Gendersensible Gestaltung von Lehre

  • Erkenntnisse aus 150 Jahren Frauen-, Geschlechter- und Genderforschung führen zu der Grundannahme über Hochschullehre:

    • Bildung ist nicht geschlechtsneutral und die Hochschule kein neutraler Ort. Geschlecht und deren Hierarchisierung spielen in jeder sozialen Handlungssituation eine Rolle, damit auch in der Hochschulbildung (Kaschuba, 2005, S. 68)
    • Vorstellungen zu Geschlecht sind kulturelle und soziale Konstrukte, was der Begriff Gender umschreibt.

    Daraus folgen folgende Forderungen:

    • Die Enthierarchisierung von Geschlecht an der Hochschule über die Herstellung von Chancengleichheit und Gleichstellung aller Lernenden (und Lehrenden)
    • Dass Forschung und Lehrpraxis dazu beitragen muss, „Zuschreibungen qua Geschlecht“ zu dekonstruieren und die Herstellungsmechanismen der Konstruktion aufzudecken und abzuschaffen.

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  • Gendergerechte Sprache hat zum Ziel, dass die Subsummierung aller Geschlechter (also Frauen, Personen eines dritten Geschlechts, Transmenschen, etc.) unter die männliche Bezeichnung aufgelöst wird. Ziel ist eine inklusive oder neutrale Sprache.

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  • Gendersensible Lehre betrifft auch die Auswahl der Themen für eine Lehrveranstaltung, denn die Frauen- und Geschlechterforschung hat Einfluss auf viele wissenschaftliche Felder genommen. So gibt es heute das Fachgebiet Gendermedizin ebenso wie Gender Studies in den Ingenieurwissenschaften. Es lassen sich in den meisten Fächern Forscherinnen und Forscher finden, die das traditionelle Feld unter Genderaspekten beforschen.

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  • Bei einer gendergerechten Betreuung von und Kommunikation mit Studierenden ist es grundsätzlich wichtig die individuellen Eigenschaften und Bedürfnisse der Studierenden wahrzunehmen. Räumen Sie deswegen der Betreuung Zeit und Ressourcen ein.

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  • Über Bilder und Grafiken werden kulturelle Darstellungen von Gender (also dem sozialen Geschlecht) transportiert. Für die Gestaltung einer gendergerechten Lehre ist eine Sensibilisierung von genderstereotypen Darstellungen wichtig, damit Aussagen von Geschlecht entkoppelt gemacht werden können.

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  • Am Ende der Veranstaltung sollte sowohl eine Abschlussevaluation seitens der Studierenden erfolgen als auch eine reflexive Evaluation seitens der Lehrenden.

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Gleichstellungsstelle | 20.09.2018