Präsenzveranstaltung

Thema:
Die Global-Governance-Perspektive: eine Alternative zu traditionellen Theorien internationaler Beziehungen?
Veranstaltungstyp:
Präsenzseminar
Adressatenkreis:
MA Gov: Modul 2.3; Modul 2.5;
Ort:
Hagen
Adresse:
FernUniversität in Hagen
ehem. TGZ
Universitätsstraße 1/11
58097 Hagen
Termin:
16.06.2017 bis
17.06.2017
Zeitraum:
Freitag, 16. Juni 2017, 11:15 bis 19:00 Uhr;
Samstag, 17. Juni 2017, 09:00 bis 16:30 Uhr
Leitung:
Dr. Thorsten Hüller
Anmeldefrist:
15.05.2017
Anmeldung:
Maximale Teilnehmerzahl: 25. Bitte benutzen Sie das Online-Anmeldeformular auf dieser Seite.
Auskunft erteilt:
E-Mail: Dr. Thorsten Hüller , Telefon: +49 2331 987 - 2753

Inhalt

Spätestens seit den Schriften von Robert Keohane ist klar, dass internationale Institutionen im Rahmen internationaler Beziehungen eine eigenständige Wirkmacht entfalten können. Wenn Donald Trump Steuern auf mexikanische Automobilimporte erheben möchte oder Großbritannien aus der EU austritt, dann sind dies vielleicht souveräne Entscheidungen, aber die Umsetzungen und damit verbundenen Kosten sind in hohem Maße abhängig von vorab eingegangenen Verpflichtungen im Rahmen internationaler und europäischer Verträge. Und die Reaktionen anderer Staaten erfolgen nicht nur als einzelstaatliches Handeln, sondern auch zusammen und im Rahmen von internationalen Organisationen. Und das dürfte einen Einfluss auf die Ergebnisse haben...

Entsprechend dieser Beispiele soll es im Seminar in erster Linie darum gehen, die Anwendbarkeit einer Global Governance Perspektive im Rahmen kausal-empirischer IB-Forschungen nachzugehen.

Die Global Governance Perspektive verschränkt dabei in der Analyse die Berücksichtigung von unterschiedlichen Akteuren (Staaten, IOs, nicht-staatliche Akteure) und politischen Ebenen (global, regional, nationalstaatlich, substaatlich) zu komplexeren Erklärungsmodellen, ohne sich eindeutig auf bestimmte wissenschaftstheoretische Grundpositionen (Handlungsmodi, Wissenskonzeptionen etc.) festzulegen. Entsprechend gibt es durchaus eine Reihe von Verbindungsmöglichkeiten zu traditionellen Theorien internationaler Beziehungen.

Das Präsenzseminar hat drei Teile: zunächst werden einige konzeptionelle Texte behandelt, die sich für die Nutzung einer Global Governance Perspektive einsetzen, anschließend exemplarisch Anwendungen aus der Forschung diskutiert und schließlich wird es darum gehen, eigene Forschungsvorhaben im Rahmen der Global Governance Perspektive zu entwickeln: Welche Themen und Fragestellungen lassen sich in diesem Rahmen bearbeiten? Wie sieht ein passendes Forschungsdesign dazu aus usw.?

Zielgruppe

Teilnehmen können alle Studierenden welche die Module 2.3 und 2.5 des Masterstudiengangs „Governance“ belegen oder abgeschlossen haben.

Literaturgrundlage, Teilnahmeleistung

Für das Seminar werden Texte und ein Seminarplan bereitgestellt. Die Texte sind Grundlage für die Seminardiskussion und werden daher als Pflichtlektüre angesehen.

Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer soll nach Rücksprache mit den Dozenten ein kurzes Exposé für ein eigenes Forschungsdesign zu einer konkreten Fragestellung vorbereiten und zum Seminar mitbringen. Nähere Informationen erhalten Sie nach Ablauf der Anmeldefrist.

Anmeldung

ab sofort, über das elektronische Anmeldeformular (siehe unten).

02.05.2019