Stress und Coping in Partnerschaften

Stress und Coping in Partnerschaften

Eine erfüllte Partnerschaft zählt trotz steigender Scheidungsraten noch immer zu den höchsten Lebenszielen vieler Menschen. Ebenso wie sich die physische und psychische Gesundheit auf die Beziehungszufriedenheit auswirkt, trägt im Gegenzug eine zufriedene Paarbeziehung auch maßgeblich zur physischen und psychischen Gesundheit der Partner bei. Eine Partnerschaft kann jedoch durch paarinternen ebenso wie durch paarexternen Alltagsstress belastet und korrodiert werden. Ebenso können Probleme in der Paarbeziehung wiederum Stress bei den Partnern auslösen, welcher sich negativ auf deren Gesundheit auswirken kann. Das Verständnis dieser komplexen Wechselwirkungen stellt daher einen wichtigen Schritt hin zu einer gesünderen Gesellschaft dar.

Im Forschungsprojekt "Stress und Coping in Partnerschaften" ist das unterschiedliche Stresserleben innerhalb der Partnerschaft ein zentraler Aspekt. Verschiedene Strategien im Umgang mit Stress (dyadische Coping-Strategien) werden ebenso untersucht, wie Auswirkungen von Stress auf die Kommunikation innerhalb eines Paares. Ziel der Studie ist es, Faktoren wie z.B. eine hohe Stressreaktivität, die Nutzung negativer Konfliktlösungsstile oder das Fehlen von Stressbewältigungsstrategien zu identifizieren, die eine negative Paarkommunikation auslösen und zu Stressreaktionen der Partner führen. Das Aufdecken angemessener dyadischer Coping-Strategien ist ein weiteres Vorhaben der Studie. Hierbei stellen Videoaufzeichnungen von Paargesprächen im Beobachtungslabor des Instituts für Psychologie einen wesentlichen Bestandteil dar. Die Stressreaktionen werden zusätzlich über Fragebogen, sowie Messungen des Stresshormons Kortisol im Speichel der Versuchsteilnehmer erhoben. Das Forschungsprojekt leistet damit einen Beitrag zur Aufklärung der wechselseitigen Zusammenhänge zwischen Stresserleben in Fremd- und Selbsteinschätzung, dyadischem Coping, partnerschaftlicher Kommunikation und Beziehungszufriedenheit.

Weitere Informationen für interessierte Paare Link

Projektleitung

Dr. Julia Eggermann

Prof. Dr. Christel Salewski

Projektmitarbeiter / innen

Daniela Grün, B.Sc.

Christine Lemm, B.Sc.