PRISMA

Parental Involvement in School and at Home during Childhood and Adolescence

Projektleitung:
Frau Dr. Swantje Dettmers , Herr Dr. Sittipan Yotyodying,
 Prof. Dr. Kathrin Jonkmann

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Projektbeschreibung

Was erforschen wir?

In prisma (parental Involvement in school and at home during childhood and adolescence) beschäftigen wir uns mit „elterlicher Involviertheit im schulischen Kontext“. Elterliche Involviertheit kann dabei eine Vielzahl verschiedener Aktivitäten umfassen, die entweder in der Schule (z. B. Kommunikation zwischen Eltern und Lehrkräften) oder zu Hause (z. B. Hausaufgabenbetreuung, Eltern-Kind-Kommunikation über ein schulisches Thema) stattfinden.

In den letzten Jahren haben zahlreiche Studien gezeigt, dass das Interesse von Eltern an der Entwicklung und Bildung ihrer Kinder einen positiven Einfluss auf die schulische Ausbildung (z. B. Leistung, Lernmotivation, Lernstrategien, Wohlbefinden) von Kindern hat. In prisma wollen wir unter anderem herausfinden, welche Faktoren die elterliche Involviertheit beeinflussen. Frühere Studien konnten bereits zeigen, dass die elterliche Involviertheit zu Hause in einem Zusammenhang mit den Motiven und Einstellungen (z. B. Selbstwirksamkeit, Rollenüberzeugungen, selbstbestimmte Motivation), und der sozialen Herkunft der Eltern (z. B. Bildungsniveau, Migrationshintergrund) sowie den vorherigen schulischen Leistungen des Kindes steht. Unklar ist bislang, welche Faktoren auf der Schulebene (z. B. die Qualität der Beziehung zwischen Eltern und Lehrkräften) das Ausmaß und die Qualität elterlicher Involviertheit beeinflussen. Diese Forschungslücke soll mit Hilfe der prisma-Studie geschlossen werden. Zudem wollen wir untersuchen, welche Faktoren die elterliche Involviertheit in der Schule beeinflussen.

Unsere Fragestellungen

In prisma interessieren wir uns für mögliche Ursachen (auf der Schul- und Elternhausebene) der elterlichen Involviertheit im Elternhaus und in der Schule sowie den Zusammenhang zwischen der elterlichen Involviertheit und der schulischen Ausbildung von Schülerinnen und Schülern. Konkret ergeben sich aus der bisherigen Forschungslage die folgenden Fragestellungen:

    1. Welche Merkmale innerhalb der Schule beeinflussen das Ausmaß der elterlichen Involviertheit?
    2. Welche Eigenschaften der Eltern haben einen Einfluss auf das Ausmaß an elterlicher Involviertheit?
    3. Warum mischen sich einige Eltern übermäßig viel in die schulischen Belange ihres Kindes ein? Welchen Einfluss hat ein übermäßiges und überhütendes Eingreifen der Eltern in die schulischen Belange auf die schulische Ausbildung des Kindes?
    4. Gibt es Unterschiede im Ausmaß der elterlichen Involviertheit in Hinblick auf die Beschulungsform (z. B. Elementar- versus Sekundarstufe), den familiären Hintergrund (z. B. Familien mit lernbeeinträchtigten Kindern, Flüchtlings-/Migrantenfamilien) und die kulturelle Orientierung (z. B. Individualismus versus Kollektivismus)?

Um diese Fragestellungen zu beantworten sollen Daten von Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern zu mehreren Messzeitpunkten erhoben werden. Die Daten werden mit Hilfe von Interviews sowie Onlinefragebögen generiert. Die erste Befragung findet im Wintersemester 2015/2016 statt. Ziel der ersten Datenerhebung ist es, einen Überblick über die Qualitätsmerkmale der Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus sowie die Qualität elterlicher Involviertheit in der Schule zu erhalten. Hierfür führen wir zwei Studien durch. In der einen Studie werden Eltern von Schülerinnen und Schülern aller Klassenstufen online befragt. In einer anderen Studie werden wir Interviews mit Lehrkräften und Eltern durchführen.

Auskunft und Kontakt

Haben Sie Fragen oder benötigen Sie weitere Informationen zu der prisma-Studie? Dann können Sie sich gerne an unser Team wenden.