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Präsenzveranstaltung

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Thema:

Schlüsselwerke der Kritischen Theorie. Die Entwicklung der Frankfurter Schule von ihren Anfängen bis in die Gegenwart

Adressatenkreis: BA KuWi: Modul P3; Modul P5; BA KuWioF: Modul 9; MA Phil: Modul IV; Modul VIII; AP Phil;
Ort: Oldenburg (Niedersachsen)
Adresse: Carl von Ossietzky Universitätim
Gebäude A1 (Uhlhornsweg 84)
Raum 0-007
(Lageplan s. unten)
Termin: 05.09.2018 bis
07.09.2018
Zeitraum: Mi., 05.09.2018, 16:00 bis Fr., 07.09.2018, 12:00 Uhr
Leitung: Dr. Steffen Herrmann
Dr. Sven Ellmers
Anmeldefrist: 22.08.2018
Anmeldung: Das Seminar ist ausgebucht.
Auskunft erteilt: E-Mail: Steffen Herrmann
Telefon: +49 2331 987-2705
E-Mail: Christoph Düchting
Telefon: +49 2331 987-2791

Kritische Theorie versteht sich seit ihren Anfängen wesentlich als emanzipative Theorie, die auf die Abschaffung aller Formen der menschlichen Unterdrückung und der damit einhergehenden Leiden zielt. Ausgehend von dieser Definition hat sich ein weiter und ein enger Begriff der kritischen Theorie etabliert: Unter dem weiten Begriff von „kritischer Theorie“ mit kleinem ‚k’ werden alle jene Ansätze gefasst, welche die herrschende gesellschaftliche Ordnung in Frage stellen. Unter dem engen Begriff einer „Kritischen Theorie“ mit großen ‚K’ dagegen wird eben jene spezifische Form der Gesellschaftskritik verstanden, wie sie sich im Ausgang der „Frankfurter Schule“ zu Beginn der 1930er Jahre formiert hat. Eben diese zweite Form der Kritischen Theorie wird im Mittelpunkt des Seminars stehen.

Mittlerweile hat die „Frankfurter Schule“ drei unterschiedliche Generationen an Theoretikern hervorgebracht, die das Programm und Vorhaben einer Kritischen Theorie der Gesellschaft jeweils auf ganz verschiedene Weise interpretiert haben. Die Gründerväter der ersten Generation, Max Horkheimer und Theodor W. Adorno, haben vor allem die ökonomischen Verhältnisse der gesellschaftlichen Reproduktion in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen gestellt. Mit Jürgen Habermas sind es dann in der zweiten Generation der Kritischen Theorie vor allem die kommunikativen Verhältnisse gewesen, welche in den Mittelpunkt der Gesellschaftskritik gerückt sind. Die dritte Generation der Kritischen Theorie, die derzeit durch Axel Honneth vertreten wird, hat schließlich die Anerkennungsverhältnisse zum Ausgangspunkt ihrer Überlegungen gemacht. Schlagwortartig zusammengefasst haben sich die Ansatzpunkte der drei verschiedenen Generationen Kritischer Theorie also von der Ökonomie über die Kommunikation hin zur Anerkennung verschoben.

Im Seminar soll es einerseits darum gehen, wichtige Schlüsseltexte aus jeder der drei Phasen der Kritischen Theorie zur Kenntnis zu nehmen, um dadurch ein Verständnis der Spezifität des jeweiligen Ansatzes zu erlangen. Andererseits soll es darum gehen, zu rekonstruieren, wie sich die jeweils nachfolgende Genration auf die vorhergehende bezieht und von dieser abgrenzt. Ausgehend von diesen zwei Leitlinien soll ein erster Überblick über die Grundideen und die interne Entwicklungsgeschichte der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule gegeben werden.

Als Arbeitsgrundlage wird ein Reader dienen, der ca. 2 Monate vor Seminarbeginn versandt wird. Dessen gründliches Studium vor dem Seminar ist für eine Teilnahme unabdingbar. Die Teilnehmendenzahl ist auf 25 begrenzt.


Empfohlene Hintergrundlektüre:

Iser, Mattias, Empörung und Fortschritt. Grundlagen einer kritischen Theorie der Gesellschaft, Frankfurt/Main 2008 [Behandelt 2. und 3. Generation]

Schweppenhäuser, Gerhard, Kritische Theorie, Stuttgart: Reclam 2010 [Behandelt 1. und 2. Generation]

Walter-Busch, Emil, Geschichte der Frankfurter Schule: Kritische Theorie und Politik, München: Fink 2010.


Lageplan Universität Oldenburg, Campus Haarentor

Christoph Düchting | 04.07.2019
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