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Präsenzveranstaltung

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Thema:

Metaphorologie und Anthropologie Hans Blumenbergs

Adressatenkreis: BA KuWi: Modul P3; Modul P5; BA KuWioF: Modul 9; MA Phil: Modul IV; Modul VI; AT Phil; AP Phil;
Ort: Leipzig
Adresse: Regionalzentrum Leipzig
Termin: 09.11.2018 bis
11.11.2018
Leitung: Prof. Dr. Thomas Bedorf
Prof. Dr. Kurt Röttgers, Prof. i.R.
Anmeldefrist: 26.10.2018
Anmeldung: Das Seminar ist ausgebucht.
Auskunft erteilt: E-Mail: Thomas Bedorf
Telefon: +49 2331 987-2740
E-Mail: Kurt Röttgers
Telefon: +49 2331 987-4696
E-Mail: Christoph Düchting
Telefon: +49 2331 987-2791

Durch wenige andere Werke der Philosophie wird man durch die Lektüre so sehr belehrt, wie durch die des Werks von Hans Blumenbergs, in dem geistesgeschichtliches Material, begriffliche Durchdringung und philosophische Reflexion eine enge Verbindung eingehen. Gleichwohl oder gerade deswegen lässt es sich nicht einfach auf Thesen reduzieren, schon gar nicht auf solche, die sich einer Schultradition verdanken. Blumenberg vereint in seinen Texten Einflüsse durch und Bezüge auf Strukturalismus, Hermeneutik und Phänomenologie und führt zugleich die Grenzen all dieser Ansätze vor.

Im ersten Teil des Seminars wird es um die methodischen Besonderheiten des Philosophierens von Hans Blumenberg gehen. Zentriert wird die Diskussion sein auf die Begriffe der Metapher, des Mythos und den philosophiehistorischen Schlüsselbegriff der Umbesetzung. In Textauszügen aus Paradigmen zu einer Metaphorologie (zuerst 1960) und Arbeit am Mythos (zuerst 1996) geht es Blumenberg darum, ad oculos vorzuführen, dass die Überzeugung des aufklärerischen Rationalismus zu kurz greift, nämlich dass alles, was gesagt und gedacht werden kann, in klaren und deutlichen Begriffen gesagt und in Lehrmeinungen von Theorien erfasst werden kann.

Der zweite Teil des Seminars ist Blumenbergs anthropologischer Diagnose gewidmet und um die Begriffe Lebenswelt und Unsicherheit zentriert. Die behandelten Texte stammen vor allem aus den Nachlasswerken Theorie der Lebenswelt und Beschreibung des Menschen.

Das Seminar hat das Ziel, in das Denken Blumenbergs einzuführen und wichtige Etappen seiner philosophischen Entwicklung zu diskutieren. Griechisch- und/oder Lateinkenntnisse sind nicht erforderlich, auch wenn Blumenberg häufig umfangreiche griechische und lateinische Zitate im Text liefert. Sie sind für das Verständnis nicht unumgänglich, da sie nur belegen, was der deutsche Text davor oder danach auch besagt.

Christoph Düchting | 26.10.2018
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