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Vortrag von Dr. Silke Schneider auf dem 40. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

[15.09.2020]

Dr. Silke Schneider stellt zusammen mit Dr. Brigitte Bargetz (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) und PD Dr. Alexandra Scheele (Universität Bielefeld) im Plenum 4: Gesellschaftliche Verstrickungen: (Re)Nationalisierungsprozesse und Solidaritäten ein Konzept der „(Transnationalen) feministischen Solidaritäten als dynamische Prozesse“ vor. Dabei geht es um die Entwicklung eines Konzepts feministischer Solidarität. Bereits in der Idee einer Solidarität unter Frauen* sind Konflikte und Widersprüche sowie die vielfältige Kritik gesellschaftlicher Ordnungen angelegt – mitnichten gibt es das eine gemeinsame Interesse, den einen gemeinsamen Kampf für die eine gemeinsame gute Sache. Im Vortrag wird von der These ausgegangen, dass es gerade diese Auseinandersetzungen bei gleichzeitiger Anerkennung und Berücksichtigung von Differenzen sowie ein gemeinsames Engagement sind, die eine emanzipatorische Solidarität im Sinne „widerspenstiger Praktiken“ (Nancy Fraser) ermöglichen. Der Vortrag beruht auf Vorarbeiten der Autorinnen, die sie im Schwerpunktheft Umkämpfte Solidaritäten der Femina Politica. Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft (2/2019) herausgegeben sowie in einem Blogbeitrag vorgestellt haben (Impulse aus dem feministischen Archiv: Zur Theoretisierung umkämpfter Solidaritäten, 2019).


Illustration
13.08.2021