Seminar

Thema:
Erreichung der Klimaschutzziele im Logistiksektor: Nachhaltigkeitspotentiale und Planungsaufgaben durch vermehrte Nutzung von Elektrofahrzeugen
Ort:
online
Termin:
01.07.2021 bis
02.07.2021
Seminarleitung:
Prof. Dr. Karsten Kieckhäfer
Anmeldung und Teilnahme-
voraussetzung:
Informationen zu Anmeldefristen und seminarspezifischen Teilnahmevoraussetzungen können Sie dem Heft Studien- und Prüfungsinformationen Nr. 2 entnehmen
Rahmenzeitplan:
26.03.2021Beginn der Einarbeitung in die Software OpenLCA bzw. AIMMS
09.04.2021 Kick-off als Online-Veranstaltung (Teilnahme obligatorisch)
- Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten
- Themenbekanntgabe
- Beginn der Bearbeitungszeit
23.04.2021Abgabe von Gliederung und Abstracts
04.06.2021Abgabe der Seminararbeit
01.- 02.07.2021 Präsentationsphase als Online-Veranstaltung (Teilnahme obligatorisch)
Moodle:
Wichtige Informationen, zusätzliche Materialien und detaillierte Zeitpläne werden im Laufe des Seminars über die Moodle-Lernumgebung bekanntgegeben

Beschreibung

Mit dem Klimaschutzgesetz hat die Bundesregierung im Dezember 2019 die deutschen Klimaschutzziele verbindlich festgeschrieben. Die übergreifenden Ziele bestehen in einer Reduktion der Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 um 55 Prozent gegenüber dem Vergleichsjahr 1990, bis 2050 wird sogar Treibhausgasneutralität angestrebt.

Eine nicht unerhebliche Rolle zur Erreichung dieser Klimaziele kommt als drittgrößtem Verursacher von Emissionen (nach Energiewirtschaft und Industrie) dem Verkehrssektor zu. Als ein Baustein zur Reduktion der Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor wurde der Ausbau von Elektromobilität identifiziert.

Zur Elektromobilität zählen sowohl batteriebetriebene Fahrzeuge als auch solche mit Brennstoffzellen. Beide Varianten der Energiespeicherung bzw. Energieumwandlung haben spezifische Vor- und Nachteile. Besonders im Anwendungsfall der Logistik entstehen große Differenzen zwischen den beiden Technologien, welche es zu analysieren gilt.

Daraus ergeben sich verschiedene Fragestellungen: (a) Lohnt sich der Einsatz von Elektromobilität in der Logistik auf allen Ebenen der Nachhaltigkeit? (b) Ist der Einsatz von Batterie- oder von Brennstoffzellen-betriebenen Fahrzeugen vorteilhaft? (c) Wie wirkt sich der Einsatz der Elektromobilität auf konkrete logistische Planungsaufgaben von betroffenen Unternehmen aus?

Die Fragestellungen zur Bewertung der einzelnen Maßnahmen lassen sich mit Methoden der Nachhaltigkeitsbewertung analysieren. Neben den klassischen betriebswirtschaftlichen Zielen spielen auch soziale und ökologische Kriterien eine wichtige Rolle. Diese Nachhaltigkeitsbewertung erfolgt mit modernen Softwarelösungen. Anschließend können die Maßnahmen in Bezug auf ihre ökonomischen, ökologischen und/oder sozialen Auswirkungen miteinander verglichen werden.

Die Auswirkungen auf unternehmerische Planungsaufgaben, die sich vor dem Hintergrund der Nutzung von Elektromobilität beispielsweise in den Bereichen der strategischen Standortplanung, der taktischen Flottenzusammensetzung oder der operativen Tourenplanung ergeben, lassen sich mithilfe von Optimierungsmodellen untersuchen.

Im Fokus dieses Seminars stehen die Nachhaltigkeitsbewertung sowie die Entscheidungsunterstützung. Nach der theoretischen Aufarbeitung der genannten Untersuchungsfelder sind entsprechende Ansätze zu formulieren und mit modernen Softwarelösungen zu implementieren. Dies ermöglicht die Analyse praxisnaher Daten, um Lösungen zu generieren und daraus Handlungsempfehlungen für die Praxis abzuleiten.

Das Seminar kann in allen Studiengängen gewählt werden, ist aber vor allem auch für Studierende des Studiengangs Master Wirtschaftswissenschaft für Ingenieure und Naturwissenschaftler geeignet.

Das Seminar kann auch als Wahlpflichtseminar belegt werden. Für diesen Fall empfehlen wir, parallel zum Seminar eines der Bachelor-Wahlpflichtmodule unseres Lehrstuhls im gleichen Semester zu belegen.