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Von Staub zu Bits: Wissen, Archive und historische Forschung im Zeitalter des digitalen turn

Zahlreiche Regalmeter Aktenmaterial unterschiedlichster Gattungen aus den verschiedensten Archiven wurden in jüngster Vergangenheit digitalisiert und online zugänglich gemacht. Trotz der damit verbundenen Veränderungen sowie dem hohen Innovationspotential für die Geschichtswissenschaft, wird diesem Aspekt bislang nur selten ein zentraler Stellenwert an deutschsprachigen Universitäten eingeräumt. Ziel dieses Projektes in der Lehre in unserem Lehrgebiet ist es, den kritischen Umgang mit historischen Materialien zu vertiefen und gleichzeitig über die Vor- und Nachteile digitaler Archivpraktiken zu reflektieren. So kann die Vermittlung der Geschichte der europäischen Moderne auf eine grundlegend neue, in der vordigitalen Zeit so nicht mögliche Weise empirisch materialnah erfolgen und neue aktuelle Perspektiven auf die in den Modulen behandelte Thematik der Vielfalt der europäischen Moderne eröffnen. Die Umsetzung eines virtuellen Klassenzimmers im Rahmen dieses Projektes soll dabei die Schwerpunkte auf die Reflexion des Zusammenhangs von digitalen Medien und Wissen einerseits und auf die systematische Einbindung von digitalen Ressourcen in das Geschichtsstudium andererseits setzen. Der in den traditionellen Studienbriefen bisher nicht berücksichtigten Recherche in digitalen Archiven wird im virtuellen Klassenzimmer deshalb ein methodenreflexiver Schwerpunkt gewidmet als auch das quellenbasierte Arbeiten gefordert und gefördert.


Leitung des Projektes

Dr. Lars Fischer, ist Wissenschaftlicher Onlinetutor am Lehrstuhl von Frau Professor Przyrembel. Nach seiner Promotion über die Haltung der klassischen deutschen Sozialdemokratie (also vor dem ersten Weltkrieg) zum Antisemitismus (2003) lehrte er bis 2016 am UCL (University College London) und in Cambridge. Schwerpunktmäßig beschäftigt er sich historisch und konzeptionell mit der Antisemitismusforschung, der Kritischen Theorie und dem möglichen Nutzen einer stärkeren Beachtung der Musik durch AllgemeinhistorikerInnen. In Cambridge leitete er von 2009 bis 2013 den Master-Fernstudiengang The Study of Jewish-Christian Relations. Für weitere Angaben, siehe: https://criticaltheoriesofantisemitism.net/lars-fischer-profile/

Christopher Horstmann M.A., Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrgebiet „Geschichte der Europäischen Moderne“ an der FernUniversität Hagen. Studierte an der Ruhr-Universität Bochum Geschichte, Archäologische Wissenschaften sowie Ur- und Frühgeschichte und verfasste seine Masterarbeit zu den Außenlagern des KZ Buchenwald am Bochumer Verein und den Annener Gussstahlwerken in Witten-Annen.

Koordination des Projektes

Claudia Scheel M.A., seit ihrem Masterabschluss in Geschichte und der Neueren deutschen Literatur an der FernUniversität in Hagen Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrgebiet „Geschichte der Europäischen Moderne“ und Beauftragte des Moduls G5 im Bachelorstudiengang Kulturwissenschaften. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte liegen in der Deutschen Geschichte des 19. und 20. Jahrhundert, der Erinnerungskultur sowie der Geschichte des Ersten Weltkrieges als auch die Geschichte des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge und der Sepulkralkultur im Ersten Weltkrieg. Für weitere Angaben, siehe: http://www.fernuni-hagen.de/geschichte/lg2/team/claudia.scheel.shtml

21.11.2018
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Historisches Institut, LG Neuere Deutsche und Europäische Geschichte, 58084 Hagen