Online-Seminarformat

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Sehr geehrte Studieninteressierte,

wir begrüßen Sie herzlich zu unseren Studienangeboten Mediation. Wir freuen uns über Ihr Interesse und möchten Sie gern über die aktuellen Entwicklungen informieren:

Wie überall hat die Corona-Pandemie auch bei uns Spuren hinterlassen, zum Glück sind wir aber auch um viele positive Erfahrungen reicher geworden. Erstaunlich für uns alle war, wie spielend der Wechsel unserer Präsenzseminare von der physischen Anwesenheit zum Online-Format gelang. Unsere interne Zusammenarbeit, die Verständigung mit den Studierenden, den Dozenten und den Interessenten: Das alles klappte beinahe aus dem Stand. Natürlich hätten wir auch gerne wieder einmal locker zusammengesessen, aber ein „locker“ gab es erst einmal nirgendwo, und die virtuellen Treffen über die Plattform Zoom liefen tatsächlich gut: schneller, bequemer von Zuhause aus, ohne kostspielige Bahn- oder Autoreisen und ohne Hotelübernachtungen.

Auf diese Weise war es auch nicht schwer, die ersten Herausforderungen zu meistern, denn wir wollten unsere Prüfungen wie immer und vor allem rechtzeitig durchführen. Das hieß, ein durchreguliertes Verfahren von physischer auf Online-Präsenz umzustellen. Hier hatten wir immerhin einen großen Vorteil: unsere langjährige Erfahrung in der Fernlehre. Und so fanden auch alle Prüfungen plangemäß online statt!

Genauso gut lief die Anpassung der Lehre. Es gab bereits vor Corona unser bewährtes Studienmodell „Blended Learning“, also eine Mischung aus Selbststudium und Präsenzstudium über verschiedene Medien. Das bauten wir nun aus – zu einer innovativen Lernarchitektur, mit einem neuen Akzent auf Online-Seminare. Das bedeutet mehr Flexibilität für die Teilnehmenden, denen meist mehrere Termine in Zeiteinheiten von drei bis dreieinhalb Stunden auf der Plattform Zoom abends oder am Wochenende in überschaubaren Kleingruppen mit maximal 16 Teilnehmern zur Auswahl stehen.

Hinsichtlich der Vorgaben der Rechtsverordnung zum zertifizierten Mediator (ZMediatAusbV) ist die Rechtslage allerdings derzeit noch unklar. Nach unserem Verständnis erfüllen Online-Seminare alle Merkmale einer „Präsenzlehre“, insbesondere hinsichtlich des interaktiven Lernens und gemeinsamen Ausprobierens z. B. im Rollenspiel. Das verordnungsgebende Bundesministerium der Justiz (BMJV) erhebt gegen diese Rechtsansicht keine Einwände; es hält die Frage aber für ungeregelt und insbesondere nicht von der Rechtsverordnung geklärt. Aktuell steht die Universitätsleitung in Kontakt mit dem Ministerium, um zu einer Klärung der Situation zu gelangen. Dass Sie mit Abschluss des Studiums Mediation und des Masters of Mediation die Voraussetzungen erfüllen, sich als zertifizierte/r Mediator/in nach der ZMediatAusbV zu bezeichnen, können wir wegen der Online-Durchführung der Präsenz-Seminare derzeit aber nicht garantieren.

Unberührt davon bleiben die Ausstellung des universitären Zeugnisses und natürlich Ihr Recht, sich Mediator/in nach dem Mediationsgesetz zu nennen und im Falle des Masterstudiengangs darüber hinaus den akademischen Titel des „Master of Mediation“ (M.M.) zu führen. Insbesondere erfüllen die Studienangebote auch die Anforderungen des § 7a der Berufsordnung für Rechtsanwälte.

Das Online-Seminarkonzept ist bereits seit Juni 2020 im Einsatz und hat alle Beteiligten voll und ganz überzeugt. Ein willkommener Nebeneffekt: Unsere Studierenden erlernen nebenbei Medien-Skills, die ihnen nicht zuletzt auch das zukunftsträchtige Anwendungsfeld der Online-Mediation erschließen.

Wir hoffen, dass Sie unser Programm anspricht und würden uns freuen, Sie in der einen oder anderen Form persönlich kennenzulernen.

Prof. Dr. Katharina Gräfin von Schlieffen
Dr. Friedrich Dauner
Christian Stiefel (ZEUGMA GmbH)

04.08.2021