Präsenzveranstaltung

Thema:
Theorien internationaler Beziehungen: Sinn und Nutzen
Veranstaltungstyp:
Präsenzseminar
Adressatenkreis:
MA Gov: Modul 2.3; Modul 2.5;
Ort:
Frankfurt a.M.
Adresse:
Regionalzentrum Frankfurt/Main
Colosseo Frankfurt
Walther-von-Cronberg-Platz 16
5. Obergeschoss
60594 Frankfurt am Main
Termin:
03.02.2017 bis
04.02.2017
Zeitraum:
Freitag, 03. Februar 2017, 11:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Samstag, 04. Februar 2017, 9:00 Uhr bis 16:30 Uhr
Leitung:
Dr. Thorsten Hüller
Dr. Christopher Kaan
Anmeldefrist:
18.12.2016 (es sind noch wenige Teilnehmerplätze verfügbar)
Anmeldung:
Maximale Teilnehmerzahl: 25. Bitte benutzen Sie das Online-Anmeldeformular auf dieser Seite.
Auskunft erteilt:
E-Mail: Thorsten Hüller , Telefon: +49 2331 987-2708

Gegenstand des Seminars sind Theorien internationaler Beziehungen: Realismus, Neorealismus, Liberalismus, Institutionalismus, Funktionalismus, Konstruktivismus, Marxismus, Kritische Theorie, Governancetheorie usw. Es wird langsam unübersichtlich bei dieser Vielzahl von Theorien, die im Feld internationaler Beziehungen im Rahmen wissenschaftlicher Forschungen in Anschlag gebracht und getestet werden, um uns die Wirklichkeit jenseits des Staates zu erklären.

Im Rahmen des Seminars soll es zunächst darum gehen, den aktuellen Stand dieser Theoriebildung zur Kenntnis zu nehmen. Dabei wird es im Kern darum gehen, zentrale Theorieaspekte vergleichend in Erinnerung zu rufen.

Vor diesem Hintergrund stehen dann zwei Ziele im Mittelpunkt der Veranstaltung: Zum einen soll darüber diskutiert werden, welchen Sinn und Nutzen diese Theoriebildung für die Disziplin der internationalen Beziehungen hat. Warum wird in der wissenschaftlichen Forschung auf dem Feld der Internationalen Beziehungen kaum etwas anderes gemacht als Theorien zu entwickeln und zu testen? Wie hängt diese Theorieentwicklung mit dem Lösen realer Probleme zusammen? Ist es nicht wichtiger, Ideen zur Lösung von Umweltproblemen oder Konflikten zu finden, als realistische oder konstruktivistische Hypothesen zu bestätigen? Auch ist ja auf den ersten Blick alles andere als klar, warum es überhaupt mehr als eine Theorie geben sollte. Wenn es nur eine Wirklichkeit gibt, kann es dann mehrere Theorien geben, die uns diese Wirklichkeit erklären? Und wenn es mehrere Theorien gibt, die uns jeweils verschiedene Aspekte der Wirklichkeit besser erklären können: Woran liegt das? Wie erkennen wir die Theorien, die spezifische Sachverhalte besser erklären können? Und welchen Status hat dann dieses ‚besser’? Sind diese besseren Erklärungen bloß plausibler oder sind sie wahr?

Zum anderen verfolgt das Seminar ein praktisches Ziel: Die adäquate Anwendung spezifischer Theorien soll an Fallbeispielen entwickelt und geübt werden. Ausgehend von verschiedensten Gegenständen und Fragestellungen, die untersucht werden können, stellen sich Fragen wie: Welche Theorie oder Theorien sollen im Rahmen der Arbeit getestet werden? Wie setze ich den Theorientest um? Welche fallspezifischen Erwartungen ergeben sich aus der zu testenden Theorie? Wie kann ich klären, ob bestimmte Erwartungen zutreffen oder nicht? Hierzu zählen dann auch ganz praktische Gedanken zum Forschungsdesign eines Theorietests wie z.B. Fallauswahl, Hypothesenbildung und Vergleichsstruktur.

Teilnehmen können alle Studierenden welche die Module 2.3 und 2.5 des Masterstudiengangs „Governance“ belegen oder abgeschlossen haben. Für das Seminar werden Texte und ein Seminarplan bereitgestellt. Die Texte sind Grundlage für die Seminardiskussion und werden daher als Pflichtlektüre angesehen.

Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer soll nach Rücksprache mit den Dozenten ein kurzes Exposé für einen eigenen Theorientest an einem konkreten Fall vorbereiten und zum Seminar mitbringen. Nähere Informationen erhalten Sie nach Ablauf der Anmeldefrist.

02.05.2019