Präsenzveranstaltung

Thema:
Geschichte der Logik II: Mittelalter
Adressatenkreis:
AT Phil;
Ort:
Nürnberg
Adresse:
Regionalzentrum Nürnberg
Termin:
18.04.2020 bis
19.04.2020
Zeitraum:
18.04.: 10:00 - 19:00 Uhr
19.04.: 10:00 - 14:00 Uhr
Leitung:
PD Dr. Jens Lemanski

Das Mittelalter gilt gewöhnlich als ein dunkles Zeitalter. Dennoch gab es zwischen dem 6. und 14. Jahrhundert zahlreiche Strömungen, Entwicklungen und Ideen, die die Logik über viele Jahrhunderte geprägt haben und die in den letzten Jahren wieder intensiv diskutiert werden. Wer glaubt, dass dies nur praxisferne Diskussionen von Historikern sind und nur zum esoterischen Wissen weniger Gelehrter gehört, der muss nur einen Blick in die aktuellen Publikationen und Projektankündigungen in Bereichen wie Natural language Interfaces, Knowledge Representation, Decription Logics etc. werfen, um festzustellen, dass es Philosophen des Mittelalters sind, die oftmals als Ideengeber vieler aktueller Theorien, Methoden und Entwicklungen genannt werden.

In dem Seminar stellen die Teilnehmer entweder einen Text zur mittelalterlichen Logik in Form einer Präsentation vor oder lesen und diskutieren aus diesem Text selbst zusammengestellte Ausschnitte zusammen mit den anderen Seminarteilnehmern. Die Präsentation soll max. 30 Minuten inkl. Diskussion dauern; die Textmoderation soll etwa 1 Std. dauern und kann vom Moderierenden frei gestaltet werden.

Eine Auswahl möglicher Texte finden Sie im Folgenden:

  • Boethius: De divisione liber. In: Anicii Manlii Severini Boethii: De divisione liber. Critical Edition, Translation, Prolegomena, and Commentary. Brill 1998.
  • Abaelard: Logica ingredientibus. Hg. v. B. Geyer, Münster 1919.
  • Abaelard: Dialectica. Hg. v. L.M. de Rijk. Assen 1956.
  • Abaelard: Logica Nostrorum petitioni sociorum. Hg v. M. Grabmann, Münster 1933.
  • Petrus Hispanus: Logische Abhandlungen, Hg. v. W. Degen und B. Pabst, München 2006.
  • Robert Kilwardby: De ortu scientiarum. In: The Nature of Logic; Dialectic and Demonstration. Kap. 8 v. The Cambridge Translations of Medieval Philosophical Texts Bd. 1. Norman Kretzmann, Eleonore Stump. Cambridge 1989.
  • Robert Kilwardby: De natura relationis, ed. L. Schmücker, Brixen: A. Weger, 1980 (uncritical edition in J.J. Hanagan, The contribution of Robert Kilwardby to Thirteenth Century Thought on the Doctrine of Relation. Ph.D. dissertation, University of Toronto, 1973, Appendix, S. 1–78.)
  • Ramon Lull: Die neue Logik / Logica Nova. Textkritisch herausgegeben von Charles Lohr Übersetzt von Vittorio Hösle und Walburga Büchel. Hamburg 1985.
  • Johannes Duns Scotus: Quaestiones in librum Praedicamentorum. In: John Duns Scotus. Questions on Aristotle's Categories, Translated by Lloyd A. Newton, Washington, DC 2014.
  • Walter Burleigh: Von der Reinheit der Kunst der Logik. Teil I: Die Eigenschaften der Termini. hg. v. P. Kunze. Hamburg 1988.
  • Gersonides: The Book of the Correct Syllogism. In: Charles H. Manekin: The Logic of Gersonides: A Translation of Sefer ha-Heqqesh ha-Yashar of Rabbi Levi ben Gershom. Dordrecht 1992.
  • Ockham: Texte zur Theorie der Erkenntnis und der Wissenschaft, übersetzt von Ruedi Imbach, Stuttgart 1984.
  • Ockham: Über die Termini. Hg. v. Peter Kunze. Hambg, Meiner 1999.
  • Buridan: Summulae. Transl. by Gyula Klima. Buch I, Kap. 4 u. 5 oder
  • Buridan: Summulae. Transl. by Gyula Klima. Buch II; Klima, Gyula (tr.), 2001, John Buridan: ‘Summulae de Dialectica’, Yale Library of Medieval Philosophy, New Haven-London.
  • Albert von Sachsen: Logik. Hg. u. übers. v. H. Berger. Hamburg 2010.

Die Auswahl der Texte erfolgt auf der moodle-Plattform des Seminars. Alternative Texte können ebenfalls gerne über die moodle-Plattform abgesprochen werden.

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Frau Herr
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Helge Köttgen | 27.05.2020