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Präsenzveranstaltung

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Thema:

Entdecken, erobern, erschließen? Kartographie, "Entdecker"-Nachlässe und Kolonialismus

(mit Archivtag im Leibniz-Institut für Länderkunde)

Adressatenkreis: BA KuWi: Modul G2; Modul G4; MA EuMo: Modul 6G; MA GeEu: Modul II; Modul IV; offen für alle Geschichtsstudierenden
Ort: Leipzig
Adresse: Regionalzentrum Leipzig
Städtisches Kaufhaus
Treppenhaus B
Universitätsstr. 16
04109 Leipzig

Die genaue Raumbezeichnung wird noch bekannt gegeben.

Leibniz-Institut für Länderkunde
Schongauerstraße 9
04328 Leipzig
(gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen: https://www.ifl-leipzig.de/de/das-ifl/anfahrt.html )

Termin: 28.06.2019 bis
29.06.2019
Zeitraum: Freitag, 28.06.2019, 09:00 bis 18:00 Uhr,
Leibniz-Institut für Länderkunde
(bis ca. 16:00 Uhr gemeinsame Sitzung im Institut für Länderkunde, im Anschluss Möglichkeit der Besprechung von Hausarbeitsthemen und Abschlussarbeiten etc.)

Samstag, 29.06.2019, 09:00 bis 18:00 Uhr
Regionalzentrum Leipzig
Leitung: Dr. Fabian Fechner
Anmeldefrist: 27.05.2019
Anmeldung: ONLINE-Anmeldung s. unten
Auskunft erteilt: E-Mail: Dr. Fabian Fechner
Telefon: +49 2331 987 - 2124
E-Mail: Karin Gockel
Telefon: +49 2331 987 - 2122

Reiseberichte werden insbesondere im 19. Jahrhundert zu Lieblingen des Lesepublikums: In schmucken Einbänden kommen sie daher, mit prächtigen Abbildungen und Landkarten, in einem gefälligen Schreibstil. Vom Inneren Afrikas berichten die Erforscher und Entdecker, von den Andenhöhen, den Südseeinseln und Polarregionen und bringen so Exotik und Abenteuer in deutsche Wohnstuben. Zahlreiche Berichte vertreten zudem einen wissenschaftlichen Anspruch.

Die Berichte und Landkarten scheinen wie aus einem Guss. Doch wie sind sie entstanden? Wie sind die Schritte zum fertigen „Produkt“, wie wurden die Forschungsreisen finanziert, vorbereitet und durchgeführt? Wie sah die Arbeitsteilung auf den Reisen aus, bei der indigene Begleiter und Informanten eine zentrale Rolle einnahmen? Welche Rückschläge und Katastrophen – die im fertigen Rechenschaftsbericht gerne verschwiegen wurden – gab es während der Reise? Welche „Plagiate“ wurden besser verschwiegen, die den Ruhm des „Entdeckers“ geschmälert hätten? Welchen Zensureingriffen unterlagen die Reiseberichte vor der Drucklegung, bei denen etwa kritische Anmerkungen zur Sklaverei getilgt wurden?

Diese Fragen sind nur an Archivmaterial zu beantworten, das die Grundlage der veröffentlichten Landkarte und Berichte war: Messungen, Tabellen, Manuskripte, Kartenskizzen, Tagebücher, Routenaufnahmen. Um dieses Material vor Ort kennenzulernen, werden wir den ersten Seminartag (Freitag) im Archiv des Instituts für Länderkunde in Leipzig verbringen. Es handelt sich dabei bundesweit um eine der bedeutendsten Sammlungen zu Entdeckungsreisen des 19. und 20. Jahrhunderts, die wir während einer Führung kennenlernen werden. Wir werden uns unter anderem die Aufzeichnungen von Hans Meyer (1858-1929) anschauen, einem Weltreisenden und hervorragenden Selbstvermarkter, der zu den Erforschern des Kilimandscharo gehört. An weiteren Nachlässen werden wir weitere Spezifika des „zweiten“ Entdeckungszeitalters gemeinsam herausarbeiten. Am Samstag werden wir im Regionalzentrum Leipzig konkret am Material arbeiten und Manuskripte mit gedruckten Reiseberichten vergleichen sowie die (ggf. manipulativen) Aussageabsichten von Karten und Atlanten analysieren.

Hinführende Literatur

Matthies, Volker: Im Schatten der Entdecker. Indigene Begleiter europäischer Forschungsreisender, Berlin 2018.

Deimel, Claus/Sebastian Lentz/Bernhard Streck (Hg.): Auf der Suche nach Vielfalt. Ethnographie und Geographie in Leipzig, Leipzig 2009.

Keighren, Innes M./Charles W. J. Withers/Bill Bell (Hg.): Travels into print. Exploration, writing, and publishing with John Murray, 1773-1859, Chicago 2015.

Hanle, Adolf, "Meyer, Hans" in: Neue Deutsche Biographie 17 (1994), S. 298-299 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119239353.html#ndbcontent

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(mit Archivtag im Leibniz-Institut für Länderkunde)
(28.06.2019 bis 29.06.2019 in Leipzig) verbindlich an.

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Karin Gockel | 08.05.2019
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