Präsenzveranstaltung

Thema:
Platons „Phaidon“ und die Grundlegung der Ideenlehre (Termin verschoben)
Adressatenkreis:
BA KuWi: Modul P2; Modul P4; BA PVS: Modul PHIL; MA Phil: Modul II; Modul V; AT Phil; AP Phil;
Ort:
Nürnberg
Adresse:
Regionalzentrum Nürnberg
Termin:
10.12.2021 bis
12.12.2021
Zeitraum:
Freitag, 10.12.2021, 16.00 bis 21.00 Uhr
Samstag, 11.12.2021, 10.00 bis 19.30 Uhr
Sonntag, 12.12.2021, 10.00 bis 14.30 Uhr
Leitung:
Prof. Dr. T. S. Hoffmann

"Das Seminar wird verschoben, der neue Termin noch bekannt gegeben".


Platons Dialog „Phaidon“ ist das wohl wichtigste Dokument für den „Platonismus, wie er im Buche steht“: er liefert die Grundelemente für die Lehre vom „Chorismos“, der Trennung zwischen sinnlicher und intelligibler Welt, ebenso für die Unsterblichkeitslehre und eine ontologisch fundierte Teleologie, zuletzt aber insbesondere für die Ideenlehre, die zum Hauptgegenstand der Platonischen Philosophie aufrücken konnte. In dem Seminar wird es darum gehen, den Dialog in seiner teilweise verschlungenen Argumentation angemessen zu verstehen und dabei nicht zuletzt erkennbar werden zu lassen, auf welche Fragen die Ideenlehre genau antwortet. Dabei wird auch die existenzielle Dimension nicht ausgeblendet, die durch die Einbettung der Diskussionen in das Szenario des Todes des Sokrates von selbst gegeben ist.

Die Bereitschaft zur Referatübernahme wird vorausgesetzt; bitte melden Sie Ihre Referatwünsche bei Angabe einer ersten und einer zweiten Präferenz zeitgleich mit der Anmeldung zum Seminar direkt beim Seminarleiter an (thomas.hoffmann@fernuni-hagen.de). Hausarbeitsthemen können bei Bedarf auch unabhängig von der Referatthemenliste angesprochen werden.

Referatthemen:

1) Der Prolog (57a-69e)

2) Der Unsterblichkeitsbeweis aus dem Kreislauf des Lebens (70d-78b)

3) Der Beweis aus der qualitativen Verwandtschaft der Seele mit dem Unvergänglichen (78b-84b)

4) Einwände: Simmias und Kebes (85e-88b)

5) Die Widerlegung des Simmias (89a-95a)

6) Die Widerlegung des Kebes (95a-102a)

7) Die Ideenlehre im Phaidon (102a-107b)

8) Die Ideenlehre in anderen platonischen Kontexten (Politeia, Phaidros)

9) Der Schlußmythos (107b-115a)

Textgrundlage: Prinzipiell kann jede wissenschaftliche Textgrundlage verwendet werden, idealerweise natürlich eine zweisprachige wie etwa die von Barbara Zehnpfennig bei Meiner (Hamburg 1991) herausgebrachte. Ansonsten gilt:

Platons Texte: Opera, ed. J. Burnet, 5 Bde., Oxford 1900-1907; alternativ jetzt Bd. 1, ed. E. A. Duke, W. F: Hicken u.a., Oxford 1995.

Übersetzungen dazu: Gr. / dt. Ausgabe nach der Übersetzung von F. D. E. Schleiermacher, hg. Von Gunther Eigler, Darmstadt 1977ff.

Platon, Sämtliche Dialoge, übersetzt von O. Apelt mit K. Hildebrandt u.a., 7 Bde., Leipzig 1916-26 / Hamburg 1988.

Diverse Editionen der Dialoge bei Reclam, Rowohlt (Schleiermacher), Insel.

Literatur zur Einführung:

David Bostock, Plato’s Phaedo, Oxford 1989.

Michael Erler, Platon, München 2006.

– ders., Platon (Grundriß der Geschichte der Philosophie 2/2), Basel 2007.

Dorothea Frede, „The Final Proof of Immortality of the Soul in Plato’s Phaedo 102a-107a”, in: Phronesis XXIII (1978).

Konrad Gaiser, Platons ungeschriebene Lehre. Studien zur systematischen und ge-schichtlichen Begründung der Wissenschaften in der platonischen Schule, Stuttgart 3. Aufl. 1998.

Theo Kobusch / Burkhard Mojsisch (Hg.), Platon. Seine Dialoge in der Sicht neuer Forschung, Darmstadt 1996.

Platon, Phaidon. Hrsg. von Theodor Ebert, in: Platon Werke. Übersetzung und Kommentar, Bd. I 4, Göttingen 2004.

Giovanni Reale, Zu einer neuen Interpretation Platons, 2. Aufl. Paderborn u.a. 2000.

Thomas A. Szlezák, Platon lesen, Stuttgart 1993.

Hans Wagner, „Platos Phaedo und der Beginn der Metaphysik als Wissenschaft (Phaedo 99d-107b)“, in: Kritik und Metaphysik. Studien. Heinz Heimsoeth zum 80. Geburtstag, Berlin 1966.

Eduard Zeller, Die Philosophie der Griechen in ihrer geschichtlichen Entwicklung. Zweiter Teil, erste Abteilung, Leipzig 1925 (ND Darmstadt 2006).


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Helge Köttgen | 29.11.2021