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Präsenzveranstaltung

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Thema:

Sprechakttheorie

Adressatenkreis: MA Phil: Modul I; Modul III; Modul V; Modul VII; AT Phil;
Ort: Berlin
Adresse: Regionalzentrum Berlin
Termin: 29.11.2019 bis
01.12.2019
Zeitraum: Freitag, 18.00-20.00 Uhr; Samstag 9.00-18.00 Uhr; Sonntag, 9.00-12.00 Uhr
Leitung: Dr. Gunnar Schumann
Anmeldefrist: 26.11.2019
Anmeldung: über unten stehendes Online-Formular

Zentral für die Sprechakttheorie ist die These, dass man mit Sprache eben nicht nur Dinge beschreiben kann, sondern auch und in erster Linie Dinge tut. So geben wir Versprechen, grüßen, bedanken uns, erteilen Aufforderungen, machen Witze, oder stellen Fragen. Es war John L. Austin, der sich als erster systematisch in der Analytischen Philosophie mit dem Thema Sprechakte auseinandergesetzt hat und einige grundlegende Unterscheidungen eingeführt hat. Bezüglich der Sprechakte gibt es eine Kontroverse, welchen Stellenwert performative Äußerungen in einer Theorie sprachlicher Bedeutung haben sollten. Während für Anhänger der These der Bedeutung als Gebrauch (später Wittgenstein) meinen, dass sie auf jeden Fall eine zentrale Rolle spielen, sind analytische Autoren, die eher Davidsons wahrheitskonditionaler Semantik anhängen, (bspw. Davidson, Searle, Lewis) der Auffassung, dass sie für die Semantik im engeren Sinne keine Relevanz besitzen.

Im Seminar wollen wir uns anhand einiger klassischer Texte dieser Debatte einen Überblick über die Positionen in diesem Debattenfeld verschaffen, ihre jeweiligen Pro- und Contra-Argumente kennen lernen und diese kritisch bewerten. Die Teilnehmer werden gebeten, die Texte selbstständig zu besorgen und zur Vorbereitung zu lesen. (Literatur können Sie prinzipiell über die Fernleihe jeder Universitäts- oder Landesbibliothek beziehen, auch über die UB Hagen. Kopieren Sie sich Texte, wenn sie ihnen zur Anschaffung zu teuer sind.)

Studierende, die eine Hausarbeit zum Seminar schreiben wollen, sollten ein Referat (ca. 20 Minuten) übernehmen und teilen bitte dem Seminarleiter zwei Präferenzen (aus der Menge der unten angegeben Literatur) mit. Referate haben jeweils einen der angegebenen Texte zum Gegenstand und sollten aus einer Wiedergabe der wichtigsten Thesen und Argumente in eigenen Worten bestehen. Verzichten Sie bitte auf Angaben zu Leben und Werk der Autoren. Es geht darum, mit dem Referat die Kommilitonen darüber in Kenntnis zu setzen, was in dem jeweiligen Text steht. Es ist empfehlenswert, aber kein Muss, dafür eine Powerpoint­prä­sen­ta­tion vorzubereiten. Für allgemeine Informationen zu HA nehmen Sie auch das Dokument "Hinweise zur HA" auf der Homepage des Moduls M VII zur Kenntnis. Die Literaturliste stellt gleichzeitig einen Ablaufplan für das Seminar dar.

Literatur:

Überblick:

  • Lycan, William G.: Philosophy of Language. A Contemporary Introduction, 2nd ed., New York 2008, ch. 12.

Primärtexte:

  • Austin, John L.: Zur Theorie der Sprechakte (How to do things with words). Reclam, Stuttgart 2002.
  • Searle, John: “Meaning and Speech Acts”, in: Philosophical Review 71/4 1962.
  • Searle, John: Sprechakte, Suhrkamp, Kap. 6.
  • Hare, Richard M.: “Meaning and Speech Acts”, in: Philosophical Review 79 1970.
  • Hare, Richard M.: “Austin’s Distinction between Locutionary and Illocutionary Acts”, in: Hare, Richard M. 1971: Practical Inferences, London (u.a.), S. 100-116.
  • Alston, William P.: "Illocutionary acts and truth", in: Greimann, Dirk / Siegwart, Geo (eds.). 2007: Truth and Speech Acts, New York.
  • Grice, H. Paul.: Studies in the Way of Words, Cambridge (Mass.) 1989, ch. 1-3.
  • Glock, H.J.: „Abusing Use“, in: dialectica 50 / 3 (1996), 205-223.

Online-Anmeldung

Bitte füllen Sie das Formular vollständig aus. (Wenn Sie eine verschlüsselte Übertragung der Daten wünschen, wählen Sie in der Adresszeile Ihres Browsers https:// statt http:// und laden Sie diese Seite neu.) Eine Bestätigung über Ihre Teilnahme senden wir in den nächsten Tagen an Ihre E-Mail-Adresse.

Ich melde mich für: Präsenzveranstaltung Sprechakttheorie (29.11.2019 bis 01.12.2019 in Berlin) verbindlich an.

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Kontaktinformationen
Frau Herr
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Helge Köttgen | 17.09.2019
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Fakultät KSW, Institut für Philosophie, 58084 Hagen