Strukturelle Verankerung und Steuerungsinstrumente

Die FernUniversität fasst Gender Mainstreaming als strategische Querschnittsaufgabe auf. Gleichstellungsaspekte, die aus unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern resultieren, werden bei allen hochschulpolitischen Planungs- und Entscheidungsprozessen von Anbeginn berücksichtigt.

Die Gleichstellungsarbeit in der FernUniversität basiert auf rechtlichen Vorgaben und verschiedenen Instrumenten, die (Selbst-) Verpflichtungen, Anreize und individuelle Fördermöglichkeiten beinhalten. Die Gesamtverantwortung für die strategische Zielsetzung der Gleichstellungsarbeit an der FernUniversität sowie für die Umsetzung des Gleichstellungskonzepts liegt beim Rektorat.

Institutionell verankert ist die Gleichstellungsarbeit an der FernUniversität durch die:

  • Gleichstellungskommission, die die Hochschule in Fragen der Gleichstellung berät,
  • zentrale Gleichstellungsbeauftragte, die die Hochschule bei der Umsetzung der Gleichstellung von Frauen und Männern unterstützt und die Beschäftigten berät,
  • Gleichstellungsbeauftragten der Fakultäten, die die Fakultäten bei der Umsetzung der Gleichstellung von Frauen und Männern unterstützen und die Beschäftigten beraten.

Die Gleichstellungskommission wird von einem Rektoratsmitglied geleitet. Vorsitzende der Gleichstellungskommission ist seit 2008 die Kanzlerin der FernUniversität Regina Zdebel. Die zentrale Gleichstellungsbeauftragte ist von ihren Tätigkeiten freigestellt und kann sich so vollumfänglich der Aufgaben der Gleichstellungsarbeit widmen. Sie wird von einem dreiköpfigen Team (Gleichstellungsstelle) in ihrer Arbeit unterstützt und ist mit entsprechenden Räumlichkeiten und Ressourcen ausgestattet. Die Koordination der Gleichstellungsarbeit mit ihren verschiedenen Instrumenten erfolgt durch das Dezernat für Hochschulplanung der Zentralen Hochschulverwaltung, das auch die Gleichstellungskommission betreut.

Gender Mainstreaming ist an der FernUniversität in folgenden Steuerungsinstrumenten fixiert:

  • Der Rahmenplan zur Gleichstellung von Frauen und Männern schafft einen hochschulweit gültigen Ordnungsrahmen und steckt die Zuständigkeiten innerhalb der Hochschule ab.
  • Die Frauenförderpläne der Fakultäten, der Zentralen Einrichtungen und der Verwaltung hingegen konkretisieren auf Bereichsebene verbindliche Zielvorgaben sowie bereichsbezogene Maßnahmen.
  • Im Gleichstellungskonzept sind darüber hinausgehend bereichsübergreifende Ziele und Maßnahmen zur Gleichstellung von Frauen und Männern sowie entsprechende Fördermöglichkeiten festgelegt.
  • Der Leitfaden zur Berücksichtigung der Gleichstellung in Berufungsverfahren zeigt, wie Gleichstellung in Berufungsverfahren gewährleistet werden kann.

Zur qualitativen Weiterentwicklung der Gesamtstrategie des Gender Mainstreaming sind die Steuerungsinstrumente in den vergangenen Jahren mehr und mehr miteinander verzahnt und aufeinander abgestimmt worden.

in Arbeit | 20.09.2018