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Projekt

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Der Wahlerfolg von Bürgermeisterkandidatinnen und -kandidaten. Eine bundesweite Untersuchung aus der Genderperspektive

Projektleitung:
Status: laufend
Laufzeit: 01.09.2017 bis 31.08.2018
fördernde Einrichtungen:

Kurzbeschreibung:

Die Direktwahl der (Ober-)BürgermeisterInnen ist ein elektorales Alleinstellungsmerkmal der kommunalen Ebene in Deutschland, und war einer der wenigen tiefgreifenden Innovationsschübe der Demokratie in den letzten Jahrzehnten. Mit den in den 1990er Jahren einsetzenden Veränderungen des institutionellen Settings (Kommunalverfassung, Wahlrecht, etc.) stiegen die (Ober-)BürgermeisterInnen peu à peu zur Gallionsfigur der kommunalen Selbstverwaltung in Deutschland auf. Trotz des Bedeutungsgewinns des (Ober-)Bürgermeisters im kommunalpolitischen Entscheidungssystem gibt es nur wenige aktuelle Forschungsbeiträge zur Bürgermeisterwahl.

Noch deutlich größer ist die Forschungslücke in der Genderforschung. Hier gibt es meist nur qualitative Fallstudien, die es kaum zulassen, Hypothesen zu den möglichen Ursachen der Unterrepräsentanz von Frauen in diesem höchsten kommunalen Amt systematisch zu testen. Ein erhöhter Forschungsbedarf ergibt sich u.a. aus dem Ergebnis des Genderranking deutscher Großstädte, das einen starken Rückgang des Frauenanteils im Oberbürgermeisteramt feststellt: 2008 lag der Frauenanteil noch bei knapp 18% und ging 2017 auf 8% deutlich zurück. Das Forschungsvorhaben geht der Frage nach, welche Ursachen für diese extreme Frauenunterrepräsentanz im höchsten kommunalen Amt verantwortlich sind, um eine große Forschungslücke in der Genderforschung zu schließen und für die Praxis Empfehlungen zu geben, wo und wie erfolgreiche weibliche Kandidaturen möglich sind.

Kathrin Jewanski | 18.10.2017
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