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Präsenzveranstaltung

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Thema:

Einführung in die digitalen Methoden der biographischen Forschung: Computergestützte Analyse von Briefserien und Familienfotografien

Adressatenkreis: offen für alle Geschichtsstudierenden
Ort: Hamburg
Adresse: Regionalzentrum Hamburg
FernUniversität in Hagen
Regionalzentrum Hamburg
Amsinckstraße 57
Raum 4/5
20097 Hamburg
Termin: 22.03.2019 bis
23.03.2019
Zeitraum: Fr, 22.03.2019 17.00-21.00 Uhr
Sa, 23,03.2019 09.00-16.00 Uhr

Leitung: Dr. Eva Ochs
Dennis Moebus
Anmeldefrist: 24.02.2019
Anmeldung: Leider keine Anmeldung mehr möglich!
Auskunft erteilt: E-Mail: Dr. Eva Ochs
Telefon: +49 02331/987-2547

Das Seminar richtet sich an Studierende, die ein besonderes Interesse am Ausprobieren digitaler Tools für die Erschließung und Analyse ausgewählter biographischer Quellen haben. Im Mittelpunkt werden die Gattungen Tagebuch und Bilder stehen.

Im thematischen Bereich der Familiengeschichte haben sich bei der Frage nach dem Wandel im Selbstverständnis und in der Präsentation von Familie Bilder als aussagekräftige Quellen erwiesen. Seit wann lassen sich Familien wie abbilden? Welche kulturellen oder sozialen Unterschiede werden dabei erkennbar? Wie veränderten sich die Abbildungen zwischen dem 18. und dem frühen 20. Jahrhundert? Wie vollzog sich der Wandel von Gemälden zu Fotografien? Diesen und weiteren Fragen wollen wir anhand ausgewählter Bildquellen nachgehen; dabei werden digitale Werkzeuge wie das Programm MAXQDA für die Sammlung, Erschließung und die Analyse von Bildquellen ausprobiert.

Das Tagebuch ist eine zentrale Quelle der biographischen Forschung und bietet intime Einblicke in die Verarbeitungsprozesse alltäglicher Erfahrung. Um die optimale Quellenbasis für ein spezifisches Erkenntnisinteresse zusammenzutragen, vertrauen Historiker_innen gerade bei sehr umfangreichen Tagebuch-Nachlässen zumeist auf ihre Fähigkeit des „Querlesens“. Doch dabei werden allzu leicht bedeutende Details übersehen, Ermüdungserscheinungen beeinträchtigen zudem die Aufmerksamkeit.

Abhilfe schafft hier das „Text Mining“, das unter Zuhilfenahme des Computers einfache Aussagen über Textinhalte automatisiert, schnell und standardisiert liefert. Die basalen Methoden des „Text Mining“ sollen die Studierenden mit der Programmiersprache Python erlernen und ein Gespür für die Zuverlässigkeit digitaler Datenanalyse bekommen – Vorkenntnisse in der Programmierung sind nicht erforderlich. Die erzielten Ergebnisse sollen im Anschluss durch eine qualitative Gruppeninterpretation kontrastiert und präsentiert werden.

Grundlage für die quantitativen Methoden des „Text Mining“ ist die digitale Transkription der Quelle. Deshalb wird der Analyse noch eine Einführung in die Software „Transkribus“ vorangestellt, die Maßstäbe im Bereich der automatischen Handschriftenerkennung setzt und ihr Potential an der vorliegenden Quelle unter Beweis stellen soll.

Technische Voraussetzungen

Es sind keine Programmierkenntnisse erforderlich. Die Teilnehmer_innen können ihre eigenen Laptops benutzen. Bitte installieren Sie VOR BEGINN der Veranstaltung folgende Programme auf Ihrem Gerät, um einen reibungslosen Ablauf des Seminars zu gewährleisten:

https://transkribus.eu/Transkribus/ (Registrierung erforderlich)

https://www.maxqda.de/demo (Registrierung erforderlich - beachten Sie den Testzeitraum und installieren Sie das Programm NICHT VOR DEM 9. März!)

https://www.python.org/downloads/release/python-356/

Wer einen Rechner von der FernUni benötigt muss sich bis SPÄTESTENS 8.2.19 per Mail bei dennis.moebus@fernuni-hagen.de melden!

25.02.2019
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Historisches Institut, LG Neuere Deutsche und Europäische Geschichte, 58084 Hagen