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Zwangsarbeit in Hagen: Lebensgeschichtliche Befragung ehemaliger „Ostarbeiter“

Status: abgeschlossen

Hagen war im Zweiten Weltkrieg ein wichtiger Produktionsstandort der Rüstungsindustrie. Besondere Bedeutung hatte zum einen die in Hagen und Hohenlimburg ansässige Stahlindustrie als Zulieferer etwa für den Bau von Kampfpanzern sowie die Hagener Akkumulatorenfabrik in der Produktion von Spezialbatterien für die Kriegsmarine. Seit 1941 wurden vom Arbeitsamt Hagen vermehrt Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene angefordert. Insgesamt wurden auf dem Gebiet der heutigen Stadt Hagen zwischen 1939 und 1945 rund 25.000 ausländische Arbeitskräfte und Kriegsgefangene eingesetzt, und zwar in der Rüstungsindustrie, in Kleinbetrieben und Handwerksunternehmen, in der Landwirtschaft und in Privathaushalten sowie in öffentlichen Betrieben.
Das Historische Centrum Hagen arbeitet an der Aufarbeitung der Geschichte der Zwangsarbeit in Hagen und hat eine Website [externer Link] eingerichtet, die über den aktuellen Stand informiert. Das Institut für Geschichte und Biographie führt im Auftrag des Historischen Centrum Hagen eine lebensgeschichtliche Befragung ehemaliger „Ostarbeiter und -arbeiterinnen“ durch, bei der es neben der Erfahrung der Zwangsarbeit vor allem auch um die Folgen nach der Rückkehr in die Heimat und die Verarbeitung all dessen geht.

05.08.2008 11:29
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Institut für Geschichte und Biographie, 58097 Hagen, E-Mail: igb@fernuni-hagen.de