Präsenzveranstaltung

Thema:
Digital Humanities und biografische Forschung
Adressatenkreis:

BA KuWi, Modul Digital Humanities; auf Anfrage auch für weitere interessierte Geschichtsstudierende
Ort:
Hagen
Adresse:
FernUniversität in Hagen
Regionalzentrum Hagen
Universitätsstraße 21, Geb. 8, Raum B118
58097 Hagen
Termin:
08.11.2019 bis
09.11.2019
Zeitraum:
Frei, 08.11.2019, 17.00 - 21.00 Uhr
Sa, 09.11.2019, 09.30 - 16.00 Uhr
Leitung:
Dr. Eva Ochs
Dennis Möbus
Anmeldefrist:
03.11.2019
Anmeldung:
Bitte melden Sie sich auf dieser Seite (siehe unten) online an.
Auskunft erteilt:
Dr. Eva Ochs , Telefon: +49 02331/987-2547

Das Seminar richtet sich an Studierende, die ein besonderes Interesse am Ausprobieren digitaler Tools für die Erschließung und Analyse ausgewählter biographischer Quellen haben. Im Mittelpunkt werden die Gattungen Tagebuch, Bilder und Interviews stehen.

Im thematischen Bereich der Familiengeschichte haben sich bei der Frage nach dem Wandel im Selbstverständnis und in der Präsentation von Familie Bilder als aussagekräftige Quellen erwiesen. Seit wann lassen sich Familien wie abbilden? Welche kulturellen oder sozialen Unterschiede werden dabei erkennbar? Wie veränderten sich die Abbildungen zwischen dem 18. und dem frühen 20. Jahrhundert? Wie vollzog sich der Wandel von Gemälden zu Fotografien? Diesen und weiteren Fragen wollen wir anhand ausgewählter Bildquellen nachgehen; dabei werden digitale Werkzeuge wie das Programm MAXQDA für die Sammlung, Erschließung und die Analyse von Bildquellen ausprobiert.

Zusätzlich wollen wir auch die Möglichkeiten betrachten, die das Programm MAXQDA im Bereich der Oral History bei der Erschließung und Analyse von lebensgeschichtlichen Interviews bietet.

Das Tagebuch ist eine zentrale Quelle der biographischen Forschung und bietet intime Einblicke in die Verarbeitungsprozesse alltäglicher Erfahrung. Um die optimale Quellenbasis für ein spezifisches Erkenntnisinteresse zusammenzutragen, vertrauen Historiker_innen gerade bei sehr umfangreichen Tagebuch-Nachlässen zumeist auf ihre Fähigkeit des „Querlesens“. Doch dabei werden allzu leicht bedeutende Details übersehen, Ermüdungserscheinungen beeinträchtigen zudem die Aufmerksamkeit.

Abhilfe schafft hier das „Text Mining“, das unter Zuhilfenahme des Computers einfache Aussagen über Textinhalte automatisiert, schnell und standardisiert liefert. Die basalen Methoden des „Text Mining“ sollen die Studierenden mit der Programmiersprache Python erlernen und ein Gespür für die Zuverlässigkeit digitaler Datenanalyse bekommen – Vorkenntnisse in der Programmierung sind nicht erforderlich. Die erzielten Ergebnisse sollen im Anschluss durch eine qualitative Gruppeninterpretation kontrastiert und präsentiert werden.

Grundlage für die quantitativen Methoden des „Text Mining“ ist die digitale Transkription der Quelle. Deshalb wird der Analyse noch eine Einführung in die Software „Transkribus“ vorangestellt, die Maßstäbe im Bereich der automatischen Handschriftenerkennung setzt und ihr Potential an der vorliegenden Quelle unter Beweis stellen soll.

Technische Voraussetzungen

Es sind keine Programmierkenntnisse erforderlich. Die Teilnehmer_innen sollen ihre eigenen Laptops benutzen. Bitte installieren Sie VOR BEGINN der Veranstaltung folgende Programme auf Ihrem Gerät, um einen reibungslosen Ablauf des Seminars zu gewährleisten:

https://transkribus.eu/Transkribus/

(Registrierung erforderlich)

https://www.maxqda.de/demo

(Registrierung erforderlich - beachten Sie den Testzeitraum und installieren Sie das Programm NICHT VOR DEM 28. Oktober!)

https://www.python.org/downloads/release/python-356/

Kontakt:

Eva.Ochs@fernuni-hagen.de

Insbesondere bei Nachfragen technischer Art: Dennis.Moebus@fernuni-hagen.de

Online-Anmeldung

Bitte füllen Sie das Formular vollständig aus. Sie sind damit verbindlich angemeldet und erhalten keine weitere Bestätigung.

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12.02.2020