Mediationsausbildung an der FernUniversität Hagen

Junge Menschen zeigen ihren Daumen hoch. Foto: AdobeStock/FiRM

Studienangebote

Master of Mediation

Der interdisziplinär ausgerichtete »master of mediation« bietet die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema Mediation und Konfliktmanagement in der stofflichen Breite und Tiefe eines postgraduierten Studiengangs.

Studium Mediation

Das »studium mediation« wird seit über zwanzig Jahren von der FernUniversität in Hagen veranstaltet. Es bietet eine umfassende, interdisziplinäre Mediationsausbildung über zwei Semester und eröffnet die Möglichkeit zur Spezialisierung in einem Wahlfach.

Mediation Kompakt

»mediation kompakt« ist ein Einstiegsstudium, das sachlich und zeitlich komprimiert Essentiale der Mediation vermittelt. Als Absolvent von »mediation kompakt« können Sie Konflikte rechtzeitig erkennen, ihnen vorbeugen oder mit bereits entstandenen Konfliktsituationen zukunfts-, ergebnis- und interessenorientiert umgehen.

Informationen zur aktuellen Corona-Situation

  • Sehr geehrte Studieninteressierte, liebe Studierende,

    aufgrund der Corona-Epidemie-Schutzmaßnahmen sind der Lehrstuhl und das Sekretariat weiterhin nur zeitweise besetzt.

    Wir sind daher auch telefonisch nur zeitweise erreichbar (Mo. bis Do., 9.30 -14.00 Uhr). Briefpost werden wir zweimal wöchentlich bearbeiten. Per E-Mail erreichen Sie uns, wie gewohnt, unter Mediation.

    In dringenden Fällen senden Sie uns bitte eine E-Mail (an Mediation) mit einer Telefonnummer und einer für Sie günstigen Rückrufzeit. Wir werden uns gerne zeitnah bei Ihnen melden.

    Bleiben Sie gesund!
    Ihr Team Mediation
    Stand: 14. Januar 2021

  • Sehr geehrte Studieninteressierte,

    wir begrüßen Sie herzlich zu unseren Studienangeboten Mediation. Wir freuen uns über Ihr Interesse und möchten Sie gern über die aktuellen Entwicklungen informieren:

    Wie überall hat die Corona-Pandemie auch bei uns Spuren hinterlassen, zum Glück sind wir aber auch um viele positive Erfahrungen reicher geworden. Erstaunlich für uns alle war, wie spielend der Wechsel unserer Präsenzseminare von der physischen Anwesenheit zum Online-Format gelang. Unsere interne Zusammenarbeit, die Verständigung mit den Studierenden, den Dozenten und den Interessenten: Das alles klappte beinahe aus dem Stand. Natürlich hätten wir auch gerne wieder einmal locker zusammengesessen, aber ein „locker“ gab es erst einmal nirgendwo, und die virtuellen Treffen über die Plattform Zoom liefen tatsächlich gut: schneller, bequemer von Zuhause aus, ohne kostspielige Bahn- oder Autoreisen und ohne Hotelübernachtungen.

    Auf diese Weise war es auch nicht schwer, die ersten Herausforderungen zu meistern, denn wir wollten unsere Prüfungen wie immer und vor allem rechtzeitig durchführen. Das hieß, ein durchreguliertes Verfahren von physischer auf Online-Präsenz umzustellen. Hier hatten wir immerhin einen großen Vorteil: unsere langjährige Erfahrung in der Fernlehre. Und so fanden auch alle Prüfungen plangemäß online statt!

    Genauso gut lief die Anpassung der Lehre. Es gab bereits vor Corona unser bewährtes Studienmodell „Blended Learning“, also eine Mischung aus Selbststudium und Präsenzstudium über verschiedene Medien. Das bauten wir nun aus – zu einer innovativen Lernarchitektur, mit einem neuen Akzent auf Online-Seminare. Das bedeutet mehr Flexibilität für die Teilnehmenden, denen meist mehrere Termine in Zeiteinheiten von drei bis dreieinhalb Stunden auf der Plattform Zoom abends oder am Wochenende in überschaubaren Kleingruppen mit maximal 16 Teilnehmern zur Auswahl stehen.

    Hinsichtlich der Vorgaben der Rechtsverordnung zum zertifizierten Mediator (ZMediatAusbV) ist die Rechtslage allerdings derzeit noch unklar. Nach unserem Verständnis erfüllen Online-Seminare alle Merkmale einer „Präsenzlehre“, insbesondere hinsichtlich des interaktiven Lernens und gemeinsamen Ausprobierens z. B. im Rollenspiel. Das verordnungsgebende Bundesministerium der Justiz (BMJV) erhebt gegen diese Rechtsansicht keine Einwände; es hält die Frage aber für ungeregelt und insbesondere nicht von der Rechtsverordnung geklärt. Aktuell steht die Universitätsleitung in Kontakt mit dem Ministerium, um zu einer Klärung der Situation zu gelangen. Dass Sie mit Abschluss des Studiums Mediation und des Masters of Mediation die Voraussetzungen erfüllen, sich als zertifizierte/r Mediator/in nach der ZMediatAusbV zu bezeichnen, können wir wegen der Online-Durchführung der Präsenz-Seminare derzeit aber nicht garantieren.

    Unberührt davon bleiben die Ausstellung des universitären Zeugnisses und natürlich Ihr Recht, sich Mediator/in nach dem Mediationsgesetz zu nennen und im Falle des Masterstudiengangs darüber hinaus den akademischen Titel des „Master of Mediation“ (M.M.) zu führen. Insbesondere erfüllen die Studienangebote auch die Anforderungen des § 7a der Berufsordnung für Rechtsanwälte.

    Das Online-Seminarkonzept ist bereits seit Juni 2020 im Einsatz und hat alle Beteiligten voll und ganz überzeugt. Ein willkommener Nebeneffekt: Unsere Studierenden erlernen nebenbei Medien-Skills, die ihnen nicht zuletzt auch das zukunftsträchtige Anwendungsfeld der Online-Mediation erschließen.

    Wir hoffen, dass Sie unser Programm anspricht und würden uns freuen, Sie in der einen oder anderen Form persönlich kennenzulernen.

    Prof. Dr. Katharina Gräfin von Schlieffen
    Dr. Friedrich Dauner
    Christian Stiefel (ZEUGMA GmbH)

    Stand: 4. August 2021

Studierender am PC Foto: AdobeStock/FiRM
 

Mediation – Warum und weshalb studieren?

In diesem Videobeitrag erläutert Frau Prof. Dr. Katharina von Schlieffen, welche Vorzüge die Mediationausbildung für zukünftige Mediatorinnen und Mediatoren bietet.

Zum Beitrag (externer Link)

Mediation ist ein Verfahren zur gemeinsamen Beilegung von Konflikten. Dabei sollen die streitenden Parteien durch die Vermittlung einer/eines neutralen Dritten – der Mediator/-in – darin unterstützt werden, selbst Problemlösungen zu entwickeln, die von allen Beteiligten akzeptiert werden.

Alle Studien sind interdisziplinär und verbinden Fernstudium und Präsenzseminare mit Übungen und Rollenspielen. Die Lehre liegt in den Händen erfahrener Dozenten/-innen und Praktikern/-innen aus dem In- und Ausland. Sie zusammen bilden das größte Kompetenznetzwerk, das in der deutschen Mediationsausbildung zu finden ist. Geleitet wird der Bereich von

Das “Contarini-Institut für Mediation” ist eine wissenschaftliche Einrichtung der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der FernUniversität in Hagen. Das Institut erforscht friedliche Formen der Streitbeilegung und Konfliktvermeidung im europäischen und außereuropäischen Raum, im Schwerpunkt die Mediation, worunter auch ähnliche Erscheinungen verstanden werden, wie die Schlichtung, die Moderation, die Verhandlungsführung und das Konfliktmanagement. Es unterstützt die Fakultät in ihrer grundständigen Lehre und bietet weiterbildende Studien, insbesondere den Master of Mediation (MM), an.


Erstmals Abschlussprüfung in einer Online-Videoschaltung

Foto: Friedrich Dauner

Am 28. April 2020 wurde erstmals im Master of Mediation die mündliche Abschlussprüfung online durchgeführt – eine neue Erfahrung, nicht nur für die Studierenden. Die Videoschaltung lief über eine gängige Plattform, einer cloudbasierten Videokonferenz-Lösung für Meetings und Webinare.

Dieses Prüfungsformat ist zwar durch die Prüfungsordnung nicht ausgeschlossen, in der Praxis aber ein Neuland, an das sich alle gewöhnen müssen. Die Studiengangsleitung hat sich deshalb sehr gefreut, dass Eva-Maria von Ostrowski (l. u.) und Dr. Christian Haumann (r. u.) sich als Prüflinge bereit erklärt hatten, an diesem Pilotprojekt teilzunehmen.

Das Ergebnis der Online-Prüfung kann sich sehen lassen. Sowohl die Prüfungsergebnisse als auch das Konzept und die Technik überzeugten alle Beteiligten. Eine „tolle Idee“, resümierte Christian Haumann positiv, „das Format hat mich nicht eingeschränkt“. „Es hat Spaß gemacht!“ ergänzte Eva-Maria von Ostrowski.

Auch die Prüfenden – RAin & Mediatorin Anke Stein-Remmert (m. o.) und RA & Mediator Marcus Hehn (r. o.) – fanden die Prüfung sehr spannend und „unbedingt wiederholenswert“. „Vielleicht sogar mit drei oder vier Studierenden, dann kommt eine fachliche Diskussion noch schneller in Gang“ befand Marcus Hehn. Über dieses Feedback freut sich Dr. Friedrich Dauner (l. o.), denn er wird in den nächsten Wochen noch eine ganze Reihe von mündlichen Prüfungen organisieren müssen. Nach dem Erlass der Corona-Epidemie-Hochschulverordnung vom 15. April 2020 werden Online-Prüfungen wohl zukünftig regulär möglich sein.


Aktuelle Ausgabe

Foto: HWV

Wo die Mediation lebt

Immer wieder hilft Mediation, Konflikte zu vermeiden oder beizulegen. Meist bleiben die Erfolge aber unbemerkt, denn Mediationen sind vertraulich. Und: Grau ist alle Theorie – die Vermittlungspraxis entspricht fast nie dem Schema, das man lernt und kennt. Das Jahrbuch Mediation 2019/20 widmet sich deshalb der gelebten Mediation und schildert sie in realen Fällen: bekannten und privaten Situationen, die aufschlussreiche Beispiele geben und sodann in ihrer mediativen Entwicklung kommentiert und zur Diskussion gestellt werden.

HWV 2019, 324 Seiten, 28 Euro, ISBN 978-3-7321-0388-1

Ausgabe 2018

Foto: HWV

Jahrbuch Mediation

Mediation ist eine besondere Art, im Streitfall zu vermitteln. Als Mittler versteht sich auch das Jahrbuch Mediation, das den wissenschaftlichen und praktischen Austausch zu diesem Thema begleitet. Der Band 2018 „Harte Zahlen, weicher Kern“ behandelt neue empirische Befunde zur Verbreitung der Mediation. Was zunächst „hart“ wirkte, scheint inzwischen ein Anreiz, die Debatte über den „Kern“ der Mediation wieder aufleben zu lassen.

Das JbM 2018 entwickelte sich durch Gespräche. Interessierte sind herzlich aufgerufen, online an der Debatte und Entstehung des nächsten Bandes 2019 mitzuwirken:

HWV 2019, 232 Seiten, 24 €, ISBN 978-3-7321-0314-0


Beratung und Kontakt

Andrea Schmeinta
Telefon: +49 2331 987-2878

Sabrina Brenken
Telefon: +49 2331 987-4259

Fax: +49 2331 987-395
E-Mail: mediation

Kontakt Mediation | 09.09.2021