Logo

Präsenzveranstaltung

Illustration
Thema:

Der Spanische Bürgerkrieg 1936-1939

Adressatenkreis: BA KuWi: Modul G6; offen für alle Geschichtsstudierenden
Ort: Hamburg
Adresse: Regionalzentrum Hamburg
FernUniversität in Hagen
Regionalzentrum Hamburg
Amsinckstraße 57
Raum 4/5
20097 Hamburg
Termin: 18.01.2019 bis
19.01.2019
Zeitraum: Fr, 18.01.2019 16.00-21.00 Uhr
Sa, 19.01.2019 09.00-16.00 Uhr
Leitung: Paul Schrader M.A.

Anmeldefrist: 16.12.2018
Anmeldung: Sie erhalten ca. 8 Wochen vor der Veranstaltung die Möglichkeit, sich auf dieser Seite online anzumeldnen.
Auskunft erteilt: E-Mail: Andrea Buczek
Telefon: +49 02331/987-2110

Inhalt und Ziele des Seminars

Im Juli 1936 putschten Teile des spanischen Militärs gegen die amtierende Regierung und lösten so einen dreijährigen Bürgerkrieg zwischen regierungstreuen und aufständischen Einheiten aus, in dessen Verlauf massive Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen begangen wurden. Das Seminar untersucht Ursachen, Verlauf und Folgen des Bürgerkrieges in insgesamt vier thematischen Blöcken. Im ersten Teil widmen wir uns den Kriegsursachen – wie der gesellschaftlichen Polarisierung, dem Kolonialkrieg in Marokko und der politischen Radikalisierung des Militär. Im zweiten Teil werden wir den Kriegsverlauf analysieren und dabei insbesondere auf die Internationalisierung des Konflikts eingehen, die sich etwa im Einsatz internationaler Freiwilligenverbände, in der Unterstützung der Konfliktparteien durch europäische Staaten und Solidaritätsbewegungen oder in der weltweiten Medienberichterstattung zeigte. Daran anschließend werden wir im dritten Teil einen Blick auf die unterschiedlichen Gesellschaftsentwürfe beider Spanien werfen sowie auf die Formen der Massengewalt jenseits des Kriegsgeschehens eingehen. Eine letzte Kurseinheit beschäftigt sich mit der Repräsentation des Bürgerkriegs in der Erinnerungskultur sowie in Literatur und Film im franquistischen und demokratischen Spanien sowie im Nationalsozialismus, der Bundesrepublik und der DDR.

Der Schwerpunkt des Seminars liegt damit weniger auf militär-, als auf kultur- und globalhistorischen Aspekten des Themas. Methodisch werden wir uns mit Ansätzen aus der Gewaltgeschichte, der sog. Neuen Militärgeschichte sowie der Erinnerungsforschung beschäftigen. Als Auflockerung zwischen den Kurseinheiten werden Ausschnitte von Filmen angeschaut und diskutiert, welche die Geschichte des Konflikts und seine Auswirkungen verhandeln. Außerdem sollen im Kurs grundlegende historische Arbeitsweisen wie Quellenanalysen und Präsentationen geübt werden.

Zum Ablauf

Das Seminar besteht aus Vorträgen, Diskussionen und der gemeinsamen Lektüre von ausgewählten Quellen und Filmdokumenten während des Seminars. Bitte teilen Sie mir bei der Anmeldung mit, über welche Sprachkenntnisse Sie verfügen, damit ich die Quellen entsprechend auswählen kann. Es ist erwünscht, dass Studierende während des Seminars einen kurzen Impulsvortrag halten oder eine Textpatenschaft über eine historische Quelle bzw. einen Forschungstext übernehmen.

Literatur zur Einführung (fakultativ):

Baumeister, Martin/ Schüler-Springorum, Stefanie (eds.): “If you tolerate this…”. The Spanish Civil War in the Age of Total War. Frankfurt am Main: C.H. Beck.

Beevor, Anthony (2016): Der Spanische Bürgerkrieg, 1936-1939. München: Pantheon.

Bernecker, Walther L. (2006): Kampf der Erinnerungen. Der Spanische Bürgerkrieg in Politik und Gesellschaft. Nettersheim: Verlag Graswurzelrevolution.

Enzensberger, Hans Magnus (1977): Der kurze Sommer der Anarchie. Buenaventura Durrutis Leben und Tod. Roman. Frankfurt am Main: Suhrkamp. (Oder andere Ausgaben.)

Martínez Rus, Ana (2014): Mujeres y Guerra Civil. Un balance historiográfico. En: Studia Historica. Historia Contemporánea 32, pp. 333-343.

Orwell, George (1952): Homage to Catalonia. New York: A Harvest book. (Oder andere und übersetzte Ausgaben.)

Schüler-Springroum, Stefanie (2010): Krieg und Fliegen. Die Legion Condor im Spanischen Bürgerkrieg. Paderborn u.a.: Ferdinand Schöningh.

31.08.2018
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Historisches Institut, LG Neuere Deutsche und Europäische Geschichte, 58084 Hagen