Online-Seminar

Thema:
Karl Poppers Logik der Forschung
Veranstaltungstyp:
Online-Seminar
Adressatenkreis:
BA KuWi: Modul P1; MA Phil: Modul I; AT Phil;
Ort:
online
Termin:
04.10.2021 bis
13.12.2021
Zeitraum:
Montag 18:00-19:30
Leitung:
Theodor Berwe, M.A.
Anmeldefrist:
03.10.2021
Anmeldung:
Die Veranstaltung ist ausgebucht. Die Warteliste wurde geschlossen.
Auskunft erteilt:
E-Mail: Theodor Berwe

Poppers Logik der Forschung, 1934 veröffentlicht, ist ein Klassiker der Wissenschaftstheorie und eines der wichtigsten philosophischen Werke des 20. Jahrhunderts. Nicht nur in der Philosophie, sondern auch in den Fachwissenschaften wird Poppers wissenschaftstheoretischer Ansatz bis zum heutigen Tage diskutiert.

Popper entwickelt seine wissenschaftstheoretische Position im Ausgang von zwei Grundproblemen, dem Induktionsproblem und dem Abgrenzungsproblem. Während er dem Induktionsproblem stattgibt und infolgedessen induktivistische Methodologien einer scharfen Kritik unterzieht, findet er für das Abgrenzungsproblem eine innovative Antwort: empirisch-wissenschaftlichen Systeme lassen sich gegenüber Mathematik und Logik und gegenüber den metaphysischen Systemen durch das Falsifizierbarkeitskriterium abgrenzen. „Ein empirisch-wissenschaftliches System muss an der Erfahrung scheitern können.“ (Logik der Forschung, 2005, S. 17).

Der Grundgedanke dieses Ansatzes ist bestechend einfach. Gleichwohl ergeben sich bei näherer Betrachtung eine ganze Reihe von Anschlussfragen. Um nur einige zu nennen: Gilt der Ansatz nur für die moderne Naturwissenschaft, wie es der Untertitel des Werkes nahelegt, oder für sämtliche wissenschaftliche Disziplinen? Was zeichnet eine gute wissenschaftliche Theorie aus? Wie ist nach Popper wissenschaftlicher Fortschritt möglich? Was versteht er unter Wahrheit?

Zielsetzung:

Das Online-Seminar verfolgt das Ziel, Poppers erkenntnis- und wissenschaftstheoretische Position aus Logik der Forschung systematisch zu erschließen. Zu diesem Zweck werden wir dieses Werk wenn auch nicht komplett, so doch in weiten Teilen lesen und gemeinsam diskutieren. Ein besonderes Augenmerk soll dabei auf der Frage liegen, inwiefern sich Poppers Falsifikationismus in bestimmten wissenschaftlichen Einzeldisziplinen anwenden lässt bzw. tatsächlich zur Anwendung kommt.

Modalitäten:

Das Seminar wird als wöchentliche Online-Veranstaltung jeweils Montagabend von 18:00-19:30 Uhr über Zoom stattfinden. Die Bereitschaft zur intensiven Textlektüre und zur Teilnahme an der Diskussion wird vorausgesetzt. Zu jeder Sitzung sind daher im Vorfeld zwei eigene Diskussionsfragen einzureichen (ohne ausformulierte Antwort). Alternativ sind nach Absprache ausgewählte Kurzreferate möglich.

Die Erstauflage des Textes ist online frei zugänglich. Dennoch sei die Anschaffung (oder Leihe) der von Herbert Keuth besorgten und 2005 bei Mohr Siebeck erschienenen, 11. Auflage dringend angeraten. Diese ist im Vergleich zur Erstauflage um diverse Ergänzungen und Anhänge erweitert.

Außerdem wird ein Moodle-Kurs zum Seminar eingerichtet, in dem beizeiten der Seminarplan sowie ergänzende Informationen verfügbar sein werden. Die Moodle- und Zoomlinks werden am Wochenende vor der Einführungssitzung (04.10.2021) per Mail verschickt.

24.08.2021