter Personen. Mentor*innen können generell überregional (oder in begründeten Einzelfällen sogar international) aber auch hier vor Ort an der FernUniversität angesprochen werden. Sie können an Universitäten, in der außeruniversitären Forschung, in Politik oder Wirtschaft beschäftigt sein. Wichtig bzgl. der Mentor*innen ist, dass eine gewisse fachliche Nähe bei gleichzeitiger Unabhängigkeit in Bezug auf das Qualifikationsvorhaben und das Arbeitsverhältnis gegeben ist, und dass die Mentor*innen in Bezug auf ihre Karriere bereits arrivierter sein sollten (bspw. Professor*in betreut Postdoc, Habilitand*in betreut Doktorand*in). Die Erstansprache der Mentor*innen erfolgt durch die Koordinatorinnen.

Peer -Mentoring: In Gruppen von 6-10 Teilnehmer*innen beraten sich die Mentees gegenseitig zu Fällen, die im Rahmen ihrer Arbeit in Forschung und Lehre aufgetreten sind nach der Methode der kollegialen Beratung. Die Mentees betreuen sich dabei selbstständig nach einer fachgerechten Einführung in die Methode. Eine aktive Mitgestaltung durch die Teilnehmer*innen ist hier gewünscht: Die Beratung erfolgt anhand der Themen, die sie mitbringen!

Themen-Coaching: Die Beratung in den Eins-zu-Eins-Mentoring-Beziehungen und den Beratungsgruppen wird ergänzt durch professionelle Workshops und Seminare zu ausgewählten zielgruppenspezifischen Themen, die 3-4 Mal im Jahr für die Teilnehmer*innen des Programms angeboten werden. Jede*r Mentee sollte an 2 Coachings pro Jahr teilnehmen. Neben den Workshops für alle Mentees werden auch Veranstaltungen speziell für die weiblichen Teilnehmenden angeboten. Zudem finden für jeden Jahrgang ein Eröffnungs- und ein Abschlussworkshop statt, die verpflichtend zu besuchen sind.

 

Wie kann ich mich bewerben?

Das Mentoring soll Sie auf eine Karriere, die auf Ihrer wissenschaftlichen Qualifikation basiert, vorbereiten. Ihre weiteren Karrierepläne sollten aus Ihren Bewerbungsunterlagen hervorgehen. Außerdem sollte ersichtlich werden, dass Ihre aktuelle Qualifikationsphase (Promotion/Habilitation) nicht vor Ende des Programmes beendet sein wird.

mehr Infos zum Bewerbungsverfahren

Promovierende müssen folgende Bewerbungsunterlagen einreichen:

  • Anschreiben mit Darlegung Ihrer Motivation zur Programmteilnahme (1 Seite)
  • Ausgefüllter Profilbogen (PDF 410 KB)
  • Exposé des Promotionsvorhabens mit Zeitplan
  • Abschlusszeugnis Ihres Hochschulabschlusses (Diplom/Master und Bachelor)
  • Lebenslauf (mit Publikationen soweit vorhanden)
  • Immatrikulationsbescheinigung

Postdocs müssen folgende Bewerbungsunterlagen einreichen:

  • Anschreiben mit Darlegung Ihrer Motivation zur Programmteilnahme (1 Seite)
  • Ausgefüllter Profilbogen (PDF 406 KB)
  • Exposé des Forschungsvorhabens mit Zeitplan
  • Abschlusszeugnis Ihres Hochschulabschlusses (Diplom/Master und Bachelor) und Promotionsurkunde
  • Lebenslauf (mit Publikationen)

Juniorprofessor*innen müssen folgende Bewerbungsunterlagen einreichen:

  • Anschreiben mit Darlegung Ihrer Motivation zur Programmteilnahme (1 Seite)
  • Ausgefüllter Profilbogen
  • Abschlusszeugnis Ihres Hochschulabschluss (Diplom/Master und Bachelor) und Promotionsurkunde
  • Lebenslauf (mit Publikationen)

Senden Sie Ihre Bewerbung bitte sowohl postalisch als auch elektronisch an den SWN unter folgender Adresse:

FernUniversität in Hagen
Service Wissenschaftlicher Nachwuchs
z. Hd. Dr. des. Maria Verena Peters
Gebäude 5, B013
Universitätsstr. 47
58084 Hagen


E-Mail: swn

 

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

  • Sie sollten sich anhand der entsprechenden Fragen im Profilbogen zunächst Gedanken über Ihre Anforderungen an eine geeignete Mentorin oder einen geeigneten Mentor machen. Im Anschluss hieran sollten Sie zunächst überlegen, ob Sie im Laufe Ihrer bisherigen akademischen Tätigkeit schon geeigneten Personen begegnet sind, z.B. auf Konferenzen oder Workshops oder durch Forschungskooperationen. Tauschen Sie sich auch ruhig mit Kolleg*innen über passende Personen aus. Sie können dann eine Recherche an den nächstgelegenen Universitäten/Fachhochschulen/Forschungseinrichtungen oder in der Region Ihrer Wahl beginnen und dort die Vertreter*innen des jeweils für Sie passenden Forschungsgebietes durchgehen. Dabei sollten Sie nicht fachlich zu eng suchen - Sie suchen nicht in erster Linie eine fachliche Betreuung Ihrer Arbeit sondern jemand, der gut in die für Sie relevante wissenschaftliche Community eingebunden ist. Sollte sich die Akquise schwierig gestalten, stehen wir ihnen gerne mit weiterer Beratung zur Verfügung.

  • Grundsätzlich bemühen wir uns, alle Bewerber*innen, die die Teilnahmevoraussetzungen erfüllen und eine formal vollständige Bewerbung fristgerecht eingereicht haben, aufzunehmen. Diese Voraussetzungen sind:

    • Zugehörigkeit zur FernUniversität
    • Weiterer Verbleib an der FernUniversität für mindestens den gesamten Programmdurchgang

    Die Programmplätze sind auf insgesamt 20 begrenzt. Sollte eine Auswahl notwendig werden, wird nach Prinzipien der strukturellen Benachteiligung ausgewählt. Die Hälfte der Programmplätze sind durch eine Förderung durch das Gleichstellungskonzept für Frauen vorgesehen. Außerdem werden weitere Faktoren struktureller Benachteiligung wie Herkunft aus einer Nicht-Akademiker-Familie, Flucht- oder Migrationshintergrund, körperliche Beeinträchtigung oder Pflegeverpflichtung bei der Auswahl in Betracht gezogen. Alle Angaben Ihrerseits zu Ihrer persönlichen Situation sind freiwillig und werden vertraulich behandelt.

  • Wir erheben keine Teilnahmegebühren. Kosten entstehen Ihnen lediglich ggf. für die Anreise zu Ihrer Mentorin oder Ihrem Mentor. Diese Reisekosten kann die FernUniversität leider nicht übernehmen.

  • Ja. Sie müssen nachweisen, dass Sie der FernUniversität zugehörig sind. Dies kann genauso über Ihr Qualifikationsvorhaben oder ein Drittmittelprojekt, wie über eine Haushaltsstelle sein. Wichtig ist nur, dass Sie dokumentieren können, dass Sie aktiv forschend tätig sind.

  • Grundsätzlich sollten Sie folgende Zeitbedarfe einplanen:

    • Rahmenprogramm (Auftakt- und Abschlussworkshop): 1,5 Tage
    • etwa 4-6 Treffen mit dem/der Mentor/in à ca. 2 Std., plus ggf. Anreise: 1-2 Tage
    • 2 Themen-Coachings/Workshops von je 1,5 Tagen: 3 Tage
    • etwa alle 6-8 Wochen Teilnahme an einer kollegialen Beratungsgruppe à 3 Std.: 2 Tage (allerdings frei terminierbar und oft in den Abendstunden gelegen)

    Sie steuern den Zeitbedarf durch die Auswahl der Mentorin bzw. des Mentors und durch die selbst zu organisierende Zeitplanung Ihrer kollegialen Beratungsgruppen ein Stück weit selbst. Insgesamt sollten Sie aber mit ca. 8 Arbeitstagen Zeitaufwand innerhalb des Programmdurchgangs rechnen.

  • Ja. Sie haben, sofern Sie im nächsten Jahr noch an der FernUniversität sind, wiederum die Chance sich zu bewerben. Gern erörtern wir auch im Beratungsgespräch mit Ihnen, wie Sie die Erfolgschancen einer Folgebewerbung erhöhen.


 

Kontakt und Beratung:

Service Wissenschaftlicher Nachwuchs
E-Mail: swn

Maria-Verena Peters
E-Mail: maria-verena.peters
Telefon: +49 2331 987 4707

Christine Charon
E-Mail: christine.charon
Telefon: +49 2331 987 1343