Gleichstellungskonzept

Das Gleichstellungskonzept ist eine entscheidende Grundlage der Verwirklichung von Geschlechtergerechtigkeit und Chancengleichheit von Frauen und Männern an der FernUniversität in Hagen. Es ergänzt den Rahmenplan zur Gleichstellung, konkretisiert dessen Ziele und beinhaltet entsprechende Maßnahmen. Das Gleichstellungskonzept fokussiert mit der Definition von Entwicklungsfeldern sowie mit Anreizsystemen und Fördermöglichkeiten vor allem die hochschulweite Gestaltung und Weiterentwicklung der Gleichstellungsarbeit.

Mit der Entwicklung ihres ersten Gleichstellungskonzepts 2010-2013 reagierte die FernUniversität auf die gestiegenen Anforderungen in Bezug auf die Verwirklichung der Gleichstellung von Frauen und Männern im Wissenschaftssystem, insbesondere auf die eingegangene Verpflichtung zur Umsetzung der Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Es stellte einen wichtigen Schritt in der Ausweitung und Professionalisierung der Gleichstellungsarbeit der Hochschule dar.

Zu den maßgeblichen Zielen gehört die Gleichstellung von Frauen und Männern auf allen Stufen einer wissenschaftlichen Karriere ebenso wie die Vereinbarkeit von Studium, Wissenschaft bzw. Beruf und Familie oder die Berücksichtigung von Genderaspekten in der Lehre.

Mit dem Gleichstellungskonzept 2014-2017 (verlängert bis 2018) – baute die FernUniversität ihre Gleichstellungsaktivitäten im Rahmen eines nachhaltigen und überzeugenden Gesamtkonzepts weiter aus. Für neun Handlungsfelder skizzierte das Gleichstellungskonzept jeweils die aktuelle Situation, formulierte klar definierte Ziele und stellte angemessene Fördermittel und Strukturen bereit, um Maßnahmen zielgerichtet und nachhaltig umsetzen zu können.

Das Gleichstellungskonzept 2019-2022

Basierend auf den Erkenntnissen des Abschlussberichts des GSK 2014-2017 wurde das dritte Gleichstellungskonzept 2019-2022 in einem partizipativen Prozess unter Beteiligung aller Bereiche entwickelt. In einer „Zukunftswerkstatt Gleichstellung“ sowie an „5 runden Tischen“ wurde mit der Hochschulleitung, den Umsetzungsverantwortlichen, den Dekan*innen, Vertreter*innen aus Lehre und Forschung sowie allen an Gleichstellung interessierten Personen die Zukunft der Gleichstellungsarbeit an der FernUniversität in Hagen entworfen.

Dieses Vorgehen hat nicht nur eine hohe Beteiligung und Mitgestaltung aller Bereiche gewährleistet, sondern auch die Bedürfnisse der unterschiedlichen Akteur*innen an der Hochschule sichtbar gemacht. In den fünf zentralen Handlungsfeldern des neuen Gleichstellungskonzeptes konnten diese hierdurch reflektiert und in neue Maßnahmen für die verschiedenen Zielgruppen der FernUniversität verwandelt werden.

HANDLUNGSFELDER ZIELE
1
Studium Erhöhung des Frauen- bzw. Männeranteils bei Studierenden und Absolvent*innen in den Fächern, in denen das jeweilige Geschlecht unterrepräsentiert ist.
2
Personalentwicklung und
wissenschaftlicher Nachwuchs

Erhöhung der Frauenanteile bei Promotionen, Habilitationen und Professuren.

Berücksichtigung des Gleichstellungsziels und relevanter Gender-Aspekte in der Personalentwicklung sowie den Fortbildungs- und Beratungsangeboten der FernUniversität.

3
Professuren Erhöhung des Frauen­anteils an Professuren (bei Unter­repräsentanz)
4
Forschung

Steigerung der Repräsentation von Frauen in der Forscung. Sichtbarmachung und Implementierung der Genderforschung an der FernUniversität.

Vernetzung von Forscher*innen, um interdisziplinäre Projekte zu fördern.

5
Gender in der Lehre Berücksichtigung von Gender-Inhalten sowie einer geschlechtergerechten Gestaltung als Element hochwertiger Lehre.

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