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Präsenzveranstaltung

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Thema:

Merleau-Pontys Spätwerk: Martin Heidegger, Paul Valéry und die Psychoanalyse

Adressatenkreis: BA KuWi: Modul P3; Modul P5; MA Phil: Modul IV; Modul VI; AP Phil;
Ort: Hagen
Adresse: Gebäude 3:
Universitätsstraße 1/11 (Technologiezentrum)
Erdgeschoss, Ellipse, Raum 2
Termin: 26.10.2018 bis
28.10.2018
Zeitraum: 26.10.18: 16:00 - 20:30 Uhr,
27.10.18: 10:00 - 18:30 Uhr,
28.10.18: 10:00 - 13:00 Uhr
Leitung: Selin Gerlek
Jennifer Zorn
Anmeldefrist: 12.10.2018
Anmeldung: Bitte melden Sie sich über die Online-Anmeldemaske an.
Auskunft erteilt: E-Mail: Selin Gerlek
Telefon: +49 2331 987-2799
E-Mail: Christoph Düchting
Telefon: +49 2331 987-2791

Merleau-Pontys Spätwerk umkreist zwei Problemfelder und zeichnet eine doppelte Suchbewegung, die sein Denken spätestens ab Erscheinen des Hauptwerks Phänomenologie der Wahrnehmung (1945) prägen: einerseits der Suche nach einer „Theorie der Wahrheit“, die in Das Sichtbare und das Unsichtbare in eine ‚neue Ontologie’ mündet, und andererseits die Problematisierung des Ausdrucks-Phänomens, in welchem Merleau-Ponty vom Konzept des „Sinns“ – in all dessen Vieldeutigkeit; man denke etwa an „Sinneswahrnehmung“, „Sinn“ oder auch „Bedeutung“ – ausgehend auf tradierte Terminologien wie die Husserls erstmals vollständig zu verzichten versucht. Ergebnis ist eine ‚neue’ Terminologie, die nicht bloß die Übersetzungen vor große Herausforderungen stellt: „Chiasmus“, „Reversibilität“, „Verzweigung“, „Zweiblättrigkeit“ oder auch „Fleisch“ sind nur einige wenige Beispiele eines verwendeten Vokabulars, das nachzuvollziehen und zu diskutieren Kernanliegen des Seminars ist.

Blickt man auf das Entwurf gebliebene Werk Das Sichtbare und das Unsichtbare, fällt auf, dass sich der Text in weiten Teilen als Fragebewegung ausnimmt, abgebrochene Fäden wiederaufgreift und den Eindruck eines „Verstehens von unterwegs“ erweckt. Dieser Eindruck täuscht nicht und macht nicht lediglich eine gewisse Offenheit der Auslegung legitim, sondern kann auch als Gelegenheit verstanden werden, auf konkrete Spurensuche zu gehen: Nachdem Merleau-Ponty 1945 seine Qualifikationsphase mit seiner wirkmächtigsten Monographie Phänomenologie der Wahrnehmung abgeschlossen hatte, beginnt eine Forschungsperiode, die mit Übernahme des Lehrstuhls am Collège de France 1952 in die Ankündigung mündet, ‚Denkfehler’ seiner ausgearbeiteten ‚Phänomenologie der Leiblichkeit’ in der Folge zu korrigieren: Das Problem der Leib-Körper-Differenz (wir haben unseren Körper, doch wie sind unser Leib, da er das Medium unserer Erfahrung und selbst noch unseres Denkens ist) stellt nicht bloß vor das Problem der Autorenschaft von Sinnkonstitution, sondern verweist von Beginn an auf eine „Verwicklung“ von mir mit dem mich umgebenden Milieu. Um dieser Verwicklung und dem Problem des konstituierenden Bewusstseins zu begegnen und um Merleau-Pontys Schritte bis zu dessen ‚neuer Ontologie’ nachzuvollziehen, sollen im Seminar einschlägige Texte insb. aus der Phase ab 1952 gelesen und diskutiert werden. Dass sich hierbei ein Bezug auf Quellen zeigt, die nicht mehr nur auf die Gestalttheoretiker und Husserls Werk beschränkt bleiben, soll exemplarisch an Bezügen wie etwa zu Heidegger, Valéry und zur Psychoanalyse nachvollzogen werden.

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Christoph Düchting | 04.07.2019
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