Das Gleichstellungskonzept der FernUniversität

Was ist das Gleichstellungskonzept?

  • ... eine entscheidende Grundlage der Verwirklichung von Geschlechtergerechtigkeit und Chancengleichheit an der FernUniversität.
  • ... es ergänzt den Rahmenplan zur Gleichstellung, konkretisiert dessen Ziele und beinhaltet entsprechende Maßnahmen.
  • ... es fokussiert mit der Definition von Entwicklungsfeldern sowie mit Anreizsystemen und Fördermöglichkeiten vor allem die hochschulweite Gestaltung und Weiterentwicklung der Gleichstellungsarbeit.
 

Das Gleichstellungskonzept 2019-2022

Im Folgenden finden Sie eine detaillierte Übersicht der einzelnen Handlungsfelder und jeweiligen Maßnahmen des aktuellen Gleichstellungskonzeptes 2019-2022 sowie hier (PDF 1 MB) das Dokument zum Download.

  • Ziel: Erhöhung des Frauen- bzw. Männeranteils bei Studierenden und Absolvent*innen in den Fächern, in denen das jeweilige Geschlecht unterrepräsentiert ist.

    Zielgruppenspezifische Ansprache potentieller Studierender

    Gegenstand

    Weiterentwicklung der zielgruppenspezifischen Ansprache von neuen Studierenden im Rahmen eines Marketing-Gesamtkonzepts, insbesondere für die Fakultät für Mathematik und Informatik und für die Fakultät für Wirtschaftswissenschaft.

    Umsetzungsverantwortung

    Stabsstelle 3 Marketing und Veranstaltungsmanagement

    Inhalte

    Die FernUniversität wird ihre Expertise im Bereich Digitalisierung und Medien nutzen, um auf unterschiedlichen Kanälen und unter Berücksichtigung von Genderaspekten mögliche Interessierte für ein Studium zu motivieren, in dem ein Geschlecht derzeit unterrepräsentiert ist. Dabei werden sowohl bereits vorhandene Instrumente des Hochschulmarketings angewandt, als auch neue innovative Konzepte entwickelt. Ein zentrales Motiv sollen dabei „Vorbilder“ sein. Außerdem wird die FernUniversität als familienfreundliche Hochschule besonders hervorgehoben, um die Vereinbarkeit von Familie und Studium herauszustellen.

    Schulungen für zentrale Studienberatung/Fachstudienberatung

    Gegenstand

    Qualitätssicherung in der Studienberatung durch Gender-Kompetenz-Trainings für Studienberater*innen unter Einbezug von Genderaspekten und -inhalten in die Schulungsmaterialien.

    Umsetzungsverantwortung

    Zentrale Studienberatung/ Projekt „Gender in der Lehre“

    Inhalte

    Durch Schulungen der Zentralen Studienberatung und der Fachstudienberater*innen wird unter Einbezug von Genderaspekten die Qualitätssicherung in der Beratung von Studierenden gewährleistet. Das bestehende Seminar „Gender-Inklusions-Sensibilisierung“ für Berater*innen wird um weitere Fort- und Weiterbildungsprogramme ergänzt. Außerdem wird aus den bisherigen Erfahrungen aus der Beratungspraxis ein Praxisleitfaden erstellt, der insbesondere neue Studienberater*innen hinsichtlich Genderkompetenz unterstützt.

    Career Beratung für Studentinnen

    Gegenstand

    Unterstützung der Karriereplanung für Frauen schon während des Studiums im Hinblick auf eine wissenschaftliche Karriere.

    Umsetzungsverantwortung

    Zentrale Studienberatung/Service Wissenschaftlicher Nachwuchs

    Inhalte

    Um den Frauenanteil in der Wissenschaft zu erhöhen, wird zukünftig die Karriereplanung für Studentinnen mehr in den Fokus gerückt. Hierfür wird eine Career Beratung für Studentinnen entwickelt, die bereits während des Studiums Karrierewege aufzeigt, insbesondere mit Blick auf das Wissenschaftssystem und die Karriereplanung als Nachwuchswissenschaftlerin.

  • Ziel: Erhöhung der Frauenanteile bei Promotionen, Habilitationen und Professuren. Berücksichtigung des Gleichstellungsziels und relevanter Gender-Aspekte in der Personalentwicklung sowie den Fortbildungs- und Beratungsangeboten der FernUniversität.

    Weiterentwicklung des Personalentwicklungskonzepts „Quo Vadis FernUniversität“

    Gegenstand

    Stärkere Fokussierung auf eine gleichstellungsorientierte Personalentwicklung mit besonderem Fokus auf dem wissenschaftlichen Nachwuchs.

    Umsetzungsverantwortung

    Personalentwicklung (Dez. 3.3)/ Service Wissenschaftlicher Nachwuchs/Projekt „Gender in der Lehre“

    Inhalte

    Die bisher bestehenden vielfältigen Einrichtungen und Maßnahmen zur Personalentwicklung werden beibehalten, aber noch stärker als bisher mit gleichstellungsfördernden Zielen verbunden. So soll insbesondere das bereits existierende Personalentwicklungskonzept „Quo Vadis FernUniversität“ (2016) um den Aspekt „gleichstellungsfördernde Personalentwicklung“ nicht nur als Querschnittsthema, sondern als eines der zentralen Schwerpunktthemen erweitert werden. Dabei sollen zukünftig neben den Zielgruppen Doktorandinnen auch Post-Doktorandinnen in den Blick genommen werden.

    Weiterentwicklung eines Konzeptes zu alternativen Karrierewegen unter Berücksichtigung von Gleichstellungszielen

    Gegenstand

    Qualifizierten Frauen eine langfristige und planbare Karriereentwicklung ermöglichen.

    Umsetzungsverantwortung

    Personalentwicklung (Dez. 3.3.)/Service Wissenschaftlicher Nachwuchs

    Inhalte

    Ein weiterer Fokus wird auf die Entwicklung und Einführung eines Konzepts für planbare, transparente und alternative Karrierewege und -perspektiven gesetzt. Hier liegt der Schwerpunkt auf alternativen Karrierewegen in Lehre, Forschung, Didaktik und Management. Bei der Entwicklung werden die Karrierewege von Frauen und ihre fördernden sowie hemmenden Bedingungen verstärkt in den Blick genommen. Hierdurch werden passgenaue und zielgerichtete Angebote geschaffen.

    Ausbau der Qualifizierungsangebote um individuelle Unterstützungsangebote

    Gegenstand

    Individuelle Bedarfe bei der Karriereplanung in der Wissenschaft unterstützen.

    Umsetzungsverantwortung

    Service Wissenschaftlicher Nachwuchs/ Personalentwicklung (Dez. 3.3)

    Inhalte

    Oft ergeben sich individuelle Bedarfe in Beratungsgesprächen zur wissenschaftlichen Karriereplanung. Dem wissenschaftlichen Nachwuchs soll es ermöglicht werden, individuelle Angebote in Absprache mit dem Service Wissenschaftlicher Nachwuchs wahrzunehmen.

    Fortbildungskonzept für Führungskräfte

    Gegenstand

    Entwicklung eines Fortbildungskonzepts für Führungskräfte in Wissenschaft und Verwaltung, welches sowohl Führungs-, Forschungs-, als auch Medienkompetenz beinhaltet.

    Umsetzungsverantwortung

    Personalentwicklung (Dez. 3.3)/ Service Wissenschaftlicher Nachwuchs

    Inhalte

    Es wird ein stärkerer Fokus auf Führungskräfte in Wissenschaft und Verwaltung gelegt, die den Weg hin zur Wissenschaftskarriere ebnen. Diese sollen stärker darin geschult werden, sowohl eigene Kompetenzen zu entwickeln, als auch qualifizierte, motivierte und talentierte Frauen auf ihrem Karriereweg zu unterstützen. Weiterhin werden neue Karrierewege in der Verwaltung ermöglicht, um auch hier den Anteil der Mitarbeiterinnen in verantwortungsvollen Positionen zu erhöhen. Ziel ist es, eine gendersensible Führungskultur einzuführen.

    Entwicklung eines Konzepts zur aktiven Rekrutierung von Wissenschaftlerinnen auf allen Karrierestufen

    Gegenstand

    Gewinnung von talentierten Nachwuchswissenschaftlerinnen

    Umsetzungsverantwortung

    Service Wissenschaftlicher Nachwuchs/ Personalentwicklung (Dez. 3.3)

    Inhalte

    Es wird ein Konzept zur aktiven Rekrutierung von Promovendinnen, Post- Doktorandinnen und insbesondere Professorinnen gemeinsam mit den Fakultäten entwickelt.

    Netzwerk Promovendinnen und Netzwerk Habilitandinnen

    Gegenstand

    Die Netzwerke Promovendinnen und Habilitandinnen werden weitergeführt und inhaltlich sowie organisatorisch um weitere Angebote ergänzt.

    Umsetzungsverantwortung

    Service Wissenschaftlicher Nachwuchs

    Inhalte

    Die Netzwerke Promovendinnen und Habilitandinnen werden weitergeführt und inhaltlich und organisatorisch um weitere Angebote ergänzt.

    Postdoktorandinnen-Förderung

    Gegenstand

    Unterstützung von Postdoktorandinnen mit dem Ziel Professur

    Umsetzungsverantwortung

    Forschungsförderung (Dez. 1.2)/ Service Wissenschaftlicher Nachwuchs

    Inhalte

    Unterstützung von Postdoktorandinnen mit dem Ziel Professur. Zunächst soll eine breite Basisförderung erfolgen (Sachmittel), im Verlauf werden die Postdoktorandinnen individuell zusätzlich gefördert.

    Ausgleich Gremienarbeit

    Gegenstand

    Professorinnen werden durch zusätzliche Mittel entlastet, um Gremienarbeit leisten zu können.

    Umsetzungsverantwortung

    Koordination Gleichstellung / Dez. 4

    Inhalte

    In Anerkennung überproportionaler Beanspruchung werden Professorinnen zusätzliche Mittel für Wissenschaftliche Hilftskräfte (10 Std./ Woche) bzw. ein Budget in diesem Volumen (z.B. für short lectures, o.ä.) für den Zeitraum zur Verfügung gestellt, in dem sie mindestens in drei Gremien der Selbstverwaltung (z.B. Senat, Fakultätsrat, Berufungskommission oder Studiengangskommission) der Hochschule mitwirken. Hier finden Sie den entsprechenden Antrag sowie weitere Informationen (PDF 74 KB).

    Entlastung Fakultätsgleichstellungsbeauftragte

    Gegenstand

    Fakultätsgleichstellungsbeauftragte werden durch finanzielle Mittel entlastet, um ihr Amt wahrnehmen zu können.

    Umsetzungsverantwortung

    Gleichstellungsbeauftragte

    Inhalte

    Die Fakultätsgleichstellungsbeauftragten werden für die Erfüllung ihrer Aufgaben als Fakultätsgleichstellungsbeauftragte in der Durchführung ihrer dienstlichen Aufgaben am Lehrgebiet unterstützt, indem dem Lehrgebiet, an dem sie tätig sind, zusätzliche Mittel für Wissenschaftliche Hilfskräfte (in Höhe von 10 Std./Woche) zur Verfügung gestellt werden. Hier finden Sie den entsprechenden Antrag sowie weitere Informationen (PDF 82 KB).

  • Ziel: Erhöhung des Frauen­anteils an Professuren (bei Unter­repräsentanz)

    Transparente Berufungsverfahren

    Gegenstand

    Berufungsverfahren sollen weiterhin transparent gestaltet sein und für Männer und Frauen gleiche Chancen bieten.

    Umsetzungsverantwortung

    Rektorin, Berufungen, Professuren, Beamtinnen und Beamte, Reisekosten und Recht (Dez.3.2)

    Inhalte

    Es werden alle an Berufungsverfahren beteiligte Personen nach den Vorgaben des Berufungsleitfadens geschult, um geschlechtergerechte Auswahlverfahren bei Berufungen zu gewährleisten. Allen Bewerbenden wird ein transparentes und faires Verfahren geboten.

    Recruiting-Konzept für Professorinnen

    Gegenstand

    Erhöhung des Anteils an Bewerberinnen auf Professuren und in Folge dessen an Professorinnen.

    Umsetzungsverantwortung

    Rektorin/Gleichstellungsbeauftragte/Fakultätsgleichstellungsbeauftragte

    Inhalte

    Um die Anzahl von Bewerberinnen auf Professuren insgesamt zu erhöhen, soll ein Recruiting-Konzept für Professorinnen entwickelt werden, damit bereits vor der Ausschreibung qualifizierte Frauen gezielt angesprochen und zu einer Bewerbung motiviert werden können (strategisches Berufungsmanagement). Im gleichen Zuge sollen Ausschreibungen noch konsequenter in bestimmte (Online-)Netzwerke, abhängig vom Fachgebiet, eingespeist werden.

    Vernetzung der Professorinnen

    Gegenstand

    Das Professorinnennetzwerk wird weitergeführt und ausgebaut.

    Umsetzungsverantwortung

    Gleichstellungsbeauftragte

    Inhalte

    Die Professorinnen-Treffen werden fortgeführt und um weitere Angebote ergänzt, um die Vernetzung und den Austausch untereinander zu fördern.

  • Ziel: Steigerung der Repräsentation von Frauen in der Forscung. Sichtbarmachung und Implementierung der Genderforschung an der FernUniversität. Vernetzung von Forscher*innen, um interdisziplinäre Projekte zu fördern.

    Genderforschung

    Gegenstand

    Flexible Finanzierung von Forschungsvorhaben zu Genderfragen, um heterogene Projekte zeitunabhängig fördern zu können.

    Umsetzungsverantwortung

    Forschung und Forschungsservice (Dez. 1.2)

    Inhalte

    Durch eine offene und zeitlich flexible Förderung, werden mehr interdisziplinäre und methodisch heterogene Projekte in der Geschlechterforschung gefördert. Die Inklusion aller Fachrichtungen soll die Kooperationsbereitschaft zwischen den Lehrgebieten ermöglichen und die Sichtbarkeit von Genderforschung erhöhen. Entsprechend ist es notwendig, dass die Laufzeit der Projekte an den Bedarf der Forschenden angepasst wird, da je nach Fachrichtung eine längere Vorarbeit notwendig ist, bevor Projekte umgesetzt werden können. Daher werden Antragstellung und -fristen flexibel gestaltet, sodass auch kurzfristige Projekte ermöglicht werden können. Weitere Informationen und das entsprechende Antragsformular finden Sie auf den Webseiten des Internen Forschungsförderprogramms.

    Finanzierung der Kinderbetreuung auf Tagungen

    Gegenstand

    Bei der Teilnahme an Tagungen wird Eltern Kinderbetreuung in einem gewissen Umfang finanziert.

    Umsetzungsverantwortung

    FamilienService (Dez 3.3)

    Inhalte

    Wenn Nachwuchswissenschaftler*innen an Tagungen teilnehmen, soll die Kinderbetreuung in einem gewissen Umfang übernommen werden. Hierzu werden Richtlinien erlassen.

    Geschlechterforscher*innen Netzwerk

    Gegenstand

    Vernetzungsmöglichkeiten für Geschlechterforscher*innen an der FernUniversität und Sichtbarmachung von Forschungsergebnissen.

    Umsetzungsverantwortung

    Koordination Gleichstellung/ Genderprofessuren

    Inhalte

    Die Koordination Gleichstellung initiiert und implementiert ein interdisziplinäres Geschlechterforscher*innen-Netzwerk an der FernUniversität, in dem sich Akteur*innen aller Karrierestufen aktiv untereinander vernetzen und zu Forschungsprojekten austauschen können. Bestehende Formate, wie die Gender AG (Fakultät KSW) sowie weitere Projekte, werden zentral gesammelt und hochschulweit bekannt gemacht, sodass u.a. auch ein webbasierter Informationsaustausch ermöglicht wird. Weiterhin wird durch regelmäßige Vorlesungen, informelle Treffen, Kurzvorträge und Gesprächsrunden angestrebt, die Akzeptanz und Relevanz der Genderforschung zu stärken.

    Gleichstellungsorientiertes Monitoring

    Gegenstand

    Weiterentwicklung einer transparenten und gleichstellungsorientierten Datenerhebung

    Umsetzungsverantwortung

    Koordination Gleichstellung

    Inhalte

    Es werden fortlaufend geschlechtsdifferenzierende Daten im Rahmen der Statistik und des Berichtswesens sowie differenzierte Daten zur Gleichstellungssituation (in allen Bereichen, auf allen Ebenen der Hochschule und auf allen Stufen der wissenschaftlichen Laufbahn) erhoben und veröffentlicht. Auch im Rahmen der geplanten netzgestützten Forschungsberichterstattung wird eine geschlechtsdifferenzierende Datenerhebung und -auswertung umgesetzt und darüber hinaus eine systematische Erfassung der Habilitandinnen an der FernUniversität ermöglicht. Zudem wird im Rahmen einer Synchronisierung der Erhebung bzw. Aufbereitung der Daten zur Gleichstellungssituation ein „geschlechtsdifferenzierendes“ Kerndatenset entwickelt und im Hinblick auf verschiedene Berichtspflichten der Gleichstellungsarbeit zusammengefasst sowie in einem regelmäßigen „Gleichstellungs-Monitor der FernUniversität“ veröffentlicht.

  • Ziel: Berücksichtigung von Gender-Inhalten sowie einer geschlechtergerechten Gestaltung als Element hochwertiger Lehre.

    Expertise und Strukturen für „Gender in der Lehre“

    Gegenstand

    Unterstützung für Fakultäten und Lehrende, Gender in der Lehre zu berücksichtigen.

    Umsetzungsverantwortung

    Projekt „Gender in der Lehre“

    Inhalte

    Der bereits etablierte Gender Day wird um weitere Angebote ergänzt. Dazu gehören Schulungen, Workshops und Vorträge, allgemeine Veranstaltungen zur Sensibilisierung und konkrete Coaching-Angebote zur intensiven Beratung für an Lehre beteiligte Personen bezüglich einer geschlechtergerechten Gestaltung von Lehre. Genderkompetenz wird in vorhandene Workflows und Arbeitsprozesse implementiert.

    Gendergerechtes Studienmaterial

    Gegenstand

    Förderung von Anträgen, um Studienmaterial gendergerecht zu gestalten.

    Umsetzungsverantwortung

    Projekt „Gender in der Lehre“

    Inhalte

    Die Konzipierung und Erstellung von geschlechtergerechtem Studienmaterial und die erfolgreiche Integration von Gender-Inhalten wird finanziell gefördert und unterstützt. Dies kann entweder in Form eines intensiven Coachings der Fall sein oder in Form eines Lektorats. Erfolgreich geschlechtergerecht gestaltetes Studienmaterial wird als best-practice Beispiel auf den Webseiten platziert (siehe Maßnahme Gender Toolbox). Dies ergänzt die bereits veröffentlichte Broschüre „Gender in der Lehre und Genderkompetenz“, welche eine erste Grundlage für die Implementierung von Genderkompetenz als Qualitätsmerkmal guter Lehre darstellt. Die Integration von Gender-Inhalten in das Studienmaterial soll als Qualitätsstandard für digitale und gedruckte Studienmaterialien etabliert werden. Hier finden Sie den entsprechenden Antrag sowie weitere Informationen (PDF 97 KB).

    Gender Toolbox

    Gegenstand

    Sensibilisierung, Information und Qualifizierung von Lehrenden und an Lehre beteiligte Personen.

    Umsetzungsverantwortung

    Projekt „Gender in der Lehre“

    Inhalte

    Die bereits im letzten Gleichstellungskonzept erstellten Webseiten zum Thema „Gender in der Lehre“ (Gender Portal) werden weiter ausgebaut, aktualisiert und weiterentwickelt. Dazu gehören konkrete Vorgaben wie z.B. Informationen zu Fördermöglichkeiten für die Erstellung von geschlechtergerechten Studienmaterialien sowie geschlechtergerechter Sprache.

    Gender-Modul für Studierende

    Gegenstand

    Genderkompetenz der Studierenden stärken

    Umsetzungsverantwortung

    Koordination Gleichstellung / Genderprofessuren

    Inhalte

    Es wird angestrebt ein Gender-Modul zu etablieren, um den Wissensaufbau im Bereich Gender zu fördern und Studierende für Geschlechter(un)gerechtigkeit zu sensibilisieren. Das Gender-Modul könnte sowohl als außercurriculares Modul konzipiert und in die Studieneingangsphase implementiert werden, oder es könnte curricular verankert werden.

 

Hintergrundinformationen

Mit der Entwicklung ihres ersten Gleichstellungskonzepts 2010-2013 reagierte die FernUniversität auf die gestiegenen Anforderungen in Bezug auf die Verwirklichung der Gleichstellung von Frauen und Männern im Wissenschaftssystem, insbesondere auf die eingegangene Verpflichtung zur Umsetzung der Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Es stellte einen wichtigen Schritt in der Ausweitung und Professionalisierung der Gleichstellungsarbeit der Hochschule dar.

Zu den maßgeblichen Zielen gehört die Gleichstellung von Frauen und Männern auf allen Stufen einer wissenschaftlichen Karriere ebenso wie die Vereinbarkeit von Studium, Wissenschaft bzw. Beruf und Familie oder die Berücksichtigung von Genderaspekten in der Lehre.

Mit dem Gleichstellungskonzept 2014-2017 (verlängert bis 2018) – baute die FernUniversität ihre Gleichstellungsaktivitäten im Rahmen eines nachhaltigen und überzeugenden Gesamtkonzepts weiter aus. Für neun Handlungsfelder skizzierte das Gleichstellungskonzept jeweils die aktuelle Situation, formulierte klar definierte Ziele und stellte angemessene Fördermittel und Strukturen bereit, um Maßnahmen zielgerichtet und nachhaltig umsetzen zu können.

Basierend auf den Erkenntnissen des Abschlussberichts des GSK 2014-2017 wurde das dritte Gleichstellungskonzept 2019-2022 in einem partizipativen Prozess unter Beteiligung aller Bereiche entwickelt. In einer „Zukunftswerkstatt Gleichstellung“ sowie an „5 runden Tischen“ wurde mit der Hochschulleitung, den Umsetzungsverantwortlichen, den Dekan*innen, Vertreter*innen aus Lehre und Forschung sowie allen an Gleichstellung interessierten Personen die Zukunft der Gleichstellungsarbeit an der FernUniversität in Hagen entworfen.

Dieses Vorgehen hat nicht nur eine hohe Beteiligung und Mitgestaltung aller Bereiche gewährleistet, sondern auch die Bedürfnisse der unterschiedlichen Akteur*innen an der Hochschule sichtbar gemacht. In den fünf zentralen Handlungsfeldern des neuen Gleichstellungskonzeptes konnten diese hierdurch reflektiert und in neue Maßnahmen für die verschiedenen Zielgruppen der FernUniversität verwandelt werden.

 

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