Aktuelles

Falsch entschieden - Und jetzt?

Mitteilung vom 25.09.2017

Herr Prof. Andreas Glöckner im Interview in der Sendung "Gott und die Welt" im ARD zu dem Thema, wie verschiedene Menschen mit Fehlentscheidungen umgehen.

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"Bauchentscheidungen fallen nicht vom Himmel"

Mitteilung vom 25.09.2017

In einem Beitrag im Deutschlandfunk erklärt Prof. Andreas Glöckner Zusammenhänge zur Entscheidungsfindung bei der politischen Wahl.

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Putting the pieces together

Mitteilung vom 09.02.2017

Blog Beitrag zum Vortrag von Prof. Andreas Glöckner auf der SPSP Conference 2017 in San Antonio, Texas zu aktuellen Entwicklungen im Bereich Entscheidungstheorien.

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Eine Replikationsanalyse des spontanen Kooperationseffekts

Mitteilung vom 02.02.2017

Sind intuitive Entscheidungen prosozialer als besonders gut durchdachte? In einem Zusammenschluss internationaler Labors, u.a. der FernUniversität Hagen, wurde der spontane Kooperationseffekt von Rand, Greene, & Nowak (2012) erneut getestet. Die Ergebnisse werden in der Zeitschrift für „Perspectives on Psychological Science“ veröffentlicht.

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Wie rational urteilen Richter?

Mitteilung vom 09.12.2016

Ein Blog-Beitrag fasst ein aktuelles Papier von Prof. Andreas Glöckner zusammen:

Link

Quelle: Glöckner, A. (2016). The irrational hungry judge effect revisited: Simulations reveal that the magnitude of the effect is overestimated. Judgment and Decision Making, 11(6), 601-610.

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Veröffentlichung Artikel zur Auswirkung von Quotenregeln auf die Bereitschaft zu kooperieren

Mitteilung vom 28.10.2016

Obwohl eine Gleichstellung der Geschlechter schon seit Längerem ein gesellschaftliches und politisches Anliegen ist, sind Frauen weiterhin in vielen Karrierestufen und –bereichen unterrepräsentiert. Um diesem Ungleichgewicht entgegenzuwirken, ist zum Beispiel seit dem 1. Januar 2016 eine verbindliche Frauenquote für Aufsichtsräte in Deutschland rechtlich vorgeschrieben. Ähnliche Regelungen finden neuerdings auch im Hochschulkontext Anwendung. Das rechtliche Instrument einer obligatorischen Geschlechterquote mit Sanktionsandrohung macht es möglich, dass in einem festgelegten Zeitraum die Unterrepräsentation von Frauen mit hoher Wahrscheinlichkeit reduziert wird. Darüber hinausgehende Auswirkungen, die mit der Einführung von Quoten einhergehen können, wurden jedoch bislang kaum erforscht. Dipl.-Volksw. Angela Dorrough und Prof. Andreas Glöckner von der FernUniversität in Hagen haben sich daher in Kooperation mit Dr. Monika Leszczynska von der New York University und Prof. Manuela Barreto von der University of Exeter (UK) genau diesem Thema zugewandt. Im Rahmen von zwei Experimenten wurde die Einführung einer Frauenquote im Labor nachgestellt und die Kooperationsbereitschaft von betroffenen Männern und Frauen vor und nach der Einführung verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Quote negativ auf Kooperationsbereitschaft auswirkt, während eine Auswahl nach persönlicher Leistung die Kooperationsbereitschaft der involvierten Personen eher erhöht. Des Weiteren fanden die Forscher/innen heraus, dass die Auswahl nach dem Geschlecht als weniger fair wahrgenommen wird als die Auswahl nach Leistung. Im Rahmen weiterer Studien des Forscher/innen-Teams, die durch das Interne Forschungsförderprogramm Genderforschung der FernUniversität unterstützt werden, sollen nun Vorschläge erarbeitet werden, ob und wie die zweifelsohne wichtige Einführung von Quotenregeln optimiert werden kann, um solche negativen Nebeneffekte zu vermeiden.

Quelle: Dorrough, A., Ziólkowska, M., Barreto, M., & Glöckner, A. (2016). Revealing side effects of quota rules on group cooperation. Journal of Economic Psychology, 57, 136-157.

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WDR1 Artikel zu Intuition mit Kommentaren von Prof. Glöckner

Mitteilung vom 26.09.2016

Wie treffen wir Entscheidungen? Und welche Rolle spielt dabei die Intuition? In einem WDR1 Artikel zum Thema Intuition kommentiert Prof. Glöckner die Rolle der Intuition bei Entscheidungen.

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Veröffentlichung Artikel zu inkorrekten Stereotypen bezüglich des Kooperationsverhaltens von Japanern und Israelis

Mitteilung vom 15.09.2016

Die Zusammenarbeit einzelner Personen aus verschiedenen Ländern wird im Rahmen der Globalisierung immer wichtiger. In einer in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences publizierten Studie untersuchten Forscher der FernUniversität Hagen die generelle Bereitschaft von Individuen unterschiedlicher Länder zur Erreichung gemeinschaftlicher monetärer Ziele zusammenzuarbeiten. Außerdem wurde erfasst, welches Ausmaß an Kooperation von Personen einzelner Länder erwartet wird. Unter Nutzung bevölkerungsrepräsentativer Stichproben aus Deutschland, Japan, Mexiko, USA, Indien und Israel konnte gezeigt werden, dass Personen aus Japan als überdurchschnittlich kooperativ eingeschätzt werden, wohingegen von Personen aus Israel eher weniger Kooperation erwartet wird. Allerdings handelt es sich bei den beobachteten und über die betrachteten Nationen hinweg geteilten Erwartungen um inkorrekte Stereotype: Personen aus Israel zeigten entgegen der Erwartungen eine überdurchschnittlich hohe Bereitschaft mit Personen aus anderen Ländern zu kooperieren, das Gegenteil war der Fall für Personen aus Japan. Diese falschen Erwartungen gehen mit erheblichen Konsequenzen einher: die Bereitschaft, mit Personen aus Israel zu kooperieren ist relativ niedrig und der im Rahmen der Studie durch die Interaktion erzielte monetäre Gewinn war entsprechend für Israelis deutlich niedriger als für Japaner. Darüber hinaus zeigte sich für die meisten Länder, dass Menschen ihre eigenen Landsleute bevorzugen. Die Kooperationsbereitschaft von deutschen Teilnehmern war generell eher überdurchschnittlich. Sie erwarteten von ihren eigenen Landsleuten darüber hinaus eher mäßige Bereitschaft zu kooperieren, waren aber trotzdem bereit, sich diesen gegenüber kooperativ zu verhalten.

Quelle: Dorrough, A., & Glöckner, A. (2016). A multinational investigation of cross-societal cooperation. Proceedings of the National Academy of Sciences.