Rechtswissenschaftliche Fakultät

Erste Juristische Prüfung

Illustration Mit dem Hagener Modell bietet die FernUniversität als einzige Universität in Deutschland Studierenden die Möglichkeit, die Zwischen- und die Schwerpunktbereichsprüfung und somit den universitären Teil der Ersten Juristischen Prüfung („EJP“ oder erstes „Staatsexamen“) im Wege des Fernstudiums abzulegen und die Zulassung zum staatlichen Pflichtfachteil zu erlangen.

Das innovative Potential, das die Rechtswissenschaftliche Fakultät mit ihren ausdrücklich wirtschaftsrechtlich ausgerichteten Bachelor- und Masterstudiengängen besitzt, wird mit dem Studienangebot EJP um eine weitere Abschlussoption ergänzt, die Studierenden das gesamte Spektrum der juristischen Berufe in Deutschland und damit europaweit eröffnet.

Die Voraussetzung für den Zugang zum Studiengang „Erste juristische Prüfung“ ist das Absolvieren des Hagener Bachelor-Studiengangs, damit bleibt die starke wirtschaftsrechtliche Prägung in der Hagener Juristenausbildung erhalten.



Studiengangsprofil

Das differenzierte Modell des Studienganges zur Ersten Prüfung kombiniert die Vorteile des wirtschaftlich ausgerichteten Bachelorstudiums mit der klassischen Juristenausbildung. Studierende erhalten eine fundierte rechtswissenschaftliche Ausbildung im Bachelorstudiengang, die durch wirtschaftswissenschaftliche Grundlagen ergänzt wird. Juristische Bachelor- und Masterabschlüsse verfolgen jedoch üblicherweise ein anderes Abschlussziel und eröffnen regelmäßig nicht den Weg in die klassischen jur. Berufsfelder. Mit dem Studiengang zur Ersten Juristischen Prüfung wird diese Lücke nun geschlossen.

Die Studienmaterialien werden in der Regel mit der Post nach Hause gesandt und die Studierenden erhalten zusätzlich Zugriff auf im Netz vorhandene virtuelle Lernumgebungen. Multimediale Elemente wie z. B. Aufzeichnungen von Präsenzveranstaltungen, Video- und Audioclips, Animationen und Simulationen, Aufgabentrainer und Selbsttests ergänzen das Studienangebot. Die Fernstudienkurse beinhalten zusätzlich zu den wissenschaftlichen Lehrinhalten unter anderem Übungsaufgaben zur Vertiefung und Festigung des Wissens, Lösungsbeispiele sowie Literatur- und Studierhinweise. Einsende- und Selbstkontrollaufgaben bieten, häufig netzgestützt, die Möglichkeit der Lernerfolgskontrolle.


Zugangsvoraussetzungen / Online-Self-Assessment

Eine Einschreibung in das rechtswissenschaftliche Studium mit dem Ziel des Abschlusses der Ersten Prüfung setzt voraus:

  • Zeugnis der Hochschulreife (allgemeine oder einschlägige Hochschulreife) oder eine Zulassung nach § 49 Absatz 11 HG und
  • parallele Immatrikulation in den Studiengang Bachelor of Laws an der FernUniversität in Hagen.

Bitte beachten Sie:

  • Bereits in den Bachelor of Laws in Hagen eingeschriebene Studierende können die Einschreibung in den EJP-Studiengang auch später beantragen. Jedoch muss die Einschreibung spätestens bis zur Beantragung der Zulassung zu den Prüfungen in den Ergänzungsmodulen der Zwischenprüfung erfolgt sein. Die im Studiengang Bachelor of Laws absolvierten Fachsemester werden berücksichtigt.
  • Eine parallele Immatrikulation in den Hagener Bachelor of Laws ist nicht mehr erforderlich, wenn bereits ein Abschluss als Bachelor of Laws an der FernUniversität in Hagen oder ein Abschluss in einem vergleichbaren Studiengang mit einem Studienumfang von 210 ECTS vorliegt.
  • Nicht mehr eingeschrieben werden kann, wer die Erste Prüfung, die staatliche Pflichtfachprüfung, eine vergleichbare Rechtsprüfung oder die Zwischen- bzw. Schwerpunktbereichsprüfung endgültig nicht bestanden hat oder seinen Prüfungsanspruch in diesem Studiengang oder einem juristischen Bachelorstudiengang anderweitig verwirkt hat.

Studieninteressent(en)/innen, welche die für ihren Studiengang erforderliche Hochschulzugangsberechtigung nicht besitzen, können unter bestimmten Voraussetzungen als beruflich Qualifizierte zum Studium zugelassen werden.

Bei Fragen bezüglich der Zugangsvoraussetzungen hilft Ihnen das Service-Center der FernUniversität gerne weiter.

Freiwilliges Online-Self-Assessment (studichecks)

Interessentinnen und Interessenten empfehlen wir vor der Einschreibung die Teilnahme an einem freiwilligen Online-Self-Assessment.

Vor der Aufnahme eines Studiums ist es sinnvoll, sich mit den fachlichen Erwartungen des Studiums auseinanderzusetzen. Studierende, deren Vorstellungen konkreter sind, sind meistens von Beginn an zufriedener und haben höhere Erfolgsaussichten im Studium. Über das vorgeschaltete Online-Self-Assessment (studichecks) erhalten Sie eine gezielte Rückmeldung darüber, ob Ihre Erwartungen und Vorkenntnisse mit den tatsächlichen Inhalten im Studium korrespondieren.

Die freiwillige Teilnahme läuft über das Onlinetool Studifinder des Landes Nordrhein-Westfalen (siehe www.studifinder.de). Es ist ein schrittweises Verfahren mit mehreren studichecks zu den benötigten Vorkenntnissen. Sie müssen sich dafür im Studifinder anmelden und diese entsprechend bearbeiten.

Wichtig!

Ihre Ergebnisse werden von studifinder.de nicht an die FernUniversität übermittelt und Sie erhalten auch keine Teilnahmebescheinigung von studifinder.de.

Studifinder-Logo

Unter den Studichecks finden Sie nach Eingabe des gewünschten Studienfeldes Rechtswissenschaften am Hochschulstandort FernUniversität in Hagen bereits festgelegte Wissensbereiche. Pro Check benötigen Sie ca. 20 Minuten Bearbeitungszeit. Pausen und auch längere Unterbrechungen sind jederzeit möglich.

Bearbeitet werden aus dem Bereich Sprach- und Textverständnis die Subtests:

  • Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten
  • Rechtschreibung
  • Verstehen und Analyse von Sachtexten
  • Wortschatz
  • Zeichensetzung

Sowie aus dem Bereich Mathematik die Subtests:

  • Potenzen, Wurzeln, Logarithmen
  • Rechenregeln und –gesetze
  • Rechnen mit rationalen Zahlen
  • Terme und Gleichungen

Mit den Studichecks erfahren Sie in der nachgeschalteten Auswertung, ob Sie die relevanten (Schul-)Kenntnisse mitbringen. Sofern Nachholbedarf sichtbar wird, gibt es zu jedem Subtest maßgeschneiderte eLearning-Angebote in Form der Studikurse, mit deren Hilfe Sie Wissenslücken gezielt aufarbeiten können.

Ihre Ergebnisse dienen lediglich Ihrer persönlichen Einschätzung und Vorbereitung auf das Studium. Ihr Abschneiden in den Tests hat keinen Einfluss auf Ihre Zulassung zum Studium. Ihre Ergebnisse werden von studifinder.de nicht an die FernUniversität übermittelt.

Die Zentrale Studienberatung berät Sie hinsichtlich der Ergebnisse des Studichecks und steht Ihnen bei allen Fragen rund um den Studieneinstieg zur Verfügung.


Curriculum

Der Abschluss des Studiengangs Rechtswissenschaft mit dem Ziel „Erste Juristische Prüfung“ (EJP) ist der erste Schritt zur Erlangung der Befähigung zum Richteramt nach § 1 S. 1 JAG NRW. Die EJP gliedert sich in einen universitären (§ 28 JAG NRW) und einen staatlichen (§ 3 ff. JAG NRW) Teil. Für die Organisation und die Abnahme der staatlichen Pflichtfachprüfung sind die Justizprüfungsämter bei den Oberlandesgerichten Köln, Düsseldorf und Hamm zuständig. Weitere Infos hierzu, insb. zur Anmeldung zum staatlichen Teil finden Sie hier.

Die Zulassung zur staatlichen Pflichtfachprüfung setzt den Nachweis voraus, dass die Bewerberin oder der Bewerber

1. mindestens vier Halbjahre an einer Universität im Geltungsbereich des Deutschen Richtergesetzes Rechtswissenschaft studiert,

2. eine Zwischenprüfung (§ 28) bestanden,

3. erfolgreich eine fremdsprachige rechtswissenschaftliche Veranstaltung oder einen rechtswissenschaftlich ausgerichteten Sprachkurs besucht und

4. an einer praktischen Studienzeit (§ 8) teilgenommen hat.

Das hiesige Studium gilt als rechtswissenschaftliches Studium im Sinne von Ziffer 1. Zudem können im hiesigen Studium die Zwischenprüfung nach Ziffer 2 abgelegt und eine fremdsprachige rechtswissenschaftliche Veranstaltung nach Ziffer 3 besucht werden. Für die Absolvierung der praktischen Studienzeit ist jeder Studierende selbst verantwortlich, Informationen hierzu finden Sie unter anderem im Merkblatt des OLG Hamm zur praktischen Studienzeit.

Der Universitäre Teil der EJP besteht aus der zur Anmeldung zum staatlichen Teil erforderlichen Zwischenprüfung und der universitären Schwerpunktbereichsprüfung. Diese werden studienbegleitend im hiesigen Studiengang abgelegt. Nach § 29 Abs. 2 JAG NRW fließt die Note des universitären Schwerpunktbereichs mit 30 % in die Endnote der EJP ein.

Das Studium ist modular aufgebaut und setzt sich zusammen aus dem Studium des Bachelor of Laws und integrierten Ergänzungsstudien. Aus dem Studium zum Bachelor of Laws müssen die Pflichtmodule (160 ECTS) sowie das Bachelorseminar und die Bachelorarbeit (jeweils 10 ECTS) absolviert werden. Zur Abdeckung des über diese Studieninhalte hinausgehenden Pflichtfachstoffes aus § 11 Abs. 2 JAG NRW müssen zudem während der integrierten Ergänzungsstudien weitere Studien- und Prüfungsleistungen in Ergänzungsmodulen im Umfang von 30 ECTS sowie Vertiefungsmodulen im Umfang von 20 ECTS erbracht werden. Im Schwerpunktbereichsstudium müssen die Studierenden neben dem Bachelorseminar und der Bachelorarbeit noch Schwerpunktbereichsleistungen im Umfang von 10 ECTS absolvieren.

Studienverlaufsplan Vollzeit

Curriculum bei paralleler Einschreibung in LL.B.

1. Semester 2. Semester
55100 Propädeutikum unter Einbeziehung einer Einführung in die Wirtschaftswissenschaften (10 ECTS)
31011 Externes Rechnungswesen (BWL I) [WiWi] (10 ECTS)
55101 Allgemeiner Teil des BGB (10 ECTS)
31021 Investition und Finanzierung (BWL II) [WiWi] (10 ECTS)
55103 Schuldrecht Allgemeiner Teil (10 ECTS)
55104 Staats- und Verfassungs­recht sowie Grundlagen des Europarechts (10 ECTS)
3. Semester 4.Semester
55105 Arbeitsvertragsrecht (10 ECTS)
55106 Schuldrecht Bsonderer Teil (10 ECTS)
31031 Internes Rechnungswesen (BWL III) [WiWi] (10 ECTS)
55111 Allgemeines Verwaltungsrecht und Grundzüge des Verwaltungsprozessrechts (10 ECTS)
55108 Sachenrecht, Recht der Kreditsicherung und Insolvenzrecht (10 ECTS)
55107 Einführung in das Strafrecht (10 ECTS)
5. Semester 6. Semester
55109 Unternehmensrecht I (10 ECTS)
55113 Zivilprozessrecht (10 ECTS)
55112 Rhetorik, Verhandeln und Mediation (10 ECTS)
55110 Internationales Privat- und Zivilprozessrecht (10 ECTS)
55504 EM* Strafrecht (10 ECTS)
55503 EM* Öffentliches Recht (10 ECTS)
7. Semester 8. Semester (Abschluss als LL.B.)
55501 EM* Grundlagen (5 ECTS)
55502 EM* Familien- und Erbrecht (5 ECTS)
Bachelorseminar (10 ECTS)
Bachelorarbeit [pdf] (10 ECTS)
55505 VM* Zivilrecht (5 ECTS)
55506 VM* Öffentliches Recht (5 ECTS)
55507 VM* Strafrecht (5 ECTS)
Fremdsprachenausbildung (5 ECTS)
Schwerpunktbereich (10 ECTS)
ggf. Freiversuch

55511 EVM* Zivilrecht (12 ECTS)
55512 EVM* Öffentliches Recht (10 ECTS)
55513 EVM* Strafrecht (8 ECTS)

[*EM = Ergänzungsmodul / VM = Vertiefungsmodul / EVM = Examensvorbereitungsmodul]

Studienverlaufsplan Teilzeit

1. Semester Teilzeit 2. Semester Teilzeit
55100 Propädeutikum unter Einbeziehung einer Einführung in die Wirtschaftswissenschaften (10 ECTS)
31011 Externes Rechnungswesen (BWL I) [WiWi] (10 ECTS)
55101 Allgemeiner Teil des BGB (10 ECTS)
55104 Staats- und Verfassungs­recht sowie Grundlagen des Europarechts (10 ECTS)
3. Semester Teilzeit 4. Semester Teilzeit
55103 Schuldrecht Allgemeiner Teil (10 ECTS)
31021 Investition und Finanzierung (BWL II) [WiWi] (10 ECTS)
55106 Schuldrecht Besonderer Teil (10 ECTS)
55107 Einführung in das Strafrecht (10 ECTS)
5. Semester Teilzeit 6. Semester Teilzeit
55105 Arbeitsvertragsrecht (10 ECTS)
55111 Allgemeines Verwaltungsrecht und Grundzüge des Verwaltungsprozessrechts (10 ECTS)
55108 Sachenrecht, Recht der Kreditsicherung und Insolvenzrecht (10 ECTS)
55112 Rhetorik, Verhandeln und Mediation (10 ECTS)
7. Semester Teilzeit 8. Semester Teilzeit
55109 Unternehmensrecht I (10 ECTS)
31031 Internes Rechnungswesen (BWL III) [WiWi] (10 ECTS)
55113 Zivilprozessrecht (10 ECTS)
55504 EM* Strafrecht (10 ECTS)
9. Semester Teilzeit 10. Semester Teilzeit
55503 EM* Öffentliches Recht (10 ECTS)
55110 Internationales Privat- und Zivilprozessrecht (10 ECTS)
55501 EM* Grundlagen (5 ECTS)
55502 EM* Familien- und Erbrecht (5 ECTS)
Modul Seminar (10 ECTS)
Modul Bachelorarbeit (10 ECTS)
11. Semester Teilzeit 12. Semester Teilzeit
55507 VM* Strafrecht (5 ECTS)
55505 VM* Zivilrecht (5 ECTS)
55506 VM* Öffentliches Recht (5 ECTS)
Fremdsprachenausbildung (5 ECTS)
Schwerpunktbereich (10 ECTS)
13. Semester Teilzeit 14. Semester Teilzeit
55512 EVM* Öffentliches Recht (10 ECTS)
55513 EVM* Strafrecht (8 ECTS)
55511 EVM* Zivilrecht (12 ECTS)
Ggf. Wiederholung
55512 EVM* Öffentliches Recht (10 ECTS)
55513 EVM* Strafrecht (8 ECTS)
55511 EVM* Zivilrecht (12 ECTS)
[*EM = Ergänzungsmodul / VM = Vertiefungsmodul / EVM = Examensvorbereitungsmodul]

Alle Module des Studienganges werden im Winter- und Sommersemester angeboten und sind jeweils so zugeschnitten, dass sie auch innerhalb eines Semesters erfolgreich abgeschlossen werden können. Schaffen Sie es dennoch nicht – aus welchen Gründen auch immer – ein Modul in einem Semester komplett zu bearbeiten, können Sie das Modul in der Folge als Wiederholer belegen. Sie erhalten dann das Studienmaterial nicht noch einmal zugesendet, nur die Einsendeaufgaben erhalten Sie weiterhin. So müssen Sie Bezugsgebühren nicht erneut bezahlen.

Curriculum Ergänzungsstudium für Abolventen des Hagener Bachelor of Laws

Studierende, die den Bachelor of Laws an der FernUniversität in Hagen oder einen vergleichbaren Abschluss bereits erworben haben, müssen zur Ablegung der Zwischenprüfung zunächst die Ergänzungsmodule (30 ECTS) ablegen. Im Anschluss müssen diese Studierenden noch die Vertiefungsmodule und die chwerpunktbereichsprüfung absolvieren. Für diese Studierenden ergibt sich der folgende Studienverlaufsplan:

Studienverlaufsplan Vollzeit

Studien-
jahr

1. Semester

2. Semester
1.

55501 EM* Grundlagen
55502 EM* Familien- und Erbrecht
55503 EM* Öffentliches Recht
55504 EM* Strafrecht

55505 VM* Zivilrecht
55506 VM* Öffentliches Recht
55507 VM* Strafrecht
Fremdsprachenausbildung
Schwerpunktbereich
2. 3. Semester
55511 EVM* Zivilrecht
55512 EVM* Öffentliches Recht
55513 EVM* Strafrecht

[*EM = Ergänzungsmodul / VM = Vertiefungsmodul / EVM = Examensvorbereitungsmodul]

Studienverlaufsplan Teilzeit

Curriculum bei paralleler Einschreibung in den Studiengang Bachelor of Laws

1. Semester 2. Semester

55501 EM* Grundlagen (5 ECTS)
55502 EM* Familien- und Erbrecht (5 ECTS)
55504 EM* Strafrecht (10 ECTS)

55503 EM* Öffentliches Recht (10 ECTS)
55505 VM* Zivilrecht (5 ECTS)
55507 VM* Strafrecht (5 ECTS)
3. Semester 4. Semester
55506 VM* Öffentliches Recht (5 ECTS)
Fremdsprachenausbildung (5 ECTS)
Schwerpunktbereich (10 ECTS)
55513 EVM* Strafrecht (8 ECTS)
55512 EVM* Öffentliches Recht (10 ECTS)
55511 EVM* Zivilrecht (12 ECTS)
5. Semester  
ggf. Wiederholung
55513 EVM* Strafrecht (8 ECTS)
55512 EVM* Öffentliches Recht (10 ECTS)
55511 EVM* Zivilrecht (12 ECTS)
 

[*EM = Ergänzungsmodul / VM = Vertiefungsmodul / EVM = Examensvorbereitungsmodul]

Dieses Curriculum deckt die nicht im Bachelor of Laws enthaltenen juristischen Fachinhalte in zwei Stufen ab: Im ersten Semester der ergänzenden Studien gibt es Ergänzungsmodule (EM) zu Grundlagenfächern und den drei Kerngebieten des Zivil-, Straf- und öffentlichen Rechts. Im zweiten Semester folgen Vertiefungsmodule zu diesen drei Gebieten (VM), ein Modul zum Schwerpunktbereich, welches zusammen mit Teilen aus dem Studiengang Bachelor of Laws den Schwerpunktbereich darstellt, sowie die obligate Fremdsprachenausbildung. Im dritten Semester folgen dann optionale Module zur Examensvorbereitung in den drei Kerngebieten (EVM), die den Pflichtfachstoff lediglich vertiefen.

Curriculum für LL.B.-Absolventen anderer Hochschulen

​​​​​​​​Sofern Sie einen Studiengang Bachelor of Laws an einer anderen Hochschule als der FernUniversität in Hagen erfolgreich abgeschlossen haben, kann nur durch ein Anerkennungsverfahren beurteilt werden, welche Studien- und Prüfungsleistungen von Ihnen noch erbracht werden müssen. Informationen zur Einleitung eines solchen Anerkennungsverfahrens finden Sie unter http://www.fernuni-hagen.de/rewi/faq/pruefungsleistungen.shtml.

Studienablauf

a) Modularer Aufbau

Der Studiengang zur EJP ist ebenso wie das Studium zum Bachelor of Laws modularisiert aufgebaut. Er besteht bis zum Ende des achten Semesters in seinem Pflichtbereich aus insgesamt 28 Modulen mit insgesamt 240 ECTS (210 ECTS aus dem LL.B. Studium zzgl. der Ergänzungsmodule), die thematisch und zeitlich abgerundet sowie in sich abgeschlossen sind. Dieses curriculare Organisationsprinzip ermöglicht es, das Studium überschaubar und verbindlich zu gestalten und dabei auch notwendige Freiräume zur individuellen Gestaltung des Studiums zu eröffnen. Jedes Modul schließt mit einer eigenen Modulabschlussprüfung ab; hierbei handelt es sich zumeist um Semesterabschlussklausuren, es können aber von den Prüfenden auch Hausarbeiten oder Seminare verlangt werden.

b) Zwischenprüfung

Die Zwischenprüfung ist sowohl Zulassungsvoraussetzung zur Schwerpunktbereichsprüfung als auch zur staatlichen Pflichtfachprüfung. Mit ihr wird vor der Aufnahme des Schwerpunktbereichsstudiums auch überprüft, ob die Studierenden geeignet sind, die Schwerpunktbereichsprüfung abzulegen. Die Zwischenprüfung setzt sich zusammen aus insgesamt 10 Modulen mit 90 ECTS und wird studienbegleitend und damit kumulativ absolviert. Folgende Module sind Teil der Zwischenprüfung und müssen zu deren Bestehen erfolgreich absolviert werden:

Module, die Teil der Zwischenprüfung sind:

55101 Allgemeiner Teil des BGB
(10 ECTS)
55103 Schuldrecht Allgemeiner Teil
(10 ECTS)
55108 Sachenrecht, Recht der Kreditsicherung und Insolvenzrecht
(10 ECTS)
55104 Staats- und Verfassungsrecht sowie Grundlagen des Europarechts
(10 ECTS)
55111 Allgemeines Verwaltungsrecht und Grundzüge des Verwaltungsprozessrechts
(10 ECTS)
55107 Einführung in das Strafrecht
(10 ECTS)
55504 EM* Strafrecht
(10 ECTS)
55501 EM* Grundlagen
(5 ECTS)
55502 EM* Familien- und Erbrecht
(5 ECTS)
55503 EM* Öffentliches Recht
(10 ECTS)
[*EM = Ergänzungsmodul]

c) Schwerpunktbereiche und -prüfung

Diese dienen der Ergänzung des Studiums, der Vertiefung der aus den Pflichtfächern bereits vorhandenen Kenntnisse in einem selbst gewählten Teilbereich der Rechtswissenschaft sowie der Vermittlung interdisziplinärer und internationaler Bezüge. Im Studium zur EJP an der FernUniversität in Hagen setzt sich der Schwerpunktbereich aus dem gewählten Bachelorseminar (inklusive Seminararbeit), der hierauf aufbauenden Bachelorarbeit sowie einem thematisch passenden Schwerpunktbereichsmodul zusammen. Es werden im Studium zur EJP an der FernUniversität in Hagen folgende Schwerpunktbereiche mit entsprechenden Wahlmöglichkeiten angeboten, wobei das zuvor absolvierte Bachelorseminar und die Bachelorarbeit aus einem verwandten Rechtsgebiet stammen müssen, der Studierende sich also bereits dort für einen oder mehrere Schwerpunktbereiche entscheidet:

Schwerpunktbereich „Kriminalwissenschaften“

Schwerpunktbereich „Staat und Verwaltung“

Es müssen zwei Module absolviert werden, wobei das SPB-Modul Allgemeine Staatslehre verpflichtend ist:

Schwerpunktbereich „Wirtschafts- und Wettbewerbsrecht"

Zur Wahl angeboten werden, wobei nur eines der Module gewählt werden muss:

Schwerpunktbereich „Geistiges Eigentum“

Zur Wahl angeboten werden, wobei nur eines der Module gewählt werden muss:

Schwerpunktbereich „Arbeit und Unternehmen“

Schwerpunktbereich „Privatrecht in seiner historischen und internationalen Dimension“

Der Schwerpunktbereich „Privatrecht in seiner historischen und internationalen Dimension“ besteht aus einem Grundlagen- und einem internationalrechtlichen Teil. Sowohl aus dem Bereich Grundlagen als auch aus dem Bereich Internationales Recht muss jeweils ein Teilmodul gewählt werden.

Teilmodule aus dem Bereich Grundlagen:

Teilmodule aus dem Bereich Internationales Recht:

Schwerpunktbereichsprüfung:

Diese setzt sich aus zwei Prüfungsleistungen aus dem Bachelorstudiengang zusammen, dem Abschlussseminar und der Bachelorarbeit, sowie zwei weiteren aus einem thematisch dazu passenden Schwerpunktbereichsmodul; in diesen Modulen müssen mindestens eine Hausarbeit und eine Klausur geschrieben und auch bestanden werden. Insgesamt umfasst also der Schwerpunktbereich an der FernUniversität in Hagen mindestens vier Prüfungsleistungen. Entscheidend im Studienkonzept an der FernUniversität in Hagen ist, dass die Schwerpunktbereichsprüfung zwar frühestens nach Bestehen der Zwischenprüfung absolviert werden kann, aber auch die anderen Leistungen des Bachelor of Laws-Studiums abgeschlossen sein müssen, bspw. die wirtschaftswissenschaftlichen Module. Dies sorgt dafür, dass alle Studierenden, die in die Schwerpunktbereichsprüfung gehen, den kompletten Inhalt des LL.B.-Studiums verinnerlicht haben und zugleich mit dem Bestehen des Bachelorseminars und der Bachelorprüfung den Titel eines/einer LL.B. erlangen. Die Schwerpunktbereichsprüfung ist bestanden, wenn folgende Module erfolgreich abgeschlossen wurden, wobei sich die Note des Schwerpunktbereichs nach den angegebenen Anteilen errechnet:

  • 50 % – Bachelorabschlussseminar und Bachelorarbeit (aus Schwerpunktbereich) und
  • 50 % – Klausur und Hausarbeit aus Schwerpunktbereichsmodul.

Fremdsprachenkompetenz:

Die Zulassung zur staatlichen Pflichtfachprüfung setzt u. a. die erfolgreiche Teilnahme an einer fremdsprachigen rechtswissenschaftlichen Veranstaltung oder einem rechtswissenschaftlichen Sprachkurs voraus, § 7 Abs. 1, Ziffer 3 JAG NRW. Auch eine praktische Studienzeit im fremdsprachigen Ausland (§ 8 JAG NRW) gilt in der Regel als Nachweis in diesem Sinne.

Die Beurteilung, ob eine solche Veranstaltung den Anforderungen genügt, obliegt den jeweils zuständigen Justizprüfungsämtern. Informationen hierzu finden Sie auf den Internetseiten der Justizprüfungsämter, beispielsweise hier.

Als Lehrveranstaltung in diesem Sinne gelten:

• 55508 – Introduction to the Common Law (englischsprachig),
• 55209 – Summer School in Law (englischsprachig, Auswahlverfahren),
• 55314 – Intensivkurs Europarecht (englischsprachig, Auswahlverfahren).

Informationen und Beratung

  • Weitergehende Informationen finden Sie auch in unserem FAQ-Bereich.
  • Falls Sie nach Durchsicht des FAQ-Bereichs noch Beratungsbedarf haben, können Sie die Studienberatung kontaktieren.
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Rechtswissenschaftliche Fakultät, 58084 Hagen, Tel.: +49 2331 987-2415, E-Mail: rewi@fernuni-hagen.de