Reform des Bachelor of Laws

Im Folgenden möchten wir Sie über den Inhalt der Reform des Studiengangs „Bachelor of Laws“ sowie über die entsprechenden Auswirkungen informieren.

Stand: 27. September 2022

  • Aufzeichnung der Informationsveranstaltung eingestellt. Beachten Sie: Das Video spiegelt den Informationsstand vom 9. Mai 2022 wider. Zum Video
  • Mit Bescheid vom 15. Juni 2022 hat der Akkreditierungsrat auf unseren Reformantrag positiv ohne Auflagen oder Empfehlungen entschieden. Der Studiengang wird in der hier dargestellten Form wie geplant ab dem 1. April 2023 an den Start gehen. Die nachfolgenden Ausführungen wurden diesbezüglich aktualisiert.
  • Für die Module 55205 (Wirtschafts- und Steuerstrafrecht) und 55208 (Verfassungs- und Wirtschaftsrecht in der EU) wird die Modulschranke im Sinne des § 13 Abs. 2 der Prüfungsordnung für den Studiengang Bachelor of Laws ausgesetzt. Darüber hinaus können diese Module in Zukunft nicht mehr ohne Weiteres belegt werden. Weitere Informationen unten im Übergangsszenario 2 und 3.
  • Die FAQ wurden aktualisiert und angepasst.

Schnellübersicht

  • Alle Studierenden, die sich ab dem 1. Dezember 2022 in den Studiengang "Bachelor of Laws" einschreiben (Studienstart: 1.4.2023), werden in die neue Prüfungsordnung mit einem Umfang von 180 ECTS (6 Semester in Vollzeit) eingeschrieben.
  • Studierende, die vor dem 1. April 2023 den Studiengang "Bachelor of Laws" aufgenommen haben, können diesen noch nach altem Recht mit einem Umfang von 210 ECTS (7 Semester in Vollzeit) abschließen.
  • Studierende, die vor dem 1. April 2023 den Studiengang "Bachelor of Laws" aufgenommen haben, erhalten ferner die Möglichkeit in die neue Prüfungsordnung zu wechseln. Ab dem 1. April 2023 werden diese Studierende im Rahmen ihrer Rückmeldungen auf diese Wechseloption hingewiesen.

Hintergrund und zeitlicher Ablauf

Ablauf der Reakkreditierung mit Bachelor-Reform Abbildung: Gleb Sakovski
Zeitlicher Ablauf der Reakkreditierung des Studiengangs und damit zusammenhängend der Bachelor-Reform

Zur Beschreibung der Abbildung

Das Verfahren zur Reakkreditierung und zur geplanten Reform des Studiengangs "Bachelor of Laws" wurde 2020 eingeleitet und ist nunmehr abgeschlossen. Im Sommersemester 2022 war eine Nachbelegung von Modulen bis zum 15. Mai noch möglich. Im Juni 2022 hat der Akkreditierungsrat positiv und ohne Auflagen oder Empfehlungen über das Reformvorhaben. Für das Wintersemester 2022/2023 können Module bis zum 31. Juli belegt werden. Ab dem 1. Dezember 2022 kann man sich in den neuen Bachelor ein- bzw. umschreiben. Ab dem Sommersemester 2023 startet der neue Bachelor of Laws mit 180 ECTS.

 

Der Studiengang „Bachelor of Laws“ befand sich in einem Reakkreditierungsverfahren. Dabei handelt es sich um ein Verfahren, bei dem die Qualität eines Studiengangs durch externe Expertinnen und Experten geprüft und bewertet wird. Die Rechtswissenschaftliche Fakultät verfolgt in diesem Zuge Änderungen, die die Studierbarkeit des Studiengangs verbessern. Eine der zentralen Neuerungen soll die Reduzierung des ECTS-Umfangs von derzeit 210 ECTS auf dann 180 ECTS sein. Zugleich möchte die Fakultät das Profil des Studiengangs schärfen, indem ein größerer Fokus auf das Wirtschaftsrecht gelegt werden soll. Der Studiengang soll sich zudem stärker zeitgemäßen Thematiken wie beispielsweise dem Bereich Digitalisierung und Recht widmen. Ein weiteres Ziel des Reformprozesses ist auch die Erreichung einer besseren Vergleichbarkeit und Harmonisierung mit anderen Bachelorstudiengängen an der FernUniversität sowie mit juristischen Bachelor-Studiengängen anderer Hochschulen.

Der Prozess der Reakkreditierung ist zweigeteilt: Im ersten Schritt hat die Akkreditierungsagentur AQAS den Studiengang sowie die Reformvorschläge begutachtet und eine Reakkreditierung empfohlen, ohne sogenannte Auflagen zu erteilen. Im zweiten Schritt des Reakkreditierungsverfahrens werden der Studiengang und die Reformvorschläge vom Akkreditierungsrat (www.akkreditierungsrat.de) begutachtet. Die Befassung des Akkreditierungsrates ist nunmehr erfolgt.

Der Akkreditierungsrat hat mit Bescheid vom 15. Juni 2022 positiv und ohne Auflagen oder Empfehlungen über unsere Reformvorschläge entschieden. Demzufolge wird der Studiengang in der unten dargestellten Form ab dem 1. April 2023 starten.

Die neue Prüfungsordnung für den Studiengang Bachelor of Laws mit 180 ECTS tritt ab dem 1. April 2023 (Beginn des Sommersemesters 2023) in Kraft. Sie soll voraussichtlich im Laufe des September 2022 in den Amtlichen Mitteilungen der FernUniversität veröffentlicht werden. Eine Einschreibung für neue Studierende ist erstmalig vom 1. Dezember 2022 bis zum 31. Januar 2023 möglich. Bestandsstudierende erhalten die Möglichkeit, in die neue Studien- und Prüfungsordnung zu wechseln oder in der alten zu verbleiben. Um nach der neuen Prüfungsordnung zu studieren, müssen Sie dies entsprechend bei Ihrer Rückmeldung angeben. Weitere Informationen erhalten Sie in Ihrer üblichen Erinnerungsmail zu Beginn der Rückmeldephasen.

Ausblick:

Studierende, die in den Studiengang Bachlor of Laws mit 210 ECTS eingeschrieben sind, erhalten bis einschließlich 31. März 2030 die Gelegenheit, ihr Studium nach "altem" Recht abzuschließen. Hierbei handelt es sich um eine Ausschlussfrist, die bereits pauschal sämtliche Gründe einer Studienverlängerung berücksichtigt und nicht verlängert werden kann. Für den Abschluss ist relevant, dass die letzte Prüfungsleistung spätestens am 31.03.2030 abgeschlossen wird.

 

Änderungen

Die nunmehr feststehenden Änderungen lassen sich in zwei Blöcke teilen: in einen formalen und einen inhaltlichen Block. Die formalen Änderungen betreffen den Studienumfang. Bei den inhaltlichen Änderungen stehen die Module und Modulinhalte im Vordergrund.

Formale Änderungen

Der Studienumfang im Bachelor of Laws beträgt 180 ECTS (statt bisher 210 ECTS). Dies verringert die Studien- und Prüfungslast und steigert damit die Studierbarkeit.

In künftigen Studienverlaufsplänen wird es eine Mischung aus Modulen mit 5 ECTS und Modulen mit 10 ECTS geben. So ließe sich ein Studienabschluss beispielsweise

erreichen.

Zudem wird der Wahlbereich um 10 ECTS gekürzt. Künftig sind im Wahlbereich nur noch Module im Umfang von 20 ECTS zu absolvieren.

Inhaltliche Änderungen

Die bisherigen wirtschaftswissenschaftlichen Pflichtmodule zählen künftig nicht mehr zum Pflichtbereich des Studiengangs, sondern werden in den Bereich der Wahlmodule verschoben. Dies gilt auch für das Internationale Privat- und Zivilprozessrecht (55110).

Im Bereich der Pflichtmodule wird es ferner folgende Änderungen geben:

Im Bereich der Wahlmodule ergeben sich folgende Änderungen:

Auf Grundlage des zuvor Gesagten sähe ein möglicher Studienverlaufsplan ab dem 1. April 2023 (mit Beginn des Sommersemesters 2023) wie folgt aus:

Studienverlaufsplan

1. Semester 2. Semester
55100 Propädeutikum (10 ECTS)
55101 Allgemeiner Teil des BGB (10 ECTS)
55104 Staats- und Verfassungs­recht (10 ECTS)

55103 Schuldrecht Allgemeiner Teil (10 ECTS)
55107 Einführung in das Strafrecht (10 ECTS)
55114 Europarecht I (5 ECTS)
55115 Europarecht II (5 ECTS)

3. Semester 4. Semester

55106 Schuldrecht Besonderer Teil (10 ECTS)
55108 Sachenrecht und Recht der Kreditsicherung (10 ECTS)
55111 Verwaltungsrecht Allgemeiner Teil (10 ECTS)

55105 Arbeitsvertragsrecht (10 ECTS)
55117 Wirtschaftsstrafrecht (10 ECTS)
55109 Unternehmensrecht I: Grundzüge des Handels- und Gesellschaftsrechts (10 ECTS)
5. Semester 6. Semester

55113 Zivilprozessrecht (10 ECTS)
55116 Einführung in die Betriebswirtschaftslehre für Juristen (5 ECTS)
55118 Verwaltungsprozessrecht (5 ECTS)
Wahlmodul 1 (10 ECTS)

55112 Rhetorik und Verhandeln für Juristinnen und Juristen (5 ECTS)
Wahlmodul 2 (10 ECTS)
Seminar (5 ECTS)
Bachelorarbeit (10 ECTS)

1. Semester 2. Semester
55100 Propädeutikum (10 ECTS)
55101 Allgemeiner Teil des BGB (10 ECTS)

55104 Staats- und Verfassungs­recht (10 ECTS)
55114 Europarecht I (5 ECTS)
55115 Europarecht II (5 ECTS)

3. Semester 4.Semester

55103 Schuldrecht Allgemeiner Teil (10 ECTS)
55107 Einführung in das Strafrecht (10 ECTS)

55106 Schuldrecht Besonderer Teil (10 ECTS)
55108 Sachenrecht und Recht der Kreditsicherung (10 ECTS)

5. Semester 6. Semester

55105 Arbeitsvertragsrecht (10 ECTS)
55111 Verwaltungsrecht Allgemeiner Teil (10 ECTS)

55109 Unternehmensrecht I: Grundzüge des Handels- und Gesellschaftsrechts (10 ECTS)
55117 Wirtschaftsstrafrecht (10 ECTS)
7. Semester 8. Semester

55113 Zivilprozessrecht (10 ECTS)
55116 Einführung in die Betriebswirtschaftslehre für Juristen (5 ECTS)
55118 Verwaltungsprozessrecht (5 ECTS)

Wahlmodul 1 (10 ECTS)
Wahlmodul 2 (10 ECTS)
9. Semester

55112 Rhetorik und Verhandeln für Juristinnen und Juristen (5 ECTS)
Abschlussseminar (5 ECTS)
Bachelorarbeit (10 ECTS)

1. Semester 2. Semester
55100 Propädeutikum – Teilbearbeitung: Studienstart (5 ECTS)
55101 Allgemeiner Teil des BGB (10 ECTS)

55104 Staats- und Verfassungs­recht (10 ECTS)
55100 Propädeutikum – Teilbearbeitung: Data Literacy (5 ECTS)

3. Semester 4.Semester

55103 Schuldrecht Allgemeiner Teil (10 ECTS)
55114 Europarecht I (5 ECTS)

55107 Einführung in das Strafrecht (10 ECTS)
55115 Europarecht II (5 ECTS)

5. Semester 6. Semester

55108 Sachenrecht und Recht der Kreditsicherung – Teilbearbeitung: Sachenrecht (5 ECTS)
55106 Schuldrecht Besonderer Teil (10 ECTS)

55108 Sachenrecht und Recht der Kreditsicherung – Teilbearbeitung: Recht der Kreditsicherung (5 ECTS)
55111 Verwaltungsrecht Allgemeiner Teil (10 ECTS)
7. Semester 8. Semester

55109 Unternehmensrecht I: Grundzüge des Handels- und Gesellschaftsrechts – Teilbearbeitung: Handelsrecht (5 ECTS)
55105 Arbeitsvertragsrecht (10 ECTS)

55117 Wirtschaftsstrafrecht (10 ECTS)
55109 Unternehmensrecht I: Grundzüge des Handels- und Gesellschaftsrechts – Teilbearbeitung: Gesellschaftsrecht (5 ECTS)
9. Semester 10. Semester

55113 Zivilprozessrecht (10 ECTS)
55118 Verwaltungsprozessrecht (5 ECTS)

55116 Einführung in die Betriebswirtschaftslehre für Juristen (5 ECTS)
Wahlmodul 1 (10 ECTS)
11. Semester 12. Semester

55112 Rhetorik und Verhandeln für Juristinnen und Juristen (5 ECTS)
Wahlmodul 2 (10 ECTS)

Abschlussseminar (5 ECTS)
Bachelorarbeit (10 ECTS)
 

Übergangsszenarien bei Modulbelegung

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht aller Szenarien, welche bei einem Wechsel vom 210er-Modell ins 180er-Modell denkbar sind. Konkret beschäftigen sich die unten stehenden Darstellungen mit den geplanten Veränderungen im Studienverlaufsplan. Ziel ist es, allen Wechselwilligen einen möglichst reibungslosen Übergang von alt nach neu zu ermöglichen.

Daraus folgt, dass dieser Abschnitt nur für diejenigen Studierenden interessant ist, die bereits vor dem 1. April 2023 im Studiengang Bachelor of Laws immatrikuliert waren.

Zum Verfahren für Wechselinteressierte:

  1. Studierende, die bisher in den Studiengang mit 210 ECTS eingeschrieben sind, können sich erstmalig vom 1. Dezember 2022 bis zum 31. Januar 2023 in die neue hier beschriebene Prüfungsordnung wechseln.
  2. Nachdem Sie den Wechsel vorgenommen haben, ist keine gesonderte Information an das Prüfungsamt oder die Fakultät notwendig. Sie studieren nach dem neuen Studienverlaufsplan weiter.
  3. Studierende, die vom 210-ECTS-Bachelor in den 180-ECTS-Bachelor wechseln, sollen keinen gesonderten Anerkennungsantrag stellen. Sie werden darauf verwiesen, dass erst im Rahmen des Zeugnisantrags die Übernahme der neuen Module erfolgen wird.
  4. Sollten Sie über Prüfungsleistungen aus einem ersten Studium verfügen, von denen Sie glauben, dass eine Anerkennung komplett neuer Module (bspw. 55118 - Verwaltungsprozessrecht) möglich ist, dann können Sie einen entsprechenden Antrag an das Prüfungsamt der Rechtswissenschaftlichen Fakultät ab dem 1. Dezember 2022 stellen.
  • Sie haben BWL-Module (31011, 31021 oder 31031) bereits absolviert und bestanden.

  • Sie haben nach dem 210er-Modell das Pflichtmodul Staats- und Verfassungsrecht sowie Grundlagen des Europarechts (55104) und das Wahlmodul Wirtschafts- und Verfassungsrecht der EU (55208) absolviert.


    Bitte beachten Sie hier folgende Änderung:

    Für das kommende Wintersemester 2022/23 wird die Modulschranke gemäß § 13 Abs. 2 der Prüfungsordnung zum Studiengang Bachelor of Laws (sog. 3-aus-6-Regelung) ausgesetzt. Studierende können somit mit Blick auf die anstehende Prüfungsordnungsänderung die Prüfung dieses Moduls bereits antreten, ohne vorher drei der ersten sechs Module im Studienverlaufsplan absolviert zu haben. Einzige Prüfungszulassungsvoraussetzungen sind lediglich die (erstmalige) Belegung des Moduls, die bestandene Einsendearbeit sowie die rechtzeitige Prüfungsanmeldung.

    Zudem kann das Modul 55208 ab dem Sommersemester 2023 nur noch vier Semester lang als Wiederholungsmodul belegt werden und läuft anschließend aus. Interessierten Studierenden im alten 210-ECTS-Bachelor stehen stattdessen in Zukunft die Module 55114 und 55515 (= Europarecht I + II; neue Pflichtmodule im neuen 180-ECTS-Bachelor) zur Verfügung.

  • Sie haben im 210er-Modell das Modul Wirtschafts- und Steuerstrafrecht (55205) belegt und erfolgreich mit einer Prüfung abgeschlossen.


    Bitte beachten Sie hier folgende Änderung:

    Für das kommende Wintersemester 2022/23 wird die Modulschranke gemäß § 13 Abs. 2 der Prüfungsordnung zum Studiengang Bachelor of Laws (sog. 3-aus-6-Regelung) ausgesetzt. Studierende können somit mit Blick auf die anstehende Prüfungsordnungsänderung die Prüfung dieses Moduls bereits antreten, ohne vorher drei der ersten sechs Module im Studienverlaufsplan absolviert zu haben. Einzige Prüfungszulassungsvoraussetzungen sind lediglich die (erstmalige) Belegung des Moduls sowie die rechtzeitige Prüfungsanmeldung.

    Ferner kann das Modul 55205 ab dem Sommersemester 2023 nicht mehr belegt werden, auch nicht zum Zwecke der Wiederholungsbelegung. Stattdessen steht interessierten Studierenden das neue 55117 (= Wirtschaftsstrafrecht; neues Pflichtmodul im neuen 180-ECTS-Bachelor) im alten 210-ECTS-Bachelor zur Verfügung.

  • Sie haben im 210er-Modell das Modul Allgemeines Verwaltungsrecht und Grundzüge des Verwaltungsprozessrechts (55111) belegt und erfolgreich mit einer Prüfung abgeschlossen.

  • Sie haben im 210er-Modell das Modul Internationales Privat- und Zivilprozessrecht (55110) belegt und erfolgreich mit einer Prüfung abgeschlossen.

 

Häufig gestellte Fragen zur Reform des Studiengangs "Bachelor of Laws"

Ich habe nach altem Modell alle Leistungen bis auf WiWi absolviert. Habe ich bei einem Wechsel in die 180 ECTS-Variante mein Studium automatisch erfolgreich beendet?

Für Antwort aufklappen

Nein. Wenn Sie sich die Module nicht anderweitig anerkennen lassen können, würden Ihnen in jedem Fall die Module 55114 (Europarecht I), 55115 (Europarecht II), 55116 (BWL für Juristinnen und Juristen) 55117 (Wirtschaftsstrafrecht) sowie 55118 (Verwaltungsprozessrecht) fehlen. Diese müssten dann noch absolviert werden. Etwaige Übergangskonstellationen zu den geplanten neuen Modulen finden Sie unter dem Punkt Übergangsszenarien.

Welche Auswirkungen wird die Reform des LL.B. auf den Studiengang "Erste Juristische Prüfung" haben?

Für Antwort aufklappen

Derzeit wirkt sich die Reform des Bachelor of Laws nicht auf den Studiengang "Erste Juristische Prüfung" aus. Sie können ihn also gemäß der aktuell geltenden Prüfungsordnung studieren. Einzige Ausnahme: Zur Teilnahme an den Schwerpunktbereichsprüfungen sind fortan u. a. die wirtschaftswissenschaftlichen Pflichtmodule und 55110 (Internationales Privat- und Zivilprozessrecht) nicht mehr erforderlich. Jedoch weisen wir auf die Änderung des Juristenausbildungsgesetzes NRW hin, welche uns als Fakultät verpflichtet, zum 1. Oktober 2023 eine entsprechende neue Prüfungsordnung in Kraft treten zu lassen. Insoweit verweisen wir auf die Hinweise zu den Änderungen des JAG NRW. Über darüber hinausgehende Änderungen im Studiengang EJP werden wir gesondert informieren.

Zu den Änderungen des JAG NRW

Welche Auswirkungen wird die Reform des LL.B. auf den Studiengang "Master of Laws" haben?

Für Antwort aufklappen

Zukünftig wird es zu einer Anpassung des Studiengangs "Master of Laws" kommen. Die Anpassung würde deshalb notwendig werden, da der Studiengang "Master of Laws" derzeit 90 ECTS umfasst und in Kombination mit dem neuen Bachelor of Laws Studierende auf lediglich 270 ECTS kommen würde. Die Anforderungen an Bachelor- und Masterstudiengänge sehen jedoch vor, dass nach einem Masterabschluss insgesamt 300 ECTS erreicht worden sind.

Bis zur Anpassung soll auf eine bereits bestehende Regelung in der Prüfungsordnung LL.M. zurückgegriffen werden, welche in diesem Fall Anwendung findet, um zusätzliche 30 ECTS zu erbringen.

Nach § 4 Abs. 1 lit. d) S. 2 PO LLM absolvieren die betroffenen Studierenden vor dem offiziellen Start ihres Masterstudiums drei Module aus folgendem Katalog:

  • Wahlbereich des Bachelor of Laws (nur solche Module, die nicht schon für den LL.B. verwendet wurden) und/oder
  • Wahlbereich des Master of Laws (diese Module können anschließend nicht mehr im Wahlbereich des LL.M. verwendet werden).

Wie wirkt es sich aus, wenn ich beim Wechsel in den neuen LL.B. bereits mehr als zwei Wahlmodule absolviert habe?

Für Antwort aufklappen

Es wird eine Möglichkeit geschaffen werden, Ihre Wahlmodule möglichst effektiv einzusetzen.

Bis Dezember 2022 habe ich bereits 120 ECTS gesammelt. Kann ich mich ab dem 15.12.2022 für die Seminare im Sommer 2023 anmelden?

Für Antwort aufklappen

Nein, das wird leider nicht möglich sein. Ungeachtet der Tatsache, dass die Seminare im Sommer 2023 zu einem Zeitpunkt stattfinden werden, in dem die neue Prüfungsordnung schon gilt, gilt im Anmeldezeitpunkt Dezember 2022 weiterhin die bisherige Prüfungsordnung. Nach ihr brauchen Sie zur Anmeldung für die Bachelorseminare im Sommer 2023 weiterhin 150 ECTS.

Zudem ist es nicht ausreichend, wenn Sie 130 bzw 140 ECTS erreicht haben und eins bzw. zwei Module ausgleichen können. Demnach hätten Sie zum Anmeldezeitpunkt die erforderlichen 150 ECTS noch nicht erbracht.

 

Sollten Sie Fragen hierzu haben,...

...wenden Sie sich gerne an die Kolleginnen und Kollegen der Fachstudienberatung zu den üblichen Sprechzeiten oder per Mail an fachstudienberatung.rewi. Sie können dort Ihre Fragen loswerden und ein Telefongespräch mit uns vereinbaren.

Dekanat ReWi | 29.09.2022