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Präsenzveranstaltung

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Thema:

Sokratisches Philosophieren: Die Platonischen Frühdialoge ‚Menon‘ und ‚Laches‘

Veranstaltungstyp: Präsenzseminar
Adressatenkreis: MA Phil: Modul I; Modul II; Modul III; Modul V;
Ort: Hagen
Adresse: FernUniversität in Hagen, Universitätsstr., PRG
Termin: 12.01.2018 17:00 bis
14.01.2018 13:00
Leitung: Prof. Dr. phil. Dr. med. h.c. Jan Beckmann
Anmeldung: nur per E-mail (Jan.Beckmann@FernUni-Hagen.de)

Noch immer gestritten wird über Nähe oder Differenz zwischen Sokratischem Philosophieren und Platonischem Systemdenken. Im Unterschied zur Philosophie seines Schülers Platon ist Sokratisches Philosophieren gekennzeichnet durch die konsequente Prüfung von Wissensansprüchen unter den Bedingungen von Irrtummöglichkeit und Nichtwissen. Voraussetzung sind klare Begriffsdefinitionen. Nicht zufällig hat Aristoteles daher Sokrates als den „Entdecker des Logischen“ bezeichnet. Im Dialog ‚Laches’ wird diese Methode am Beispiel des Begriffs der Tapferkeit vorgeführt. Im ‚Menon’ geht es über die Definition eines wissenschaftsfähigen Gegenstandes hinaus um die Frage nach dem Wesensgehalt (griech. ousía) einer Sache. Dies wird am Beispiel der evozierten Bewusstmachung eines mathematischen Satzes vorgestellt, wobei die Methode der hypóthesis eine tragende Rolle spielt. Beide Dialoge enden in Aporien, wenn gleich unterschiedlicher Art: Während der ‚Laches’ noch ganz und gar sokratisch ist, zeigen sich im ‚Menon’ erste Ansätze eines Übergangs in Richtung platonisches Denken. Wie sich das des Genaueren verhält, ist Gegenstand des Seminars.

Eine gründliche vorherige Lektüre beider Texte wird nachdrücklich empfohlen und steigert den Erfolg der Seminarteilnahme erheblich!

Teilnahmevoraussetzung: Übernahme eines Kurzreferates lt. Seminarprogramm

Textgrundlage:

griech. Text in: Platonis Opera. Tomus III. Ed. I. Burnet. Oxford 1903 (Nachdruck 1961 u.ö.).

Platon, Laches. in: Platon, Sämtliche Werke. In der Übersetzung von F. Schleiermacher. Hamburg 1957 u.ö. (Rowohlts Klassiker Bd. 1)

Platon, Menon. in: Platon, Sämtliche Werke. In der Übersetzung von F. Schleiermacher. Hamburg 1957 u.ö. (Rowohlts Klassiker Bd. 2)

Kenntnis des Altgriechischen ist willkommen, aber nicht Bedingung

Hausarbeiten zu den Modulen I, II, III, V des Masterstudiengangs.

Informationsnachfragen: per E-mail (Jan.Beckmann@FernUni-Hagen.de) oder tel. unter

02337-2355 an Prof. Beckmann.

Hinweis: begrenzte Teilnehmerzahl.

Tobias Lampe | 17.10.2017
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