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Artikel „Never let a serious crisis go to waste: the introduction of supplemental carbon taxes in Europe“ im Journal for Public Policy veröffentlicht.

[23.02.2022]

Vor kurzem veröffentlichte das Journal of Public Policy den Artikel „Never let a serious crisis go to waste: the introduction of supplemental carbon taxes in Europe”. In diesem untersucht Fabio Bothner zusammen mit Kollegen/innen der Otto-Friedrich-Universität Bamberg sowie der Technische Universität Braunschweig die Einführung von nationalen CO2-Steuern innerhalb der Europäischen Union. Im Rahmen des Artikels gingen die Forscher/innen der Frage nach, wann und unter welchen Bedingungen europäische Staaten, die bereits am europäischen Emissionshandel teilnehmen, eine zusätzliche CO2-Steuer einführen.

Basierend auf den Ergebnissen einer Qualitative Comparative Analysis (QCA) und den Erkenntnissen aus mehreren Fallstudien kommt der Artikel zu zwei Hauptaussagen. Erstens, politische Akteure versuchen staatliche Haushaltskrisen zu nutzen, um eine Kohlenstoffbesteuerung einzuführen. Zweitens, die Einführung einer CO2-Steuer ist am wahrscheinlichsten, wenn Push- und Pull-Faktoren zusammenkommen, d.h. wenn ein hoher Problemdruck in Form einer Nichteinhaltung von Klimazielen mit einer Regierung zusammenfällt, die für Umweltfragen aufgeschlossen ist.

Mit ihrem Artikel tragen die Forscher/innen nicht nur zur Literatur bzgl. der Einführung von Kohlenstoffbesteuerung innerhalb der Europäischen Union bei, sondern leisten auch einen methodischen Beitrag, da sie in ihrer Studie den theoretischen Ansatz des Multiple Streams Approach (MSA) mit der Methode der QCA verbinden.

Der Artikel ist öffentlich zugänglich und unter dem folgenden Link zu finden: https://www.cambridge.org/core/journals/journal-of-public-policy/article/never-let-a-serious-crisis-go-to-waste-the-introduction-of-supplemental-carbon-taxes-in-europe/A1E699D149C9E85605377CA87105FA5D

Julia Özdemir | 23.02.2022