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Präsenzveranstaltung

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Thema:

Frausein und Unterwegssein - Weibliche Reiseunternehmungen im "langen" 19. Jahrhundert

Adressatenkreis: BA KuWi: Modul G4; MA EuMo: Modul 6G; MA GeEu: Modul II; Modul IV; offen für alle Geschichtsstudierenden
Ort: Bregenz
Adresse: Zentrum für Fernstudien Bregenz
Belruptstraße 10
A-6900 Bregenz

Die genaue Raumbezeichnung wird noch bekannt gegeben.
Termin: 03.05.2019 bis
04.05.2019
Zeitraum: Freitag,03.05.2019, 09:00 bis 18:00 Uhr,
Samstag, 04.05.2019, 09:00 bis 18:00 Uhr
Leitung: Barbara Schneider, M.A.
Anmeldefrist: 22.03.2019
Anmeldung: ONLINE-Anmeldung s. unten
Auskunft erteilt: E-Mail: Barbara Schneider
Telefon: +49 2331 987 - 2135
E-Mail: Karin Gockel
Telefon: +49 2331 987 - 2122

„Aber was soll ich glauben, wenn Dir der, nicht scherzhafte, nur allzu ernstliche Wunsch entschlüpft, Du möchtest die Welt bereisen? Ist es auf Reisen, daß man Geliebte suchet und findet? Ist es dort wo man die Pflichten der Gattin und der Mutter am zweckmäßigsten erfüllt? Oder willst Du endlich wenn Dir auch das Reisen überdrüssig ist, zurückkehren, wenn nun die Blüte Deiner Jahre dahingewelkt ist, und erwarten, ob ein Mann philosophisch genug denke, Dich dennoch zu heiraten? Soll er Weiblichkeit von einem Weibe erwarten, deren Geschäft es während ihrer Reise war, sie zu unterdrücken? … Nicht einen Zaun, nicht einen elenden Graben kannst du ohne Hülfe eines Mannes überschreiten.“

Diese Worte, die der Dichter H. von Kleist im Mai 1799 an seine Schwester Ulrike schrieb, wird dem Sinn nach so manche reiselustigen Frau des „langen 19. Jahrhundert“ mit auf den Weg genommen haben. Gleichwohl reisten sie und sie reisten „erfolgreich“ – d. h.: sie überschritten Grenzen im doppelten Sinne; und sie hinterließen Reiseberichte, Briefe, Tagebücher, Autobiographien, Erzählungen und Romane. In der angekündigten Präsenzveranstaltung: Frausein und Unterwegssein - Weibliche Reiseunternehmungen im "langen" 19. Jahrhundert werden sowohl die Besonderheiten des weiblichen Reisens als auch die überlieferten weiblichen Reiseerfahrungen als historisch relevante Besonderheit(en) Diskussionsgegenstand sein. Als Diskussionsgrundlage dienen sowohl die Biografien/Reisebiografien verschiedener „Reisendinnen“ als auch eine Auswahl der damit zusammenhängenden „Reisenachlässe“. Diese Auswahl wird sich insbesondere auf Frauen konzentrieren, die in außereuropäischen Regionen unterwegs waren. Dazu zählen u. a.: Ida Pfeiffer (1797-1858), Flora Tristan (1803-1844), Mary French Shaldon (1847-1936), Therese Prinzessin von Bayern alias Gräfin Elpen (1850-1925), Marie von Bunsen (1839-1922), Daisy Bates (1859-1951), Alma Karlin (1889-1950) und Annemarie Schwarzenbach (1908-1942).

Zur Seminarvorbereitung wird eine Moodle-Plattform eingerichtet werden, auf der die für das Seminar notwendigen Texte zur Verfügung gestellt werden.

Literaturempfehlungen:

Brenner, Peter J. (Hg.) 1989: Der Reisebericht. Die Entwicklung einer Gattung in der deutschen Literatur, Frankfurt/ Main.

Dekat, Volker 2017: Autobiographie als geschichtswissenschaftliches Problem, in: Depkat, Volker/ Pyta (Hg.): Autobiographie zwischen Text und Quelle, Berlin, S. 23-42.

Fell, Karolina Dorothea 1998: Kalkuliertes Abenteuer. Reiseberichte deutschsprachiger Frauen (1920-1945), Stuttgart.

Gnüg, Hiltrud (Hg.) 2016: Frauen, Literatur, Geschichte. Schreibende Frauen vom Mittelalter bis zur Gegenwart. 2. Auflage, Stuttgart.

Potts, Lydia (Hg.) 1995: Aufbruch und Abenteuer. Frauen-Reisen um die Welt ab 1785, Frankfurt/ Main.

Schlieker, Kerstin 2003: Frauenreisen in den Orient zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Weibliche Strategien der Erfahrung und textuellen Vermittlung kultureller Fremde, Berlin.

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Karin Gockel | 05.03.2019
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Historisches Institut, LG Neuere Europäische und Außereuropäische Geschichte, 58084 Hagen